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Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar findet am Bahnhof Neustadt das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik statt. Der Ostra e.V. lädt um 17.30 Uhr zur elften Auflage der Veranstaltung an die Gedenktafel ein. Von diesem Ort wurden Jüdinnen und Juden aus Dresden durch die Nationalsozialisten deportiert.

Gedenktafel an die von hier deportierten Juden - Foto: Archiv/Jonas Breitner
Gedenktafel an die von hier deportierten Juden – Foto: Archiv/Jonas Breitner

Der 27. Januar markiert den 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee. Auschwitz steht bis heute als Synonym für das Menschheitsverbrechen der Shoah. Mindestens sechs Millionen Jüdinnen und Juden fielen der Shoah zum Opfer. Ermordet wurden zudem Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, politische Gegner, homosexuelle Menschen, trans Personen, als asozial Verfolgte, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Zivilisten.

Fokus auf Widerstand und jüdisches Leben heute

Das Gedenken versteht sich in diesem Jahr nicht allein als stilles Erinnern. Der Ostra e.V. will Widerstand sichtbar machen. Die Veranstaltung erinnert an jene, die sich der Vernichtung widersetzten, anderen halfen und Haltung bewahrten.

Zugleich richtet sich der Blick auf jüdisches Leben in der Gegenwart. Angesichts eines weltweit wachsenden Antisemitismus ist das Gedenken ein Bekenntnis zum jüdischen Leben. Insbesondere nach dem Massaker vom 7. Oktober hat diese Ausrichtung an Bedeutung gewonnen.

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Christopher Colditz vom Ostra e.V. erklärt: „Wir wollen in diesem Jahr nicht in der Starre des bloßen Erinnerns verharren. Wir erinnern daran, dass es Widerstand gab, dass sich jene, die man zu vernichten suchte, nicht widerstandslos treiben ließen. Wir gedenken der mutigen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, die sich der Vernichtung entzogen, anderen halfen und Widerstand leisteten.“

Gemeinsamer Gang zur Jüdischen Kultusgemeinde

Im Anschluss an die Veranstaltung führt ein gemeinsamer Gang zur Jüdischen Kultusgemeinde Dresden. Dort wird die Ausstellung „Aus der Vergangenheit in die Gegenwart“ eröffnet. Die Ausstellung zeigt auf 25 Tafeln das religiöse und kulturelle Leben der Gemeinde sowie ihre Beziehungen zur Dresdner Stadtgesellschaft.

Auf dem Weg zur Jüdischen Kultusgemeinde ist ein Redebeitrag der Initiative Alter Leipziger Bahnhof vorgesehen. Der Beitrag ordnet die historische Bedeutung des Ortes ein und thematisiert die aktuelle Debatte im Stadtrat.

Der antifaschistische Chor PirMoll umrahmt das Gedenken musikalisch.

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Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

  • Datum: Dienstag, 27. Januar 2026, 17.30 Uhr
  • Treff: Bahnhof Neustadt, vor der Gedenktafel
  • Anschließend: Demonstrationszug zum Alten Leipziger Bahnhof und Besuch in der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden, Bahnhofstraße 1
Auch im vergangenen Jahr gab es eine Gedenkkundgebung am Neustädter Bahnhof. Foto: Archiv Anton Launer
Auch im vergangenen Jahr gab es eine Gedenkkundgebung am Neustädter Bahnhof. Foto: Archiv Anton Launer

27-Stunden-Lesung des „Buches der Erinnerung“ im Projekttheater

Am Nachmittag beginnt um 14 Uhr die Lesung des „Buches der Erinnerung“ im Projekttheater Dresden in der Louisenstraße 47. Auch Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) wird aus dem Buch lesen. Die Namenslesung dauert an, bis das Buch vollständig gelesen ist. Dies wird voraussichtlich 27 Stunden ohne Pause in Anspruch nehmen. Ein Besuch ist jederzeit möglich.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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