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Die Seilschaft am 15. August bei den Filmnächten am Elbufer

Mehr als 21.000 Neustadt-Bilder

Die Wi­ki­pe­dia, das rie­sige On­line-Le­xi­kon, kennt ver­mut­lich fast je­der. Die En­zy­klo­pä­die setzt sich aus In­hal­ten zu­sam­men, die von vie­len tau­sen­den Men­schen zu­sam­men­ge­tra­gen wur­den. Seit März 2001 sind hier mehr als 2,5 Mil­lio­nen Ar­ti­kel al­lein in deut­scher Spra­che ent­stan­den. Zu dem Le­xi­kon ge­hört auch das Schwes­ter­pro­jekt, das Me­di­en­ar­chiv Com­mons, das ge­nauso wie die Wi­ki­pe­dia kos­ten­los nutz­bar ist. 

Al­lein für Dres­den sind hier rund 270.000 Me­dien (Fo­tos, Ge­mälde, Ton­do­ku­mente oder Filme) von den flei­ßi­gen Wikipedianer*innen bis heute zu­sam­men ge­tra­gen wor­den. Nicht alle wer­den auch in ei­nem Wi­ki­pe­dia-Ar­ti­kel ge­nutzt, aber die­ses Me­di­en­ar­chiv ist auch Sam­mel­punkt für an­dere freie Pro­jekte wie z.B. Wi­ki­voyage, ei­nem freien Rei­se­füh­rer, den es auch für die Dresd­ner Neu­stadt gibt. 

Die Neu­stadt ist bei Wiki­me­dia Com­mons sehr stark prä­sent. Al­lein für den Stadt­be­zirk fin­det man ak­tu­ell 21.180 Me­dien. Das sind über­wie­gend Fo­tos, die alle un­ter ei­ner freien Li­zenz ste­hen. Auf Wi­kiS­hootMe! kann man alle Neu­stadt-Fo­tos mit Geo­tag in ei­ner Kar­ten­über­sicht sehen.

Einige Beispiele

Das königliche Gymnasium Dresden-Neustadt
Das kö­nig­li­che Gym­na­sium Dres­den-Neu­stadt Es­pa­ñol: in­có­gnito, Gim­na­sia real Neu­stadt bella época Dresde, als ge­mein­frei ge­kenn­zeich­net, De­tails auf Wiki­me­dia Commons
Der alte jüdische Friedhof an der Pulsnitzer Straße.
Der alte jü­di­sche Fried­hof an der Puls­nit­zer Straße. Ra­koon, DSC 2384-dres­den-fe­bru­ary-2018-old-je­wish-ce­me­tery, CC0 1.0
Neustädter Streetart
Neu­städ­ter Streetart ubahn­ver­leih, Streetart Dres­den Neu­stadt 3, CC0 1.0
Als der Albertplatz noch Platz der Einheit hieß.
Als der Al­bert­platz noch Platz der Ein­heit hieß. Bun­des­ar­chiv, Bild 183‑1989-1207–005 /​CC-BY-SA 3.0, Bun­des­ar­chiv Bild 183‑1989-1207–005, Dres­den, Platz der Ein­heit, Spring­brun­nen, CC BY-SA 3.0 DE

Handhabung

Eine freie Li­zenz be­deu­tet, dass man die­ses Fo­tos un­ent­gelt­lich wei­ter­nut­zen kann, wenn man die Li­zenz be­ach­tet. Das heißt die Nut­zung für ein ei­ge­nen Blog, ein Kul­tur­pro­jekt oder ein Buch ist je­der­zeit mög­lich. Auch wenn z. B. das Buch spä­ter kom­mer­zi­ell ver­kauft wer­den soll, ist das mit den freien Li­zen­zen bei Com­mons mög­lich. Um bei der Nach­nut­zung mit der Li­zen­zie­rung keine Feh­ler zu be­ge­hen, gibt es den Li­zenz­hin­weis­genara­tor. Das ist ein hilf­rei­cher As­sis­tent der für je­des Bild die rechts­si­chere Li­zen­zie­rung kor­rekt ausgibt.

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Es ist ziem­lich leicht, sel­ber die­ses Me­di­en­ar­chiv um wei­tere Fo­tos zu er­gän­zen. Im Ide­al­fall hat man das Bild sel­ber auf­ge­nom­men und ist so­mit Urheber*in. Dann kann man es sel­ber nach Com­mons hoch­la­den. Da­für ist eine An­mel­dung not­wen­dig, aber es braucht nicht ein­mal eine E‑Mail hin­ter­legt werden.

Möchte man Fo­tos an­de­rer Fo­to­gra­fen hoch­la­den, braucht man eine schrift­lich Zu­stim­mung des Fo­to­gra­fen, dass seine Bil­der un­ter ei­ner freien Li­zenz ver­öf­fent­licht wer­den dür­fen. Ist der Ur­he­ber schon mehr als 70 Jahre tot, dann ist das Ur­he­ber­recht ab­ge­lau­fen und je­der kann das Bild wei­ter­nut­zen, also auch in Com­mons hoch­la­den. Wenn der Fo­to­graf nicht be­kannt ist, dann ist bei Com­mons 120 Jah­ren War­te­zeit not­wen­dig, um auf der recht­lich si­che­ren Seite zu sein.

Ak­tu­ell be­schäf­ti­gen sich ei­nige Wikipedianer*innen stark mit dem Fo­to­gra­fie­ren al­ler 3200 Stra­ßen und Plätze von Dres­den. Mehr als die Hälfte ist schon im Kas­ten. Hier kann man sich die­ses Ma­mut­pro­jekt mal auf ei­ner in­ter­ka­ti­ven Karte an­schauen. Seit März 2020 wird da­für in die Bil­der­ka­te­go­rie je­der Straße eine In­fo­box ein­ge­baut, so dass man von ei­ner Straße sehr ein­fach zur be­nach­bar­ten Straße sprin­gen kann, hier ein Bei­spiel. Da­durch kann man wie in ei­nem in­ter­ak­ti­ven Stadt­plan die Ge­gend neu entdecken.

Kontakt zu den Dresdner Wikipadianer*innen

Wer Fra­gen rund um Wi­ki­pe­dia und Com­mons hat, kann sich gerne an dresden@wikipedia.de wenden.

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7 Ergänzungen

  1. Wiki­me­dia ist toll. Trotz­dem ist es – wie ich aus ei­ge­ner Er­fah­rung lei­der weiß – nicht ohne Ri­siko. So soll­tet Ihr z.B. vor­sich­tig sein, wenn Ihr fremde Kunst­werke fo­to­gra­fiert und hoch­la­det. Dann liegt das Ur­he­ber­recht für das Foto zwar bei Euch, das für das fo­to­gra­fierte Kunst­werk z.B. das ab­ge­bil­dete Mu­ral bleibt aber bei des­sen Schöp­fer. Der kann sein Ur­he­ber­recht (und evtl. Li­zenz­ge­büh­ren) prin­zi­pi­ell auch dann gel­tend ma­chen, wenn das Mu­ral in öf­fent­li­chen Raum frei zu­gäng­lich ist. So­lange ihr mit der Ver­wen­dung kein Geld ver­dient, wird diese oft ohne Mur­ren to­le­riert. Das muss aber nicht sein und – in die­sem Fall schickt euch dann je­mand eine Rech­nung, die sich ge­wa­schen hat. Ist mir vor Jah­ren pas­siert und ließ sich nur mit viel Glück und ei­nem gu­ten Rechts­an­walt lö­sen (Hör­sturz inklusive).

  2. @Schorse: Danke für den Hin­weis. Das kommt na­tür­lich im­mer drauf an, in wel­chem Rah­men man das ent­spre­chende Mu­ral fo­to­gra­fiert, wenn es Teil der Stra­ßen­sze­ne­rie ist, sollte das durch die Pan­ora­ma­frei­heit nach Pa­ra­graph 59 Kunst­ur­he­ber­ge­setz mög­lich sein. 

    Wich­tig ist na­tür­lich auch, dar­auf zu ach­ten, dass mit dem Foto keine Per­sön­lich­keits­rechte ver­letzt wer­den. Dazu hat­ten wir vor ein paar Jah­ren ein In­ter­view mit ei­nem Rechts­an­walt im Neustadt-Geflüster.

  3. @Anton: Stimmt. Wenn al­ler­dings – wie oben – fast nur das Kunst­werk zu se­hen ist, dann wird die Pan­ora­ma­frei­heit schon sehr strapaziert.

  4. Rich­tig. Bei dem Bild würde ich auch nicht auf Pan­ora­ma­frei­heit set­zen, son­dern da­von aus­ge­hen, dass der oder die Künstler*in wohl eher nicht kla­gen wird, da sie oder er dann we­gen Sach­be­schä­di­gung dran wäre. Auf der Ba­sis gehe ich auch recht sorg­los mit der Neu­städ­ter Flie­sen­kunst-Se­rie um.

  5. "… sollte das durch die Pan­ora­ma­frei­heit nach Pa­ra­graph 59 Kunst­ur­he­ber­ge­setz mög­lich sein."

    Die­ser Pa­ra­graph ent­hält u. a. das nicht un­be­deu­tende Wort "blei­bend", wel­ches im Zu­sam­men­hang mit Street Art, also Graf­fiti, Mu­rals, Tags, Flie­sen, Kle­be­bil­dern usw. so­fort alle Alarm­glo­cken ak­ti­vie­ren sollte.

  6. Puh, da hast Du na­tür­lich recht. Und vor Ge­richt kann man sich dann strei­ten, ab wann was blei­bend ist oder nicht. Ich würde ja un­ter­stel­len, dass der Tag­ger es mit dem Wil­len an­ge­bracht hat, dass es für die Ewig­keit ist. ;-)

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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