Raumpionierberatung am Alaunplatz

Heute zwischen 14 und 16 Uhr wird das Raumpioniermobil aus der Oberlausitz am Alaunplatz zu Gast sein. Arielle Kohlschmidt und Jan Hufebach wollen mit weiteren Raumpionieren landlustige Dresdner zu beraten und von ihrem Leben als ehemalige Städter auf dem Land erzählen.

Im Anschluss gibt es dann um 17 Uhr ein Treffen im Kunsthaus Dresden in der Rähnitzgasse, dort ist aktuelle die Ausstellung „Nachbarschaften“ zu sehen, die sich mit der Beziehung Stadt/Land beschäftigt.

Raumpioniere Oberlausitz zu Besuch im Kunsthaus Dresden

Die Oberlausitz geht unter könnte man sagen. Jedenfalls alles, was nicht einen Steinwurf von Dresden entfernt ist. Die Region erwartet in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine Bevölkerungs-Rückgang von etwa 20 bis 30 Prozent – und das, nachdem die Bevölkerung dort schon in den letzten drei Jahrzehnten geschrumpft ist.

Man könnte aber auch sagen, da eröffnen sich unendliche (günstige) Räume und Möglichkeiten, die in Dresden oder Leipzig nicht mehr zu haben sind. Und diese neuen Räume sind mit fortschreitender Digitalisierung für viele plötzlich auch bewohnbar und bespielbar geworden. Gleichzeitig werden in der Oberlausitz Wahlentscheidungen getroffen, die kaum ein junger Städter nachvollziehen kann. Echtes Pionierland also.


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Das rote Raumpioniermobil steht ab 14 Uhr auf dem Alaunplatz
Das rote Raumpioniermobil steht ab 14 Uhr auf dem Alaunplatz
Arielle Kohlschmidt & Jan Hufenbach sind 2009 mit ihrer Kreativagentur nach mehr als zehn Jahren von Berlin in ein kleines Dorf an die Neiße gezogen. Weil sie auch nach Jahren noch immer vom Landleben begeistert sind, gründeten sie die Raumpionierstation Oberlausitz. Sie bauen zum einen ein Netzwerk an Raumpionieren vor Ort auf und zum anderen beraten sie landlustige Städter bei ihrem Weg in die Pampa.

Beim Treffen im Kunsthaus sind Arielle Kohlschmidt und Jan Hufenbach sowie weitere Raumpionieren von der Raumpionierstation Oberlausitz zu Gast, stellen sich vor, beraten und erzählen von ihrem Weg aufs Land.

Außerdem wird ein kurzer Film über Nebelschütz gezeigt, das Dorf in der Oberlausitz mit einer Warteliste für Dorfbewohner: „Herzlich, ökologisch, kreativ, sorbisch“, so lautet das Motto der Gemeinde. Die Bürger*innen, allen voran Bürgermeister Thomas Zschornak, gestalten seit vielen Jahren eine vielversprechende Gemeinschaft im ländlichen Raum. Hier bekommen Bürger*innen Verantwortung und Vertrauen geschenkt, um eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Die Gemeinde ist offen für nachhaltige Konzepte, wie z. B. Permakultur und ökologische Landwirtschaft. Das unterstützende und proaktive Wesen der Gemeindeführung macht den Ort zu einem attraktiven Standort für Unternehmer*innen und junge Menschen. Nebelschütz zeigt vorbildhaft, dass eine nachhaltige Entwicklung in einer Kommune möglich ist.

Raumpioniere in der Neustadt

  • 14-16 Uhr Alaunplatz, Höhe Görlitzer Straße
  • 17-18.30 Uhr Meetup im Kunsthaus Dresden, Rähnitzgasse 8, 01097 Dresden

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