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Woche des guten Lebens

Im Spät­som­mer soll in ei­ner Art Groß­ex­pe­ri­ment, der "Wo­che des gu­ten Le­bens" die Äu­ßere Neu­stadt wei­test­ge­hend ohne Au­tos aus­kom­men. Bei ei­nem Auf­takt­tref­fen wur­den die ers­ten Pläne ge­schmie­det, nun soll am Mitt­woch die zweite Ver­an­stal­tung dazu stattfinden.

Neustadt autofrei - das gibt es sonst nur zur Bunten Republik Neustadt - wie hier die Pulsnitzer Straße. Foto: Archiv 2013
Neu­stadt au­to­frei – das gibt es sonst nur zur Bun­ten Re­pu­blik Neu­stadt – wie hier die Puls­nit­zer Straße. Foto: Ar­chiv 2013

Die Äu­ßere Neu­stadt soll zwi­schen Bi­schofs­weg und Bautz­ner Straße und zwi­schen Prieß­nitz und Kö­nigs­brü­cker Straße für eine Wo­che für Pri­vat-Au­tos und Mo­tor­rä­der ge­sperrt wer­den. Der ge­naue Ter­min steht schon fest: Vom 30. Au­gust bis zum 6. Sep­tem­ber 2020.

Woche des Guten Lebens – Mitmachtreffen

Mitt­woch, 8. Ja­nuar, 19 bis 21 Uhr, Wir AG, Mar­tin-Lu­ther-Straße 21, 01099 Dresden

Bei die­sem Mit­mach­tref­fen sol­len die Be­su­che­rinn­nen und Be­su­cher De­tails dazu er­fah­ren, wie sie sich bei dem Pro­jekt „Wo­che des gu­ten Le­bens“ ein­brin­gen kön­nen. Ge­plant ist die Grün­dung zweier Ar­beits­grup­pen, die AG Öf­fent­lich­keits­ar­beit und AG Verkehrskonzept. 

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59 Ergänzungen

  1. Wenn ich von selbst­er­nann­ten Wel­ten­ret­tern in mei­nem Da­sein dik­ta­to­risch ein­ge­schränkt wer­den soll, hat das für mich nichts mit gu­tem Le­ben zu tun.

    So än­dert sich die Welt. Die Neu­stadt war in den 80-er und 90-er Jah­ren ein Hort der freien Ent­fal­tung und der Selbstbestimmung.

    Nun schlägt das Pen­del in die Gegenrichtung.

  2. Hallo, Ihr jun­gen und dy­na­mi­schen Neu­stadt-Be­woh­ner/in­nen. Wie man auch an die­ser Ak­tion sieht, seid Ihr nur an Euch selbst in­ter­es­siert und an dem, was Ihr für gu­tes Le­ben hal­tet. An alte, ge­brech­li­che Leute, die auf Hilfs­mit­tel (auch auf das Auto) an­ge­wie­sen sind, um am schö­nen Le­ben in der Dresd­ner Neu­stadt teil­neh­men zu kön­nen denkt wie so oft kei­ner, von den sport­li­chen und ak­ti­ven Ty­pen. Aber alte sind ja so­wieso nicht so gerne ge­se­hen im hip­pen Vier­tel. Ich wün­sche Euch, dass Ihr nie alt wer­det und im­mer gut zu Fuß oder Fahr­rad seid. An­sons­ten wird man Euch das Le­ben mit sol­chen Ak­tio­nen gründ­lich vermiesen.

  3. Man­no­mann.… Da tref­fen sich 80 ! Leute ir­gendwo und be­schlies­sen selbst­er­nannt das Wohl ei­nes der dicht­be­sie­dels­ten Vier­tel Dresdens.

    Das sind ja immerhin.…Moment.…. 0,4 Prozent.…..Viel Spass dabei.….

    Wir hof­fen in­stän­dig, dass von de­nen kei­ner äl­ter als 18 ist. Dann fän­den wir das okay.…

  4. Su­per. Und an alle Au­to­fah­rer: Fahrt ein­fach mal Rad oder nehmt die Bahn, wenn ihr alt und ge­brech­lich seid. Dort gibt es auch Be­hin­der­ten­sitze und die Bahn senkt sich so­gar ab, wenn ich die 10 cm Auf­stieg nicht schafft.

  5. @Uschi

    Ein paar schreien und spre­chen für alle. Nicht je­der Neu­städ­ter ist für so­was. Des­we­gen würde ich mir wün­schen wenn du nicht pauschalisierst!

  6. Hallo Lieb­lings-Bal­kon­nörg­ler: Bei der Ver­an­stal­tung im No­vem­ber wa­ren so­gar Leute in eu­rem Al­ter da­bei, ich dachte schon den Herrn Stat­ler er­kannt zu ha­ben, war dann aber doch eine Verwechslung.

  7. Selbst­be­stä­ti­gungs­the­ra­pie un­ter wich­tig­tue­ri­schen Na­men. Hof­fent­lich gibts da­für keine öf­fent­li­chen Gel­der. Und ne AG Dagegen,GehtZumSpielenAufDenSpielplatz. Zum Be­neh­men von sol­chen Ty­pen wie dem Alt­hip­pie muss man gar nix mehr sa­gen. Die Alt­vor­de­ren soll­ten lang­sam mal das Ta­schen­geld streichen.

  8. @Anton

    Das war mit Si­cher­heit ne Ver­wech­se­lung.…. Wir sind alt, aber nicht däm­lich und welt­fremd. Und ganz ne­ben­bei. Wir ha­ben kein Auto und nut­zen über­zeugt den ÖPNV und im Som­mer das Fahrrad. 

    Aber wir schrei­ben an­de­ren Leu­ten ihre Le­bens­ent­würfe nicht vor.

  9. Und die gan­zen Au­tos, die in der be­sag­ten Wo­che nicht ins Schö­ner-Le­ben-Kar­ree dür­fen, ste­hen die dann in den um­lie­gen­den Stra­ßen und Vier­teln? Das wäre ja fak­tisch das­selbe wie Müll nach In­do­ne­sien ver­kau­fen, damit's hier schön sau­ber ist…

  10. Vor­ur­teile und Un­ter­stel­lun­gen. Nie­mand be­stimmt oder dik­tiert. Das ist eine Idee/​ein Versuch/​ein Pro­jekt. Es sol­len und müs­sen Lö­sun­gen für alle Ar­ten von Lo­gis­tik und Mo­bi­li­tät, u.a. auch Gas­tro und Ge­werbe, ge­fun­den wer­den. Jede*r ist ein­ge­la­den sich ein­zu­brin­gen und ge­mein­sam nach Lö­sun­gen zu su­chen, wie der Ver­kehr und die Au­tos in der Äu­ße­ren Neu­stadt mög­lichst fern­ge­hal­ten wer­den können.
    Wäre viel­leicht bes­ser, sich erst­mal biss­chen zu in­for­mie­ren, an­statt im Rausch der Em­pö­rung Blöd­sinn in die Tas­ten zu hämmern.

  11. Bo­aahh, wollt ihr die ganze Dis­kus­sion echt schon wie­der führen???
    Kleine Er­in­ne­rung: das wurde vor ei­ni­gen Wo­chen schon­mal al­les durchgekaut…

  12. @statler & waldorf
    Aber ge­nau das ist der Punkt. Es gibt ei­nige die den­ken nur an sich, sehe nur sich. Den­ken sie müs­sen an­de­ren ihre Le­bens­weise aufzwingen.
    Um bei dem "Pro­jekt" hier zu blei­ben, da kom­men wel­che mit ei­ner Idee die nicht aus­ge­ar­bei­tet ist und soll in ei­nem kur­zen Zeit­raum starten(ich hab die Bei­träge über An­tons Ka­nal ver­folgt). Der Geld­li­sche Auf­wand da­hin­ter ist hoch, die Be­las­tung für die Um­welt durch das Um­par­ken eben­falls, ge­nauso wie die zu­sätz­li­che Be­las­tung durch die Verwaltung/​Amt. Ziel die­ser Ak­tion ist es, an­lie­gen­den Stadt­vier­teln Pro­bleme und Be­las­tung zu über­ge­ben um selbst(für ein paar we­nige) bes­ser Le­ben zu können. 

    Dann ist es auch egal ob der ÖPNV über­las­tet ist, oder was mit Be­hin­der­ten pas­siert. Oder ein­fach Men­schen die auf ihr Auto an­ge­wie­sen sind. "Sind am ende eh nur ein klei­ner Teil den man aus­schlie­ßen kann…"

    Habe üb­ri­gens auch kein Auto und nutze das Fahrrad.

  13. @Ulrich: nun war es zwar so, dass bei der Ver­an­stal­tung im No­vem­ber ei­nige der Kom­men­tare vor­ge­tra­gen wur­den. Aber viel­leicht ist es doch ef­fek­ti­ver, wenn auch die­je­ni­gen, die sich da­ge­gen aus­spre­chen, mit zu ei­ner sol­chen Ver­an­stal­tung hingehen.

  14. Herr­lich, da ist ja Ein­schu­lung. Hof­fent­lich ha­ben es die Welt­ret­ter in ih­rem Ka­len­der nicht über­se­hen. Bin ja ge­spannt, wie die buck­lige Ver­wandt­schaft mit Rad und mit An­hän­ger ab­ge­holt wer­den. :-) Die Gold­kin­der wer­den zur Schule lau­fen müs­sen. Tante Erna muss mit den Rol­la­tor da­heim bleiben.…Da wer­den be­stimmt noch an­dere Pro­bleme auf­tau­chen. Das wird eine schöne Wo­che werden:-)))

  15. @TomDD: die Wal­dorf­schule ist au­ßer­halb der ver­kehrs­be­ru­hig­ten Zone, klappt also.

  16. Das wird ein Spaß, wenn die an­gren­zen­den Vier­tel we­gen Über­par­kung in das nächste Vier­tel aus­wei­chen (usw.), die da­mit ver­bun­dene Um­welt­be­las­tung po­ten­ziert wird und Be­woh­ner ver­ständ­li­cher­weise sehr an­ge­säu­ert auf das Wort Neustadt,
    noch schlim­mer Neu­städ­ter re­agie­ren und agie­ren werden.
    Das ganze we­gen ein paar Egomanen,
    die es mit der von ih­nen ge­pre­dig­ten To­le­ranz und Frei­heit bei anderen,
    auch wenn es die Mehr­heit wäre,
    es selbst an To­le­ranz feh­len lassen.
    Das grenzt schon an Megalomanie…

    Könnte sehr lus­tig werden!

  17. Zur Ein­ord­nung wäre ein Ver­weis auf die https://www.zukunftsstadt-dresden.de/was-ist-die-zukunftsstadt/
    hilfreich:
    Das ganze ge­hört of­fen­bar zu ei­nem län­ge­ren Pro­zess, der schon fünf Jahre läuft. Ziel ist, zu er­for­schen, wie der Weg zu ei­ner nach­hal­ti­gen und in­no­va­ti­ven Stadt ge­lin­gen kann, in der ein gu­tes und ge­sun­des Le­ben mög­lich ist.

    Jede und je­der ist ein­ge­la­den, an­hand des ent­wi­ckel­ten Zu­kunfts­bil­des zu schauen: Wo finde ich mich in mei­nem All­tag und mei­nen Ar­beits­le­ben wie­der? Teile ich die Zu­kunfts­vi­sion? Wo möchte ich sie er­gän­zen oder verändern?
    Dresd­ner In­sti­tu­tio­nen, Ver­eine, Un­ter­neh­men und in­ter­es­sierte Grup­pen kön­nen sich eben­falls an­hand des Zu­kunfts­bil­des verorten:

    Wo tra­gen Sie et­was zur Rea­li­sie­rung die­ser Vi­sion bei?
    Auf wel­cher der 5 Ebe­nen liegt Ihr Arbeitsschwerpunkt?

    An­dere Kom­mu­nen kön­nen die 5‑E­be­nen-Struk­tur des Zu­kunfts­bil­des eben­falls gern auf­grei­fen und für sich nutz­bar ma­chen: Fül­len Sie die Ebe­nen mit den Bür­ger­vi­sio­nen aus Ih­rer Kommune!

    Wenn man den Kom­men­ta­ren hier glau­ben möchte, ist die Welt ja in Ord­nung und al­les kann wei­ter­ge­hen wie gewohnt…muß man aber nicht un­be­dingt tei­len, diese Meinung…

  18. @Seldon
    Wie sagte der letzte struk­tu­riert den­kende Bun­des­kanz­ler so schön: " Wer Vi­sio­nen hat, sollte zum Arzt gehen."
    Das gilt im­mer noch.
    Und na­tür­lich sollte sich je­der und zu je­der Zeit hinterfragen.
    Auch da­hin­ge­hend, warum man ge­gen Tier­ver­su­che im Arz­nei­mit­tel­la­bor ist, gleich­zei­tig aber grö­ßere Mensch­grup­pen ohne de­ren Zu­stim­mung als Ver­suchs­ob­jekte ge- bzw. miss­brau­chen will.

  19. Hallo Früh­auf­ste­her,
    ja, ich seh sie schon vor mir: An­woh­ner die mit blu­ti­gen Au­gen ihre PKW su­chend, mit of­fe­nen Schä­deln elek­tro­den­ge­steu­ert die Straße ent­lang wan­kend, mit Elek­tro­schocks ge­fü­gig ge­machte und bei Glo­cken­schlag sab­bernde Neu­städ­ter… Das wird ein Spaß!

  20. Boah ist das finster.
    Was ist denn so pro­ble­ma­tisch daran, für eine Wo­che mög­lichst viele Au­tos und Ver­kehr aus der Neu­stadt raus­zu­hal­ten? Mehr Platz, we­ni­ger Lärm, we­ni­ger Stress. Wer in der Neu­stadt lebt, kann dem si­cher was abgewinnen.
    Wie? Da­für müs­sen noch Ant­wor­ten ge­fun­den wer­den, mit den Men­schen, die hier le­ben und ar­bei­ten, mit Un­ter­neh­men, Äm­tern und mit Tante Erna. Des­halb wird es auch nicht "jetzt" ge­macht, son­dern wurde ein Jahr vor­her schon angekündigt.
    Dass die an­gren­zen­den Ge­bie­ten zu­ge­parkt wer­den, ist eine Un­ter­stel­lung, ein Park-Kon­zept gibt es noch nicht. Die Ver­glei­che mit Tier­ver­su­chen und Grö­ßen­wahn sind Blödsinn.

  21. 7 Tage kein/​wenig Auto zu 257 Tage Stadt voll Au­tos – wer hier wen was vor­schreibt, bitte noch­mal über­den­ken. Junge Junge.

  22. Hey An­ton,

    das Stimmt, aber ich denke da­für gab es keine Ver­samm­lung? Oder war diese im No­vem­ber? Bei der mor­gi­gen Be­spre­chung geht es ja um die Aus­ar­bei­tung. Zi­tat aus dei­nem Artikel: 

    "Bei die­sem Mit­mach­tref­fen sol­len die Be­su­che­rinn­nen und Be­su­cher De­tails dazu er­fah­ren, wie sie sich bei dem Pro­jekt „Wo­che des gu­ten Le­bens“ ein­brin­gen kön­nen. Ge­plant ist die Grün­dung zweier Ar­beits­grup­pen, die AG Öf­fent­lich­keits­ar­beit und AG Verkehrskonzept."

    Ich denke da wäre das In­ter­esse und die Be­reit­schafft ge­ringt, je­man­den zu zu­hö­ren der Auf­zei­gen möchte das mit so ei­nem Pro­jekt mehr Po­la­ri­sie­rung und mehr folge Pro­bleme en­ste­hen (zu­mal die Aus­ar­bei­tung für so­was Zeit kos­ten würde, Quel­len, In­fos, Statistiken). 

    Als wenn man lie­ber das Geld und die En­er­gie in an­dere Pro­jekte steckt, um Men­schen Denk­an­stöße zu ge­ben und so in ganz Dres­den lang­fris­tig und frei­wil­lig den Ver­kehr aus zu dünnen.

  23. Ich finde es auch et­was weit her­ge­holt wenn die­je­ni­gen, die das ganze Jahr über mit ih­ren Au­tos die Luft ver­pes­ten und al­len den öf­fent­li­chen Platz weg­neh­men von feh­len­der To­le­ranz spre­chen, wenn die an­de­ren mal eine Wo­che Er­ho­lung da­von ha­ben möchten.…
    Es geht doch darum, mal neue Wege zu be­schrei­ten, Dinge aus­zu­pro­bie­ren. Und ja, es wird si­cher nicht al­les glatt lau­fen und je­der zu­frie­den sein. Aber jetzt ist auch nicht je­der zu­frie­den mit dem zu­stand. Und ohne Ein­schrän­kun­gen, auch des per­sön­li­chen Le­bens­stils, wer­den wir wohl gar keine Zu­kunft haben.

  24. @Ulrich: Pro­biere es doch aus. Mir hat schon auf der Ver­samm­lung im No­vem­ber der Wi­der­spruch ge­fehlt, wenn sich der nur an­onym im Netz äu­ßert, wird das viel­leicht nicht so ernst ge­nom­men. Er­klär­tes Ziel der Ver­an­stal­ter ist doch, mit den An­woh­nern ins Ge­spräch zu kom­men. Da­für kann es nie zu spät sein.

  25. Also die ca. 20 al­ten Leut­chen, die ich von mei­ner Straße kenne und fast täg­lich sehe (also Rentner*innen von wohl­ha­bend bis arm), ha­ben KEIN AUTO! Sie bu­ckeln tag­täg­lich durchs ble­cherne Di­ckicht, die Fuß­wege halb dicht von Stoß­stan­gen, die Rest­zen­ti­me­ter mit Sperr­müll und Müll­ton­nen zu­ge­stellt, norm-deut­sche Rea­li­tät eben. Nir­gends spielt ein Kind, nir­gends Platz für Auf­ent­halt, ein­fach tote Tris­tesse à la Blech­kiste an Blech­kiste. Echt krank, was eine bis­her im und vom Sys­tem ge­schützte Tram­pel­mehr­heit für "Frei­heit" hält. Wie schlimm es steht, wis­sen na­tür­lich die In­itia­to­ren der Ak­ti­ons­wo­che sehr wohl. Trotz "Kli­ma­de­batte" geht es doch le­dig­lich um ein ers­tes zar­tes Pflänz­chen der Ver­nunft, wel­che ab­han­den kam. Die im­mer­glei­chen Blö­del­dis­kus­sio­nen sind in­des über­flüs­sig, es muß viel­mehr die "Frei­heit" für Alle wie­der glei­cher ver­teilt bzw. zu­ge­spro­chen wer­den. Pri­vate Au­tos sind ja auch jetzt schon per Ge­setz auf dem ei­ge­nen Grund­stück un­ter­zu­brin­gen, wie auch all der rest­li­che ei­gene Krem­pel und Tün­nef. Die KFZ-Über­frem­dung des Öf­fent­li­chen Rau­mes war nur tem­po­räre Ver­blen­dung und wird nun qua Frei­heits­drang der An­de­ren so­wie drif­ti­gen Um­welt­grün­den zu­rück­ge­drängt. Wenn nicht dies Jahr, so doch bald. Man wird se­hen: es wird herr­lich. Und die gan­zen Knall­tü­ten müs­sen mal wie­der ler­nen, was ei­gent­lich "Stadt­le­ben" u.dgl. be­deu­tet. Auch die­ses Po­ten­zial liegt arg ver­schütt, in­folge all­seits to­ter Stra­ßen­räume so­wie bis­her ge­sell­schaft­lich er­wünsch­ter um­fas­sen­der Ver­nunft­ab­sti­nenz. Amen.

  26. Gerne rei­chere ich auch diese Dis­kus­sion um ein paar Infos/​Fakten an:

    Ende 2018 leb­ten (mit Haupt­woh­nung) 18211 Men­schen in der Äu­ße­ren Neustadt.

    Ins­ge­samt wa­ren zum glei­chen Zeit­punkt 5387 Kraft­fahr­zeuge zu­ge­las­sen. Da­von 4416 PKW, 522 Nutz­fahr­zeuge und 449 Kraft­rä­der. Von den PKW wa­ren 3587 auf Pri­vat- und 829 auf ju­ris­ti­sche Per­so­nen (Fir­men o.ä.) zu­ge­las­sen. Sta­tis­tisch ge­se­hen ka­men auf 1000 Be­woh­ner rund 200 PKW bzw. auf 1000 Haus­halte rund 330 PKW.

    Nun ist die "Wo­che des gu­ten Le­bens" – so wie ich es mit­be­kom­men habe – auf die An­ton­stadt, d.h. das BRN-Fest­ge­biet be­schränkt, also et­was klei­ner als die Äu­ßere Neustadt.

    Über den Dau­men ge­peilt le­ben auf dem be­sag­ten Ge­biet, das rund 0,65km² um­fasst, rund 15.000 Men­schen. Das ist die mit Ab­stand größte Be­völ­ke­rungs­dichte in ganz Dresden.

    Wei­ter­hin gibt es im Ge­biet sehr viel Ein­zel­han­dels- und Gastro­be­triebe, die nicht nur die an­säs­sige Be­völ­ke­rung, son­dern auch viele Gäste (abend­li­che "Sauf­tou­ris­ten") mit Wa­ren versorgt.

    Zu­sam­men­fas­send würde ich – in An­leh­nung an Alexis de To­que­ville – von ei­ner dro­hen­den "Ty­ran­nei ei­ner ver­meint­li­chen Mehr­heit sprechen.

    We­der die In­itia­to­ren, noch die Be­für­wor­ter ha­ben ir­gend­eine de­mo­kra­ti­sche Le­gi­ti­ma­tion, um als – wie­derum ver­meint­li­che – Mehr­heit von rund 80% (3200 Kin­der und Ju­gend­li­che ohne Füh­rer­schein mit ein­ge­rech­net) ei­ner Min­der­heit von 20% an Au­to­be­sit­zen­den ei­nen "frei­wil­li­gen" Ver­zicht anzuordnen.

    Ich sehe also nicht nur ei­nen gra­vie­ren­den Man­gel an Wis­sen über die ört­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten, son­dern vor al­lem ein der­bes De­fi­zit an Demokratieverständnis.

    Gerne helfe ich euch – als aus­drück­li­cher Kri­ti­ker – am Mitt­woch auf die Sprünge. Aber erst, wenn ich den In­ter­net­be­stel­lern ihre Pa­kete zu­ge­stellt habe ;-)

    Gruß Fi­del

    P.S. Ab­ge­se­hen von den Run­dun­gen, die ich vor­nahm, fin­den sich sämt­li­che, höchst-of­fi­zi­el­len Zah­len alle im In­ter­net­auf­tritt der Stadt und sind für je­den recherchierbar.

  27. Was ge­nau soll "gu­tes Le­ben" mit "au­to­frei" zu tun ha­ben? Voll­kom­men fal­scher und rea­li­täts­frem­der Ansatz.

  28. Ha­ben sich hier nicht ei­nige schon letz­tens be­schwert, dass man beim ers­ten Tref­fen be­reits keine Kri­tik äu­ßern konnte, weil es so­fort an ir­gend­wel­che Pla­nun­gen und Bas­te­leien ging statt an eine Diskussion?

  29. In der „gro­ßen“ Stadt le­ben wollen,
    alle Vor­teile genießen
    und die Nach­teile auf die Mehr­heit abdrücken,
    welch ein Demokratieverständnis…
    … ein lei­der grund­sätz­li­ches Pro­blem in Dres­den und vie­ler­orts in Sachsen.

    Fi­del hat dies­be­züg­lich Fak­ten geliefert,
    die von ei­ner klei­nen Min­der­heit voll­kom­men igno­riert, mit Be­lei­di­gun­gen und An­ma­ßun­gen be­ant­wor­tet werden.
    Au­ßer­dem er­hält man bei der Wort­wahl wie “Blö­del­dis­kus­sion“ oder „Tram­pel­mehr­heit“ au­to­ma­tisch ei­nen Quer­ver­weis auf Per­so­nen­grup­pen in ei­nem Spek­trum, wel­ches sich durch ein man­geln­des Ver­ständ­nis an De­mo­kra­tie aus­zeich­net und mit Vor­liebe Dik­ta­tu­ren hofiert. 

    Könnte noch lus­tig werden!

  30. Ant­wort vom Projektteam:

    Wir or­ga­ni­sie­ren im Pro­jekt­zeit­raum re­gel­mä­ßig Mit­mach­tref­fen und un­ter­schied­li­chen In­f­o­for­mate, zu de­nen wir ein­la­den wer­den. Hier kön­nen alle vor­bei­kom­men, sich in­for­mie­ren, Fra­gen stel­len und na­tür­lich auch ihre Kri­tik äu­ßern. Wie auch schon bei der Auf­takt­ver­an­stal­tung wird es bei al­len grö­ße­ren In­fo­tref­fen The­men­ti­sche ge­ben, an de­nen in­halts­be­zo­gen ge­ar­bei­tet wird (mit aus­drück­li­chem Wunsch, Kritiker*innen einzubeziehen).

    Au­ßer­dem sind wir in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den mit In­fo­stän­den auf den Stra­ßen un­ter­wegs (das nächste Mal am 16.1. , 11.00 – 13.00 Uhr auf dem Scheu­ne­vor­platz). Auch da freuen wir uns über kon­struk­tive Kri­tik und an­re­gende Gespräche.
    Zu­sätz­lich ste­hen wir im Büro zu fol­gen­den Zei­ten als Ansprechpartner*innen zur Verfügung:
    Mitt­woch 16.00 – 18.00 Uhr
    Don­ners­tag von 9.00 – 11.00 Uhr

    Au­ßer­halb die­ser Zei­ten sind Ter­mine nach vor­he­ri­ger Ver­ein­ba­rung je­der­zeit möglich.

    Der heu­tige Ter­min ist tat­säch­lich als Mit­mach­tref­fen zur AG-Or­ga­ni­sa­tion ge­dacht und nicht ex­pli­zit zum Aus­tausch von Kri­tik. Nichts­des­to­trotz sind auch Kritiker*innen ein­ge­la­den, sich in­ner­halb der AGs kon­struk­tiv zu be­tei­li­gen. Un­ser Hin­weis in ei­ge­ner Sa­che: Wir möch­ten eine Meck­er­runde ver­mei­den und ver­wei­sen da­her aus­drück­lich dar­auf, dass per­sön­li­che und öf­fent­lich­keits­re­le­vante Be­den­ken ge­äu­ßert wer­den und Her­aus­for­de­run­gen be­nannt wer­den sollten.
    Zu­letzt: es geht in die­sem Pro­jekt nicht darum, die per­sön­li­che Frei­heit der mo­bi­li­sier­ten Neustädter*innen ein­zu­schrän­ken, son­dern in ei­nem Ex­pe­ri­ment eine Wo­che lang aus­zu­tes­ten, wie in Dres­den der Weg zu ei­ner nach­hal­ti­gen und in­no­va­ti­ven Stadt, in der ein gu­tes und ge­sun­des Le­ben mög­lich ist, ge­lin­gen kann.

  31. Für mein Emp­fin­den wird's im­mer lus­ti­ger. Na­tür­lich kann man die da­hin­ter ste­hen Be­weg­gründe schnell ent­lar­ven, wenn man ein biss­chen Men­schen­kennt­nis be­sitzt. In­ter­es­sant wäre höchs­tens noch die Frage, ob es sich nicht wie­der ein­fach nur um ver­deck­män­telte, als "ge­sell­schaft­li­che Ak­ti­vi­tät" ge­tarnte Par­tei­über­grif­fig­kei­ten han­delt. Und das wäre, mal wie­der, un­ter al­ler Sau.

    Un­ab­hän­gig da­von noch eine Be­mer­kung zu "Mir hat schon auf der Ver­samm­lung im No­vem­ber der Wi­der­spruch ge­fehlt, wenn sich der nur an­onym im Netz äu­ßert, wird das viel­leicht nicht so ernst genommen."
    Kann man so se­hen. Al­ler­dings, prin­zi­pi­ell sehe ich mich nicht in der Pflicht, je­den Tag zu ir­gend­wel­chen In­fo­ver­an­stal­tun­gen zu ren­nen, um mich pau­sen­los ge­gen die At­ta­cken mit ir­gend­wel­chen Ego­is­men ir­gend­wel­cher nicht ge­mein­schafts­wil­li­ger Min­der­hei­ten zu weh­ren. Da könnte ja je­der kommen.
    Rich­tig wäre, zu mir zu kom­men, dann wenn ich Zeit habe, und zu er­fra­gen ob ich mein Ein­ver­ständ­nis er­teile oder nicht.

    Der Ver­such, das ganze noch als "Pro­jekt" auf­zu­wer­ten und auf­zu­qua­li­zie­ren, er­zeugt in mir aber schon wie­der wohl­wol­len­des Mit­ge­fühl. Auf die glei­che Art ha­ben wir in der Un­ter­stufe spie­le­risch das Le­ben der Er­wach­se­nen ken­nen­ge­lernt. Al­ler­dings, und das war rich­tig, nur im theo­re­ti­schen Raum, ohne Über­grif­fig­keit auf das reale Be­fin­den an­de­rer Men­schen. <- Das ist ein: Punkt.

  32. "Au­ßer­dem sind wir in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den mit In­fo­stän­den auf den Stra­ßen un­ter­wegs (das nächste Mal am 16.1. , 11.00 – 13.00 Uhr auf dem Scheunevorplatz)."

    Don­ners­tag von 11–13Uhr…damit ist ei­gent­lich klar was ihr da­mit für Leute an­spre­chen wollt, Men­schen die nicht im hip­pen Sze­ne­vier­tel an ei­nem Pro­jekt ar­bei­ten, son­dern z.B. ins Um­land fah­ren müs­sen wer­den die­ses An­ge­bot zur Dis­kusion si­cher­lich dan­kend an­neh­men. lol

  33. Was ist ei­gent­lich die Rechts­grund­lage der Ak­tion und wer ent­schei­det dar­über? Ich kann bis­her kei­nen de­mo­kra­ti­schen Kon­sens erkennen.
    Es heißt üb­ri­gens "nichts­des­to­we­ni­ger".

  34. Ich finde den Zeit­punkt sehr un­pas­send schon Mal ei­ner dran ge­dacht das man in der ers­ten Schul­wo­che seine Kin­der gern per­sön­lich in der schule ab­ge­ben würde. Ich weiß nicht wie ich diese Wo­che schaf­fen soll da die 15.GS auf mei­nen Weg zur Ar­beit liegt und ich die Kin­der ab der Wo­che auch ei­nen. 1 Kläss­ler an der Schule ab­setze und dann wei­ter zur Ar­beit fahre. So wird es ei­nen un­nö­tig schwer ge­macht ewig Park­platz su­chen das man die Kids zur Schule brin­gen kann zu­rück zum Auto het­zen und dann auf Ar­beit. Finde es nicht OK so­was in der ers­ten Schul­wo­che zu pla­nen auf Herbst zu wäre ein­fa­cher, da kön­nen die Kin­der dann viel­leicht schon al­lein ge­hen aber in der ers­ten Schul­wo­che. Wer das plant scheint keine Kin­der zuhaben.

  35. @9–5Job: "Au­ßer­halb die­ser Zei­ten sind Ter­mine nach vor­he­ri­ger Ver­ein­ba­rung je­der­zeit mög­lich", schrieb Sindy in dem Kom­men­tar. Da wird sich si­cher­lich auch was vor 9 und nach 17 Uhr fin­den lassen.

  36. Was ist ei­gent­lich die Rechts­grund­lage der Ak­tion und wer ent­schei­det dar­über? Ich kann bis­her kei­nen de­mo­kra­ti­schen Kon­sens erkennen.”
    Sehr gute Frage die ich mir auch schon ge­stellt habe… aber warum an Ge­setze hal­ten wenn man doch da­von über­zeugt ist die ganze Mensch­heit auf ei­nen bes­se­ren Weg brin­gen zu wol­len, koste es was es wolle.
    „Au­ßer­halb die­ser Zei­ten sind Ter­mine nach vor­he­ri­ger Ver­ein­ba­rung je­der­zeit mög­lich“, schrieb Sindy in dem Kom­men­tar. Da wird sich si­cher­lich auch was vor 9 und nach 17 Uhr fin­den lassen.“
    Ist klar, in Zu­kunft mach ich mit Hinz und Kunz der denkt ir­gend­ein Pro­jekt durch­drü­cken zu wol­len nen Ter­min aus um mit ihm dar­über zu dis­ku­tie­ren warum ich das was er/​sie oder * ein­fach nur däm­lich finde. Tut mir echt leid, aber es gibt tat­säch­lich Leute die ihr Geld selbst ver­die­nen und ih­ren Fei­er­abend nicht mit Leu­ten ver­brin­gen wol­len die völ­lig ab­struse Ideen ha­ben. Ge­nau wie ich ein­fach kei­nen Bock dar­auf habe mit Leu­ten die an mei­ner Tür klin­geln über Gott zu reden.
    “ Der heu­tige Ter­min ist tat­säch­lich als Mit­mach­tref­fen zur AG-Or­ga­ni­sa­tion ge­dacht und nicht ex­pli­zit zum Aus­tausch von Kri­tik. Nichts­des­to­trotz sind auch Kritiker*innen ein­ge­la­den, sich in­ner­halb der AGs kon­struk­tiv zu be­tei­li­gen. Un­ser Hin­weis in ei­ge­ner Sa­che: Wir möch­ten eine Meck­er­runde ver­mei­den und ver­wei­sen da­her aus­drück­lich dar­auf, dass per­sön­li­che und öf­fent­lich­keits­re­le­vante Be­den­ken ge­äu­ßert wer­den und Her­aus­for­de­run­gen be­nannt wer­den sollten.
    Zu­letzt: es geht in die­sem Pro­jekt nicht darum, die per­sön­li­che Frei­heit der mo­bi­li­sier­ten Neustädter*innen ein­zu­schrän­ken, son­dern in ei­nem Ex­pe­ri­ment eine Wo­che lang aus­zu­tes­ten, wie in Dres­den der Weg zu ei­ner nach­hal­ti­gen und in­no­va­ti­ven Stadt, in der ein gu­tes und ge­sun­des Le­ben mög­lich ist, ge­lin­gen kann.”
    Das klingt für mich so als ob Kri­tik ge­ne­rell nicht er­wünscht ist und das, hust, ‘Pro­jekt’ auf bie­gen und bre­chen durch­ge­drückt wer­den soll. Werte Frau Berndt, ich möchte mich Kri­ti­ker nicht in­ner­halb ir­gend­wel­cher AG’s be­tei­li­gen und schon gar nicht von ei­nem Ex­pe­ri­ment das ich ab­lehne be­trof­fen sein!
    Ebenso sinn­be­freit fände ich üb­ri­gens auch ein Pro­jekt was zum Ziel hätte ein Ex­pe­ri­ment zu star­ten ob man zwi­schen Bautz­ner Str. und Alaun­platz 1 Wo­chen lang Be­schleu­ni­gungs­ren­nen für Leute mit ge­tun­ten Au­tos durch­zu­füh­ren weil es sich ja an­bie­ten würde…

  37. Kind zur Schule brin­gen u. Ä. :
    Klasse Bei­spiel für die Gül­tig­keit des Kalenderspruchs"Wer et­was ver­hin­dern will fin­det Gründe, wer et­was er­rei­chen will Lösungen"
    Ja ich weiß, Erst­kläss­ler al­lein zur Schule ge­hen zu las­sen ist in­zwi­schen nur was für ganz Mu­tige. Aber die Ro­then­bur­ger scheint mir zu Schul­be­ginn- und – end­zei­ten eher we­nig ge­eig­net, ggf. 20 Kin­der aus­zu­la­den. Aber sol­len die hin­ter mir halt war­ten und wer mit der 13 fährt ist eh nicht mehr zu ret­ten. Apro­pos: wär die Straba nicht ne ge­eig­nete Al­ter­na­tive, auch um zur Ar­beit zu kommen?

  38. @Seldon: ich hoffe doch sehr, dass die Kids der 15. Grund­schule im nächs­ten Schul­jahr wie­der von der Gör­lit­zer aus in ihre Schule ge­hen wer­den. Der­zeit ist der Plan, dass die Sa­nie­rung zu den Os­ter­fe­rien ab­ge­schlos­sen wird.

  39. Rechts­grund­lage:

    Die Ab­tei­lung Stra­ßen­ver­kehrs­be­hörde er­teilt fer­ner Aus­nah­me­ge­neh­mi­gun­gen von Ver­bo­ten bzw. Vor­schrif­ten der StVO so­wohl für den In­di­vi­dual- als auch für den Gü­ter­ver­kehr so­wie Er­laub­nisse für über­mä­ßige Stra­ßen­be­nut­zun­gen für Ver­an­stal­tun­gen und für Groß­raum- und Schwertransporte.

    Auf wel­cher recht. Grund­lage ver­stop­fen Au­tos ei­gent­lich die Stra­ßen, ver­pes­ten die Luft, lär­men uns zu…

  40. @bob und Ichkanns…
    Ich op­ferte ein paar Mi­nu­ten mei­ner wert­vol­len Zeit, um mich über die­sen Quark zu in­for­mie­ren. Ich kann nur emp­feh­len, das auch mal zu tun. Goo­geln kann man Schlag­wör­ter, die eine oder an­dere Kom­men­ta­to­rin, ex­tra für diese Wo­che ge­schaf­fene Pos­ten mit ÖD-Be­zah­lung… evt. auch nach ei­nem an­geb­lich ge­mein­nüt­zi­gen Pos­ten­be­schaf­fungs­ver­ein oder ei­ner Par­tei mit man­geln­der Di­stanz zu Dik­ta­tur, Un­ter­drü­ckung und Ter­ror… Messt die Zeit die es braucht, bis ihr kei­nen fes­ten Bo­den mehr un­ter den Fü­ßen habt.

    In Kürze: Dis­kus­si­ons­run­den dar­über ob oder ob nicht, braucht es nicht. Das wurde be­reits über euch ent­schie­den. Ob die ent­spre­chen­den Prot­ago­nis­ten Recht und Le­gi­ti­ma­tion dazu ha­ben, hat euch gar nicht zu in­ter­es­sie­ren. Es gibt In­fo­ver­an­stal­tun­gen. In ei­ner Häu­fig­keit, die eine gute Ba­sis (öf­fent­li­cher) Gel­der ver­mu­ten lässt. Zu die­ser Info dürft ihr hin­lat­schen um euch in­for­mie­ren zu las­sen, was über euch ent­schie­den wurde und was euch blüht. In so­fern wird auch ver­ständ­lich, dass Kri­tik oder Ab­leh­nung oder "Me­cke­rei" völ­lig über­flüs­sig ist, dies steht nicht zur De­batte. Da­mit kann nur der "dumme Pö­bel" die "in­tel­lek­tu­elle" Möch­te­ger­nelite ner­ven. Höchs­tens kann es noch pas­sie­ren, dass ihr zur Un­ter­schrift ge­zwun­gen wer­det, dar­über, dass ihr das frei­wil­lig, in Ei­gen­in­itia­tive und ver­dammt gern tut. So zu­min­dest wird es öf­fent­lich dar­ge­stellt und gilt für alle, die in der Neu­stadt wohnen…

    Man kann sich leicht aus­ma­len, dass die­ses "Pro­jekt" ein rie­si­ger Er­folg wer­den wird. Evt. Ab­schluss­be­richte wird man si­cher­lich pas­send ma­chen. Mit et­was Glück gibt es dann noch viele Wie­der­ho­lun­gen. Schließ­lich geht's um Geld, um sich vom Ar­beits­markt fern­hal­ten zu kön­nen und täg­lich mit frisch über­höh­tem Ego von "Ar­beit" nach Hause zu kom­men. (Frü­her nannte der ver­pöhnte Volks­mund dies lie­be­voll "El­fen­bein­turm".)

    Zur "Wo­che des schö­nes Le­bens" sollte noch viel mehr ge­hö­ren. Schul- und Ar­beits­ver­wei­ge­rung, Ein­stel­lung von Miet­zah­lun­gen und aus­ge­wach­sene Auf­ruhr. Be­grü­ßens­wert wäre, wenn die Jus­tiz bis hoch zum Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt mit­fei­ert. Und zum "Jahr des schö­nen Le­bens" könnte ge­hö­ren, wenn "der Pö­bel" end­lich auf­hört, flei­ßig von sei­nem Geld ab­zu­ge­ben und zu schweigen.

  41. @seldon… schon mal dar­über nach­ge­dacht daß die Glo­cke nicht über­all­hin fährt wo Men­schen ar­bei­ten? Auch sons­ti­ger ÖPNV ist zu­min­dest in Dres­den bzw. ge­ne­rell in Deutsch­land nicht be­darfs­ge­recht. Warum sollte man z.B. 3x um­stei­gen und mehr als dop­pelt so­lange für sei­nen Ar­beits­weg brau­chen als mit dem Auto?
    Es gibt ein­fach für viele Men­schen gute Gründe mit dem Auto zu fah­ren auch wenn sie den ÖPNV nut­zen möch­ten. Ein­fach mal seine Blase ver­las­sen und die Rea­li­tät erfassen!
    Man könnte na­tür­lich auch ein Pro­jekt star­ten wie der ÖPNV aus­se­hen müsste da­mit Leute frei­wil­lig ihr Auto ste­hen las­sen wür­den, dann würde die Ak­zep­tanz bei den Be­trof­fe­nen viel­leicht so­gar steigen.
    Mir wä­ren da vor al­lem 2 Dinge wich­tig, daß man un­ge­fähr die selbe Zeit be­nö­tigt um von A nach B zu kom­men und daß es die Leute un­ter­las­sen mich mit ih­ren Te­le­fo­na­ten, laut­star­ken Ge­sprä­chen, ih­rer Mu­sik zu ner­ven und ihre Füße da las­sen wo sie hin­ge­hö­ren näm­lich auf den Boden.
    Und noch ein Ge­danke da es im­mer we­ni­ger den gut sor­tier­ten Ein­zel­han­del mit Be­ra­tung gibt. Muss man wirk­lich je­den Rotz im In­ter­net be­stel­len und bei Nicht­ge­fal­len zurückschicken?
    Fakt ist mit Ver­bo­ten und halb­ga­rer Ideen/​Experimente selbst­er­nann­ter Pro­jekt­wa­sau­chim­mer­dings­leute wird das nüscht!

  42. Ja, ÖPNV ge­hört aus­ge­baut. Aber man muß in Dres­den schon ei­nen sehr exo­ti­schen Ar­beits­platz ha­ben, um ihn nicht per Bus und Bahn er­rei­chen zu kön­nen. Dau­ert zum Teil län­ger, stimmt. Ist an­ge­sichts man­cher Mit­fah­rer ner­vig, OK. Manch­mal auch net­ter, ent­spann­ter, man kann was le­sen, noch­mal die Au­gen zu ma­chen oder mit dem Ge­gen­über flir­ten… Und wenn nicht so­viel Au­tos die Straße ver­stop­fen wür­den, wäre der Bus auch schneller.
    Warum muss über­haupt im­mer al­les schnel­ler ge­hen? Zur Ar­beit ge­hetzt, schnell Kin­der ab­ge­holt, schnell noch ein­kau­fen, schnell vor die Glotze ge­hockt, schnell ins Bett, schnell raus, schnell die Kin­der anziehen.…

  43. @probildung
    Das ist ja noch schlim­mer als ich dachte! 2xTV-L11 für diese Pro­jekt­dings­ir­gend­was­mit* echt jetzt??? Das ist doch Ver­ar­sche auf höchs­tem Niveau!
    Ich kann gar nicht so­viel es­sen wie ich ko..en könnte…

  44. Im­mer wie­der die sel­ben ca. 5 Laut­spre­cher, die hier in der Kom­men­tar­spalte von (Mei­nungs-) Dik­ta­tur und Be­vor­mun­dung, von grü­nem Gut­men­schen­tum und Träu­mern re­den, da­bei ab­surde Ver­glei­che an­stel­len mit der DDR oder an­de­ren to­ta­li­tä­ren (Un­rechts-) Re­gi­men. Ver­meint­lich be­legt wird das hier mit der An­zahl der Au­to­fah­rer in der Neu­stadt (weil je­der Au­to­fah­rer ja da­ge­gen sein muss…).
    Die Bobs und Mup­pets und die für Bil­dung (und wirft mit die­sem Pseud­onym an­de­ren Über­heb­lich­keit vor, herr­lich) schrei­ben viel und ag­gres­siv – aber den­noch we­nig repräsentativ.
    Nutzt mal die Zeit die ihr hier mit schimp­fen ver­bringt und en­ga­giert euch lie­ber in ir­gend­ei­ner Weise (und wenns noch so ein klei­ner An­satz ist) da­für, dass un­sere Kin­der und de­ren in ei­ner fried­li­chen Welt alt wer­den kön­nen, so wie die meis­ten von uns das hier in Mit­tel­eu­ropa (im Ver­gleich zum gro­ßen Rest der Welt) seit 70 Jah­ren dür­fen und der Pla­net bis da­hin noch nicht voll­ends zer­stört ist. Denkt ein­fach mal drü­ber nach, nicht nur an eue­ren Vorteil.

  45. "Aber man muß in Dres­den schon ei­nen sehr exo­ti­schen Ar­beits­platz ha­ben, um ihn nicht per Bus und Bahn er­rei­chen zu können."

    Be­kann­ter von mir wohnt in der Neu­stadt und muss auf die an­dere Elb­seite, zwar Rand­dres­den aber noch Stadtgebiet.
    Mit dem Auto : 17 min.
    Mit Bus, Bahn, S‑Bahn 1.25min.

    Also je­den Tag ca. 2 Stun­den ge­spart, aber heee, warum sollte auch im­mer al­les schnel­ler ge­hen? Lie­ber 10 stun­den die Wo­che in ei­ner be­schis­se­nen, voll­ge­stopf­ten, ver­schwit­zen Bahn ho­cken aber da­für ein gu­tes Ge­wis­sen ha­ben. lol

  46. Whow… Zwei be­zahlte Stel­len, echt jetzt? Und dar­über könnt Ihr Euch auf­re­gen? Mir fal­len auf An­hieb Dut­zende Stel­len in Stadt und Land ein, wo in Grö­ßen­ord­nun­gen mehr ver­plem­pert wurde und wird…
    Aber ir­gend­wie kann man's Euch auch nicht recht ma­chen: di­rekte Be­tei­li­gung ist zu an­stren­gend, ad­mi­nis­tra­tive Ak­ti­vi­tä­ten an der Grenze zur Dik­ta­tur… Wat Nu?

  47. @ ingo knito

    Das ist lustig…
    …un­ter ei­nem Pseud­onym schrei­ben und dies an­de­ren vorwerfen,

    sich Blöd­gi­da­spra­che be­die­nen, dies je­doch an­de­ren Kom­men­ta­to­ren absprechen,

    die in doch vie­len Kom­men­ta­ren ar­gu­men­ta­tiv nach­voll­zieh­bare Kri­tik als ag­gres­siv und über­heb­lich hinstellen,
    sich selbst je­doch ge­nau in die­sem Stil äu­ßernd, ohne auch nur Ansatzweise
    sach­li­che Ge­gen­ar­gu­mente in den Raum zu stellen,

    Kri­ti­kern Vor­teils­nahme vorwerfen,
    je­doch selbst nur an den ei­ge­nen Vor­teil denken,

    sich an­ma­ßen, was re­prä­sen­ta­tiv ist
    und was nicht (mei­nes Wis­sens gab es kei­nen Bür­ger­ent­scheid- zum bes­se­ren Ver­ständ­nis: ein Bür­ger­ent­scheid ist ein In­stru­ment der di­rek­ten De­mo­kra­tie in Deutsch­land auf kom­mu­na­ler Ebene -, Un­ter­schrif­ten­samm­lung etc., wo durch Mehr­heit ent­schie­den wird),

    Der letz­ter Ab­satz ent­behrt lei­der je­der Lus­tig­keit, da man­geln­des De­mo­kra­tie­ver­ständ­nis be­son­ders mit dem Ar­gu­ment „zur Ret­tung des Pla­ne­ten“ nur trau­rig ist.
    Denn ge­rade da­für be­darf es De­mo­kra­ti­scher Mehrheiten,
    da­mit es für alle lebenswert
    und fried­lich bleibt!

  48. @ingo knito
    Viel­leicht gibt es Men­schen die et­was da­für tun dass un­sere Kin­der und de­ren in ei­ner fried­li­chen Welt alt wer­den kön­nen ohne das stän­dig an die große Glo­cke zu hän­gen son­dern tun es einfach…
    @seldon
    Wenn man sich den Be­trag über die Lauf­zeit der frag­wür­di­gen Ak­tion hoch­rech­net könnte man statt­des­sen wahr­schein­lich auch ein trag­fä­hi­ges Kon­zept ent­wi­ckeln wie man den ÖPNV im Groß­raum DD so ent­wi­ckelt und tak­tet daß man Men­schen die Wahl zum Um­stieg auf sel­bi­gen leicht macht. Nur ein klei­nes Bei­spiel: am Flug­ha­fen ist ja nun echt nicht viel los, warum kann man dann den S‑Bahn und RB An­schluss nicht so pla­nen daß man eben nicht im­mer bes­ten­falls 30 Mi­nu­ten auf ei­nem zu­gi­gen Bahn­steig war­ten muss? In der War­te­zeit ist man mit Taxi oder ei­ge­nem Auto schon am Ziel.
    Und ja ich fliege auch Kurz­stre­cke, aber auch erst seit­dem es keine Nacht­züge mehr gibt und mir so­mit an­sons­ten ein­fach wert­volle Zeit flö­ten ge­hen würde!
    Da­für hieß mein Fri­days for Fu­ture noch Pio­nier­nach­mit­tag in­spi­riert von Ti­mur und sei­nem Trupp und wir ha­ben keine Schule ge­schwänzt son­dern un­sere Frei­zeit ge­op­fert um ak­tiv was für die Um­welt zu tun.
    Be­stel­lung per In­ter­net kann ich in mei­nem Le­ben an ei­ner Hand ab­zäh­len, wenn ich et­was brau­che geh ich da­hin wo mich noch ein Mensch berät…
    Diese Ak­tion bringt in mei­nen Au­gen gar nichts au­ßer ei­ni­gen we­ni­gen Leu­ten ein ge­stei­ger­tes Ego und Kos­ten die an­der­wei­tig sinn­vol­ler ge­nutzt wer­den könnten.
    Wie wäre es statt­des­sen das Geld da­für ein­zu­set­zen wie­der in ei­ner Schule frisch zu ko­chen? Da hät­ten mei­ner Mei­nung nach mehr Leute dau­er­haft et­was da­von. El­tern wür­den wohl we­ni­ger be­zah­len und die Kin­der ge­sun­des und fri­sches Es­sen was nicht die Ge­schmacks­ner­ven ab­ster­ben lässt. Im bes­ten Fall käme das Ge­müse aus dem schul­ei­ge­nen Gar­ten und die Kids hät­ten sich mit dem An­bau beschäftigt.
    Aber was weiß ich denn schon, ich bin ja kein Projektdingsirgendwashauptsachedas*istvorhanden der sein Ar­beits­le­ben da­mit ver­bringt Stel­len zu er­schaf­fen die ein­zig und al­lein von För­der­mit­teln fi­nan­ziert werden.

  49. Ko­misch Leute die for­dern über­all mit dem Auto hin­fah­ren zu kön­nen und über­all par­ken zu kön­nen, wer­fen an­de­ren vor ih­nen ei­nen Le­bens­stil auf­zu­drän­gen. In der Neu­stadt heißt über­all hin­fah­ren und par­ken, das Fuß­wege viel zu schmal sind, man nicht mal ne­ben­ein­an­der ge­hen kann und nicht für Gas­tro­no­mie etc. ge­nutzt wer­den können.
    Es scheint so als han­delt es sich bei den wü­ten­den Kom­men­ta­to­ren nicht al­les nur um mo­bi­li­täts­ein­ge­schränkte La­den­be­sit­zer und Klemp­ner­meis­ter die auf ihr Auto an­ge­wie­sen sind.
    Und es geht mal wie­der darum, das man diese Ver­kehrs­wende ja schon ir­gend­wie ma­chen kann, aber doch nicht so das es ei­nen selbst be­tref­fen könnte.

  50. Mir feh­len wirk­lich lang­sam die Worte… Denke, die Neu­stadt ist so li­be­ral??? Bin hier­her ge­zo­gen, um mich wohl­füh­len… So eine sinn­lose Diskussion…
    Wem der Zu­stand nicht be­hagt in ei­ner mo­der­nen Zi­vi­li­sa­tion zu le­ben, der sollte doch über ei­nen Wohn­ort­wech­sel nach­den­ken. Dort, wo Wie­sen und Bäume gleich mit als Nah­rung die­nen. Ist doch eine gute Al­ter­na­tive. Dort sind keine Knei­pen, keine bö­sen Autos.
    Ich habe gar keine Lust, in ei­ner "Neu­stadt" zu le­ben, wo eventl. die Men­schen dann mit ih­rer Le­cker – Öko­nah­rung und psy­cho­de­li­scher Muße vor den Häu­sern nie­der­ge­las­sen auf selbst­ge­bas­teln­den und na klar auch selbst­be­tupf­ten Far­ben ih­ren All­tag ge­nie­sen… Auch An­dere ha­ben eine Da­seins­be­rech­ti­gung. Le­ben und Le­ben las­sen… das ist die Ma­xime… Ich wie­der­hole… Das Land­le­ben ist nicht weit weg… z. B. die Dresd­ner Heide oder bes­ser… noch wei­ter weg… Bau­land kann man über­all käuf­lich erwerben.
    Ich brauch mein Auto, da ich in Schich­ten ar­beite und kein Mensch kann mich zwin­gen, mit den öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln zu kut­schie­ren… Ich zahle Steu­ern… genug…

  51. Ohne im Hecht­vier­tel und är­gere mich, dass diese Ak­tion nicht auch hier aus­pro­biert wird.
    Leute, es geht um EINE Woche!
    An alle Au­tof­e­ti­schis­ten: Ihr be­an­sprucht ÖFFENTLICHEN Raum für euere pri­va­ten Zwe­cke. So­viel zur "Be­vor­mun­dung"…

  52. Na­tür­lich wie­der ehr witzig…
    kann die Ar­gu­men­ta­tion nicht nach­voll­zie­hen, vor al­lem, weil ich kein SZ Abo hab…
    Schätze den La­den sehr, kann mir aber nicht vor­stel­len, dass jmd mit dem Auto in die Neu­stadt fährt, um Bü­cher zu kau­fen… Aber wer weiß?

  53. Stüs Haupt­ar­gu­ment ist die Lie­fe­rung der Bü­cher mehr­mals täg­lich, die dann wohl nicht mehr mög­lich wäre. Dass seine Kun­den haupt­säch­lich zu Fuß kom­men, ist ihm bewusst.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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