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Stolze Pflegerinnen und Pfleger

Mehr als 100 Pflegerinnen und Pfleger haben sich heute auf der Albertbrücke getroffen, um unter dem Motto „proud to care“ für mehr Wertschätzung für ihren Beruf zu werben. Sie sind damit Teil einer bundesweiten Initiative.

Kurz nach 13 Uhr setzten sich von der Seniorenresidenz „Pro Seniore“ an der Bautzner Straße rund 40 Pflegekräfte auf den Weg. Auf der Albertbrücke trafen sie dann mit Mitarbeiter*innen aus anderen Dresdner Einrichtungen zusammen.

Pflege-Demo auf der Hoyerswerdaer Straße - Foto: Nina
Pflege-Demo auf der Hoyerswerdaer Straße – Foto: Nina
„Proud to care“ – auf Deutsch: stolz sein, zu pflegen – ist eine bundesweite und trägerübergreifende Initiative, die darauf aufmerksam machen soll, wie wichtig Pflegeberufe in unserer Gesellschaft sind.

Fachkräfte in der Pflegebranche werden dringend gesucht. Die Initiative will mehr Menschen für eine Tätigkeit in der Pflege begeistern. „Ziel ist, die öffentliche Wahrnehmung auf das zu lenken, was Pflege auch ist: Ein anspruchsvoller, zukunftssicherer und schöner Beruf mit vielen Karrierechancen“, sagt Chantal Ostermann, Mitglied der Geschäftsleitung und Innovationsbeauftragte der Victor’s Group und eine der beiden Initiatorinnen von „proud to care“. In den vergangenen Jahren sei in der öffentlichen Diskussion zu sehr über die negativen Aspekte gesprochen worden, was die aufgrund des demografischen Wandels sowieso schon angespannte Lage bei der Mitarbeitergewinnung verschärft habe. Diese Abwärtsspirale aufzuhalten und die positiven Seiten mit ganzem Herzen nach außen zu tragen sei das Anliegen von „proud to care“.

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Trägerübergreifende Initiative

Auch wenn die Victor‘s Group, zu der auch die Dresdner „Pro Seniore“ gehört, der Initiator ist und die Aufbauphase finanziert hat. Die Kampagne ist bewusst neutral gehalten, damit eine bundesweite und übergreifende Bewegung entsteht. „Wir laden ausdrücklich alle Träger der Gesundheitsbranche ein, sich der Initiative anzuschließen. Ob kirchlich, caritativ, staatlich oder privat organisiert, ob aus der Alten- oder Krankenpflege kommend, wir sitzen alle im selben Boot und sollten gemeinsam an einem Strang ziehen“, appelliert Ostermann an alle Beteiligten.

Proud to care auf der Albertbrücke - Foto: Nina
Proud to care auf der Albertbrücke – Foto: Nina
Der Startschuss für „proud to care“ erfolgte heute in allen 120 Residenzen der Victor’s Group (Pro Seniore, Residenz Ambiente, SenVital etc.). Dabei wurde die Initiative den Mitarbeitern sowie örtlichen Kooperationspartnern, Vertretern aus Politik sowie Angehörigen der Bewohner vorgestellt. Jeder Mitarbeiter erhielt im Rahmen eines Mitarbeiterfestes eine Box mit T-Shirt, Armband, Stickern, Autoaufklebern und Informationsmaterial.

Verein „proud to care“

Um die Mission von „proud to care“ nachhaltig weiterzuführen, ist die Gründung eines Vereins geplant. Hier sollen Arbeitsgruppen etabliert werden, die Konzepte zu Themen wie Aus- und Weiterbildung, Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung sowie zu innovativen Gesundheitsleistungen entwickeln.

Weitere Infos unter www.proud-to-care.de

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Walk of care

Es ist nicht die erste Demonstration von Pflegekräften. Seit 2018 findet immer am 12. Mai der „Walk of care“ statt, organisiert vom Dresdner Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus und in der Pflege.

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6 Ergänzungen

  1. ansich bestimmt eine tolle sache fällt mir aber extrem negativ auf denn in zeiten von umweltverschmutzung dann immer noch zu solchen veranstaltungen luftballons steigen zu lassen ist unverantwortlich u. in meinen augen nicht akzeptabel. diese teile liegen dann irgendwo in der natur rum. tiere/ vögel können sich dran verletzen o. zu tode kommen. oder die dinger landen im fluss u. dann irgendwann im meer. luftballons sind genauso sinnlos wie strohhalme…
    schlimmste öffentliche veranstaltung dazu ist der semperopernball. hunderte ballons werden sinnlos in den dunklen himmel steigen gelassen. ich hatte schon bei mehrern stellen, beim ball an sich selber auch, um verständnis u. abschaffung gebeten. nein geht kein weg rein. letztes jahr der knaller: drin erhält prinz albert für seinen einsatz im umweltschutz einen preis- draußen steigen ballons. da greift man sich doch an den kopf was in dieser stadt manchmal so abgeht… leider! lg cw

  2. Und sonntags nicht vergessen: Ab und zu mal im Internet rumhaten, solange das aus Umweltgründen noch nicht verboten wurde. Man könnte doch erheblich Strom sparen, wenn nicht andauernd irgendwer auf der Welt die vielen Server mit seinen geistigen Ergüssen füttert…

  3. @Claudia: Volle Zustimmung! Der Zusammenhang „Plastikmüll -> Fluss -> Meer -> Mikroplastik -> Fisch -> unser Teller“ ist leider eine bewiesene Tatsache.

  4. @Claudia: Volle Zustimmung! Der Zusammenhang „Plastikmüll -> Fluss -> Meer -> Mikroplastik -> Fisch -> unser Teller“ ist leider eine bewiesene Tatsache.

    Recht habt ihr. Daher muss man auch mal über den eigenen Teller->Rand->hinaus->denken. Die Pflege sollte darauf verzichten, euch und eure Angehörigen zu versorgen. Schließlich besteht auf dem Weg hin und zurück das erhebliche Risiko, dass Milliarden unschuldiger Ameisen und Regenwürmer zerlatscht werden könnten. Oh man…

  5. „Pro Seniore“ hat den schlechtesten Ruf unter allen Pflegeeinrichtungen und es ist zynisch (um es freundlich zu formulieren…), dass hier ein extrem wichtiges Thema von so einem „big player“ instrumentalisiert wird, um in der Öffentlichkeit gut dazustehen.
    Wie man neue Mitarbeiter akquiriert und den Pflegeberuf attraktiv macht, erfährt man ganz einfach, indem man die Pfleger einmal fragt. Angemessene Löhne zahlen, anstatt sich als Wirtschaftsunternehmen die Taschen zu füllen, ist der erste Schritt, sein Personal nicht auszubeuten, bis auch der letzte der Branche den Rücken kehrt, der zweite.
    Das alles ist aber seit Jahren bekannt und es ist nichts passiert. Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und den Unternehmen schwimmen die Felle davon. Von mir gibt es da kein Mitleid.
    Es ist das gleiche Spiel wie in der Gastronomie. Wer Menschen jahrelang als Arbeitssklaven verheizt, darf sich nicht wundern, wenn sich das herumspricht und man keine Mitarbeiter mehr bekommt oder nur noch die, die den Beruf aus irgendwelchen Gründen machen müssen und dazu noch im völlig falschen Metier unterwegs sind.
    Das ist die Realität und an der ändert keine PR-Aktion der Welt etwas. Der Bereich des Arbeitsmarktes ist tot.
    Die, die den Beruf wirklich mit Herzblut machen, mit Menschen empathisch umgehen können, etwas vom Fach verstehen und weiter als bis drei zählen können, haben längst die Koffer gepackt.
    Face it!

  6. Na, so stolz können sie ja wohl nicht sein, sonst hätten sie es ja geschrieben „Stolz darauf zu pflegen“ Das „proud to care“ kann in ihrer Einrichtung bestimmt kaum einer lesen – but who cares…

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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