Bunt statt grau

Am Montag treffen sich die Stadtbezirksbeiräte zur Sitzung, einer der Punkte auf der Tagesordnung der Antrag der Grünen „Neue Wohnbauflächen in der Neustadt entwickeln!“. Den Antrag hat im Wesentlichen der Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi entwickelt (Neustadt-Geflüster vom 4. Mai 2019).

Leerstand auf dem Dental-Gelände.
Leerstand auf dem Dental-Gelände.
Kurz gesagt geht es darum, dass auf der Fläche der Dentalkosmetik und hinter der Post Wohnungen in mehrgeschossigen Häusern entwickelt werden sollen. Der ganze Antrag lässt sich hier nachlesen.

Protest gegen diese Pläne kommt von Piraten und Partei. Charlotte Brock, Stadtbezirksrätin für Die Partei und Jan Kossick von den Piraten haben sich zusammengetan und reichen am Montag einen Ersetzungsantrag ein.

Sie fordern bunte Stadtteilzentren statt grauer Wohnblocks, eine angemessene Nutzung, unter anderem mit Parks, Durchwegungen, Spiel- und Sportflächen und ein öffentlich nutzbares Stadtteilzentrum.


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Zu dem Antrag der Grünen sagt Kossick: „Dabei wird lediglich von mehrgeschossigen Mietwohnungen ausgegangen, das ist uns definitiv zu wenig.“ Er erinnert daran, dass die Piraten schon vor sechs Jahren eine Öffnung des Dental-Geländes und ein Jugend- und Freizeitzentrum hinter der Post gefordert hatten.

„Seit Jahren schießen diese hässlichen Yuppie-Buden in der ganzen Neustadt aus dem Boden“, ergänzt Charlotte Brock (Die Partei), „Davon haben wir genug!“ Diese Flächen würden zum
Träumen anrege und sollten von allen Neustädtern mitgestaltet werden, fordert die Politikerin, dies gehe nicht ohne öffentlichen Diskurs. „Leben heißt mehr als Wohnen“, so Brock.

Pirat Jan Kossick und Charlotte Brock (Die Partei) haben einen Ersetzungsantrag eingereicht: Bunt statt grau.
Pirat Jan Kossick und Charlotte Brock (Die Partei) haben einen Ersetzungsantrag eingereicht: Bunt statt grau.

OB Hilbert im Stadtbezirksamt

Die Stadtbezirksräte treffen sich am Montag etwas später, weil vorher Oberbürgermeister Dirk Hilbert den Stadtteil besucht und zwischen 18 und 19 Uhr mit Neustädter Einwohnerinnen und Einwohnern im Stadtbezirksamt Neustadt ins Gespräch kommen will.

Weitere Themen im Stadtbezirksbeirat

  • Berichte der Arbeitsgruppen Sicherheit und Sauberkeit
  • Informationen zum Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt
  • Straßenbaumaßnahmen in 2020: Geplant sind Arbeiten an den Fußwegen der Jägerstraße, der Nordstraße und der Beleuchtung der Uferstraße.

Förderprojekte stehen auf der Tagesordnung

  • Toilettencontainer für das HechtFest 2020, Infos
  • Konzert der Kinderchorgruppen des Kirchspiels Dresden-Neustadt, Infos
  • BRN-Büro, Infos
  • Koordination und Beratung, Martinsfest 2020, Infos

Die Stadtbezirksräte entscheiden über die Einführung eines Tagesordnungspunktes „Bürger/-innen tragen vor“.


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AfD-Antrag fordert „rote Zonen“

Elektroroller an der Ampel - Foto: Erich von DD.Photo
Elektroroller an der Ampel – Foto: Erich von DD.Photo
Antrag der AfD-Stadtratsfraktion zu E-Scootern: Die Partei fordert die Verbesserung der Verkehrssicherheit durch Beräumung von Verkehrshindernissen. Die Anbieter von Leihrollern sollen Entsorgungskosten übernehmen, die Elbwiesen sollen als rote Zone aufgeführt werden und die Anbieter sollen unautorisiertes Bewegen der Roller verhindern, weitere Infos.

4 Kommentare zu “Bunt statt grau

  1. Wem gehören die Flächen?
    Welche Art der Nutzung bzw. Bebauung gibt der Flächennutzungsplan vor?
    Warum stellen Pirat Jan Kossick und Charlotte Brock (Die Partei) nicht eigene Flächen für Spielchen zur Verfügung?
    Vielleicht alles nur heiße Luft und/oder schlechte (Alp)Träume?

  2. ^zu:
    1. mir (schonmal) nicht, aber frag mal die Chemiebude dort …
    2. siehe FNP, ich vermute Rotlichtgewerbe mit Grünzug …
    3. haben nüscht zu verschenken.
    4. die Hoffnung stirbt vielleicht zuletzt.

    5. Was besagt der bestehende Schutz-B-Plan der 90er? (nicht beschlossen, aber Drohmittel)
    6. Was sagen die zuständigen Stadtplaner im Amt? (deren Ziele)
    7. Brauchen die DVB noch ne Buswendeschleife oder vllt. nen neuen Tram-Betriebshof (quietsch quietsch)
    8. Was sagt Putzi gemäß gültigem Firmenrecht auf LKW-Großwendeplatz betreffs Menschenrecht auf Wohnen?
    9. Warum muß DDs Wachstum (gibts das überhaupt noch?) im zugebauten Buntviertel erfolgen?
    10. Wohin nur künftig mit der Putzi-Stinkwolke, wenn doch der Wind dreht?
    11. für Großparkierungs-Mall als Blechhalde für ‚auto-nome Neuse‘ (ca. 8 Etagen, je 150 Stellplätze) bitte jetzt alle die Hand heben.
    12. Vielleicht doch lieber nen Klettergarten oder mal bei Sarrasani anfragen?
    13. – 86.: liest keiner mehr. Amen.

  3. Weniger qm-Verbrauch pro Person ist tatsächlich besser für die Umwelt.
    Aber bei diesem Gelände finde ich das sehr schade – vor etwa einem Jahrzehnt haben wir (SPD zusammen mit Bürgerfraktion) über den Ortsbeirat für das Postgelände mal ein Stadtteilzentrum gefordert – die Privatisierung des Grundstücks hat damals einen Strich durch die Rechnung gemacht – schade.

  4. Putzi stinkt? Schwachsinn! Ich wohne gleich daneben und da stinkt nichts. Warum nicht einfach mal eine Grünfläche statt schon wieder Häuser?

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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