Cocolores ausgezeichnet

Das nagelneue Kinderhaus des cocolores e.V. auf der Holzhofgasse ist ausgezeichnet worden. Es ist die am wenigsten mit Phtalaten, sogenannten Weichmachern, belastete Kindertageseinrichtung von 160 in ganz Deutschland getesteten Kitas. Das zeigt die Untersuchungsreihe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND „Kitas unter der Lupe – Zukunft ohne Gift“.

Glücklich ohne Plaste-Spielzeug - Kinder im Cocolores
Glücklich ohne Plaste-Spielzeug - Kinder im Cocolores - Anklicken zum Vergrößern.

In der Einrichtung wurden lediglich geringste Mengen Schadstoffanteile nachgewiesen, die zudem sehr deutlich unter den Durchschnittswerten für deutsche Haushalte liegen. Phtalate findet man vor allem in Plastik-Spielzeugen, Gummistiefeln, Boden- und Wandbelägen. „Bei der Einrichtung des Kinderhauses haben wir bewusst auf umweltverträgliche Materialien geachtet. Plastik-Spielsachen kommen in unserem Haus mit dem spielzeugarmen Konzept kaum vor,“ erklärt Henrike Marlow, Vorstand im cocolores e.V.

Die BUND-Analysen sind größtenteils jedoch alarmierend: Kitas sind überdurchschnittlich hoch mit hormonellen Schadstoffen belastet. Im Hausstaub fast aller beteiligten Einrichtungen wurden Phtalate (Weichmacher in PVC) sowie Bisphenol A nachgewiesen – teilweise in sehr hohen Konzentrationen. Diese Weichmacher greifen in das Hormonsystem ein und stehen u.a. im Verdacht, Unfruchtbarkeit hervorzurufen. Kleinkinder sind durch diese Stoffe besonders gefährdet, da das Hormonsystem die körperliche Entwicklung steuert. Zudem wird mit ihnen ein wesentlicher Anteil am Anstieg sogenannter Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Krebsformen, Allergien oder Diabetes in Verbindung gebracht. „Kinder müssen besser vor gesundheitsschädlichen Chemikalien geschützt werden“, sagte die BUND-Chemieexpertin Sarah Häuser.

„Obwohl es bereits sichere Alternativen gibt, sind in vielen in Kitas eingesetzten PVC-Produkten immer noch Weichmacher enthalten.“ Daher fordert der BUND ein Verbot von Weichmachern in Kindertageseinrichtungen und wendet sich in seinem Protest an die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner.

Die Eltern- und Mitarbeiterinitiative cocolores e.V., Träger des Kinderhauses, setzt es sich zum Ziel, den Kindern ökologische Zusammenhänge erlebbar und begreifbar zu machen und ihnen von klein auf das Bewusstsein für die Natur nahe zu bringen. So entstand im vergangenen Jahr ein Passivhaus, in dem verschiedene ökologische Gesichtspunkte umgesetzt werden. In einer Zisterne wird Regenwasser gesammelt und nutzbar gemacht, auf dem Außengelände befinden sich Gemüse- und Kräuterbeete, die von den Kindern bepflanzt und gepflegt werden. Auch der Essensanbieter für das Kinderhaus verwendet ausschließlich Bio-Zutaten für die Zubereitung der Mahlzeiten. In altersgemischten Gruppen werden insgesamt 96 Kinder im Alter von 1,5 Jahren bis zum Schuleintritt betreut.

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Das Kinderhaus cocolores e.V. wird sich zur Bunten Republik Neustadt am 18. und 19. Juni auf einem Stand in der Talstraße vorstellen. Interessierten Eltern bietet das Kinderhaus in der Holzhofgasse 17 eine Führung am 5. Juli 2011 um 10 Uhrund am 28. Juli, um 20:30 Uhr einen Info-Abend.

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