Glasflaschenverbot für die Neustadt?

Scheunevorplatz am Vormittag des 5. August 2016

Scheunevorplatz am Vormittag des 5. August 2016

Gibt es vielleicht bald über das ganze Jahr ein nächtliches Glasflaschenverbot? Eine solche Regelung findet sonst immer zum Stadtteilfest „BRN“ Anwendung. Zu diesem Fest haben Polizei und Ordnungsbehörden gute Erfahrungen mit der Regelung gemacht.

Seit Anfang Juni gibt es die Polizeiverordnung zum nächtlichen Alkoholverkauf nicht mehr. Vor allem Anwohner klagen über mehr Lärm und Dreck vor allem auf dem Scheunevorplatz. Dieser wird zwar seit einer Weile von einem Hausmeister im Auftrag des Regiebetriebs Zentrale Technische Dienstleistungen der Stadt Dresden gereinigt, aber gerade an Vormittagen kann man auf dem Platz jede Menge Scherben sehen.

Auf der Einwohnerversammlung zu dieser Problematik im Mai wurde der Vorschlag genannt, dass man ein Glasflaschenverbot am Wochenende aussprechen könnte. Aus dieser Idee könnte heute Abend in der Ortsbeiratssitzung ein ordentlicher Prüfauftrag werden. Denn der Ortsamtsleiter André Barth stellt den Räten die Ergebnisse der Einwohnerversammlung vor. Darin enthalten ist neben der Glasverbotsidee auch der Vorschlag für eine neue Stelle eines Ansprechpartners für Ordnung und Sauberkeit. Außerdem wird der Ortsamtsleiter von seinem Gespräch mit den Spätshop-Betreibern berichten.

Ortsbeiratssitzung

Weitere Themen in der Sitzung: Die Satzungen für die Sanierungsgebiete „Äußere Neustadt“ und „Hechtviertel“ werden vorgestellt, das Grundstück Lößnitzstraße 5 soll verkauft werden. Das Konzept für kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Fußwegsicherheit für mobilitätseingeschränkte Personen in der Innenstadt wird vorgestellt und die Erweiterung des Radweg-Winterdienstes wird diskutiert.

Die Ortsbeiratssitzung beginnt um 17.30 Uhr im Ortsamt Neustadt, Bürgersaal, Hoyerswerdaer Straße 3, 01099 Dresden.

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30 Kommentare zu “Glasflaschenverbot für die Neustadt?

  1. abrazzo
    15. August 2016 at 11:50

    Glasflaschenverbot? Hört sich zunächst ja ganz harmlos und nützlich an. Aber wenn ich an den Kontrollwahn denke, der damit ausgelöst würde, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
    An der BRN sind gefühlte Hundertschaften damit beschäftigt, Rucksäcke zu durchwühlen und Passanten schräg anzugucken. Und sowas jetzt das ganze Jahr hindurch? Kann ja wohl nicht wahr sein.
    Ich denke, hier will man einfach nur das Alkohlverbot durch die Hintertür wieder einführen. Nur das es jetzt auch für Limo und Mate gilt.

  2. 15. August 2016 at 11:51

    Damit wäre die Neustadt eine sog. „No-Go-Area“. Wer regelmäßig Bier, also Alkohol (Lösungsmittel), aus Dosen (Aluminium -> Alzheimer) oder aus Kunststoff trinkt (Weichmacher -> Hormonhaushalt) ist selbst schuld! Abgesehen von den Folgen für die Umwelt (Müllproduktion) würden sich die Hersteller solcher fragwürdigen Produktverpackungen hingegen gewinnbedingt freuen! Was sagen eigentlich die Olivgrünen dazu?

    DUMME IDEE!

  3. 15. August 2016 at 12:07

    Wir Pfandflaschensammler begrüßen das Vorhaben: Glasflaschenpfand 8 Cent, Dosen- und Kunststoffflaschenpfand 25 Cent! Dann können wir uns bald alle ein SUV leisten.

  4. Pfandringer
    15. August 2016 at 12:18

    Verbote bringen doch nur was, wenn man sie umsetzen kann und das halte ich in diesem Falle weder für machbar noch für sinnvoll.

    Vielleicht würden Pfandringe/Pfandkisten die Situation etwas entschärfen. Ansonsten müssen wir -wie in vielen anderen Fällen- Dinge einfach aushalten. Mich stören zum Beispiel die tausenden Kippenstummel, trotzdem bin ich gegen ein Rauchverbot.

    Letztendlich muss man auch die Stadtreinigung loben, die fast jeden morgen zwischen 7 und 8 das Viertel wieder in Ordnung bringt.

  5. Albert
    15. August 2016 at 13:50

    Ich bin kürzlich aus Kopenhagen zurückgekehrt. Doch gibt es an den städtischen Mülltonnen überall von vornherein montierte Abstellmöglichkeiten für Flaschen. Diese werden nach meinen Überlegungen rege genutzt und auch sehr schnell wieder geleert.
    Aus meiner Sicht eine sehr gut funktionierende Lösung…

  6. tom
    15. August 2016 at 14:13

    Wie soll das durchgesetzt werden? Jedes Wochenende Eingangskontrollen durch die Polizei wie zur BRN? Oder zwei Angestellte vom Ordnungsamt auf Nachtrunde?

  7. Manja Manjana
    15. August 2016 at 15:08

    natürlich bin ich dafür, aber die realisierung wäre leider schwer umsetzbar. trotzdem sollte man bei den chaoten ansetzen die sich einen spass draus machen und mit mutwillen glasflaschen aufs pflaster kloppen und sich noch freuen wenns knallt.

  8. 15. August 2016 at 15:38

    @Albert: Als ich neulich mal auf dem Scheunevorplatz rumsaß, war ich meine Bierflasche auch schon los, als der letzte Tropfen gerade ausgetrunken war. Ich denke, das Scherben-Problem rührt eher von pfandfreien Alkohol-Flaschen her. Oder von Typen, die den Pfandsammlern nix geben wollen.

  9. bierpulle
    15. August 2016 at 16:35

    @Anton
    Pfandfreie Alkohol-Flaschen? Das wären dann Wein- oder Schnapspullen, aber das ist wohl eher nicht das Problem. Meistens sehe ich Bierflaschen und die werden wohl eher aus Lust zerschlagen oder hin und wieder wohl auch aus versehen.

  10. Neustädter
    15. August 2016 at 16:42

    Das ließe sich auch über den Pfandpreis regeln. Auch 30ct für die Glasflasche und die ich-bring-mir-das-Bier-mit-Fraktion nähme ihren Müll -äh Mehrweg – wieder mit.

    Leider ist das nichts, was eine Stadt allein regeln kann. Aber es wäre mein bevorzugter Ansatz.

  11. uwe
    15. August 2016 at 16:42

    In Hamburg sind mir solche http://www.pfandring.de/ Systeme sehr oft aufgefallen und fand ich sehr sinnvoll :)

  12. BugCheech
    15. August 2016 at 16:43

    Gegen hirnlose Verbote und Spaßeinschränkungen!! Wem’s hier zu wild ist, bitte aufs Dorf, nach Löbtau oder einfach an den Neustadtrand ziehen.

    Typen, die aggro sind und mutwillig Scherben produzieren bitte wirksam bestrafen, nicht tausendmal verwarnen.

    Habe fertig.

  13. 15. August 2016 at 16:51

    @bierpulle: Vielleicht sind auch ab einer gewissen Zeit die Pfandsammler nicht mehr so aktiv.

  14. Karsten
    15. August 2016 at 17:17

    Nix gegen Pfandflaschenringe. Aber wer bereits jetzt beim Flaschenweitwurf an vorhanden Abfalleimern oder abstellgeeigneten Flächen vorbei trifft, der wird auch Pfandflaschenringe ganz geschmeidig verfehlen.

  15. Weggezogener
    15. August 2016 at 18:47

    „Man muss Sachen auch mal aushalten.“

    PFANDRINGER das is genau der Grund warum sich die Neustadt so negativ entwickelt wie sie sich entwickelt und zwar auf alle Probleme bezogen.
    Müllproblem, Parkplatzproblem, „alles mit teuren Häusern zubauen“Problem, „Prestigeprojekt“Scheunevorplatzproblem“Anstieg der Mieten“Problem,…usw
    Immer lassen sich die Leute das Gefallen und akzeptieren. Das ist einfach die deutsche Mentalität. Beschwerd wird sich, aber verhindern will’s dann keiner.
    Als ehemaliger Anwohner der Alaun/Ecke Louisenstraße kann ich bei so einer Aussage nur mit dem Kopf schütteln.

    Und noch was: Diese Aussage das die Stadtreinigung Gott sei Dank alles jeden Morgen zwischen 7-8Uhr sauber macht ist einfach zum kotzen. Warum? Nachts kann man nicht schlafen weil dauernd jemand rumgröhlt oder besagte Flaschen zerkloppt. Dann gegen 3-4Uhr früh ist endlich mal Ruhe und dann kommt um 7Uhr die Stadtreinigung mit ihrem Motorgebläße und macht alle Anwohner wach. Und für wen machen die alles sauber? Natürlich für die Tagestouristen und eben nicht für die Anwohner. Und dieses Schauspiel oder besser Trauerspiel, wiederholt sich jeden Tag bzw. jede Nacht.

    Mein Fazit: Der wirkliche Verlierer ist der direkte Anwohner. Wir ham die Zelte abgerissen und sind geflüchtet. Auch weil man das Gefühl hatte, dass man an der Situation nichts mehr ändern kann.

    Danke an die lokale Politik.

  16. Mondfisch
    15. August 2016 at 20:20

    Wo wohnt ihr denn jetzt?

  17. Lenbach
    15. August 2016 at 20:34

    Das ist ja mal eine faustdicke „Überraschung“! Kaum fassen die Linken was an, gibt`s Probleme, die man hinterher mit nur noch mehr Verbot wieder in den Griff kriegen will. Nichts Neues.

  18. Hypocrite
    16. August 2016 at 09:00

    Und du meinst die Weichmacher / das Aluminium sind das größere Problem im Vergleich zum Nervengift Alkohol? Rauhst du?

  19. Mensch_Meier
    16. August 2016 at 12:55

    Verbieten ist der richtige Weg!

    ich wünsche dazu noch ein

    Besuchsverbot für Verbot für Touristen
    Besuchsverbot für Sachsen, die nicht in Dresden gemeldet sind

    ausserdem könnte man noch verbieten

    – lautes Rufen
    – Telefonieren beim Gehen
    – draußen rumstehen nach 18h

    … mit einer allgemeinen Ausgangssperre am Wochenende in der Neustadt
    könnte man zumindest am Wochenende alle Probleme lösen.

    Man könnte mit der Gründung einer neuer Abteilung „Stadtsicherheit“ dann viele Arbeitsplätze schaffen. Und Jobs und viel Geld sind ja die wichtigsten Dingen neben einem Scherbenfreien Leben….

  20. august
    16. August 2016 at 13:56

    Also auf der Reeperbahn in Hamburg geht das auch ohne Kontrollen, da gibt es einfach Schilder und wenn die Polizei dich ertappt selber Schuld.

    Gründe dafür sind wahrscheinlich ein verscherbelter Scheunevorplatz sowie zur persönlichen Sicherung.

    Ich finde es nicht so schlimm, da so eventuell schneller der Wandel von der Neustadt wegkommt und man sich Gedanken über alternative Alternativen zum Viertel macht!

  21. BierInKneipeTrinker
    16. August 2016 at 14:03

    An sich doch keine schlechte Idee. Die Umsetzung sollte auch kein Thema sein, schließlich müssen die potentiellen Gesetzesbrecher alle zu einem der wenigen Spätis latschen um an das Objekt ihrer Begierde zu kommen. Darüber hinaus ist eine lückenlose Kontrolle auch gar nicht notwendig wenn man „nur“ das Ziel verfolgt das Scherbenproblem weitestgehend zu beseitigen.

    Unabhängig ich davon fände ich es aber auch eine feine Sache, wenn die Profiteure des nächtlichen Bierflaschenverkaufs sich auch finanziell an den Folgen beteiligen würden. Letztenendes zahlen wir Anwohner (höhere Grundabgaben–>höhere Miete) dafür dass einige wenige ordentlich Asche machen, ein paar mehr ihren Saufspass haben und sich die Touristenlawine über blank geputztes Betonpflaster wälzen kann.

  22. 16. August 2016 at 17:24

    Ja Hypocrite, als Angehöriger einer an Alzheimer erkrankten Person, meine ich das! Bist du straightedge?

  23. Die Linken
    16. August 2016 at 17:25

    *Lenbach endlich anfass*

  24. Franzl Lang
    16. August 2016 at 20:00

    Das erinnert mich an die kettenrauchende Französin, die mich mit der Selbstgedrehten in der Hand darauf hinwies, dass die Alufolie, in der ich den Fisch garte, krebserregend sei.

    Naja, bei Paligro fällt der Französinnenbonus weg. Wohl bekomm’s!

  25. Kati
    17. August 2016 at 07:22

    @paligro.., „endlich jemand, der weiß, wie Alzheimer entsteht!“, Klasse, weiter so :D.

  26. Robert
    17. August 2016 at 12:02

    So ein Schwachsinn!!
    Ich wohne dort und bin nicht auf einem Festival.

  27. 17. August 2016 at 12:31

    Tabak, Alkohol, Hanf und weitere Naturprodukte konsumieren Menschen seit Jahrhunderten. Weiß einer von euch argumentefreien Scherzkeksen, seit wann wir Aluminium und Kunststoffe einnehmen? Da bleib ich doch lieber bei meinem Joint aus Biohanfpapers und Zusatzstofffreiem Tabak. Prost!

  28. Hypocrite
    17. August 2016 at 17:04

    Keine weiteren Fragen…

  29. 17. August 2016 at 18:29

    Wer nicht fragt, bleibt dumm.

  30. 21. August 2016 at 11:56

    „Regiebetriebs Zentrale Technische Dienstleistungen“ man, man, man…

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