Und sonst so? Ein Buch über 100 Abende Kreativität.

International bekannte Filmmusik, innovative 3D- Prothesen, plastikfreie Kosmetik und vieles mehr – bei näherem Hinsehen stellt sich schnell heraus, dass Dresden über ein erstaunliches Repertoire an kreativen Menschen, Ideen und Projekten verfügt. Erstaunlich teilweise auch für die Kreativschaffenden selbst, die den Großteil ihres Netzwerks wohl eher in Berlin, München oder zumindest Leipzig wähnen.

Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung auch gern mal draußen statt, wie hier im oka. Foto: David Pinzler
Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung auch gern mal draußen statt, wie hier im oka. Foto: David Pinzler

Eine Plattform für Kreative

Ein vorschnelles Urteil, dessen Demontage jedoch die, die es besser wissen, unermüdlich vorantreiben. Zu denen gehört zum Beispiel das Team von unsonstso, dem Netzwerktreffen der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft. Seit elf Jahren bietet es die Gelegenheit, an regelmäßig organisierten Abenden Projekte und junge Unternehmen vorzustellen und kennenzulernen.

Die Neustädter Künstlerin Kendike stellt ihre Illustrationen vor. Foto: Amac Garbe
Die Neustädter Künstlerin Kendike stellt ihre Illustrationen vor. Foto: Amac Garbe

Hier erzählen Menschen in ihren eigenen Arbeitsräumen oder anderen besonderen Locations die Geschichte ihrer Ideen. Das alles mit freiem Eintritt und in einer Atmosphäre, bei der das Getränk in der Hand als situationsgerechtes Accessoire der Krawatte weit überlegen ist. Es geht bei diesem Format nicht um oberflächliche Werbung, sondern um Begegnung und Vernetzung.

Zum undsonstso-Team gehören Felix, David, Jule, Martin, Marco, Frieda und Caro. Foto: Wir gestalten Dresden
Zum undsonstso-Team gehören Felix, David, Jule, Martin, Marco, Frieda und Caro. Foto: Wir gestalten Dresden

Das erste Treffen fand im Oktober 2009 statt. Es wurde genau wie die 48 darauffolgenden Ausgaben ehrenamtlich auf die Beine gestellt, von einem Freundeskreis mit Bezug zum kreativen Arbeiten, darunter die Gründer der Designagentur neongrau. Nach einer zweijährigen Pause nahm sich dann der Brachenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft „Wir gestalten Dresden“ der Veranstaltungsreihe an. Unter neuer Trägerschaft gibt es seitdem wieder jeden 1. Donnerstag im Monat je zwei kurze Vorträge und Platz für ausgiebige Publikumsfragen, wobei dieses Jahr einige Termine ins Internet verlegt werden mussten.

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Chronik einer Branche

Unlängst nun feierte undsonstso sein 100. Jubiläum. Ein Anlass, um zurückzuschauen auf die vielen spannenden und grundverschiedenen Veranstaltungen und die Geschichten dahinter. Ein Anlass auch für die Frage, wie diese entdeckte Vielfalt sichtbar gemacht werden kann, auch über die Stadt hinaus.

Die bislang letzte Live-Veranstaltung von Undsonstso gab es im Otto-Grotewohl-Saal auf dem Drewag-Gelände an der Friedensstraße. Foto: Anett Lentwojt/Kennst Du Dresden
Die bislang letzte Live-Veranstaltung von Undsonstso gab es im Otto-Grotewohl-Saal auf dem Drewag-Gelände an der Friedensstraße. Foto: Anett Lentwojt/Kennst Du Dresden

Folgerichtige Antwort: es soll ein Buch gedruckt werden, das einen Einblick in den Arbeitsalltag Kreativer in Dresden gibt. Das davon erzählt, wie sich die Branche in den letzten Jahren entwickelt hat, und welche Entwicklungen für die Zukunft wünschenswert wären. Ein Buch, das die Wirtschaftskraft von Kreativität aufzeigt und dabei die dazugehörigen Branchen verbindet.

So soll das Buch aussehen. Foto: Wir gestalten Dresden
So soll das Buch aussehen. Foto: Wir gestalten Dresden

Denn dass eine darstellende Künstlerin, ein Architekt und eine Softwardesigerin zum selben Zweig „Kreativwirtschaft“ gehören, der insgesamt zwölf Berufsgruppen umfasst, muss erst einmal im Selbstverständnis ankommen. Gerade diese Diversität kann das Buch der 100 undsonstsos aber glaubwürdig abbilden. Es soll von Orten, Macher*innen und Startups berichten und nach ihrem Werdegang forschen.

Auch Rückblicke auf einzelne Veranstaltungen sind geplant, Interviews und richtig viele Fotos. Die Mitarbeit von Gestaltungsprofis erlaubt ein klares Ziel: „Es muss richtig geil werden!“ Und damit zeigen, warum es sich lohnt, in Dresden zu leben und zu arbeiten.

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Unterstützung gesucht

Soweit der Plan, nur wie das Ganze finanzieren? Um die Herausgabe des Buches zu ermöglichen, gibt es eine Kampagne von Startnext, bei der bis Mitte Dezember mindestens 17.000 Euro gesammelt werden sollen.

Auch kuriose Kulissen fehlen in der Chronik nicht, hier zum Beispiel eine Kunstgießerei. Foto: Christina A. Zeidler
Auch kuriose Kulissen fehlen in der Chronik nicht, hier zum Beispiel eine Kunstgießerei. Foto: Christina A. Zeidler

Wer also neugierig ist auf Rückblicke aus dem Hole of Fame, dem oka, der Phase IV oder dem Ostpol, wer Neustädter Künstlerinnen, Unternehmensgründer, Ausstellungsgestaltende, Mate-Brauer und viele mehr entdecken möchte, ist eingeladen, zu spenden und die Kampagne zu teilen. Der oder die Unterstützende kann sich auf Dankeschöns in Form von Postkartensets, Kinogutscheinen, Beuteln, Duschseifen oder anderem freuen. Und natürlich über die mal wieder neu gewonnene Erkenntnis, bei der Wahl des Wohnortes nicht komplett daneben gelegen zu haben…

100 Tage undsonstso – das Buch

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