Club TBA schließt nach Sommerpause

Wie Club-Chef Christoph Töpfer soeben via Facebook mitteilte, schließt der Club TBA unter dem Bahnhof Neustadt mit der Sommerpause seine Pforten. „Ökonomische und administrative Zwänge machen es unmöglich, den Club in der Form, wie wir ihn betreiben und betreiben wollen, am Leben zu erhalten. Es gibt eine nicht zu schließende Lücke zwischen unserem Anspruch an Türpolitik, Bookingqualität, Personalansatz und der ökonomischen Fähigkeit unserer Zielgruppen, dieses Konzept über Eintritt und Getränkepreise zu finanzieren“, heißt es in der Begründung.

Im Post wird die Behandlung von Clubs als gewöhnliche Wirtschaftsbetriebe und die mangelnde städtische Protektion in ihrer Bedeutung als Standorte der Subkultur bemängelt.

Das Akronym TBA steht für „To Be Announced“ und verweist auf Deutsch auf die „noch anzuzeigenden Einzelheiten“. Das TBA unter dem Bahnhof Neustadt gibt es seit Anfang 2016. Die Betreiber, Christoph Töpfer und Harald Köhler, führten einst auch das Sabotage an der Bautzner Straße. Vor dem TBA waren die Katakomben Residenz für Clubs wie Sputnik, Flowerpower und L’Hibou.

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6 Kommentare zu “Club TBA schließt nach Sommerpause

  1. Zitat: „Generell ist die behördliche Betrachtung und Behandlung von Clubs als gewöhnliche Wirtschaftsbetriebe absurd! Als kulturelle Einrichtungen verdienen sie öffentliche Protektion und Unterstützung.“

    Das Zappeln zu Musik aus der Konserve unter Alkoholeinfluss ist Kulturgut, dass von der Allgemeinheit zu bezuschussen ist?

    Wenn die Einnahmen durch den Umsatz der Kunden nicht reichen, um die Kosten des Betriebs zu decken, nenne ich das ein schlechtes Geschäftsmodell.

    Feuer frei.

  2. Ergänzung:
    Ich dachte, mit der Aufhebung der Sperrstunde können die Kulturschaffenden nun ohne Gängelung richtig durchstarten und der Rubel rollt endlich.
    Oder doch nicht?

  3. „Im Post wird die Behandlung von Clubs als gewöhnliche Wirtschaftsbetriebe und die mangelnde städtische Protektion in ihrer Bedeutung als Standorte der Subkultur bemängelt.“

    Gröhl. Lass den Typen mal was auf die Kette kriegen, was ordentlich läuft und brummt und ihn reich macht. Da kommt de Gemeinde und sacht: Nix gewöhnlicher Wirtschaftsbetrieb. Alle Einnahmen oberhalb der Kostendeckung: her damit. Geht an die nächste, schlecht laufende Dorfdisko. Personal bezahlen unnso. Fracht der Typ: Und wofür arbeite ich dann? Antwort vonne Gemeinde: Für de Subkultur, du Vollhonk. :-) :-) :-)

  4. Hey, ich wünsche euch viel Spaß beim Netflixen und Tindern denn ohne die Möglichkeit auszugehen, die Hüften zu schwingen, M/W/X anzublinzeln, mal vor einer richtigen ANLAGE (nein, nicht eure 5.1 Heimkinomietze aus dem Netto) wird euer Leben wohl ziemlich langweilig ablaufen. Zugegeben das Risiko an Herzinfarkt zu sterben könnte relativ gering sein, aber so im Alter, was wollt ihr den euren Kindern … ach nein, da war ja was oder besser gesagt, nichts!

    Mir wird es fehlen, und auch wie beim Sabotage ziehe ich vor dieser Crew mein Toupée (bin schon etwas älter und habe schon mehrmals von Freitag 22 bis 0 überfeiert). Und seien wir mal ganz ehrlich, uns umgibt genug was nur subventioniert funktioniert (Autos) (Kohle) (Importe). Der Ansatz des Gedankens von Protektion von Subkultur ist sehr gut … und sinnvoll ausgenutzt auf Bereiche wie Drogenprävention oder Demokratiebildung hätte es auch eine zunehmende gesellschaftliche Relevanz.

    PS: Ich will gar nicht wissen was ihr davon denkt. Danke.

  5. So sehr es mich ärgert, dass Clubs schließen und deren kulturelle Leistung durch die Stadt nicht gewürdigt wird, wundere ich mich wenig. Denn solche Clubs, auch subkulturelle, sind eben doch gewöhnliche Wirtschaftsbetriebe in einer kapitalistischen Welt. Die schließen, wenn das Portemonnaie des Kunden erschöpft ist.
    Anders sieht es bei kooperativen Organisationsformen, Vereinen usw. aus. Da hätte man mehr Möglichkeiten, z.B. mit Fördermitteln zu arbeiten und kann sich leisten von der kommerziellen Ausrichtung abzurücken.
    In allererster Linie müssten allerdings die Angehörigen der Subkultur mehr tun. In einem Club Musik und Alk zu konsumieren reicht halt nicht aus.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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