Echt scharf

Zweieinhalb Monate sind zu viel. Ich muss wieder öfter zum Friseur gehen. Die Haare wachsen einfach zu schnell. Diesmal wollte ich den neuen Salon an der Bautzner/Ecke Rothenburger unter die Lupe nehmen. Ich habe Glück, der Herr vor mir wird gleich fertig und Annett bittet mich Platz zu nehmen. Der Salon ist ziemlich klein, nur eine Friseurin da. Die Farben sind unaufdringlich, durch das große Schaufenster hat man einen guten Blick auf die pulsierende Straßenkreuzung. Aber nun bin ich schon dran. Diesmal gönne ich mir einen Nass-Schnitt. „So kurz es eben mit der Schere geht“, fordere ich sie auf.

vorher

vorher

Für Annett kein Problem, schnell ist sie mit der Schere bei der Hand und erzählt mir nebenbei, dass sie hier den Salon leitet. „Haarscharf“ habe insgesamt drei Salons, den hier gibt es seit November. Ich weiß. Während meine Haare fliegen, schwatzen wir. Ich erzähle vom Weltraumfriseur, Kopfmassagen und Kaffee-Angeboten. Sie meint, dass ich natürlich auch ein Getränk und Gekraule bekommen könne, aber wir sind uns einig. Kaffee trinkt man im Café, während Haare beim Friseur geschnitten werden.
nachher

nachher

Nach etwa einer halben Stunde sind die langen Zotteln ab und ich soll 18,90 bezahlen. Mit zufriedenem Lächeln spaziere ich davon.

  • Fazit: Sehr freundlich und kompetent in angenehmen, unauffälligen Ambiente. Preise: Herrenschnitt 18,90 – Damen ab 29 Euro.
  • Haarscharf, Bautzner Straße 25, Telefon 0351 81084866
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6 Kommentare zu “Echt scharf

  1. egal
    5. April 2012 at 11:11

    dat mach ich dir für’n bierchen und mit der machine.
    ;-)

  2. 5. April 2012 at 11:24

    Hm, das klingt interessant. Wenn Du das noch mit einem Vortrag über die Unterschiede von Anarchie und Anomie kombinierst, kommen wir ins Geschäft.

  3. Alexander
    5. April 2012 at 15:07

    du guggst mit langen haaren immer komisch (gibt es das wort überhaupt und wo kommt es her, kann ja schlecht von Komik kommen) -> die Textwerkstatt wirds wissen

  4. Someone Else
    5. April 2012 at 15:55

    geh doch mal in den auf dem luther-platz, neben dem café neustadt. da würde mich der erfahrungsbericht sehr interessieren.

  5. 5. April 2012 at 18:56

    Bleibe dabei, glücklich siehst du nicht aus. Aber dafür hat das Angebot von Qegal etwas. Mich würde nur interessieren, ob vor oder nach dem Biergenus geschoren wird ;)

  6. alex
    11. April 2012 at 00:10

    es hat eben jeder so seinen tick.

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