Grüne gegen Parkplatz

Auf dem Gelände zwischen der 148. Grundschule und dem Inneren Neustädter Friedhof plant die Eigentümerin Sachsen-Energie (ehemals Drewag), einen Anwohnerparkplatz zu errichten.

Neben einigen Bäumen sind insgesamt rund 100 Stellplätze, davon etwa 30 mit E-Säule, geplant. Dagegen stellen die Neustadt-Grünen nun einen Antrag im Stadtbezirksbeirat.

An der Friedensstraße ist ein Parkplatz geplant.
An der Friedensstraße ist ein Parkplatz geplant.

Der Antrag wird voraussichtlich bei der Sitzung am Montag behandelt. In einer Pressemitteilung heißt es heute: „Die Grünen im Stadtbezirksbeirat Neustadt sowie eine Vielzahl der Neustädter Grünen-Mitglieder lehnt die Errichtung eines Parkplatzes für private PKW auf der Fläche des ehemaligen Kreativzentrums „Haus 7“ an der Martha-Fraenkel-Straße ab.“

Annette Rottmann, Koordinatorin der Neustadtgrünen kommentiert: „Die bekannt gewordenen Pläne zum Bau eines Parkplatzes mit 100 Stellplätzen auf dem Drewag-Gelände wirken wie aus der Zeit gefallen. Während die dramatischen Folgen der menschengemachten Klimakrise jedes Jahr deutlicher werden, wird mit diesem Bauvorhaben die Mobilität des letzten Jahrhunderts bekräftigt.“

Anzeige

Populi Fair Fashion Onlineshop

Anzeige

Nebenjob bei Curry & Co.

Anzeige

Tranquillo Lagerverkauf

Anzeige

Filmfest Dresden

Anzeige

Semper Oberschule Dresden

Anzeige

Yogawaves

Anzeige

Canaletto-Gin der Dresdner Spirituosen Manufaktur

Anzeige

Aussitzen Deluxe 2.0

In dem Antrag, der am Montag diskutiert werden soll, unterbreiten die Grünen den Vorschlag, dass nur ein Mobilitätspunkt mit Bike- und Carsharing errichtet werden soll und die nicht durch den Mobipunkt benötigte Fläche als Grünfläche für Naherholung und Naturschutz gestaltet werden solle. Diese Umgestaltung solle mit Mitteln aus dem Stadtbezirksbudget gefördert werden.

Die geplanten 30 Ladeplätze für Elektrofahrzeuge sollten nicht durch die Errichtung zusätzlicher Stellplätze, sondern durch Umwandlung von bestehenden Stellflächen im öffentlichen Verkehrsraum geschaffen werden. Den ganzen Antrag gibt es hier als PDF.

Selbst wenn der Stadtbezirksbeirat am Montag diesen Antrag beschließt, ist die Eigentümerin des Grundstücks, Sachsen-Energie, daran nicht gebunden. Daher hat das Ganze eher den Charakter eines Vorschlags.

Im Hintergrund der Innere Neustädter Friedhof.
Im Hintergrund der Innere Neustädter Friedhof.
Artikel teilen

Anzeige

Kieferorthopädie

Anzeige

Populi Fair Fashion Onlineshop

Anzeige

Yogawaves

Anzeige

Aussitzen Deluxe 2.0

22 Ergänzungen zu “Grüne gegen Parkplatz

  1. Danke für das Engagement! Wer jetzt noch Parkplätze baut und weiter Boden (teil-)versiegelt, wo eventuell auch Parks/Naherholungsgebiete oder wenn notwendig Sozialwohnungen entstehen könnten, der hat gar nichts gelernt!

  2. Ja vielen Dank für das Engagement der Grünen! Ich drücke die Daumen für Montag. Es ist tatsächlich absurd mehr Parkplätze zu schaffen und damit Menschen auch noch Anlass zu geben Autos zu besitzen oder gar anzuschaffen, indem man die Parkplatz Not lindert. Schafft einen schönen Park oder einen Gemeinschaftsgarten. Den könnten die Kids der Grundschule auch gleich mitnutzen.

  3. Dagegen!!!!
    Grüne Kernkompetenz wieder deutlich herausgestellt.
    Und gleich die nächste Stufe erklommen:
    Anderen vorschreiben, was sie mit ihrem Eigentum machen dürfen und sollen.
    Und dann rauf auf die nächste Stufe:
    Steuergeld ausgeben für etwas, dass ‚eh nicht genehmigt werden würde (Grill- und Partyabende neben dem Friedhof) anstatt über Stellplatzvermietung Steuergelder zu bekommen.
    Es gibt eben eine Klientel, die denkt Geld fällt vom Himmel und Fördergeld produziert der Finanzminister in seiner Kloschüssel.

  4. @ Timur: Ist doch aber die Realität, Geld fällt vom Himmel bzw. entsteht per Knopfdruck. Es wird im wesentlichen einfach durch Bilanzverlängerung von Banken geschaffen.

    Und was die Eigentumssache angeht: SachsenEnergie gehört mehrheitlich der Energieverbund Dresden GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Stadt Dresden. Das Grundstück gehört also schon uns allen.

  5. Och nöööö.
    Dresden ist eine der grünsten Städte in Europa. Wizo muss da noch so ein Park hin? Der vermutlich wieder so ein müllstrotzender Platz wird. Wir brauchen im Scheunenhofviertel Parkplätze, für PKWs genauso wie für Fahrräder.

  6. die grünen sprechen mir hier aus der Seele (nicht immer). Ein toller Antrag, der keinen wichtigen Aspekt vergisst. Mobipunkt – ja, private PKW, nein, e-parken, ja, aber nicht auf neu geschaffener infrastruktur für private pkw. Top. einsplus mit sternchen. ich hoffe inständig, der Antrag kommt durch. Schade, dass er anscheinend nicht bindend ist.

  7. @tsetse:
    Die SachsenEnergie AG ist eine Aktiengesellschaft, entstanden aus dem Zusammenschluss von ENSO und Drewag.
    Es ist somit kein rein Dresdner Unternehmen, es hat seinen Hauptsitz nur in Dresden.
    Und Eigentümer sind die Aktionäre, welche derzeit 4.116.662 Aktien der Gesellschaft besitzen.
    Warum also sollen 8,6% der Sachen (Wahlergebnis der Grünen landesweit) bzw. 20,5% der Dresdner (Wahlergebnis der Grünen in Dresden) allen übrigen etwas verschreiben können?
    Sie können vorschlagen und bitten, aber nichts verbieten oder bestimmen.
    Dafür ist die Wassersuppe zu dünn.

  8. Viel Lärm um nix… wer will denn wirklich neben dem Kinderfriedhof auf ehem. Teergruben gärtnern?

    Wenn es eh nicht bindet, ist es nur Gewäsch…

  9. Immerhin macht die Sache eines Antragsverfahrens es öffentlich, inwieweit unsere Drewag aka SaxEnergie selbstredend gesteckte Nachhaltigkeitsziele würdigt. Handelt es sich doch um ein Unternehmen, welches mit Hauptkraftwerk sowie aktuellem Neubaukraftwerk in Reick lange Zeiten noch an fossiler Erdgasverbennung gebunden bleibt, welches schon lange zu Großteilen Gazprom-PutinGas ist. Dem Klimawandel helfen dann paar Wärmespeicher und bissel Pressetrallala auch nicht wirklich weiter. Als hauptsächlich kommunales Unternehmen ist mehr Verantwortlichkeit einzufordern und qua Rathausspitze durchzusetzen.
    Daher ist der Versuch der Grünen klarer Anstoß zum Umdenken und Hebung von üblicher Voll-Intransparenz ins öffentliche Licht. Die SachsenEnergie wäre gut beraten, dem Vorschlag vollumfänglich zu folgen. Andernfalls droht irgendwann der letztlich mächtigere Kunden-Souverän mit Trendsetzung im Boykottwesen, dann wäre zügig die Geschäftsgrundlage entzogen.
    Grundsätzlich sollte bei Schaffung bzw Konzentrierung von PKW-Stellplätzen immer Gleiches als Reduktion im nahen Straßenraum bzw. als Verkehrsberuhigung vorliegen. Niemals im Weiterso eines Zusätzlichen, es sei denn es handelt sich um Förderinhalte im Umweltverbund. Wer sich nun fragt, was macht eigentlich jener Obermeister Hüllpert seit Äonen an vorderster Leitungsfront, kann sich eigentlich alles selbst z’ammreimen.
    In der Erreichung aller Klimaschutz- bzw. Klimaanpassungszielstellungen der Stadt Dresden ergaben letzte Bewertungen der Fachämter ein – was wunder – sagenhaftes Rundumscheitern. Ganz im Einklang mit Großteilen der bräsigen umweltignoranten Mehrheiten der Bewohnerschaft.

  10. @timur: Who hurts you? Und erklär mal: Wieviel Stimmen der Dresdner:innen repräsentiert die Planungsabteilung der Sachsen-Energie, die da nen Riesenparkplatz statt Mobistation + Grünfläche geplant hat? Und was die Wassersuppe angeht: Sie ist offenbar dick genug, dass sie bei dir panikartige Reflexe auslöst. Dein Ding. Ich finds ja unterhaltsam.

  11. Die meisten Unfälle von Schulkindern passieren auf den letzten Metern vor dem Schulgebäude.

    Der Grund hierfür: Autos, nicht zu letzt gerade von Eltern die Ihre Kinder abholen wollen.

    Die Entscheidung sollte also klar zugunsten der Sicherheit fallen. Gerade Kinder im Grundschulalter tragen bei Zusammenstößen mit Autos schwere Verletzungen davon.

  12. Es ist einfach nur traurig und schlimm, wie die Grünen und deren Gefolge einen bevormunden wollen. Erst kommt die „Woche des guten Lebens“und nun dieses…Manchmal erinnert es mich an eine Diktatur. Sie diktieren mir vor, was gut und was nicht gut für mich ist. Das ist einfach daneben. Die meisten dieser Parteimitglieder und Sympathisanten sind in guten bis sehr guten Verhältnissen aufgewachsen und haben ein gewissen finanziellen Spielraum.Aber die Mehrheit braucht das Auto. Viele pendeln in andere Städte oder Bundesländer. Geht mit Bahn und Rad schlecht .Sie haben ein völliges Überflussdenken und wollen sich mit solchen Aktionen profilieren. Man sieht es in der Neustadt.In den letzten Jahren hat sich die Bevölkerung in der Neustadt geändert.Wohnquartiere sind entstanden.;-) Hier wohnen Besserverdiener. Diese wollen ihren Lebensstil diktieren. Diese Aktionen können sie doch mal in Prohlis oder Übigau, Gorbitz veranstalten. Das ist ja, als ob Beschlüsse der von SPD auf einen CDU -parteitag genehmigt werden. Viel erfolg der Spasspartei.

  13. So sieht’s aus… die Grünen praktizieren entweder Realitätsverweigerung oder eben extreme Klientelpolitik. Leider wohnen hier mittlerweile zu viele Yuppies, die aus ihrer hübschen Öko-Blase, zu der sie die Neustadt gemacht haben, nicht mehr rauskommen. Es gibt Anwohner, die eben nicht im superhippen Weltladen um die Ecke arbeiten, sondern in einem ganu normalen Beruf in einer ganz normalen Firma – aber eben nicht gleich um die Ecke. Fahrrad und ÖPNV sind manchmal einfach keine Lösung, also sind diese Menschen (zufällig auch Steuerzahler) automatisch böse, weil sie privat (böse!) Eigentum (böse!) an einem PKW (böse!) haben und sich erdreisten, damit zu fahren (böse!), um schön brav weiter Steuern für die anderen abzudrücken (Super!), die sie als rückständig brandmarken. Ach was, sollen die einfach gleich auf Arbeit einziehen… weniger Wege, weniger Flächenverbrauch, weniger „normale Leute“ in der schönen Neustadt…

  14. Ich kann das Gerede von Diktatur und Verboten nicht nachvollziehen. Ein „Augen zu und weiter so“ kann’s doch auch nicht sein. Die ganze Neustadt ist mit Blech zugeparkt. Da ist es doch nachvollziehbar, dass man einen Alternativvorschlag bringt, wenn eine zusätzliche Fläche dem Auto gewidmet werden soll.

  15. Hallo TomDD,
    die Grünen (eine Partei mit nicht mal in der Neistadt absoluter Mehrheit) errichten eine Diktatur und der Beweis dafür ist, dass sie in einem demokratischen Verfahren zur Abstimmung stellen lassen wollen, die Fläche anstatt für einen öffentlichen Parkplatz (für den es Bedarf gibt) für einen öffentlichen Park (für den es Bedarf gibt) zu nutzen?
    Mein Tipp: wenn beim nächsten Mal vorm Kommentieren die Wut die Sinne vernebelt, einfach eine Runde um den Block und dann schreiben. Bei aller Liebe und bei aller berechtigten Kritik an grünen Lebenslügen, das war einfach peinlich.

  16. P.S.: übrigens soll hier nicht ein einziger(!) bestehender Parkplatz entfallen. Es wird einfach nur angeregt, keine neuen anzulegen. Was soll denn hier ein Verbot sein?

  17. @Alaunstrasse

    Ich hab es so verstanden, dass ca. 100 mögliche Parkplätze (davon 30-e) auf Privatgrund nicht entstehen sollen, im gleichen Zug aber öffentliche Parkplätze im Bestand entfallen sollen, um hier weitere Ladestationen (die 30-e..) zu planen…

    (Allerdings ist es ein Wunschbeschluss ohne Bindung / reine PR)

  18. Das spräche FÜR den Parkplatz: Gleichzeitig entsprechende Anzahl im Straßenraum reduzieren (mit tatsächlich wirkenden gestalterischen Maßnahmen), auf dem Parkplatz wären dann auch die Gebühren spürbar, die ein privater Abstellplatz nun mal kostet.

  19. Wieso sollte die Sachsen-Energie auf privatem Gelände öffentliche Parkplätze bauen? Weil jeder Parkplatz 50-100 Euro pro Monat einbringt… Also am Ende nicht wirklich öffentlich. Früher war dies Auflage beim Neubau von Häusern. Dies ist ja gestrichen.

    These: Dauermietparkplätze fördern die Gentrifizierung.

    Dass die Parksituation in der Gegend unterirdisch ist, ist bekannt und dass deswegen viele Leute Kritik an der Ablehnung der Grünen üben verständlich. Aber: Denkt doch bitte einfach mal ein kleines Stück weiter.

  20. Fassen wir zusammen: Ein Parkplatz direkt neben Schule und Kita, an dem morgens zur besten Zeit sich dann Autos (der Leute, die los müssen) und kleine (Schul-)Kinder begegnen…Und gegenüber wäre da noch n Spielplatz…. Hmmmmmm… guter Plan klingt echt anders…

  21. Wer in dem Viertel wohnt und Kinder hat, der wird den Vorschlag der Grünen wahrscheinlich verstehen. Wo sollen die Kinder zum spielen hingehen? Der Spielplatz daneben ist immer dermaßen voll. Ich finde den Vorschlag, eine Grünfläche anzulegen, sehr gut!

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.