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Corona-Fälle in Dresden – 30. August

In Dresden wurden in der vergangenen Woche 20 Neuinfektion gemeldet. Weltweit sind inzwischen mehr als 25 Millionen Infizierte gemeldet, mehr als 840.000 Todesfälle wurden in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet, Details in der Übersicht der Johns-Hopkins-Universität.

In Deutschland sind die Meldungen in der vergangenen Woche nicht weiter angestiegen. Die Quote positiver Fälle pro Test ist in der 34. Kalenderwoche leicht gefallen, von 0,97 Prozent auf 0,88 Prozent. Seit acht Wochen liegt dieser Wert unter 1 Prozent. Zu Höchstzeiten im April lag die Positiv-Quote bei knapp 10 Prozent. Das Robert Koch-Institut (RKI) fasst die Situation so zusammen: “Auch wenn die Fallzahlen in einigen Bundesländern wieder abnehmen, bleibt die Entwicklung der letzten Wochen weiterhin beunruhigend.”

Das RKI fordert, dass einerseits der Anstieg in den jüngeren Bevölkerungsgruppen gebrochen werden müsse, andererseits gelte es, zu verhindern, dass auch die die älteren und besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen wieder vermehrt betroffen werden.

Die wichtigsten Zahlen für Dresden

20 neue Fälle in den vergangenen 7 Tagen. 644 Genesene (Schätzung), nach dieser Schätzung gibt es aktuell 34 Infizierte. 3,6 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen. 688 bestätigte Fälle insgesamt. 10 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Quelle: Gesundheitsamt Dresden
20 neue Fälle in den vergangenen 7 Tagen. 644 Genesene (Schätzung), nach dieser Schätzung gibt es aktuell 34 Infizierte. 3,6 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen. 688 bestätigte Fälle insgesamt. 10 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Quelle: Gesundheitsamt Dresden
Seit dem 8. Juli musste kein Covid-19-Patient in Dresden mehr stationär behandelt werden. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Dresden 77 Patienten in ein Krankenhaus aufgenommen. Die Stadtverwaltung zeigt auf dresden.de eine sogenannte Corona-Ampel. Dort sieht man auf den ersten Blick, wie viele Fälle es pro 100.000 Einwohner in Dresden in den vergangenen sieben Tagen gab.
Corona-Ampel des Gesundheitsamtes - Stand: 30. August 2020
Corona-Ampel des Gesundheitsamtes – Stand: 30. August 2020

Am Sonntag, dem 30. August zeigt die Ampel weiterhin Grün mit dem Wert 3,6. Zur Verdeutlichung: Bund und Länder hatten sich auf einen Wert von 50 geeinigt, bei dem die Maßnahmen wieder verschärft werden müssen. Dieser Wert wird aktuell bundesweit in keinem Landkreis überschritten. Eine gute grafische Übersicht gibt es auf zeit.de. In Dresden wurde dieser Wert seit Beginn der Pandemie noch nie erreicht.

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Blitzumzug

Neue Regelungen ab Dienstag

Ab 1. September 2020 gilt eine neue Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 (Sächsische Corona-Schutz-Verordnung). Wichtigste Neuerung: Ein Verstoß gegen die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften und Läden wird künftig mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro geahndet.

In der neuen Verordnung gibt es auch Regelungen für Groß- und Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern. Diese dürfen stattfinden, sofern eine datenschutzkonforme und datensparsame Kontaktverfolgung möglich ist und ein genehmigtes, auf die Veranstaltungsart bezogenes Hygienekonzept vorliegt. Ab 20 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen vor Beginn der Veranstaltung sind Groß- und Sportveranstaltungen ohne weitere behördliche Entscheidung untersagt.

Die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung gibt es hier als PDF.

Urlaubsrückkehrer

Jede Person, die aus dem Ausland nach Deutschland einreist, kann sich noch bis zum 14. September innerhalb von 72 Stunden kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Einreisende aus Risikogebieten sind seit dem 8. August zu einem Corona-Test verpflichtet. Weitere Informationen dazu, insbesondere, was ein Risikogebiet ist, gibt es auf der Seite des Sächsischen Gesundheitsministeriums.

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Erläuterungen

  • Fallzahl: Anzahl aller labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle, die der Falldefinition gemäß § 11 Abs. 2 IfSG entsprechen und gemäß § 11 Abs. 1 IfSG an die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen bzw. an das Robert Koch-Institut übermittelt werden.
  • Sterbefall: Anzahl aller labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle, welche laut Totenschein an einer COVID-19-Erkrankung verstarben.
  • Annahmen zur Schätzung genesener Fälle: Die Zahl der genesenen Fälle stellt lediglich eine Schätzung dar. Eine entsprechende Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erfolgt nicht. Die zugrunde liegenden Annahmen entsprechen den Schätzparametern auf Landesebene (Sachsen). Es wird von einer Genesung 14 Tage nach Meldedatum bei Fällen ohne gemeldete Hospitalisierung und von einer Genesung 30 Tage nach Meldedatum bei Fällen mit gemeldeter Hospitalisierung ausgegangen.
  • Annahme zur Schätzung der aktuell Infizierten: Die Zahl resultiert aus den gemeldeten Fällen abzüglich der Sterbefälle und der Genesenen. Somit kann es sich auch hier nur um eine Schätzung handeln.

Interessante Links

  • Übersicht der Labortests und dem prozentualen Anteil an positiven Testungen auf statista.de.
  • Wie funktioniert ein PCR-Test auf quarks.de
  • Wie zuverlässig sind PCR-Tests – Bericht im Mitteldeutschen Rundfunk
  • Wie verteilen sich die Todesfälle in Deutschland. Die große Mehrheit der Verstorbenen war über 80 Jahre alt, aber es gibt auch Todesfälle jüngerer Menschen. Alle Zahlen auf statista.de. Von den zehn in Dresden Gestorbenen, waren fünf Personen über 80, die anderen fünf in der Altersgruppe zwischen 60 und 79 Jahren. Den letzten Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gab es in Dresden am 25. Mai. Acht der in Dresden Verstorbenen litten an Vorerkrankungen, etwa an Diabetes oder Herzschädigungen. Bei den Verstorbenen war Covid-19 die entscheidende Todesursache.
  • Lagebericht des Robert Koch-Instituts vom Sonnabend, 28. August.

17 Kommentare

  1. Anton ich habe es ja schonmal gesagt. Ich finde es klasse das du mehr und mehr Details und Links einfügst und Kontext schaffst. Bei einer tödlichen Seuche die unser ganzes Leben bestimmt, Existenzen, Wohlstand und unsere Freiheit vernichtet, hast du aber ganz die Todeszahlen in Deutschland vergessen. Ich weiß da kommt’s schon lange nicht mehr drauf an, aber vielleicht interessiert sich ja doch noch jemand für dieses unwichtige Detail und fragt sich wozu wir das eigentlich alles erdulden.

    26 sind es. In den letzten 7 Tagen. Deutschlandweit. 2500 Menschen sterben durchschnittlich am Tag. Macht als grobe, leicht abgerundete Schätzung 17000 die Woche.26 von 17000 macht 0,15 Prozent.

    Ich weiß ich wollte die traute Eintracht nicht mehr stören. Nur für die Statistik. Die Neustädter Pleitegänger der nächsten Monate interessiert das vielleicht ja doch.

    0,15 Prozent. Dafür darf uns kein Opfer zu groß sein!

  2. Hey Philosovieh,
    die Ironie ist nicht verkennbar. Ich frage mich nur immer, woher dieses Gefühl eines “Erdulden müssens” kommt? Inzwischen ist wieder so viel gelockert, dass man faktisch echt nur noch die AHA-Regeln einhalten braucht. Irgendwer hat nur angefangen, dieses simple Prinzip mit irgendwelchen anderen Theorien etc. aufzublähen, dass “vermehrt für Einzelne” das Maske tragen als ‘staatliche unterwürfigkeit’ interpretiert wird, der man mit kindlicher Trotzigkeit entgegen sich stellen muss. Das is so gaga… Und die Leute tun mir leid, denn reden kannste dann auch nicht mehr mit denen. Und mit denen du reden kannst, die sind dann nur noch mehr verwirrt, weil da eine Welt zusammenbricht, die unter Extrembedingungen in ihrem Umfeld aufgebaut wurde.

    Diskos dürfen beispielsweise auch aufmachen, wenn sie ein Hygienekonzept vorlegen, es dürfen dann sogar die Kontaktbeschränkungen aussetzen. Ich bin mir recht sicher, dass “wir sensibilisieren in unseren Räumen aktiv auf die AHA-Regeln und bieten Schutzutensilien an” sicherlich genehmigungsfähig ist.
    Ich finde das alles keine große Sache, man muss nur machen, aber die Motivation is halt futsch, wenn das kontextuell noch total überbläht wird mit verwirrendem Bullshit.
    Und das geht eben auch nur bei uns. In Frankreich und in Spanien – die rutschen halt wieder knapp in einen Lockdown.

    Ich finde, hier ist so ein permanentes Reagieren am start. Es fehlt so eine weise Figur auf der Bühne, die mal “cool down” sagt.
    Denn niemand außer den “Gegendemonstranten” empfindet diese Maßnahmen als Gängelung und Übertreibung. Die Regelverschärfungen beruhen ja nur eben auf dem Wachsen der absurden Gegenbewegung. Sonst wären ja alles wesentlich entspannter. Sich mal den Joint für 1 Jahr mit ausgestreckten Armen und eigenem Mundstück übergeben anstelle mit verschränkten Armen ist bissl Überwindung, aber kann auch mal als interessante Erfahrung erlebt werden. ;)

  3. Hallo Felix

    Ja so ein bisschen Ironie darf ja mal sein. Ist ja nicht böse gemeint. Das ich Antons unaufgeregte und recht sachliche Coronaupdates ganz gut finde, meine ich dagegen ernst. Das man bei einer Pandemie nationaler Tragweite nur noch von Infizierten und gar nicht mehr von den Toten spricht, da es einfach zu wenige sind und dabei gleichzeitig Maßnahmen verschärft, kann ja aber auch nur Ironie sein.

    Das Gefühl des erdulden müssens kommt von der Willkür des Lockerns und Verschärfens einerseits und der völligen Ignoranz entgegengesetzter Ansichten. Frau Merkel nannte Corona zum wiederholten Male eine demokratische Zumutung. Das tat sie im Wissen, das es für jeden Demokraten nunmal eine gefühlte Zumutung ist. Egal ob man persönlich von den Maßnahmen schwer getroffen ist oder nicht. Es ist eine demokratische Zumutung und ein schwerer Eingriff in die Freiheitsrechte jedes einzelnen.

    Der Unterschied ist nur, das ich nicht das Virus, sondern die Regierung als demokratische Zumutung erachte. Man sucht keinen Dialog mit der Opposition. Man verweigert ihn sogar. Angebote gab und gibt es seitens der Demoverantwortlichen und auch von den oft zitierten Experten non grata zur Genüge. Das man lieber eskaliert, lächerlich macht und Feindbilder schafft als vom hohen Ross runterzusteigen und aktiv den Dialog anzubieten, ist eine demokratische Zumutung. Diese Regierung hat sich schon zu lange daran gewöhnt, nur noch verkünden anstatt diskutieren zu müssen. Und mein Eindruck ist, das sich auch schon viel zu viele Menschen daran gewöhnt haben und tatsächlich glauben, das das ein demokratischer Zustand ist.

    “Wer einmal mit dem Notstand spielen sollte, um die Freiheit einzuschränken, wird meine Freunde und mich, auf den Barrikaden zur Verteidigung der Demokratie finden, und dies ist ganz wörtlich gemeint.”

    Willy Brandt

  4. Dialog mit der Opposition?
    Mal abgesehen davon, dass “Opposition” doch etwas hochgestochen klingt für solche Kollegen findet er doch statt: in jeder zweiten Talkshow, hier im Blog und anderswo. Sieht halt meist so aus

  5. @Seldon

    Opposition ist wertfrei, schließt sämtliche Kollegen mit ein und bezeichnet schlicht die politisch Andersdenkenden. Je andersdenkender, desto oppositioneller könnte man sagen. Reine Definition.

    Das es sich in solch einem von dir verlinkten Umfeld schlecht diskutieren lässt, muss ich eigentlich nicht erklären. Ich bitte dich mir ein Gegenbeispiel zu verlinken, wo Demonstranten sich ruhig, sachlich und konstruktiv mit den politisch Verantwortlichen unterhalten, gegen die demonstriert wird. Es ist nicht schön und es ist schade, manchmal abstoßend und oft beschämend aber so läuft es nunmal. In allen politischen Lagern. Wenn man den Dialog will, muss man den Rahmen dafür schaffen. Schafft man ihn nicht, will man ihn nicht.

    Hier im Blog ist mir noch kein politisch Verantwortlicher aufgefallen und ich gebe zu mir ist keine Talkshow mit Vertretern der Fundamentalopposition, welche am Samstag demonstriert hat, bekannt. Vielleicht hast du da auch einen Link.

  6. Bei deinem “Kollegen-Link” musste ich allerdings auch kurz lachen. Geb ich zu. Ja da sind lustige und unlustige Geister unterwegs. Nur was will der Spiegel uns damit sagen? Waren das DIE Demonstranten? Glaubst du das? Glaubst du der Spiegel hat einen wahllosen Querschnitt der Demonstranten gezeigt? Ohne manipulative Vorauswahl? Niemand hatte was vernünftiges zu sagen? Alle nur peinlich und dumm? Frag dich ehrlich selbst ob das Journalismus ist. Bei einem der bedeutendsten Medienportale Deutschlands kommt das dabei heraus?

  7. Interviews mit Ballweg findest Du Dutzende. Kann man nicht unbedingt behaupten, der Mann käme nicht zu Wort….
    Offenbar gibt es ein großes Bedürfnis, die Krise und ihre Auswirkungen als Teil einer politischen Verschwörung zu interpretieren. Denn sie werden interessanterweise nicht mit den Strukturen eines weltweiten Kapitalismus in Verbindung gebracht, sondern zumeist mit der Vorstellung individueller Allmacht: von Bill und Melinda Gates, dem »Merkel-Regime« oder anderer »geheimer« Organisationen. Was sich hier ausdrückt, ist ein bürgerliches Bewusstsein, das Gesellschaft vor allem als eine Ansammlung von Individuen unterschiedlicher Macht begreift und die eigene Ohnmachtserfahrung im alltäglichen Kapitalismus mit der Vorstellung ungeheurer Allmacht einzelner Akteure oder »der Eliten« verbindet. Die Personifizierung der Krisenerklärung besitzt hohe Attraktivität (Komplexitätsreduzierung, klare Verantwortlichkeit), ist jedoch vor allem nach rechts kompatibel (klassischer Antisemitismus) und verdeckt linke Analysen kapitalistischer Wirtschaft und der Funktion von Herrschaft im Kapitalismus.

    Anlass für Proteste gegen den Umgang mit der Krise gäbe es fürwahr genug, nur taugt dazu nicht die Mär von einer geheimen Verschwörung. Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, Rekommunalisierung der Krankenhäuser, bessere Bezahlung von Pflegekräften, Verkaufspersonal und Erzieherinnen, keine Steuergelder für Großkonzerne, die damit Dividenden bezahlen, oder Steuermittel nur gegen öffentlichen Einfluss auf die Unternehmen – all das wären linke Themen, die hier und jetzt auf die Straße gehörten. Richtung und Inhalt der gegenwärtigen Proteste verdecken diese Probleme jedoch.

    Ob das auch etwas über die soziale Zusammensetzung der betreffenden Demonstrationen aussagt, muss mangels genauer Erkenntnisse darüber offenbleiben. Auffällig ist jedoch, dass sie nicht in erster Linie sozial motiviert erscheinen. Mit Blick auf die Demo in Stuttgart am Wochenende schreibt die FAZ von einem »vorwiegend saturierten Publikum«, Unternehmern und Selbständigen, die auf die Straße gingen. Auch Impfgegner, Esoteriker und Mobilfunkphobiker finden sich dort. Aber ohne jeden Zweifel versammeln sich zudem viele, die ernsthafte Sorgen wegen der sozialökonomischen Folgen der Krise haben. Präsent sind diese Themen auf den Demos eher nicht. Was sich dagegen bei vielen Demos zeigt, ist ein relativ großes Aggressionspotential, das sich schon mehrfach in gewalttätigen Attacken etwa gegen anwesende Journalisten entlud.
    Quelle

  8. Masken werden ja auch nur noch er/getragen, um keine Strafe zu bekommen, oder in die „Leugner“ dazustehen. Die Angst vor dem Virus(#Spahnische Grippe)scheint gering zu sein…Sobald man Sie nicht mehr tragen MUSS, reissen sich die Leute das Teil vom Kopf…überall das selbe, egal wer, wann aus welchem Laden kommt…

  9. Oh Mann na das war ja was. Ja Anton du hast eine Talkshow gefunden. Hat sie dir gefallen? Der Olaf ist schon ein sehr angenehmer Mensch. Ballweg traut sich leider nicht in dieser Inquisitionsrunde ehrlich zu sein. Er glaubt anscheinend, das es irgendeinen Unterschied macht, ob er etwas relativiert, sich abgrenzt oder sich distanziert. Macht es nicht. Ehrlich wäre es gewesen zu sagen,

    JA ES STIMMT! WIR SCHMEISSEN NIEMANDEN AUS DER DEMO RAUS, WEIL ES UNS GAR NICHT ZUSTEHT! WIR GEHEN FÜR UNSER ANLIEGEN AUF DIE STRASSE UND WER SICH UNS FRIEDLICH ANSCHLIESEN WILL, DER KANN UND SOLL DAS TUN. WIR GRENZEN UND SCHLIEẞEN NIEMANDEN AUS! WIR REDEN MIT JEDEM! WIR GLAUBEN FEST DARAN, DAS NICHT DIE PAAR HUNDERT RECHTSEXTREME UNS, SONDERN WIR SIE UMDREHEN! SIE SOLLEN MITLAUFEN! WIR STEHEN FÜR FREIHEIT, DEMOKRATIE UND PLURALISMUS! SIE WERDEN IN UNS AUFGEHEN! UND JETZT LASST UNS ENDLICH ZUM EIGENTLICHEN THEMA KOMMEN!

    Schade.

  10. Seldon, ja klar wo es gar nicht um das eigentliche Ansinnen geht, sondern er sich nur von gewissen Kreisen distanzieren soll, dabei nur scheitern kann und vorgeführt wird. Daran muss ich sagen ist er, wie oben geschrieben, aber selbst schuld.

    Zu deiner Analyse bleibt mir ansonsten nur zu sagen, das ich froh bin sowas mal zu lesen. Du bist kein Goldfish, der andere nur immer wieder auf fehlende Abschlüsse hinweist. Du hast eine fundierte Meinung, aber du verkennst etwas ganz Wesentliches. Es geht nicht darum, das alle an die eine große Verschwörung glauben. Genauso wenig wie es 89 um die Auflösung der DDR ging. Es geht darum das sich die Menschen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, endlich zusammenschließen und gegen eine Politik der Arroganz und Ignoranz auf die Straße gehen. Es geht darum diese unsägliche Spaltung endlich zu überwinden. Wir zerfleischen uns gegenseitig. Der Antifa glaubt, das der Reichsfahnenschwinger am liebsten die Gaskammern aufmachen will, und der Rechte glaubt, das der Antifa ihn am liebsten gleich dort reinschubsen würde. Der normale Bürger sitzt dazwischen, hält lieber den Mund und hat Angst zur einen oder anderen Seite gezählt zu werden. Und das zu Recht. Denn diese Spaltungsmethode ist so allgegenwärtig, das man selbst immer wieder darauf hereinfällt. Das vorallem Linke einen immer größer werdenden Hass auf diese Bewegung entwickeln, obwohl doch gerade auf ihren Demos sympathischerweise Spinner jeglicher Couleur herzlich willkommen sind und sich immer mehr abzeichnet das Querdenken in vielem Recht hat, ist für mich Ausdruck davon. Das System wie wir es jetzt haben, samt ihrer Akteure, lacht dich genauso aus wie uns.

    Der Anteil positiver Tests ist in der letzten Woche weiter gesunken. Es ist ein deutsches Phänomen, für das auch ich keine Erklärung habe. Aber es ist in Deutschland so! Es mag an unserem außerordentlich gutem Gesundheitssystem liegen, oder einfach daran, das wir sowieso schon Kontaktgestört sind und die Ommas und Opis eh im Heim vergammeln lassen. Aber die Maßnahmen haben jetzt zu fallen! Sich diese Lappen vors Gesicht zu hängen, ist ein Zeichen der staatsgläubigen Unterwürfigkeit. Nichts anderes. Was wir am wenigsten brauchen in dieser Gesellschaft, ist noch mehr Distanz, Misstrauen und Abstand.

  11. Danke für den Hinweis. Die Gesamtanzahl der positiven Tests ist in der vergangenen Woche leicht zurückgegangen, bei weiter gestiegenen Testungen. Damit ist die Quote der positiven Tests vorläufig auf 0,74 gefallen. Quelle: RKI … Die Zahlen können sich nachträglich noch geringfügig ändern.

  12. @Philosovieh: Nur zur Erinnerung, du bist nicht allein mit deinen Ansichten, ich sehe das alles nach wie vor genau so wie du. Hut ab, dass du dir diese Diskussion noch antust.

    Ich war drei Wochen in Tschechien im Urlaub, dort war nichts von einer “Pandemie” zu merken. Außer in einigen Prager Verkehrsmitteln und bei einigen vietnamesischen Verkäufern in ihren Mini-Läden habe ich keine Masken gesehen. Keinerlei “Maßnahmen” auf Zeltplätzen und Schwimmbädern, dort war es voll wie immer; in Gaststätten steht irgendwo auf der Toilette eine Flasche Desinfektionsmittel, das war’s.

    Das tschechische Parlament hatte Mitte August nach internationalem Vorbild eine Maskenpflicht für Läden und Gaststätten(!) beschlossen, die drei Tage später nach einem Sturm der Entrüstung in der Bevölkerung und den sozialen Medien wieder zurückgenommen wurde.
    Jetzt zum 1.September wurden allerdings wieder Masken in öffentlichen Gebäuden und Gesundheitseinrichtungen sowie einigen Verkehrsmitteln angeordnet. Tschechische Freunde von mir schütteln darüber nur mit dem Kopf und sagen, das Virus sei wohl im Sommerurlaub gewesen und kehre erst jetzt zurück…

    Meine Rückkehr nach Deutschland war absurd und traurig, weil einem schon in Schöna die ersten schlecht gelaunten Maskenträger begegneten und deutlich wurde, dass sich das Szenario der “Pandemie” wohl hauptsächlich in den gehirngewaschenen Köpfen vieler Mitbürger abspielt. Es gibt ja kaum noch Kranke geschweige denn “Corona-Tote”, nur noch die unsäglichen PCR-Testpostiven.

    Die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC hat in ihrer gestrigen Corona-Auswertung übrigens berichtet, dass von den knapp 170000 Pandemietoten wohl nur 6% ursächlich an Covid-19 verstarben, der Rest hatte im Schnitt 2,6 schwere Vorerkrankungen.

    Inzwischen rudern auch hier diverse Verantwortliche zurück: Drosten sieht nur noch eine Notwendigkeit von 5 statt 14 Tagen Quarantäne, Spahn würde vieles ganz anders machen als im Frühjahr (man denke zurück an die Alternativlosigkeit der Maßnahmen damals) und sogar der Obermahner und Dauerwarner Lauterbach glaubt nicht mehr an einen erneuten Lockdown und hat in einer Talkshow eingestanden, dass Masken (z.B. im Klassenzimmer) wegen der Aerosole nichts bringen.
    Das RKI ist inzwischen von einer Anwaltskanzlei aus Bad Kreuznach wegen fortlaufender irreführender Panikmache auf Unterlassung verklagt worden, man darf gespannt sein, wie das ausgeht.

    Meine Theorie: den Verantwortlichen für die Maßnahmen schwant inzwischen, dass die bisherige Strategie in der normalen Erkältungszeit im Herbst unweigerlich in eine Sackgasse führt. Argumentativ und auch ganz praktisch. Wenn ständig jemand hustet oder schnieft, müsste man ja quasi alle Schulen, Firmen, öffentliche Behörden, Sportvereine etc. ständig in Quarantäne schicken bzw. alle täglich (besser stündlich) testen, um sicherzustellen, dass die Symptome auch bestimmt vom “richtigen” Virus kommen…
    Weil das nicht funktionieren kann, sucht man jetzt langsam aber verzweifelt den Exit aus dieser Strategie ohne einzugestehen, dass wohl einige der bisherigen “Maßnahmen” generell überzogen waren.

    Der eigentliche Grund für die vertrackte Situation ist aber meiner Meinung nach der im Frühjahr erfolgte PARADIGMENWECHSEL bezüglich des Umgangs mit einer Infektionskrankheit. Die Überfokussierung auf einen einzigen Erreger (angesichts dutzender anderer Gesundheitsrisiken), die Verschiebung der Verantwortung des Einzelnen hin zu staatlichen Verordnungen und die unsägliche Verknüpfung mit einem Schuldkomplex für potenziell Infizierte, erweisen sich jetzt als fatale und kurzsichtige Fehler.

    Das war mein Wort zum Donnerstag, danke für’s Lesen.

    P.S.: Hier noch eine interessante Kolumne aus der NZZ zum Thema:
    https://www.nzz.ch/meinung/kollabierte-kommunikation-was-wenn-am-ende-die-covidioten-recht-haben-ld.1574096

  13. Hey Gartenbank :)

    Ich bin ehrlich gesagt nicht so der Freund von dieser Schafsanalogie wie im verlinkten Artikel. Es ist ja doch viel komplexer. Es ist ja nicht so das der Schäfer was sagt und die Schafe machen es. Nein, der Schäfer beruft einen Schäferexpertenkreis ein, diskutiert und analysiert bis den Schafen die Ohren bluten und verkündet dann die Entscheidung, welche das Schäfergremium nach öffentlicher Debatte gefällt hat. Die Schafe die am besten zugehört und alles ganz genau verstanden haben, werden diese Entscheidung auch am meisten unterstützen. Das Problem ist nur, das sie glauben diese Debatte wäre ergebnisoffen. Sie glauben, das die kompetentesten Schäfer daran teilnehmen und wissen nicht das es in Wahrheit die ehrgeizigsten sind, die nur damit Punkten können das sie den Wolf fangen und die bequemsten, die im Windschatten der ehrgeizigen mitfahren solange auch sie einen Vorteil davon haben. Nur wer Ideen hat wie man den Wolf zur Strecke bringen kann, darf überhaupt daran teilnehmen. Die Schäfer aber, die sich sicher sind das nur der Nebel und die Dämmerung in Wahrheit ein Reh, oder höchstens den klapprigen Nachbarshund, wie einen Wolf erscheinen ließen, lacht man alle zusammen aus und lässt sie gar nicht erst rein. Ihr Irrtum und ihre Lächerlichkeit ist für die zuschauenden Schafe alleine schon durch ihre Nichtteilnahme bewiesen.

    Als Fabel kann man das mal so machen. Aber Menschen sind keine Schafe. Und man darf nicht vergessen, das doch kaum jemand sich selbst, sondern in erster Linie seine Mitmenschen schützen will. Das ist moralische Erpressung die unsere Regierung seit vielen Jahren betreibt und stellt bei den meisten die Zweifel hinten an. Man sagt, was kostet es uns denn schon das einfach mal so mitzumachen. Es kostet die Wahrheit. Und wenn das nicht aufhört, kostet es uns am Ende alles. Und was das schlimmste ist: Es ist nahezu auf jeder Weide das gleiche.

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