Mit dem Plaste-Messer

Wie die Polizei heute meldet, gab es am Mittag an der 30. Mittelschule auf der Görlitzer Straße heute eine Auseinandersetzung zwischen zwei elfjährigen Jungen. Erst war es nur ein Streit in der Turnhalle. Plötzlich zog einer der Jungen ein Spielzeugmesser aus Plaste aus der Tasche und schlug auf seinen Gegenüber ein. Beide kamen mit kleinen Verletzungen davon.

47 Kommentare zu “Mit dem Plaste-Messer

  1. Dresden Fernsehen dat die Meldung folgendermaßen interpretiert:

    +++ Bei einer Messerstecherei ist an einer Grundschule auf der Görlitzer Straße ein Schüler schwer verletzt worden. Gegen 11.45 Uhr hatte ein Junge in einer Turnhalle auf einen 11 Jahre alten Mitschüler eingestochen. +++

    Der Verletzte kam ins Krankenhaus. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

  2. Ich finde das überhaupt nicht witzig! Mein Sohn geht in diese Klasse und ich finde es nicht normal, dass man mit 11 mit einem Plastemesser wild auf jemanden einsticht! Man muss sich doch fragen, mit was demnächst dann Konflikte „ausgetragen“ werden! Die Hemmschwelle scheint ja schonmal weg zu sein!

  3. @ Peter: In der Görlitzer war vielleicht mal die 15. Mittelschule, derzeit sind dort drin die 15. Grundschule und Teile der 30. Mittelschule.
    @ B aus D: Mit 11 sollte man normalerweise nicht mehr an der Grundschule sein. Und die Polizei spricht von geringfügigen Verletzungen.

  4. 1. es war die 30.Mittelschule. Meine Tochter geht auch in diese Klasse und war sehr aufgeregt als sie heimkam,und mir davon erzählte,weil sie nicht wußte ob der andre Junge richtig verletzt ist.Man muß dazusagen das dieser Junge immer wieder Ärger macht und nicht einsichtig ist. Hoffe das nun endlich mal was unternommen wird

  5. als ich im Kindergarten (1984) war sind wir schon mit Plaste/Gummimesser/Beile aufeinader los gegangen… nannte sich damals Cowboy und Indianer…

    also Sacke Reis —> China…!

  6. Als die Schule noch „15. POS Fritz Hoffmann“ hieß, hat mir dort jemand im Hort einen Stein an den Kopf geschmissen, die Narbe sieht man auch 28 Jahre später noch, nur Polizei kam damals keine und Internet gabs auch nicht…

  7. Oha, merci, ich sollte mich als Nicht-mehr-Neustädter doch lieber raushalten, vor allem wenn es um Schulen geht. Die Schulsituation war schliesslich ein zentraler Grund, weshalb ich weggezogen bin.

  8. Ohja, hoffentlich wird gegen diesen brutalen Rowdy „etwas“ unternommen!
    So etwas hätte es „früher“ nicht gegeben Kinder die sich Prügeln und (man stelle sich vor!!!) mit Plastikmessern aufeinder los gehen? Ich frage mich: was bitte kommt als nächstes: Dreijährige die im Sandksten wild mit Plastikschippchen aufeinander losgehen?
    Was ist nur aus der Jugend geworden?

  9. Also als erstes geb ich gleich mal Entwarnung bekannt es sind beide mit geringen Verletzungen davon gekommen, aber in dieser Klasse ist es ja nichts neues. Der Klasse fehlt Respekt vor den Lehrern!

  10. „Der Klasse fehlt Respekt vor den Lehrern!“

    Ja was sind das denn für Lehrer die die Polizei rufen weil sich zwei Kidds mit nem Plastemesser zoffen? Kann man vor so etwas überhaupt Respekt haben?
    Schlimm wenn Menschen, welche nur ihre eigene rosarote, gut behütete Welt kennen meinen, dass das überall so wäre und dann bei den süßen kleinen, schnuckeligen Grundschülern Lehrer werden.
    Pflichtpraktikum in sozialen Brennpunkt-Vierteln wäre hier mal nicht verkehrt!

  11. mmh…….“ Schiefermappen “ und Stühle flogen 1980 auch schon mal durchs Klassenzimmer , “ Platzis“ und Beulen waren auch ni die Seltenheit , aber mit diversen Untensilien sich „zu bearbeiten“ bis der Arzt kommt ? dad gab es nicht….nen „ABV“ habsch aufm Pausenhof auch nicht wahrgenommen….Handys auch ni….;)) lg , P.S. Blumen am Mo , statt Plastemesser

  12. Wisst ihr eigentlich, wie es heutzutage in den Schulen zugeht?
    Habt ihr schulpflichtige kinder?
    Klar, Dresden Fernsehen musste eine Sensationsmeldung daraus machen (Medien neigen stets zu Übertreibungen), aber gebrochene Finger, Blutergüsse, Würgemale etc sind alltägliche Folgen solcher Auseinandersetzungen. Das Mobbing ist teilweise so schlimm, dass Kinder, auch die meinen, sich nicht mehr trauen, in die Schule zu gehen.
    Wer keinen Einblick in die heutigen Verhältnisse hat, sollte sich bittschön mit seinen Kommentaren ein wenig zurückhalten…aus Respekt vor den Eltern & Kindern, die täglich mit den Folgen an unseren Schulen zu kämpfen haben. Sarkasmus ist hier wirklich fehl am Platze…

  13. rudi: naja, die zugezogenen sind da immer ein bissl empfindlich wenn es kurzzeitig archaisch wird.

    lg von max joppe :D

  14. Auweia ein Plastemesser! Kann es sein, dass heute ein wenig überreagiert wird? Wenn jedes mal die Polizei gerufen worden wär, wenn es bei uns Klassenkeile gab, die hätten schon eine Sonderkommision gründen müssen. Ich kann mich an Spaten vs. Kopf erinnern.
    Ich glaube an der Stelle werden die Kinder ein bisschen unterschätzt. Ich denke schon das dem mutmaßlichen Täter der Unterschied zwischen einem Plastemesser und einem Messer aus Metall bekannt ist.

  15. @Sylvia: Ja, ich weiß wovon ich rede, habe auch schulpflichtige Kinder (GS und Gym). Deine Beobachtungen mache ich allerdings nicht, man kann gegen solche Zustände nämlich etwas machen.

  16. @Peter: Eben. Grundschule und Gymnasium…an den Mittelschulen geht es anders zu. Nicht nur in der Neustadt, auch in anderen Stadtteilen. Das Mobbing, von dem ich sprach, erlebte meine Tochter in Löbtau (weil sie eine „Neustadt-Zecke“ ist), und sie ist beileibe kein Einzelfall…

  17. @platz der einheit (und max joppe):
    für uns wart ihr ja immer die schlimmeren „assis“. aber ich glaube, das beruhte auf gegenseitigkeit.
    trotzdem war das eis bei uns ind eisgrotte um vieles besser als bei euch in der diele.
    war mal was nostalgisches, ehe hier eine pädagogische grundsatzdiskussion entbrannt ;-)

  18. Auch mein Kind geht in diese Klasse und wurde schon mehrfach von diesem Schüler angegriffen.
    Es muss was gegen IHN unternommen werden – es kann nicht sein das Kinder wegen diesen Schüler Angst haben in die Schule zugehen.

  19. ja,es war ein Plastemesser,aber wie meine Tochter meinte,ein scharfes und der Junge liegt verletzt im Krankenhaus…ich bin auch der Meinung,daß die Lehrer richtig reagiert haben,da es vielleicht pädagogisch gesehen,dem Kind die Konsequenzen aufzeigt, um das nächste Mal bei einer Konfliktsituation besser zun reagieren.

  20. hab selber kein Kinder, aber gemoppt und gerangelt wurde bei uns auch. Es gab blaue Augen, Brüche, etc. Mal wurde mit Stöcken gefochten, etc.

    Uns wurde meist einhalt durch die „Ältern“ geboten, bis wir die „Älteren“ waren >>> Aber wir haben auch gelernt, dass mein keine Schwächeren ärgern darf. War die Erziehung der ELTERN und Lehrer!!!

  21. „Geringfügige Verletzungen“ waren laut Polizeiangaben die Folge. Das ist wohl weniger als „leicht“ bzw. „klein“ :-) verletzt. So etwas kommt wohl jeden Tag in jeder Schule vor.
    Weder Verharmlosung noch Überbewertung ist meines Erachtens hier geboten. Mir scheint aber eine Hand gefährlicher zu sein, als ein Plastikmesser. Oder ist „Plaste“ gefährlicher? Damit kenne ich mich nicht so gut aus. Gibt es die überhaupt noch?

    Die Frage ist wirklich: Wie kam so etwas in den Polizeibericht?
    Also: Warum und von wem wurde die Polizei hinzugezogen?

  22. Mein Sohn besucht jetzt die vierte Klasse in der 63. Grundschule in Blasewitz. In den bisher dreieinhalb Jahren wurde noch nie ein Kind mit einem Plastikmesser verletzt, so dass es ambulant behandelt werden musste. Auch vergleichbare Körperverletzungen sind mir nicht bekannt.

    Ich weiß, dass ein Schüler vor einem Jahr ein richtiges Messer mitbrachte (der selbe Schüler hatte auch mal Zigaretten und Zündhölzer dabei). Das wurde natürlich geahndet. Aber da war schon klar, dass die Familie wegziehen würde.

    Generell finde ich es es wichtig, schon bei den Anfängen der Gewalt einzuschreiten. Was mit einem Plastikmesser beginnt, kann eines Tages nachts auf der Straße mit einem richtigen Messer enden, wir erinnern uns an den Fall der beiden Brüder.

    Die Schüler sollen selbstbewusst sein und sich verteidigen können. Aber Aggressionen müssen wirklich nicht auf dem Schulhof ausgelebt werden. Und Verharmlosungen bringen uns hier nicht weiter.

  23. @rudi: In der Diele gabs aber Schlagcreme für 10 Pfenning. Der Bauch tut mir jetzt noch weh wenn ich dran denke.

    ;) war auf jedenfall immer eine gesunde, handfeste Rivalität zwischen unseren beiden Schule.

    So und nun weiter

  24. mir wird ganz schlecht wenn ich lese das etwas gegen den „täter“ unternommen werden muss. und überhaupt ist es doch scheißegal ob das nun ein plastik messer oder sonst etwas war!

    warum wird er soetwas wohl gemacht haben ? bestimmt nicht ohne grund …

    viele können sich garnicht vorstellen wie es ist wenn eine gesamte klasse ihren zusammenhalt dadurch definiert gemeinsam einen schüler zu hassen … und was soll der dann bitte machen wenn er für jedes seiner worte ausgelacht wird ? in dem alter kann man solchen situationen nicht einfach aus dem weg gehen. vor allem nicht wenn die mitschüler regelrecht einen sport daraus machen immer auf den einen rum zu hacken.

    klar könnte er die schule wechseln. doch woher soll ein 11jähriger wissen das es in anderen schulen/klassen dann nicht genauso zugeht … wenn eine gesamte klasse gegen einen arbeitet kommt man nicht darauf das man nur das opfer einer gruppendynamik ist.
    es ist immer das kollektiv der gesamten klasse, auch die die nicht aktiv mit hänseln beteiligen sich an der untat durch ihr nix-tun.

    ich erwähnte am anfang „nicht ohne grund“ wird der schüler das gemacht haben. allerdings ist es im umkehrschluss durchaus möglich das eine klasse ohne grund einen schüler schikaniert. sobald sich ein opfer herausgebildet hat braucht es keinen grund mehr dieses zu ärgern und zu reizen. opfer wird z.b. der, der nicht dazugehört.

    klar geht nicht die gesamte klasse mit plastik messern auf ihr opfer los … aber jeden tag gesagt zu bekommen wie schlecht man ist, jeden morgen angst vor der schule zu haben, jede gruppen arbeit allein oder mit dem lehrer machen zu müssen, niemandem vertrauen zu können und das über jahre … ist weitaus schlimmer als jede verletzung die in ein paar wochen im krankenhaus verheilt

    ihr solltet euch nicht fragen was bei der erziehung des „täters“ nicht stimmt sondern viel mehr was mit der schulklasse los ist, warum sie nicht in der lage ist mit diesem einen schüler umzugehen. selbst wenn er kein mobbing opfer sondern einfach nur ein rowdy ist muss es doch 20 kindern + einer gefolgschaft von lehrern gelingen damit umzugehen.

  25. @Anton: decke ich nicht alle eventualitäten ab ? und das ich nun zufällig über diesen einzeilfall bescheid weiss ändert doch garnix an meiner eigentlichen aussage. oder ?

  26. Nach meiner Erfahrung kann eine solche Situation nicht nur durch Mobbing entstehen, obwohl das keinesfalls unter den Tisch fallen darf. Gruppenarbeit in der Schule muss allerdings immer Gruppenarbeit sein, notfalls durchgesetzt durch den Lehrer.

    Auch durch das individuelle Fehlverhalten eines einzelnen Kindes, durch Einfluss des Elternhauses oder aus noch ganz anderen sozialen Gründen kann es vorkommen, dass sich Einzelne oder Gruppen vom Rest der Klasse isolieren. Es ist nicht immer die Schuld der bösen (Klassen)Gesellschaft.

  27. @ Asmo: Auf jeden Fall sollte bei einem 11-Jährigen etwas für den „Täter“ unternommen werden, denn wenn ein Kind in dem Alter gewalttätig werden muss, braucht es Hilfe. Aber ob der Mobbing-Vorwurf in diesem Fall zutrifft, kann ich nicht beurteilen.

  28. das freut mich wirklich sehr das du das so siehst.
    aber mobbing wollte ich eigentlich niemanden vorwerfen. viel mehr wollte ich auf die fingern, die wieder nur auf den täter zeigen, klopfen.

    btw. empfinde ich das wort „mobbing“ als einen sehr schlechten begriff da es der ganzen sache einen rahmen verleiht den es in der realität nicht gibt

    @stefanolix: wie ich schon sagte, selbst wenn sich schüler aus sonst was für gründen isolieren wäre da immer noch eine klasse und ausgebildete lehrer die helfen sollten …

  29. Bei diesem Jungen war es nur eine Frage der Zeit bis etwas dieser Art passiert ! Er ist nicht einfach mal „aus einer Laune heraus“ so ausgeflippt ! Er ist ein Problemfall,der egal ob in Schule oder Freizeit auf der aggressiven Schiene agiert.. Er bedroht Kleinere (9-Jährige Mädchen aus der 15.Grundschule,nur weil sie ihm auf ihrem normalen Heimweg über den Weg laufen mit „wenn ich dich nochmal hier sehe hau ich dir aufs Maul“) usw. ! Er ist echt ein ziemlich unkontollierbares Kind. Ich werde mich nicht aus dem Fenster lehnen und sagen „die Eltern sind schuld“,aber ich weiß,das die Lehrer (bis auf sehr wenige Ausnahmen) dieser Schule überfordert sind,wenns nicht „nach Plan“ läuft und auch vor Problemen (auch in den Klassen) sehr gern die Augen verschließen.Ich frage mich da eher : Wo bleibt dort die Unterstützung durch das Jugendamt ???? Reagieren die denn erst,wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und Hilfe nix mehr bringt ????

  30. »Eine Klasse« muss (und kann) gar nicht helfen. Helfen kommt aus einer individuellen Entscheidung.

    Die Lehrer haben die Pflicht und Schuldigkeit, dafür zu sorgen, dass jedes Kind in den Unterricht eingebunden wird und selbstverständlich auch in die Gruppenarbeit. Aber darüber hinaus sehe ich bei den Lehrern nicht die Pflicht, soziale Verhältnisse zu reparieren. Wenn das stimmt, was »Black Witch« sagt: was sollen Lehrer dagegen tun? Den Schulweg absichern?

  31. @ stefanolix.. Das war doch nur eine von mehreren Situationen,in denen der Junge sich in dieser Art verhalten hat ! Also geht es mir hier nicht um Absicherung des Schulweges usw,sondern einfach darum das die Lehrer nicht die Augen verschließen wenn sich ein Junge/Mädchen auffällig verhält,sondern mal Initiative ergreifen (Eltern informieren..bringt das nix,dann Jugendamt),so das die Möglichkeit geboten wird frühzeitig einzugreifen,indem man vielleicht herausfinden kann,weshalb der Junge ist wie er ist und ihm ebenso dann die notwendige Hilfe zu geben !
    Zu dem Punkt Klassen.. das in Klammern war auf die Lehrer bezogen,das diese selbst in ihren Klassen (z.Bsp.als Klassenleiter) die Augen verschließen und teilweise DIESE Kids ausschließen anstatt Hilfe anzubieten oder für Hilfe zu sorgen !Und bei diesem Jungen sind seine Verhaltensauffälligkeiten bekannt und nunmal nix neues !

  32. @stefanolix: also als ich in der mittelschule war haben die lehrer nicht immer alles richtig gemacht aber es zumindest einmal mmn vorbildlich versucht. es gab problem schüler und noch bevor es ausartete holte man eltern, kinder und lehrer an einen tisch um sich mit dem problem auseinander zu setzen.das wäre nicht möglich gewesen wenn der wille dazu nicht von der klasse gekommen wäre und wenn der lehrer sich für die schülern keine zeit genommen hätte.

    soetwas meine ich wenn ich von hilfe und unterstützung durch klasse und lehrer spreche.
    du kannst jezt natürlich sagen das das nicht in den aufgaben bereich der lehrkräfte fällt aber wenn es in der praxis wirklich so wäre müsste man probleme wie die hier stillschweigend in kauf nehmen.

    noch als kleines detail, bei unserer sitzung damals blieben einige eltern und schüler, u.a. der „haupt-problem-schüler“ dem treffen fern … geholfen hatte es uns damals trotzdem.

  33. Ich muß leider sagen,daß ich in diesem Fall froh bin,daß die Klasse zusammenhält.Meine Tochter mußte eine Zeit lang neben ihm sitzen,dadurch erfuhr ich einiges über das Verhalten dieses Jungen-er stört permanent den Unterricht,beklaut andere Schüler und provoziert sie(in dieser Zeit mußte ich ständig neue Schulmaterialien besorgen),was meiner Tochter beim lernen nicht grad geholfen hat(was ihr sowieso schon schwerfällt).Für mich klingt das sehr nach einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom,was ich selber durch meine kleinere Tochter erfahre,die ähnliches Verhalten zeigt.Ich bin der Meinung,daß die Eltern dies vielleicht mal prüfen lassen sollten.Wenn dies zutreffen sollte, ist es auch verständlich,daß die Lehrer vollig überfordert sind und die Schüler ebenfalls.Ich bin auch derselben Meinung,daß die Lehrer sich viel zu wenig mit den Problemen der Schüler auseinandersetzen.Durch die Schulpflicht übergibt man gezwungener Maßen die Aufsicht und den Beistand für seine Kinder,da könnten doch wenigstens die Lehrer einen rechtzeitig informieren,wenn es Probleme gibt.

  34. @Manu
    Man sollte aber nicht immer gleich alles auf ADS oder ADHS schieben wenn ein Kind/eine Person derartige Verhaltensauffälligkeiten zeigt.Ich selbst bin ein ADHS-Fall und meine beiden jüngsten Kinder (9-jähriges Mädchen und 12-jähriger Junge)ebenfalls.Es ist richtig,das man mit dieser „Krankheit“ (ich nenne es jetzt einfach mal so) „anders“ reagiert..impulsiver,aber es ist bisher noch keinem von uns in den Sinn gekommen,sich so zu verhalten.
    Ich denke mal,das er einfach ab einem bestimmten Zeitpunkt „aufgegeben“ wurde und sich keiner dann mehr wirklich mit ihm befaßt hat..er also nicht mehr in seine Schranken gewiesen wurde und sich dann diese (falsche) Art ausgesucht hat um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.Und da werden auch seine Eltern nicht mehr viel ändern können,sondern er benötigt professionelle Hilfe.Und da denk ich mal,ist das Jugendamt gefragt,die für entsprechende Hilfe sorgen können für ihn.

  35. @Black Witch
    Stimme ich dir vollkommen zu,jedoch sind die Eltern immer der erste Weg, um dem Kind überhaupt Hilfe zukommen zu lassen.

  36. @ASMO es ist richtig was du sagst das sich ein kind wehren soll wenn es schikaniert wird. aber ich kenne diese klasse und ich kenne diesen jungen,und ich finde mit seinem verhalten stellt er sich selber ins abseits. so wie er andere behandelt muß er sich nicht wundern das er von allen gemieden wird. ich habe selbst schon öfters mit ihm gesprochen weil es mehrere auseinandersetzungen mit meiner tochter gab die er beschimpft hat auf s übelste.er hat absolut kein einsehn,und wenn seine mutter mit ihm nicht fertig wird sollte sie sich schleunigst hilfe suchen (familienhilfe ) oder ähnliches
    @Manu die mutter entschuldigt sein verhalten mit ihrem schweren krebsleiden,was ich nachvollziehen kann aber nicht verstehen kann,denn es gibt hilfen wenn sie es nicht selber kann

  37. @ Manu
    Prinzipiell schon..geb ich dir recht..nur scheinen hier die Eltern auch mit der Situation überfordert zu sein (er soll mit ihnen ja auch nicht wirklich „angenehm“ umspringen).Und ich finde,wenn man merkt das einem sein Kind „entgleitet“ und Wege einschlägt die für ihn/sie oder in dem Fall auch andere schädlich sind,sollte man dann doch in den sauren Apfel beißen,seine Hilflosigkeit einzusehen und sich Hilfe holen..dem Kind und letzlich auch sich selbst zuliebe.

  38. Gibt es denn nicht die Institution „Schule für verhaltensauffällige Kinder“ nicht mehr?
    Meiner Meinung nach gehören einige dieser Kinder, die heutzutage auf eine „normale“ Grund oder Mittelschule gehen, nicht dahin!

  39. ..doch diese Schulen gibt es noch @Wurschdbrühe ! Dort werden ADHS-Kids und Kids die aus anderen Gründen verhaltensauffällig sind gemischt.. Eine davon ist z.Bsp.Karl-Laux-Strasse. Und man glaubt es kaum,aber dort passiert etwas dieser Art auch nicht..klar gibt es Raufereien und Stänkereien..aber dort greifen die Lehrer sofort durch,damit es nicht erst eskaliert und an dieser Schule wird extrem auf Zusammenarbeit mit den Eltern geachtet..gibt es diese nicht werden dann die Behörden (z.Bsp. Jugendamt) zu Rate gezogen um dem Kind/Jugendlichen zu helfen.Aber dort agiert das Lehrpersonal auch nicht nach der „Vogel Strauss Methode“ wie es an der 15.Ms praktiziert wird.

  40. Solche Kids sind doch nicht erst in der Schule verhaltensauffällig. Da haben die Eltern wohl was versäumt?!
    Und selbst der Amtsarzt bei der Schultauglichkeitsuntersuchung kann „nur“ mit den Aussagen der Eltern arbeiten und gibt anhand dessen dann die Schulempfehlung.
    Scheint wieder ne Reihe von Verkettungen zu sein :(

  41. @Wurschdbrühe
    ..ja stimme ich dir zu..Auffälligkeiten werden früh erkannt..bei meinem Großen z.Bsp. im Kindergarten..er war sehr lebhaft und konnte sich nicht konzentrieren usw..also bekam ich den Tip das mal checken zu lassen.
    Aber du hast recht..was Eltern bei der Untersuchung verschweigen kann nicht berücksichtigt werden.Leider..

  42. @Kathrin: ich finde deine antwort gut. nur das er sich wehren soll habe ich nicht gemeint.

    ok was kann man sonst dazu sagen? auf solche störenfriede trifft man im leben immer wieder : / und man muss einen weg finden damit umzugehen … etwas was man von kindern noch nicht unbedingt erwarten kann

  43. Meine Tochter geht auch an diese Schule, allerdings in die 7.Klasse. Ich kann die Aussage, daß sich der Direktor nicht kümmert, nicht so stehen lassen. Der Direktor ist sehr engagiert, ohne ihn wären die Probleme wohl weit größer. Er kann sich gut durchsetzen, hat dabei aber auch ein offenes Ohr für die Sorgen seiner Schüler und Lehrer. Aber jeder Direktor ist auch auf die Zusammenarbeit mit den Eltern angewiesen. Leider ist es heutzutage gerade bei Problemkindern so, daß die Eltern gar nicht mitarbeiten bzw. sogar gegen die Schule arbeiten.
    Dafür, daß die Schule in eiem Viertel mit einem relativ hohen Anteil von Menschen auf finanziellem Hartz4-Niveau liegt, hat der Direktor seine Schule ganz gut im Griff. Es ist ja nun nicht gerade so, daß sich dort täglich die Schüler rumprügeln oder wie wild mit nem Messer aufeinander einstechen.
    PS: Bevor hier jemand Beleidigung oder Diskriminierung schreit, ich bekomme auch Hartz4.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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