Ein Kalender voller Neustadt-Kunst

der Malomat

der Malomat

Besuch bei Nazanin Zandi in ihrem Atelier auf der Görlitzer Straße. Ihr morgendliches Lachen hebt die Stimmung, ein Blick auf die Bilder auch. Einige haben ein Loch und dann hängt da was drin. Eine Zitronenpresse zum Beispiel oder ein Porzellangriff von der Klospülung. Bilder mit Installation oder so ähnlich. Erst vor ein paar Tagen habe ich Nazanin mit dem wohl schnellsten Kunstwerk der Welt beauftragt. Sie saß im Malomat auf dem Nikolausmarkt im Kunsthof. Ein faszinierendes Maschinchen. Man schreibt einen kurzen Text, steckt den und einen Obulus in den Einwurfschlitz und erhält Minuten später ein Aquarell zum Thema. Herrlich.

Für den jüngst erschienen Kalender „Neustadtkunst 2017“ hat sie den Titel gemalt. In dem Kalender sind ganz viele (also genau zwölf) Neustädter Künstler versammelt. Das reicht vom Preibisch über Holger John und Thomas Schreiter bis eben hin zu Nazanins „Coeur Fragile“. Das „zerbrechliche Herz“, so die deutsche Übersetzung, ist ein typisches Werk der Künstlerin. Nazainin malt auf einer Platte, auf der schon mal etwas drauf war. In diesem Fall war das ein Verpackungsrest, der zerbrechliche Waren mit „fragil“ gekennzeichnet hatte. „Es ist ein Mädchen mit zerbrechlichem Herz – das bin ich wahrscheinlich“, erklärt sie das Bild und schmunzelt.

Voller Lebensfreude - die Künstlerin Nazanin Zandi

Voller Lebensfreude – die Künstlerin Nazanin Zandi

Eigentlich ist sie ja gelernte Architektin, hat in Paris studiert, nachdem sie in Florenz aufgewachsen war und im Iran zur Welt kam. „Ich war als Austausch-Studentin in Dresden – und die Stadt gefiel mir gleich viel besser als Paris“, erklärt sie ihr Hiersein. „Die Stadt ist nicht so riesig und die Leute hier haben mich mit offenen Armen und herzlich empfangen.“ Das Architekturstudium hat sie ganz brav abgeschlossen und dann ein paar Jahre in der Branche gearbeitet.

    „Ich wollte schon immer malen, schon als ganz kleines Mädchen“.

    Nazanin Zandi

2010 schaffte sie dann den Sprung in die Kunst, seit 2011 hat sie ihr Atelier auf der Görlitzer Straße. Inzwischen gibt sie ganz viele Zeichenkurse, zum Beispiel am Romain-Rolland-Gymmnasium und natürlich in ihrem Artelier, wie sie das Kunststübchen auch nennt.

Zandigrafix – Grafikatelier

Den Kalender „Neustadtkunst“ mit Nazanins Titelbild gibt es in fast jedem Neustadt-Laden für 22,99 Euro. Format A2, die Auflage ist limitiert. Der Kalender wird vom Stadtteilhaus e.V. herausgegeben und soll ein Geschenk des Vereins an den Stadtteil sein. Denn im nächsten Jahr wird das Stadtteilhaus immerhin schon 20. Um die Kosten für den Druck zu stemmen und um den Künstlern noch eine Kleinigkeit zukommen zu lassen läuft parallel zum Verkauf noch eine Crowdfunding-Aktion mit hochinteressanten Prämien.

Crowdfunding für Neustadtkunst-Kalender

Der Neustadtkunst-Kalender wird fortan jedes Jahr erscheinen und sich jeweils einer anderen Kunstform widmen, z.B. Urban Street Art, Fotografie oder Malerei.

Im Handel unter anderem bei Büchers Best, Richters Buchhandlung, Lesezeichen, Catapult, Ziegelwerk, Ecke Nord, Grüntal und auf dem Weihnachtsmarkt „Neustädter Gelichter“.

Neustadtkunst als Kalender

Neustadtkunst als Kalender

Verlosung

  • Das Neustadt-Geflüster verlost ein Exemplar des Neustadtkunst-Kalenders. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wer neben dem großen Interesse noch seinen Beitrag am Crowdfunding im Kommentar postet, erhöht seine Gewinn-Chancen.

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8 Kommentare zu “Ein Kalender voller Neustadt-Kunst

  1. Anne
    9. Dezember 2016 at 23:59

    Hallo,
    Ich möchte gern mein Glück versuchen und mit um den Kalender rangeln. Für die Crowdfunding-Aktion kann ich nur ganz viel Erfolg wünschen, mehr geben die fast leeren Taschen derzeit leider nicht her.
    Viele Grüße.

  2. Babette
    11. Dezember 2016 at 19:48

    Wir lieben schöne Kalenderbilder & würden uns so kurz vor Weihnachten sehr freuen!!!

    Mika ( 3 J. ) & Mama

  3. Franziska
    12. Dezember 2016 at 08:37

    Guten Morgen! :)
    Auch ich probier mal mein Glück für einen Neustadt-Kunst-Kalender. Ich würde den dann gerne meinem Papa, der sich seit meinem Praxissemester unglaublich in die Neustadt verliebt hat, zu Weihnachten schenken – als Erinnerung an Dresden, da ich ab Februar wieder weg sein werde.
    Als Student habe ich für die Crowdfunding-Aktion leider nichts… aber ich wünsche natürlich viel Erfolg!!
    Liebe Grüße :)

  4. Schixi
    12. Dezember 2016 at 18:56

    Soeben hat es mir Spaß gemacht, dieses Crowfunding-Projekt zu unterstützen. Ich habe großes Interesse an solch einem Kalender
    und bin schon sehr gespannt auf diese Kunstblätter, auf welchem Weg auch immer ich sie demnächst entdecken darf.

  5. Yvonne
    12. Dezember 2016 at 20:06

    Also ich hätte den Kalender auch ganz gerne…sehr gerne eigentlich. Ich versteh auch gar nicht, wieso sich hier erst vier Leute gemeldet haben. Der ist doch so schön. Nun ja, umso besser, höhere Chancen und so. Noch höhere Chancen deshalb: gecrowdfundet hab ich auch! Zwar nur einen geringen Betrag, aber hey, immerhin!

    viele Grüße
    Yvonne

  6. 14. Dezember 2016 at 14:25

    Und gewonnen hat Schixi. Du bekommst ne E-Mail.

  7. Banause
    14. Dezember 2016 at 16:25

    Also, ich habe diesen wirklich hübschen Kalender gekauft und er hat sogar nur 21,- € gekostet. Damit unterstützen Neustädter Künstler die Attraktivität meines Arbeitsplatzes und ich vielleicht Neustädter Künstler.
    Was ich aber noch nicht verstehe: Wieso braucht man in diesem Fall Crowdfunding??? Und wozu brauchen die zwölf Künstler das Stadtteilhaus, um ein Produkt, mit dem sie etwas verdienen wollen auf den Markt zu bringen? Wie hoch sind bei einem solchen Kalender die Druckkosten und wieviel Kalender wurden denn gedruckt?

  8. 14. Dezember 2016 at 16:38

    Soweit ich weiß, wohl 750 Stück. Die Druckkosten wären gedeckt, wenn alle verkauft werden. Mittels des Fundings soll es noch ’n Erlös für die Künstler und bissel was für das Stadtteilhaus geben.

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