Nach der Nacht das Morgen-Grauen

Die schiefe Ecke, auch als Krawalle, soziale Ecke oder Musikhaus-Lounge bekannt, kurz vor Mitternacht.
Die schiefe Ecke, auch als Krawalle, soziale Ecke oder Musikhaus-Lounge bekannt, kurz vor Mitternacht.

Wenn sich hunderte Leute auf der Straße treffen, bleibt am nächsten Morgen so einiges liegen.

Die Ecke am frühen Sonntagmorgen.
Die Ecke am frühen Sonntagmorgen. Foto: Musikfreund Steffen

Die Nachtgestalten haben was liegen gelassen.
Die Nachtgestalten haben was liegen gelassen. Foto: Musikfreund Steffen
Vor den Kneipen im Bermuda-Dreieck sieht es nicht besser aus.
Vor den Kneipen im Bermuda-Dreieck sieht es nicht besser aus. Foto: Musikfreund Steffen

Nur gut, dass die fleißigen Mitarbeiter der Stadtreinigung auch am Sonntagmorgen unterwegs sind.

Saubermachen am Sonntag. - Foto: Musikfreund Steffen
Saubermachen am Sonntag. – Foto: Musikfreund Steffen

Die Dresdner Verkehrsbetriebe mussten die Linie 13 am Freitag und Sonnabend umleiten.

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58 Kommentare zu “Nach der Nacht das Morgen-Grauen

  1. Diese Hinterlassenschaften sind eine Schande.
    Mir tun die Leute in orange immer leid. Mehr noch, der Unrat ist mir peinlich, wenn ich morgens auf dem Weg zur Arbeit den fleißigen Händen begegne, die JEDEN Tag erneut ran müssen.
    Ich bin dafür, dass die SRD mal eine Weile frei nimmt und alles liegen lässt. Vielleicht gleich in der Woche des guten Lebens?
    Was ist so schwer daran, den eigenen Müll zu entsorgen oder wieder mitzunehmen, wenn die Mistkübel voll sind?

  2. Genau das ist das Ergebnis von fehlender Regulurierung u. politischem Willen, etwas im Sinne der Anwohner zu ändern. Anstatt den Spätshops u. anderen „ToGo-Einrichtungen“, die von diesem Konsumverhalten bei minimalem Kosten und Personaleinsatz maximal profitieren, endlich ein paar wirksame Vorgaben und Auflagen (z.B. Beteiligung an Reinigungskosten, Stellen von Toiletten, Abgaben beim Alkoholauschank, die dazu führen dass der viel zu billige Alkohol teurer verkauft werden muss) zu erlassen, überlegt man weitere Lockerungen z.B. der Sperrstunde. Klar, letztere betrifft erst mal nur die Gastronomiebetriebe, deren Aufhebung führt aber letztlich dennoch dazu dass den Feierwütigen überhaupt keine Grenzen mehr aufgezeigt werden und die Polizei ist nicht willens o. ausreichend durchsetzungsstark, hier Einhalt zu gebieten.

  3. Das würde nur funktionieren wenn die Verursacher am nächsten Morgen auch über ihre Hinterlassenschaften stolpern. Den Kotzspuren nach zu folgern fahren die meisten davon aber nach getaner Anarchie und Feierei aber wieder per Bahn in ihr Viertel.

  4. Wo gehobelt wird fallen Späne – Müll ist nicht schön, keine Frage. Trotzdem ist es wunderbar, dass wieder Leben in die Neustadt einzieht. Wo viele Menschen sind, da gibt es auch Spuren. Ich denke ein Stück weit ist das unvermeidlich. Wenn der Preis dafür ist, dass zwei Leute die dafür bezahlt werden ein bisschen den Besen schwingen, dann soll es so sein. Gut, dass die Stadt da am Drücker ist und reagiert. Und gut, dass die Spießbürger in der Neustadt noch nicht geschafft haben, das A-Eck zu verbieten.

  5. In paar Jahren kann bestimmt ganz einfach mit einem Smartphone der Müll erfasst werden und der genetische Fingerabdruck genommen werden. Dann gehen da ganz einfach die Bußgeldbescheide raus.

  6. Die Reinigung auf von Häusern gerahmten Straßen ist doch gar nicht das Problem, das erledigen zur Not Gebläse und Kehrmaschine, da kommt es lediglich drauf an daß es früh genug vor der Morgen-Rushhour beendet ist. Aber das ist auch nicht immer der Fall, wenn halb10 die Radroute Alaunstraße noch schön voller Splitterscherben für die Arbeitenden ist (nur ein Beispiel).
    Die Müllmenge steigt vermutlich auch abseits coronaler Zwischenstände, weil die Meisten eigentlich nur (billig) Fressen und halt Rumsitzen. Weder gibt es für diese jungen Massen ausreichende Locations, noch ist das Viertel baulich und qualitativ geeignet, sodaß die Menge primitiv auf dem Straßenpflaster zu sitzen verdammt bleibt. Sowas gibts in anderen Städen auch, aber dort fährt dann kein Verkehr.

    Viel problematischer ist die Lage an Parks und unversiegelten Grünflächen. Der Alaunpark wird am WE nicht gereinigt, heißt: die Anwohner, Familien, Sporttreibende, Betende und Tages-Nutzer dürfen stets in unverschuldeter Müllhalde relaxen. Scheint die Meisten auch wenig zu stören.

    Die Nacht von Sa. auf So. hat im Alaunpark mal nun erneut eine Spur des Vandalissimus hinterlassen: mehrere (gerade erneuerte) Papierkörbe rausgerissen, Mülltonnen auf der Wiese umgeschmissen oder angezündet, Baumstützen umgerissen, Äste der Bäume am Boule-Platz abgebrochen, Sträucher beschädigt, viel mehr große Glasscherbenhaufen IN der Wiese (nicht beräumbar) als sonst, auch an der Spinne viel mehr Müll, Schäden am Brunnenplatz.

    Tja, da kann die Verwaltung ne schöne Bestandsaufnahme vollziehen. Sanktionen braucht keiner der narrenfreien Täter zu fürchten. Ich kürze mal ab: Es besteht weiter „großer Handlungsbedarf“, insbesondere brauchts eine allg. SRD-Ablesung im A-Park auch samstags und sonntags FRÜH! Das ist möglich, hingegen ist obige Sache um Straßenkehricht eher langweilig. Amen.

  7. Ich habe mich gestern mit verschiedenen Nachbarn ausgetauscht und wir alle kamen zu dem Schluss, dass die Ecke so nicht mehr für die Nachbarschaft tolerierbar ist. Wie oben schon geschrieben: es ist nicht möglich, dass Einzelne (in diesem Falle vor allem Spätis) die Gewinne einkassieren und die Kosten von der ganzen Gemeinschaft getragen werden (Müll, aber auch diverse andere Hinterlassenschaften, die dann in den Hauseingängen landen). So kann das nicht funktionieren – nicht mit Großunternehmen (bei denen dann sicher viele, die es hier am Eck total ok finden, ‚böser Kapitalismus‘ schreien) und nicht im Kleinen. Ich empfinde mich im Übrigen nicht als spießig, nur weil ich weder Wert darauf lege morgens im eigenen Hauseingang in menschlichen Kot zu treten, nachts um 3 unter der Woche Trommelmusik zu hören, oder Plastikberge auf der Straße nicht gut heiße. Ich finde es aber schlichtweg asozial, dass einige meinen, sie müssen keine Rücksicht nehmen und anderen Menschen die eigenen Vorlieben und ihren Müll aufdrücken ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer. Jetzt mag wieder die Keule kommen :,dann zieht doch weg‘… Ein ebenfalls asozialer Einwurf, vor allem bei der aktuellen Wohnungssituation. Und mal andersherum gefragt: wäre es nicht schöner, man würde aufeinander Rücksicht nehmen? Also z. B. Treffen an der Ecke ja, aber ab bestimmter Uhrzeit unterhält man sich einfach in normaler Lautstärke, trommelt vielleicht einfach zu früherer Stunde, rennt nicht nachts un 3 in Scharen gröhlend durch die Gassen, so das Anwohner auch bei größter Hitze mit geschlossenem Fenster schlafen müssen, und wenn man geht, nimmt man seinen Müll mit?! Mal ganz davon abgesehen, dass ich mich eh wundere, wieso Restaurants nach wie vor a.G. von Corona-Restriktionen zu kämpfen haben, hier aber alle dicht an dicht stehen?

  8. @contrabob Na die Spießbürger mal wieder…die werde es nicht „verbieten“.

    Was aber passieren wird, ist, dass die Mieten erhöht werden.

    Denn „die zwei Leute, die den Besen schwingen“ bezahlt die Nachbarschaft.

    Die Gebühren für die Straßenreinigung werden mit den Nebenkosten an die Nachbarschaft durchgereicht. Und wenn die Straßenreinigungsgebühren steigen – dann steigen auch die Mieten.

    Die Kosten für die Rothenburger Straße betragen 36 EUR pro Meter und könnten bis auf 40 EUR steigen. Zum Vergleich: Die Nachbarschaft auf dem Dammweg muss nur 1,69 EUR bezahlen.

    Und das gilt leider nicht nur für die Straßenreinigung. Erst letztes Jahr wurde ein Graffiti an unserer Hauswand („Die Neustadt bleibt dreckig und bezahlbar“) entfernt – und am Ende des Jahres stieg die Miete. Grund: die Gebühren für Graffitibereinigung wurden erhöht

  9. @contrabob – wenn sie das so normal finden, dann kommenen Sie doch im Morgengrauen vorbei, um ein Bißchen den Besen zu schwingen. Ist doch wunderbar den Dreck anderer Leute zu beseitigen.

  10. Ich bin am Samstagabend 22:30 und Sonntagmorgen 2:00 mit dem Fahrrad fast nicht durchgekommen und dachte ich hätte mich im WE vertan …BRN … aber es ist ja Elbhangfestwochenende :-) Nee im Ernst, was mich nervt ist dass derzeit wohl in dreierlei Maß gerechnet wird:
    1. offizielle Veranstalter, Clubbetreiber, Bands und Bühnen dürfen gerade keinen Cent verdienen.
    2. Dynamofans bei ihrer Saisonabschlussparty von der Polizei gefilmt werden und mit 150€ Bußgeld rechnen können, wenn sie die C-Regeln nicht einhalten (und dieses Risiko bewusst eingehen) und
    3. An besagtem Ort zwei Uhr morgens fünf Boomboxen unbehelligt laufen, hunderte Menschen zusammenkommen und O-Amt/Polizei in keiner von mir wahrgenommenen Art und Weise präsent sind …

    Ich habe die Vermutung, dass hier ein (Überdruck-)Ventil stillschweigend geduldet ist, wie es schon zu härteren Lockdownzeiten war, wo das Dresdner Gesundheitsamt (nach Aussagen von Gastronomen und Gewerbetreibenden aus dem Hecht) um die Neustadt einen Bogen machte! Bitte gleiches Maß für alle… wie wäre es, wenn das Kamerateam der Polizei nach dem Bundesligasaisonende jetzt den Wagen an die Ecke zu parken… und da einfach mal ein paar Wochenenden stehen zu lassen…

  11. +1 für den Beitrag von ‚Freiheit des Einzelnen‘
    Wenn es mit Vernunft & Rücksicht nicht geht, müssen Regeln es richten. Mein Vorschlag:
    – Verbot von Glasflaschenverkauf
    – Pfand oder Gebühr für Döner/Pizza u. a. Togo-Verpackungen

  12. Kommentare also nur light…wegen korrekt und so…schade, hätte „contrabob“ gerne gesagt, was für ein ********* er ist, gleichzeitig auch ein Paradebeispiel für die Mentalität der Leute, die sich dort versammeln. Wird ja wer bezahlt der unseren Dreck weg macht. Den Späties die schuld an den Umständen zu geben finde ich unfair!

  13. Nachtrag: Allein schon die aktuelle Corona-Verordnung vom 27.6.2020 beinhaltet genügend Anlass, ein solches Treiben dort zu beenden. Man muss es nur wollen und durchsetzen. Die eingenommenen Bußgelder können bestimmt einen größeren Teil der Reinigungskosten kompensieren:
    „Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum bleiben weiterhin nur allein und mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes, in Begleitung der Partnerin oder des Partners, mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, und mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes oder mit bis zu zehn weiteren Personen erlaubt.“

  14. Ach, „contrabob“… So bissel Aufmerksamkeit tut gut, oder?

    Wenn Du einen Nachbarn hättest, der bis in die Puppen die Musik aufdreht, so dass Du nicht zur Ruhe kommen kannst, Dir seinen Müll vor die Tür stellt und in Deinen Garten scheißt (Pardon!), würdest Du anders/“spießig“ argumentieren.
    Du siehst aber, dass Du mit Deinen wenig empathischen Ansichten ziemlich alleine dastehst.

  15. @“Lieber (nicht) in die Kneipe“:
    Es wurde schon in einem anderen Kommentar zum Thema gesagt, dass sich Polizei und Ordnungsamt da nicht herantrauen, da die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation zu hoch sei.

  16. …da wäre es ein gutes Testobjekt für die „Woche des guten Lebens“ mal ein paar Blumenkübel oder ein Hoochbeet auf der Ecke zu bepflanzen…. mal sehen, wie lange die Stiefmütterchen überleben…

    Ist es nicht die Aufgabe des Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. hier positiv einzuwirken?

    @wdgl:
    Probiert es mal aus, da werdet Ihr die Kehrseite der Madallie kennenlernen…

    (Die armen Blumen halten keine zwei Wochen durch…)

  17. Schade, dass es hier fast nur komische Vorschläge und Visionen gibt. Höhere Mieten wegen Dreck sind nun mal fällig im Partyviertel und die Entwicklung in diese Richtung zeichnete sich schon vor 25 Jahren ab – kein brauchbares Argument.
    Repressive Mittel sind am Assieck auch schon genutzt worden, stießen außer bei Anwohnern und Hatern auf Unverständnis und luden die Stimmung mit Aggression auf.
    Ich bin für eine Müllabgabe der Händler, Ausbau von alternativen kostenlosen Abhängmöglichkeiten und Verfolgung von Straftaten. Aber ich bin gegen eine Verdrängung des Assieck-Publikums. Ich finde es besser, wenn sie in ihrer Sturm- und Drangzeit in der Neustadt einen draufmachen, als dass sie vor irgendwelchen Tankstellen oder Bahnhöfen langsam in eine entsprechende Parallelgesellschaft abrutschen.

    Noch ein Wort zum A-Park, den ich Sonntags in der Dämmerung passierte. Dort habe ich gesehen, wie Leute sich aggressiv gegen Mülltonnen und andere Gegenstände verhalten. Das finde ich viel schlimmer, als den Müll am Assieck. Zum Lockdown war es kein Problem bis zum Morgen per Flutlicht nach Verordnungsbrechern zu suchen, jetzt kann man dort wieder randalieren und den vielen A-Park-Reinigern sinnlose Mehrarbeit verursachen.

    @nepumuk: Das Ablesen kostet viel Geld, die Ortsamtsverwaltung hat momentan einen m.E. sehr guten, projektgestützten Modus gefunden, wie man leicht überprüfen kann, wenn man sich an den Zustand von vor 3-4 Jahren erinnert. Der reicht nicht aus, das ist klar. Was ich mir aber vorstellen kann, ist ein durch To-Go-Abgaben gefüllter „Ablesefond“ verbunden mit einem Festival-Müll-Konzept. Es könnte an einem Sammelpunkt Müllbeutel und Werkzeuge geben und einen kleinen Obulus pro zurückgebrachtem Müllgewicht. Es gäbe sicher genug Flaschensammler, Bettler und andere prekär Lebende, die diese Arbeit dann gern machen würden.

  18. ..die prekär lebenden würden das sicher gerne machen?

    Auf welcher Wolke sitzt Du denn? Was ist das für eine Lebenseinstellung? Damit sich die Feierwütigen so richtig austoben können, ohne Verantwortung für Ihr Verhalten übernehmen zu müssen?

    Jetzt sollen es Flaschensammler richten? Können dann ja, wenn sie fleissig sind, zum Premium-Scherbensammler aufsteigen…

    Krass.

  19. Wo viele Menschen zusammenkommen um zu feiern, fällt leider auch viel Müll an!

    Die äußere Neustadt ist seit den 90ern immer mehr dazu geworden und wer hier hinzieht, sollte sich das auch gut überlegen… manchmal ist es mir auch zuviel, aber es gehört zum Kiez dazu, daß hier nachts der Papst im Kettenhemd steppt.

    Die Sache mit dem Müll ist weniger schön, allerdings stimmt es NICHT, daß Wohnmieten hier deshalb steigen – im Gegenteil: nach dem qualifizierten Mietspiegel, wirkt es sich Lautstärke und Wohnqualität drückend auf die Wohnmieten aus.

    Ich bin der Meinung, daß Gewerbetreibende zur Kasse gebeten werden sollten bzw das über die Gewerbesteuer bereits getan werden.

  20. @Erpse

    evtl. nicht auf die Kaltmiete, aber in die Nebenkosten fallen auch eine erhöhte Hausreinigung und die Strassenreinigungsgebühren.

    @Freiheit des Einzelnen

    …ist halt kulturlos. Die wollen nicht wissen, dass die eigene Freiheit da aufhört, wo die des anderen anfängt… Da ziehen eben immer wider welche ins Viertel, die nicht begreifen, dass manche hier schon länger wohnen und noch hier wohnen, wenn die ehemals zugezogenen wieder weg sind.
    Sind aber sicher nicht alle aus der Neustadt, die da feiern, sonst könnten die zum „pullern“ ja kurz nach Hause….für die zählt nur die eigene Party… Egos eben…

  21. @Erpse
    Gibt es Belege für deine Behauptungen, dass die Neustadt „seit den 90zigern“ immer mehr Feier- und Party-Viertel geworden ist? Ich frage mich gerade, wie man so etwas messen kann? Wahrscheinlich ist es eher eine subjektive Wahrnehmung. Ich könnte auch behaupten, die Neustadt ist mit alle den neu geschaffenen Wohnungen in den letzten Jahren immer mehr Wohnviertel geworden und hätte wahrscheinlich auch recht. Insofern ist deine Behauptung eher belanglos.

    Klar, seit den 90zigern gab es hier schon immer Kneipen und sicherlich auch einige Ausgehlokationen, dafür ist die Äußere Neustadt u.a. bekannt. Was sich aber definitiv geändert hat ist die Verschiebung von „in die Kneipe/Biergarten zum Feiern gehen“ hin zu „Auf der Straße feiern/mit Leuten abhängen und Alkohol trinken.“ Dazu hat sicherlich die allgemeine Preisentwicklung in den Kneipen aufgrund von steigenden Mieten usw. beigetragen, sicherlich aber auch Dinge wie das Rauchverbot in Gastätten/Kneipen sowie die bereits erwähnte Aufhebung des Alkoholverkaufs von Spätis in den späten Abend & Nachtstunden, zumindest am Wochenende. Diese Tatsache verschiebt aber eben auch die Wahrnehmung von Feiernden und damit verbundenen Müll und Lärm, weil es eben im öffentlichen Raum stattfindet.

    Was mich echt ärgert ist die immer wieder kehrende Behauptung, dass die Leute hier herziehen und sich dann wundern, dass es hier „Nachts der Papst im Kettenhemd steppt“. So eine Bullshit, viele welche die aktuellen Zustände beklagen wohnen schon länger hier und denen geht es nicht darum, die Neustadt in ein 2. Striesen zu verwandeln. Aber Repekt und Verständnis für die Situation der anderen, die hier „auch wohnen“, ist wohl das mindeste, was man erwarten kann. Ein Blick in die Sächsische Polizeiverordnung (https://www.dresden.de/media/pdf/satzungen/polizeiverordnung.pdf) lässt mich auch nach intensivem Suchen keine Sonderregelung für die Neustadt erkennen.

  22. @Lieber (nicht) in die Kneipe
    Belege ist sicher schwierig, aber ich bin seit 93 hier und damals gab es vielleicht ein Dutzend Kneipen.
    Da varen viele Häuser auch nicht bewohnbar.

    Aber schaue dir einfach an, was für Gewerbe in den Neubauten und sanierten Häusern geschaffen würden.

    Ein möglicher Indikator wäre das Verhältnis von Anwohnern zu Gastrobetrieben und das ist eindeutig.

    Aber ich gebe dir absolut Recht, daß sich voel auf die Staße verschonen hat, weil immer mehr selbstverwaltete Projekte und allen auch Jugend-, Sozial- und Studentenclubs geschlossen wurden und die Leute irgendwo hinmüssen…

  23. @Erpse
    „vielleicht ein Dutzend Kneipen…“
    Bezogen auf 1993 wirst Du schon > 20 Kneipen „im engeren Gebiet der BRN“ finden, die heute noch existieren. Plus jene, die seitdem das Zeitliche gesegnet haben, waren es seinerzeit schon deutlich mehr.

    Ich sehe aber ebenfalls die Änderung in der Zusammensetzung des „Feiervolkes“. Waren es in den 90ern vornehmlich Leute, die hier bzw. im näheren Umfeld wohnten (und im eigenen Wohnumfeld benimmt man sich auch in seinen Sturm-und-Drang-Jahren nicht ständig daneben), fluten jetzt primär Leute von außerhalb ins Viertel. Die hier Wohnenden sind gleichzeitig im Schnitt doch etwas älter und familiärer geworden, feiern also nicht mehr ganz so häufig. Und wie angemerkt, die Verlagerung der Party nach draußen durch Spätshops usw. verschiebt die Wahrnehmung der Situation noch mehr ins Negative.

    Die Äußere Neustadt ist quasi Opfer ihres Erfolges geworden…

  24. @SHARP

    „Ich sehe aber ebenfalls die Änderung in der Zusammensetzung des „Feiervolkes“. Waren es in den 90ern vornehmlich Leute, die hier bzw. im näheren Umfeld wohnten (und im eigenen Wohnumfeld benimmt man sich auch in seinen Sturm-und-Drang-Jahren nicht ständig daneben), fluten jetzt primär Leute von außerhalb ins Viertel.“

    DAS dürfte den Unterschied ausmachen und es waren wirklich gute Jahre, aber leider war es damit auch irgendwann vorbei.

  25. Um es mal richtig groß zu machen: der Overkill hat viel damit zu tun, wie diese Stadt (fehl-)geplant worden ist und wird. Es gibt in Dresden leider nur einen wirklich „angesagten“ Stadtteil, der aber viel zu klein ist, um all die aufzunehmen, die von diesem Status angezogen werden. Unsere Innenstadt funktioniert bis heute nicht wirklich und bietet keinen Raum für Attraktivität nach Ladenschluss und lockt in ihrer Spießigkeit keinen jungen Menschen mehr hinterm Ofen vor. Ich denke aber, dass das auch Kalkül ist, weil es eine bestimmte Sorte Dresdner gibt, die es lieber ruhig und beschaulich mag und unter sich bleibt. Es hat schon seinen Sinn, dass die relativ offene Neustadt immer noch einen so schlechten Ruf im Rest von Dresden hat.

  26. (auch @ Pitti): Den Sonderweg der A-Park-Reinigung kenne ich, aber die Truppe „Chancen für Chancenlose“ ist regulär Mo+Fr da, ist oft auch für die anderen Werktage flexibel und im Park. Das Projekt ist gut, deckt wie gesagt aber nur „werktags“ ab. Generell wurde der Park aus der städtischen Reinigung ganz rausgenommen, wobei die SRD käme wenns extrem würde.
    Problem bleiben die WE-Zeiten zw. Freitag-Nachmittag und Monatg-Mittag, da ist niemand da. Nach der Freitag-Nacht siehts ab Samstag-früh vermüllt aus, gleiches Sonntag fortgeführt.

    Die SRD ist rekommunalisiert, jetzt ist es kein Problem mehr, wenn man das anpaßt, sehr viel Geld kostet es nicht, eher im Gegenteil. Andere Lösungen sind allesamt gescheitert (Aufrufe/Werbung/Bitten), solch ein Park ist nunmal öffentliches Reinigungserfordernis – wie gesagt: am Wochenende. Auch über die 5 freien Tage zu Pfingsten und allen gleichartigen „langen WEs“ konnte man den katastrophalen Vermüllungsaspekt im Park ersehen.
    Da viele Auswärtige den Park nutzen und auch etliche Touristen/Studis aller Sprachen (v.a. engl/franz/span/etc) zu hören sind, hatte ich schon vor Corona eine Idee zum Müllkosten-Sponsoring: ein kleiner Teil der ÜN-Steuer/Hotelabgabe-Einnahmen wird dieser Sache zugeordnet, da ein Causalzusammenhang zu den Usern gibt. Wird Herrn Lobby-Lohmeyer wenig freuen, sollte aber so eingesetzt sein. Amen.

  27. Erstens war dieser „Test“ nur für zehn Jahre und zweitens halte ich es für gewagt zu sagen, dass es nichts gebracht hat. Die abschaffungswilligen Politiker sagten das zwar. Aber Verwaltung und Polizei sahen das anders.

    Einen Beweis für die jeweilige Sicht hat keine Seite erbringen können.

    Die Anwohner waren offenbar geteilter Meinung. Siehe Bericht von 2016.

  28. @Anton Lauer

    Ich habe die gesamte Zeit als Anwohner an der Scheune mitbekommen und mich auch gerne mal mut nem Bier ans Mäuerchen gesetzt.

    Wenn die Spätis um 22:00 dicht machen, dann gehen die Leute sich einfach kurz vorher einen Kasten im Konsum, Netto oder Penny holen, Kommen gleich mit einem Rucksack voll Bier ins Viertel oder bilden einen Stoßtrupp und schicken jemand mit Fahrrad in Spätis/Tanken außerhalb des Viertels… die sind auch nicht doof.

    Ergebnis war, daß die Scherben zugenommen hatten, weil kein Späti da war, der das Leergut im Austausch genommen hat.

    Hier wurden die Spätis zum Sündenbock gemacht, denn die Lautstärke geht ja auch von den Gastrobetrieben aus und da wurde nicht dran gerührt!

  29. Und übrigens zum Rechtlichen:

    1.) Kosten für das Entfernen von Graffitis an der Fassade gehören NICHT zu den Kosten des Vermieters, die er auf die Betriebskosten umgelegt werden dürfen… außer es würde im Mietvertrag so festgeschrieben!

    https://www.anwalt.de/rechtstipps/graffiti-an-der-hauswand-muessen-mieter-die-beseitigung-bezahlen_111552.html

    2.) Ich kann jedem nur empfehlen, einen Blich in der qualifizierten Mietspiegel zu werfen und zu überprüfen, ob der Vermieter die Qualität der Wohnlage richtig eingestuft hat… z.B. ist die Rothemburger als „einfache“ Wohnlage mit mittlerer Lärmbelästigung eingestuft und nicht als „mittlere“ Wohnlage“!

    https://stadtplan.dresden.de/?TH=SPA_MIETSPIEGEL2019_WL

    wenn ihr jetzt in Zukunft weniger zählen müßt oder gar rückwirkend noch was wiederbekommt, könnt ihr mir ja ein Bier im Späti ausgeben… hahaha…

  30. @Erpse: Solche persönlichen Eindrücke kann ich auch widergeben. Sinnvoller wäre eine Auswertung von Stadtreinigung, Ordnungsamt und Polizei gewesen. Aber alle drei Institutionen waren seinerzeit nicht in der Lage, einen Teilbericht für die Äußere Neustadt zu ermitteln. Das heißt, Politiker, Verwaltung und Anwohner urteilten alle, genau wie Du mehr oder weniger nach dem Gefühl.

  31. @Anton Lauer,

    das Problem war aber, daß den Spätis ihr Recht eingeschränkt wurde ohne einen Erfolg nachzuweisen, während die Gastros eine stillschweigende Erweiterung ihrer Rechte bekommen hatten…

    … eigentlich müssten die ihre Tische um 22:00 nämlich reinräumen!

    http://www.kanzlei-bartels.de/Kneipenlaerm-kein-Sommertheater.html

    DAS wäre aber für viele Gastros hier das sichere Ende und da wird die Ruhestörung billigend in Kauf genommen – wo kein Kläger, da kein Richter.

    Ich habe übrigens nicht nur gefühlt sonder auch vor Gericht eine Mietminderung bei mir durchgesetzt, weil die Gastro unter mir bis 4:00 regelmäßig gebollert hat und kein entsprechende Schallschutzdecke verbaut wurde.

  32. @Erpse: Macht es Dir was aus, meinen Namen richtig zu schreiben?

    Das mit deinem Gerichtsprozess ist ja nun wie Äpfel und Birnen, was hat das mit den Spätshops zu tun?

    Die „stillschweigende Erweiterung der Gastro“ ist aber eben kein Gesetz und theoretisch kann jeder Nachbar auch gegen ein offenes Fenster einer Kneipe nach 22 Uhr klagen, hat auch schon stattgefunden und war für den einen oder anderen Gastronomen wohl auch ein Grund für die Geschäftsaufgabe.

    Ich will gar nicht abstreiten, dass der Spätshop-Erlass möglicherweise nichts gebracht hat oder eine Wiedereinführung jetzt nichts bringen würde. Ich beklage nur, dass das seinerzeit nicht genauer untersucht wurde. Daher kann man es schlicht nicht genau sagen. Und das wäre jetzt als Argumentationshilfe sinnvoll. Denn die Lage an der Ecke wird zunehmend schwieriger, zumindest für Anwohner die schlafen oder Leute, die gern nachts mit der 13 fahren wollen, vom Müllaspekt mal ganz abgesehen.

  33. Sorry für den Fehler beim Namen, Anton Lauer.

    Ich gebe dir ja Recht, daß das „Asieck“ wirklich die blödeste Ecke zum „rumcornern“ ist… schon wegen der Straßenbahn!

    Aber das Problem ist nicht im Viertel zu lösen, denn ob es der Platz vor der Scheune, das „Asieck“ oder der Lutherplatz ist… Lärm und Müll würde überall das selbe Problem sein.

    Der Denkfehler lag schon im Ansatz, alles in einem Viertel zu zentrieren und beliebige Konzessionen zu erteilen anstatt die Konzessionen zu limitieren und neue Stadtteile für die Gastro zu erschließen damit es sich mehr verteilt.

  34. @Erpse: Du setzt das jetzt so fort. Ich bin nicht lau, vielleicht launisch.

    Ich weiß nicht, ob sich da Anfang der 1990er jemand hingestellt hat und gedacht, wir zentrieren das mal alles in der Neustadt, ich denke, dass hat sich eher so entwickelt. Soweit ich weiß, ist es für das Gewerbeamt nicht so einfach Konzessionen zu limitieren. Und das mit den neuen Stadtteilen wurde ja versucht. Auch andereswo gibt es inzwischen deutlich mehr Gastro als vor 30 Jahren. Nur in der Weißen Gasse und am Neumarkt setzt sich eben kaum ein Jugendlicher mit Spätshop-Bier hin.

  35. Wir hatten vor dem Verbot ein erhebliches Problem mit „Extrembetrunkenen“ und Schlägereien, die daraus bedingten und teilweise mit Gegenständen geführt wurden. Und beides ging durch das Verbot deutlich zurück damals. Und dass war es, worum es der Polizei damals ging. Es ging nie um ein Alkoholverbot, was es ja auch nie gewesen ist.

    Es gab Demonstratiionen dagegen, die bei den Neustadtbesuchern aber auf Null Interesse stiessen und bis auf zwei damals haben sich auch alle Spätshop-Besitzer sofort an das Verbot gehalten.

    Es gab eine Zunahme an Käufen von Kästen im Konsum und im SparMarkt damals, aber verglichen mit vorher war dass Erstens vernachlässigbar und Zweitens ist man dann sehr früh von vor der Scheunen gleich in den Pavillon unterhalb des Balkon weitergezogen. Schlussendlich war das alles aber wohl zu anstrengend, da es dort keine zwei Jahre Bestand hatte. Und das Scherbenproblem habe ich jetzt nicht so in Erinnerung, dank Ralf’i und anderer Leergutsammler, die damals auch noch Glasflaschen für 8 Cent mitgenommen haben.

    Zum Müll, wer sich erinnert, es gab dort, wo jetzt an der Scheune die Turnhalle ist, früher große Mülltonnen für Papier und so. Die waren am Wochenende immer brechend voll und der Rest türmte sich daneben. Das brannte dann gern oder wurde zum Barrikadenbau genutzt. Mit viel Überzeugung und gegen Widerstände wurde dort aber dann die Regelung gefunden, dass wenn die Polizei anrief, der SRD um 21:30 Uhr noch eine Runde machen musste um zu leeren. Ginge heute am Assi-Eck gegen 22:00 Uhr ja vieleicht auch wieder, wenn der Wille der Stadt nur da wäre. Wobei ich den Bereich des Eingang Alaunstraße links mülltechnisch viel problematischer sehe, Samstag und Sonntag früh…

  36. Lauer… jetzt hab ichs gerafft!

    94/95 war cdas bei uns (Schlagloch und Häuser) auf jeden Fall bereits Thema und spätestens bei der Architektur der ersten Neubäuten und dem Verschwinden der alten Läden wie Fisch Naumann war klar, welchen Weg das Stadtteil geht.

    Ich denke das erste Zentrieren hatte auch damit zu tuen, daß hier „Nazifrei“ war und viele „Szenemenschen“ hierhin gezogen sind… dann wurde es irgendwann ein Gewerbeselbstläufer…

  37. @Erpse
    „nazifrei“ – hm, 1994/95 waren die Baseballschläger-Jahre vielleicht schon wieder am Abklingen, aber ich würde das Adjektiv „nazifrei“ als beschönigend einstufen.

    Da hier immer rückblickend so eine idealisierte Neustadt rausgeholt wird – ja, ab 22:00 Uhr war draußen Bewirtungsverbot. Ich glaube, das kam sogar schon im Sommer 1991 und in der „100“ z. B. wurde man auch konsequent reinkomplimentiert. Ist in heißen Sommernächten nicht wirklich schön, aber ohne Getränkenachschub draußen bzw. bei weitergeführtem Rumlärmen im Hof mit einem Eimer Wasser von oben hat sich das für Kneipenbesucher und Bewohner vernünftig geregelt. Das waren dann wirklich die Unterschiede zu heute. Damals „Szenemenschen“ (in ihrer Gesamtheit sehr vielfältiger, toleranter und diskursfähiger als man heute glauben mag) und heute domininierend die in Gut-Böse oder Schwarz-Weiss-einteilenden Egoisten: Hauptsache ICH habe meine absolute Freiheit und mache was ich will…

  38. @Anton
    Das scheint sich also rumgesprochen zu haben, wenn man Ruhe im Hof wollte = BKM aka Best Known Method ;-)
    Ich habe das einmal erlebt, als 2 oder 3 Leute befeuchtet und mit Weinschorle statt Rotwein runter in den Keller der „100“ kamen…

  39. …das mit dem Wasser von oben ist an der Ecke nur bedingt zu empfehlen… Ich sehe auch die Putzkolonne um 22:00 Uhr mit Problemen konfrontiert… Wenn die Bahn nicht mehr fahren kann, können die auch nicht putzen…

    Wenn die Spätis ab 22:00 Uhr keinen Nachschub liefern dürfen (offiziell) ebbt es zumindest etwas ab. Da fallen die fünf zurückgebliebenen auf, das kann die Polizei dann auch besser klären.

    Problematisch ist doch, dass aufgrund der Menge an Volk nicht eingeschritten wird…. Dvb und Polizei gaben auf…

    Ich könnte mit späti bis 22:00 Uhr gut leben, da können die halt um 10 noochmal zuschlagen, ab 24:00 Uhr ist dann aber langsam alle und es wird ruhiger…

  40. Ich verstehe die Diskussion hier nicht. Es ist einfach asozial seine Sauf und Feierbedürfnisse über alles andere zu stellen. Es nervt einfach hart, wenn man in der Woche bei offenem Fenster schlafen möchte, dies aber nicht geht weil ein paar Studenten der Meinung sind Party machen zu müssen. Der Luther Platz mutiert ebenfalls zu einem Treffpunkt für diese Art Menschen und es nervt nur noch. Und Nein – Wegziehen ist keine Option! Torben, Jule und Mattes können sich gern in Pieschen auf die Straßen setzen und da allen auf den Sack gehen! Was den Müll angeht fehlt mir jegliches Verständnis – bestes Beispiel ist hier ebenfalls der Luther Platz – Scherben, leere Kartons, Kippen einfach immer schön auf den Boden. Räumt ja ein anderer weg…

  41. @Frei-willig,

    ich selber könnte auch damit leben, wenn die Spätis ab xyz Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürften…

    … ABER NUR, wenn dann auch zur selben Uhrzeit die Gastros die Tische reinräumen und die Fenster schließen und sich auch keine Gastrogäste vor den Kneipen zu Rudeln sammeln!

    Das Viertel ist ein Mischgebiet und kein Gewerbegebiet – da müssen auch die Gewerbe abstriche machen!

  42. Hallo Daniel, warum genau sind jetzt die Pieschen er weniger ruhebedürftig?
    Zufällig war ich gestern am Luther Platz bis gg 24:00. Ja, da waren Menschen. Auch Bierflaschen. Es wurde geschwatzt…kann mir nicht vorstellen, dass das sehr gestört hat…
    Aber ja, Getrommel um drei ist echt Scheisse!!

  43. @Seldon,

    genau DAS ist das Problem:

    Feiern, wenn einem danach ist, finden alle cool – aber bitte nicht vor meinem Fenster, wenn mir nicht danach ist!

    Noch vor einigen Jahren konnte ich mich furchtbar über so asoziales Verhalten von Menschen aus der ÄN-Ost aufregen, wenn die in die ÄN-West zum Trommeln vor die Scheune kamen.

    Es gibt da ein schönes Lied von einer Dresdner Kultband von 84, daß genau das Problem aufgreift, das entsteht, wenn Leutz in anderen Stadtteilen die Sau rauslassen.
    In dem Lied geht es um Kidpunks, aber die Kidpunks von gestern sind halt die „Studiehippster“ von heute und die wiederrum werden die „Spießer“ von morgen sein… ganz sicher :)

    https://www.youtube.com/watch?v=u4Vy4OqLlu8

  44. Von außen betrachtet kann man nur sagen:
    Alles lassen wie es ist.
    Für die überwiegende Mehrheit der Dresdner ist die Äußere Neustadt das Opfergebiet der Stadt, ähnlich der Bastei, die das Opfergebiet der Sächsischen Schweiz ist.
    Wenn man weiß, wo diese Orte sind, weiß man auch, dass das gute Leben woanders zu finden ist.

  45. @Timur ohne Trupp,

    echt jetzt das gute Leben – was auch immer das sein soll – ist wo anders zu finden?

    Ich habe gelernt, das sei in Panama und das Panama ist in der ÄN!

  46. Was mich ja am meisten stört sind diese rücksichtslosen Ar***löcher, die seit neuestem meinen um 12:00Uhr mit Trommeln, Rumschreien und extrem nervigen Trillerpfeifen die Nachtruhe massiv zu stören. Würde echt gerne wissen, wo die wohnen und das vor deren Haustür mal wochenlang machen. Da wird man doch verrückt bei so viel asozialem Verhalten!
    Und die Polizei, bzw. auch das Ordnungsamt ist ja wohl das inkompetenteste, was ich je gesehen hab. Anstatt Verständnis für die Lage der Anwohner nur rumgemaunze. Echt traurig. Neustadt ist bunt und das ist gut so! Aber bunt heißt nicht gleich asozial und rücksichtslos! Das sollten sich die Leute vielleicht mal zu Herzen nehmen – tun sie wahrscheinlich nicht, weil sie nur an sich denken und nicht an die Leute, die sie mit ihrem Verhalten belästigen und krank machen…

  47. 23:31 – Menschenansammlung im Bereich (H) Görlitzer Str.: Umleitung Li.13 in beide Ri. zwischen Bautzn./Rothenb.Str. und Liststr. über Albertpl., Bf. Neustadt.
    11:31 nachm. · 17. Juli 2020

    Gestern Abend mal wieder….

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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