Neustadt-Geflüster

Dresden Neustadt von Anton Launer

Anzeige
Anzeige
Neustadt-Original
Vergangenes
social media
Imbiss-Test

Artikel-Schlagworte: „Martin“

Martin-Luther-Kirche

Martin-Luther-Kirche bei Nacht

Martin-Luther-Kirche bei Nacht

Weil mir neulich dieser Schnappschuss gelungen ist, möchte ich die Gelegenheit nutzen, den Lesern ein paar kurze Informationen zur Martin-Luther-Kirche nahezubringen.

Die Kirche ist eines der Wahrzeichen der Neustadt. Sie wurde erbaut, kurz bevor das Viertel zum Sprung ansetzte: In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts. Für die Kirche wurden verschiedene Baustile vermischt. Während der Rundbogen an der Seite an die Romanik erinnert, deuten die Proportionen eher auf die Gotik hin. Mit ihren 54 Metern Länge und 27 Metern breite füllt sie den Platz gut aus. Kein Wunder, die Häuser rundherum sind allesamt erst später entstanden. Bis zur Spitze des 81 Meter hohen Turms ist es ein spannender Aufstieg (Neustadt-Geflüster vom 31. Mai 2000). Ab dem Frühjahr kann der Turm normalerweise sonntags am Nachmittag bestiegen werden.

Der Innenraum ist riesig und auch wieder im romanischen Stil gehalten. Bis zu 1400 Sitzplätze erlauben auch größere Konzerte. Als ich vor ein paar Jahren ein Oratorium von Johann Sebastian Bach erleben durfte, musste ich feststellen, dass Holzbänke nach drei Stunden ganz schön hart sein können.

Martin-Luther-Kirche bei Nacht

Martin-Luther-Kirche bei Nacht

Dr. Martin Schulte-Wissermann, Bürgerbündnis Dresden

Schulte-Wissermann

Schulte-Wissermann

Wenn Sie einem Besucher die Dresdner Neustadt beschreiben wollten, womit würden Sie anfangen?

Ich würde von der einzigartigen Vielfältigkeit und dem ständigen Wandel erzählen. Wie sich die Neustadt vor 15 Jahren, vor zehn Jahren und vor fünf Jahren angefühlt hat – und welche kreative Kraft sie auch heute noch besitzt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Interkulturelles Straßenfest

Am kommenden Sonnabend, dem 27. September gibt es von 12 bis 17 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz ein Interkulturelles Straßenfest, organisiert vom Ausländerrat Dresden e.V.

Neustadt von oben

Bereits vor ein paar Jahren hab ich von steilen Treppen und weiten Blicken berichtet. Kürzlich hab ich mich mal wieder auf die Lutherkirche gewagt. Hier ein paar Eindrücke. An den kommenden Sonntagen ist der Turm zu weiteren Besichtigungen geöffnet.

Löcher in der Straße oder ein Stadtteil versackt

Großkopfpflaster

Großkopfpflaster

Einfach abgesackt, weggerutscht. Ein neues Loch ist entstanden. Mitten auf dem Martin-Luther-Platz sind mehrere Pflastersteine etwa 30 Zentimeter nach unten gesackt. Rot-weiße Warnbaken markieren die Katastrophen-Stelle. Ein dickes Loch prangt dort, wo früher Straße war.
Diesen Beitrag weiterlesen »

Von großen Ideen und kleinen Haken

„Von wegen Luft ablassen, anzünden müsste man die.“ Gregor, den ich im Oscar auf der Böhmischen Straße traf, war nicht so angetan von meinen Gedanken zum Parken in der Neustadt. „Diese Blechkarren stehen doch nur im Weg rum.“ Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen hatte ich berichtet, wie ein Hausmeister über falsch parkende Autos denkt. Dabei fiel auch die Idee mit dem Luft ablassen.

Viel größere Ideen hat der Dresdner Martin Schramm, der zwar gerade in Wien weilt, doch in Gedanken noch in der Neustadt ist. Per E-Mail schickte er mir seine Visionen eines autofreien Szene-Viertels. Ein Parkhaus am Rande sollte her, und alle Autos dort hinein, denn zu Fuß sei die Neustadt viel schöner. Soweit kann ich folgen. Doch dann geht es weiter. Statt der Parkgebühr könnte der Autofahrer doch gleich auf sein Vehikel verzichten und eine Monatskarte für die Straßenbahn erwerben. Große Ideen fordern Taten. Also lasse ich das Auto mal stehen und probier es mit Laufen. Alle Wege in der Neustadt sind kein Problem, doch was ist wenn ich über die Elbe will. Zum Fußball vielleicht, Dynamo lockt. Die Linie 13 fährt dahin, soweit ich bisher wusste eine gute Viertelstunde. Doch was muss ich nun erleben, die fährt doch wirklich mit der Kirche ums Dorf, über Johannstadt und Hauptbahnhof – fast dreimal so lange. Gut das ist ´ne Ausnahme, aber irgendwie ist es doch immer so, wenn ich die Tram brauche, ist sie immer gerade abgefahren. Alles nur Zufall. Doch die kleinen Haken an der großen Idee lassen mir keine Ruhe. Herr Schramm erklärt, dass man in der Bahn ein Buch lesen könne und dabei entspannen. Habe ich so noch nie erlebt. Wenn ich ausnahmsweise in die gelb-schwarzen Gefährte einsteige, ist entweder kein Platz frei oder nach spätestens einer Haltestelle steigt eine Rentnerin mit Krückstock zu, der ich dringend meinen Platz anbieten muss, um mir dann neben johlenden Kinder die Beine in den Bauch zu stehen.

Aber schön wäre es schon mit der Neustadt ohne Autos. Dann vielleicht doch die Variante mit dem Parkhaus. Dort müssten dann auch Mietschirme zu haben sein, falls es mal regnet, und gleich ein großer Plan mit allen Kneipen drauf. Rund um die Neustadt werden Tore aufgestellt, damit sich auch kein einzige Wägelchen hineinverirrt. Ein Grenzschild wäre auch nötig. „Erlebnispark Äußere Neustadt“. Da würden dann auch die brennenden Autos hinpassen und für den Dresdner Altstädter wäre wieder ganz klar: In der Neustadt ticken sie doch nicht ganz richtig.

Anzeige
Suche im Neustadt-Geflüster

Partner
Beschreibung

Das Neustadt-Geflüster von Anton Launer erzählt täglich frische Nachrichten aus dem Kneipen- und Szene-Viertel Dresden-Neustadt.

Damit es nicht langweilig wird, werden diese mit Hintergründen, Albernheiten, Gerüchten, Klatsch, Tratsch, Tests und heißen Diskussionen aus der Äußeren Neustadt vermischt.

Nicht zuletzt gibt es hier die besten Informationen über die Bunte Republik Neustadt.

Werbung im Neustadt-Geflüster