Grüne wollen „nette Toilette“

Mittels eines Antrags im Stadtrat wollen die Grünen die Verwaltung beauftragen, sich mit der Toilettensituation in der Neustadt zu beschäftigen. Sie fordern im Einzelnen:

1.) Im Parkdeck der künftigen Turnhalle der Dreikönigsschule oder auf dem Grundstück Louisenstraße 32 (Lehrerparkplatz) eine öffentliche Toilette zu errichten. Die soll barrierefrei sein und in die Planungen zur Scheuneumfeldgestaltung aufgenommen werden.
2.) Eine öffentliche Toilette im Alaunpark im Bereich der Fläche für den Wochenmarkt zu errichten. Dabei soll geprüft werden, ob die Umsetzung einer bestehenden, wenig genutzten Toilette der Werbeunternehmen STRÖER oder JCDecaux möglich ist.
3.) Mit den Gastromomen im Viertel sollen Verhandlungen über die Nutzung ihrer Toiletten auch für Nichtgäste aufgenommen werden. Dabei soll auf die Erfahrungen der bundesweiten Initiative „Nette Toilette“ zurück gegriffen werden. Für Torsten Schulze, den umtriebigen Stadtrat aus der Neustadt, ist dieses Maßnahme überfällig: „Die Äußere Neustadt bietet den Besuchern ein vielfältiges Angebot für die unterschiedlichsten Bedürfnisse, bei einem zentralen menschlichen Bedürfnis ist Fehlanzeige.“

Den Toiletten-Thema hatte sich auch schon der Arbeitskreis „Szeneviertel ja – Dreckecken nein“ unter Leitung des Ortsamtsleiters André Barth gewidmet, der zu ähnlichen Vorschlägen gekommen ist und darüber hinaus noch eine öffentliche Toilette an der „Bunten Ecke“ anregt.


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8 Kommentare zu “Grüne wollen „nette Toilette“

  1. „Nette Toilette“ find ich super – schaut man sich die Karte auf der Website an, hat der deutsche Osten noch ganz schon was aufzuholen. – Also ran an die Toiletten ihr Gastronomen ;-)

  2. Die „nette Toilette“ nenne ich mal ein auf den erste Blick überzeugendes und scheinbar bewährtes Konzept der Privatisierung bei gleichzeitiger Wirtschafts- (hier: Kneipen-)förderung.
    Aber für die Stadt ist’s natürlich billiger, die Leute weiter in die Büsche und Hausecken pinkeln zu lassen. Oder was spricht sonst gegen die Einführung?

  3. gabs nich mal vor jahren eine öffentliche toilette am aplatz hinter der 13-haltestelle? wie auch immer, ich würde trotzdem in den busch gehen, anstelle 50 cent zu bezahlen.

  4. @alf: wenn ich das Konzept richtig verstehe, ist die Nette Toilette kostenfrei. Und ein Busch hat nicht wirklich Wasserhahn und Seife – soviel zum Thema Hygiene ;-)

  5. ist ein netter dezentraler gedanke und wird auch hoffentlich besonders ein paar frauen das geschäft erleichtern.
    aber ob dadurch weniger oft unser hauseingang als urinal umfunktioniert wird, bleibt abzuwarten. wer weiß, ob zu spät die netten toiletten noch als auffindbar erweisen:

    – haben unter Umständen relativ früh zu
    – menschen zu später stunde sind oft betrunken + männlich und machen keinen anschein nach einer toilette zu suchen

    trotzdem insgesamt ein netter ansatz!

  6. Wenn die „nette Toilette“ kostenfrei wäre, würden es sich bestimmt einige mehr überlegen, ob sie in die Büsche gehen oder besser nicht. In den Büschen liegt mittlerweile so viel Hundedreck, dass es allemal überlegenswert ist, ein paar Schritte weiter zu gehen. Den Trunkenbolden und -innen ist es ohnehin egal. Die werden nicht zu bekehren sein.

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