Parken auf der Alaunstraße

Schnappschuss aus dem Fenster, danke an Jan W. für das Bild.
Schnappschuss aus dem Fenster, danke an Jan W. für das Bild. Anklicken, um das Foto zu vergrößern.

Ein bekannter Mitarbeiter eines mitteldeutschen Rundfunkhauses sprach neulich im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Alaunstraße von der „Ermordung von Parkplätzen“ – wie man sieht, sind sie wiedergeboren. Nur steht jetzt den Fußgängern noch weniger Raum zur Verfügung. Ob dies das Ziel der Planer war?

Danke an Jan W. für den Hinweis und das Foto.

18 Kommentare zu “Parken auf der Alaunstraße

  1. Dar war ja zu erwarten. Aber schon komisch dieser Herdentrieb, „wenn alle anderen hier stehen, dann darf ich das auch, kann ja so schlimm nicht sein“. Ist wie mit Müll im Alaunspark.

    Ich glaube aber, dass das Ordungsamt hier demnächst eingreifen wird.

  2. Ein grausames Bild! Wie schön die Neustadt wäre, wenn der Verkehr (vor allem der ruhende Verkehr!) reduziert würde, sieht man immer wieder zur BRN.
    Es ist so schön, nach der BRN sonntags durch die Neustadt zu laufen, richtig entspannend. Man fühlt sich sehr wohl.

  3. Das Ordnungsamt hat schon fleißig Zettelchen verteilt. Nur wird das nix nützen, fürchte ich. Sobald wieder einer sein Heiligtum auf dem Fußweg abstellt, folgt die Herde.
    Da hilft wohl nur Dauerpräsenz des Ordnungsamtes – es muss sich erst rumsprechen, dass man dort abkassiert wird.
    Allerdings bin ich auch für ein generelles Parkverbot mit Ausnahme der Anwohner. Müsste man nur die Parkuhren abbauen und die Beschilderung ändern, Parkkarten gibts ja schon ;-)
    Ok, jetzt kommen die Einwände: wo sollen die sonst parken, das ist unfreundlich den Gästen gegenüber, geschäftsschädigend, bringt der Stadtkasse nix, …
    Aber dafür gibts eigentlich bald jede Menge Parkhäuser um die Neustadt drum rum.

  4. in Antons Blog tummeln sich die ideologisch vernagelten Auto-Feinde sobald es die kleinste Gelegenheit dazu gibt

  5. @ rabe: Naa jaaa… ich musste heute was ausladen auf Höhe der Eisprinzessin und rückwärts zurück fahren, weil kein Platz zum Wenden vorhanden war, mir war ganz schön mulmig zumute!

  6. @ rabe:
    Nein, nein – hin und wieder verirrt sich auch mal ein egoistischer, verblendeter Blechfetischist in den Blog, aber mehr als einen sinnfreien, völlig überflüssigen Kommentar kriegt der nicht hin. Rest spar ich mir – don feed the troll!!!

  7. mehr würde ich zu dem Thema bei den ganzen Anti-Auto-Anarchos hier auch net schreiben… is doch eh überflüssig auf euch zu antworten… ^_°

  8. Was ist denn nun ideologisch verblendet? Ist es nicht vielmehr ideologisch, den Autoverkehr mit seinen Folgen über alle anderen Bedürfnisse zu stellen? Es kann doch eigentlich nicht sein, dass in einer so engen Straße, wie der Alaunstr., die in weiter entwickelten Städten schon lange eine Fußgängerzone wäre, alles so vollgeparkt wird, dass keine Kinderwagen, Rollstühle, Handwagen oder Rollatoren mehr durchkommen. Und das, obwohl man von den vielen Parkmöglichkeiten um die Neustadt herum nie mehr als ein paar hundert Meter zum Ziel hat. Das ist doch eine Ideologie des Egoismus, der Gedankenlosigkeit und einer fast schon obszönen Bequemlichkeit, die übrigens auch nicht grade gesundheitsförderlich ist. Wer dann die Gottheit „automobile Mobilität“ vom Sockel nehmen will und einen Ausgleich mit anderen Verkehrsmitteln sucht, wird als „linker Ideologe“ beschimpft, als ob er ein Tabu gebrochen hätte. Köbrü und FDP lassen grüßen.

  9. Also die Parkplätze reichen schon kaum für die Anwohner und für die Geschäfte sind die Parkplätze auch ungeheuer wichtig, die menschen sind nun mal faul(oder haben keine Zeit oder beides) und wollen nicht 10min laufen für ihre Besorgungen, das ist nun mal so und wir man mit dem Gesundheitsargument nicht ändern. Zum anderen geht der Trend ja fast zum Drittauto und es werden in Zukunft einfach mehr Autos in der Neustadt und damit Parkflächen benötigt, dieser gesellschaftlichen Entwicklung muss man einfach irgendwie auch gerecht werden und das schafft man nicht in dem man Parkflächen wegrationalisiert wie auf der Alaunstraße oder am Martin-Luther-Platz. Die Situation auf dem Bild zeigt auch klar dass die Menschen, Autofahrer und sicher auch Anwohner, in der Neustadt unzufrieden sind mit der Art und Weise der Sanierung und das ist eben Protest auf Neustadtart;-)

  10. @ Andreas:

    Es stellt sich nicht die Frage, OB dieser Entwicklung Rechnung getragen werden muss, sondern WIE.

    Muss nun die Stadt für mehr Stellplätze sorgen oder der Anwohner sich einen Kopf machen, ob sich sein Autobedarf mit dem Stellplatzangebot deckt… Man muss ja nicht in der Neustadt wohnen, wenn man nicht damit leben kann, dass die Karre (/die drei Karren) nicht kostenlos und vor der eigenen Haustür parkt (/parken).

  11. Weiß gar nicht wie die Menschen anderswo überleben können, z.B. in Tübingen, wo die komplette Altstadt autofrei ist und ein Laden neben dem Anderen und Menschen zu Fuß ohne Ende??

  12. Also ich denke gerade für die vielen jungen Familien(und wollen wir doch froh sein dass die hier in der Neustadt leben und nicht „auswandern“ weil die kleinen auf der Alaunstr. in die Scherben fallen und gleich 100m weiter auf der Louisenstr. in den nächsten Hundehaufen…)ist es schon eine Erleichterung wenn die Mobilität vor der Haustür beginnt und ich bin der Meinung mit modernen Sanierungskonzepten könnte man dies auch gewährleisten. Es ist nun mal nicht mehr das ausschließliche Viertel der Studenten die sich kein Auto leisten können, ich denke es entwickelt sich zum Viertel der ehemaligen Studenten die heute als Gutverdiener hier mit Frau und Kind leben und das Auto vor der Haustür heißt dann eben auch Lebensqualität.

  13. „das Auto vor der Haustür heißt dann eben auch Lebensqualität.“ – Das war vielleicht vor 30 Jahren so, aber heute? Das obige Foto strahlt für mich jedenfalls alles andere als Lebensqualität aus.

    Ich bin jedenfalls froh, dass ich kein Auto brauche und somit nicht 100erte Euronen pro Monat für Steuern, Versicherung, Benzin, Parkplatz, Reperaturen raushauen muss. Von der Umweltfreundlichkeit ganz abgesehen. Und wenn ich dann dochmal eins benötige (z.B. zum Umzug), borg ich mir eins z.B. bei Freunden oder Teilauto.

  14. Muss man sich denn rechtfertigen, ob Autobesitzer oder nicht in der Neustadt? Das sollte jedem selbst überlassen sein. Fakt ist, dass das Parken auf den Gehwegen ordnungswidrig & unschön ist, manchmal einem aber nichts anderes übrigbleibt und dann lieber das Bußgeld in Kauf nimmt.

  15. @ Andreas:

    Wie sollen „moderne Sanierungskonzepte“ das denn leisten? Unter bestehende Gründerzeitgebäude bekommt man keine Tiefgaragen, die Straßenräume sind begrenzt und daran, dass die oft geforderten „Quartiersgaragen“ von Anwohnern tatsächlich angenommen werden, glaube ich nicht: die dürften nämlich den meisten „zu weit weg“ und „zu teuer“ sein.

    Die Alaunstraße sieht jetzt so aus, weil es als wichtiger erachtet wurde, dass Radfahrer sicherer entgegen der Einbahnstraße unterwegs sind und die dabei Gehwege eine akzeptable Breite haben. Ganz normale Abwägung von Interessen…

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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