Eine Ampel für die Hansastraße

Im Ortsbeirat wurden gestern die Pläne zur Erneuerung der Hansastraße vorgestellt. Künftig bekommt die Straße ein paar Bäume und eine Ampel mehr, dafür wird das Tempo gedrosselt. Statt 60 sind dann nur noch 50 km/h erlaubt. Baubeginn ist im Juni.

Hansastraße wird saniert

Hansastraße wird saniert

Konkret geht es um das Stück zwischen der Eisenbahnbrücke und der Shell-Tankstelle. Das zu sanierende Stück ist rund 500 Meter lang. Die Grünfläche hinter der Brücke wird ein bisschen länger und erhält ein paar neue Bäume. In Höhe des öffentlichen Weges 59 wird eine Fußgänger-Ampel mit einem Mittelstreifen errichtet.

Die anwesende Verkehrsplanerin Anke Georgi von der Igba Dresden erläuterte die Sanierung der Straße. So wird nicht grundhaft ausgebaut, nur obersten 30 Zentimeter werden ausgetauscht und die Stadtentwässerung erneuert die Schächte.

An dieser Stelle soll eine Fußgänger-Ampel entstehen.

An dieser Stelle soll eine Fußgänger-Ampel entstehen.

Die Ampel wird eine Bedarfsampel. Theoretisch kann die auch in die Grüne Welle der Hansastraße mit eingebunden werden, erklärte Frau Georgi. Ob das aber so vorgesehen ist und welche Schaltzeiten die Ampel bekommen soll und ob sie rund um die Uhr geschaltet wird, könne sie noch nicht sagen. Sie wolle die Fragen aber an die Straßenverkehrsbehörde weiterleiten.

Der kleine Weg durch die Gartenanlagen mit der schönen Bezeichnung „Öffentlicher Weg 59“ ist auch ein Hauptverbindungsweg vom Hecht-Viertel zum Pestalozzi-Gymnasium.

Während der Bauzeit vom 13. Juni bis zum 30. August wird die Hansastraße nur auf einer Fahrspur pro Richtung befahrbar sein. Nach der Sanierung ist dort nur noch Tempo 50 erlaubt. Wegen der Geschwindigkeitsänderung wird darauf auch mit Verkehrsschildern hingewiesen.

Insgesamt soll die Straßen-Sanierung rund 750.000 Euro kosten, Bundesfördermittel werden beantragt.

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14 Kommentare für “Eine Ampel für die Hansastraße

  1. 19. Januar 2016 um 23:06

    Sehr geehrte Leser und Verkehrsteilnehmer,

    im Jahr 2014 verloren 3 377 Menschen ihr Leben auf deutschen Straßen. Aus diesem Grund empfehlen wir dringend folgende Frage möglichst zeitnah zu beantworten.

    Fragebogen XI:Tod
    https://paligro.wordpress.com/2016/01/11/fragebogen-xi-tod/

  2. Jochen
    20. Januar 2016 um 12:45

    Der „Öffentliche Weg 59“ hieß früher (Pieschener) Feldweg – und sieht ja heute teilweise noch so aus.
    Der mittelstreifige Teil der Hansastraße endet ungefähr bei Rosis Gartenbaude. http://www.openstreetmap.org/?mlat=51.0770246386528&mlon=13.739283084869385#map=18/51.07702/13.73928
    Bleibt da wirklich Platz für eine Verkehrsinsel? Oder werden die Alleebäume gefällt, der Radweg verschmälert und dann neue Bäumchen gesetzt?

    • 20. Januar 2016 um 14:08

      Drei Bäume werden gefällt, vier werden neu aufgestellt, die Fahrbahn wird leicht verschwenkt.

  3. Seldon
    20. Januar 2016 um 16:56

    „im Jahr 2014 verloren 3 377 Menschen ihr Leben auf deutschen Straßen“
    …da fragt man sich, wo die Patrioten gegen die Asphaltisierung des Abendlandes sind, wenn man sie mal braucht…

  4. Karsten
    20. Januar 2016 um 18:44

    Das Leben endet immer tötlich.

    Manche Menschen saufen sich sogar zu Tode.

    Andere hingegen streben offensichtlich -besonders radfahrender oder fußgängerischer Weise in der Neustadt- das vorzeitige Ableben an. Selbstverschuldet. Man gönnt es ihnen. Nur nicht den unschuldigen Autofahrern, die dann (manche wollen es nicht glauben, aber auch das sind Menschen) drunter leiden müssen.

    Wieviele Menschen haben insgesamt 2014 auf deutschem Boden ihr Leben verloren?

    Los, nochmehr Ampeln her. Am besten so geschaltet, wie auf der Königsbrücker. Wodurch ich dann 2x täglich auf Ausweichstrecken die doppelte Strecke fahre, mit Autobahngeschwindigkeiten. Im Interesse des Umweltschutzes und des Kraftstoffsparens. Es lebe der Ampelterrorismus!!! Aber gut, wir wollten ja viele Ideologen in unserem Ortbereit.

    (Los H&K und Kollegen, ich warte auf Eure fachmännische Antwort. :-) )

    • g.malino
      21. Januar 2016 um 14:19

      Leben endet tödlich! Töten tut man Dich oder auch nicht! Wieso selbstverschuldetes Ableben der Einen bei Unschuld der „Verursacher“? Wieso Autbahngeschwindigkeit? Wo willste hin? Nach Kemnitz? Der Ortsbereit plant keine Ampeln, das macht das Strassen- und Tiefbauamt. Manchmal fallen die auch wartenden auf den Kopf, die dann (selbstverschuldet) daran sterben. Deinen Ampelterrorismus kannste Dir in diesem Sinne dann auch gleich woandershin schieben, mich hat noch keine Ampel terrorisiert, Dich bestimmt auch nicht, vielleicht schlägste die Begrifflichkeit mal im Wörterbuch nach. Wie anderes auch. Hoffe fachmännisch genug geantwortet zu haben. Nur das Schlechteste wünschend…

  5. Zackbäm
    20. Januar 2016 um 19:45

    Warum eine Ampel? In der Neustadt wird doch gerade ein Tunnel frei. Könnte man hier doch recyclen. *g*

  6. Stefan E.
    22. Januar 2016 um 21:46

    Die Ampel mitten auf einer Hauptverkehrsstraße ist grober Unfug. Warum ist es nicht zumutbar, die Straße an den schon vorhandenen Ampel zu überqueren? Der Weg durch die Gartensparte ist nun wirklich kein Hauptverkehrsweg. Trotzdem werden die wenigen Fußgänger dann schön den Verkehr verlangsamen. Ich für meinen Teil werde dann durch das Hechtviertel und die Leipziger Vorstadt fahren. Ist dann der schnellere Weg. Also ich finde das ja dann nicht so gelungene Verkehrspolitik, aber bitteschön.

    PS: Wenn ich den Artikel richtig verstehe, soll die Ampel automatisch geschalten werden, d.h. nicht erst, wenn da jemand drückt? Wenn das stimmt, ist es noch viel schlimmer, weil dann blockiert wird, ohne dass es einen Grund (Fußgänger) gibt. Also hohler geht es wirklich nicht, sorry.

    • 22. Januar 2016 um 23:36

      Nee, das steht da so nicht. Es wird ne Bedarfsampel, eventuell abgestimmt auf die Schaltung an der Fritz-Reuter-Straße.

      Und durch’s Hechtviertel kommst du bestimmt nicht schneller.

  7. Stefan E.
    22. Januar 2016 um 23:51

    OK, wenn es eine Bedarfsampel ist, dann zumindest die bessere von zwei Möglichkeiten. Bleibt zu hoffen, dass der Querungsverkehr durch die Ampel nicht zunimmt. Wie geschrieben, eine Hauptverkehrsstraße ausbremsen (auch durch 50 statt 60), so wirklich sinnvoll ist das nicht.

    Stark vereinfacht kann ich früh Hechtstraße -> Bärnsdorfer fahren oder Fritz-Reuter -> Hanastraße. Bei der ersten Variante ist die Frage, wielang der Rückstau vor der Hansastraße ist (den grünen Pfeil hat man ja vor Jahren da „sinnvollerweise“ wegrationalisiert), bei der zweiten Weise ist der Rückstau beim nh-Hotel entscheidend. Da kommt dann jetzt die Ampel mitten auf der Hansastraße dazu (erzeugt Rückstau, da braucht man kein Hellseher sein, weil ich eben z.Bsp. nicht vom Neustädter komme). Aus meiner täglichen Praxis halten sich beide Wege etwa die Waage, rein von der Logik her wird da jetzt wohl der Hechtviertel-Weg bald schneller sein.

    PS: Für beide genannten Wege gibt es noch – aus Sicht des Autofahrers – Optimierungsmöglichkeiten. Die sind dann aber auf jeden Fall nicht mehr im Sinne einer sinnvollen Verkehrspolitik (z.Bsp. direkt durch’s Wohngebiet u.ä.). Je mehr die Hauptverkehrsstraßen blockiert, gestaut und/oder zurückgebaut sind, werden diese Alternativen genutzt. Ist nicht schön, aber dafür braucht man kein Hellseher sein. Schließlich kann man heute schon in Echtzeit sehen, wo gerade viel Verkehr ist und dann eben nicht dort langfahren.

    • 23. Januar 2016 um 11:50

      Nun, wenn Du aus dem Neustädter Osten oder gar direkt aus dem Hecht kommst, kann es sein, dass es sich die Waage hält. Die Bärnsdorfer erscheint mir da aber als deutlich stauanfälliger, dort sehe ich schon außerhalb des Berufsverkehrs immer mal kleine Autoschlangen. Wenn die Ampel intelligent geschaltet ist, sollte es gar keinen großen Rückstau geben, denn dann wird sie nur während des Rotschattens frei gegeben. Technisch ist das möglich, ob es umgesetzt wird, weiß ich allerdings nicht. Ob das erlaubte Tempo nun 60 oder 50 auf der Hansastraße beträgt, sollte im Berufsverkehr eigentlich ziemlich schnuppe sein.

      Und nein, kein Fußgänger geht nen Umweg von ca. nem Kilometer.

  8. Flo
    23. Januar 2016 um 00:02

    Hmm, vielleicht könnte da bei der Gelegenheit gleich mal eine ordentliche Trampstelle eingerichtet werden?

    • CaLi
      25. Januar 2016 um 12:54

      Dafür! Müssen die armen Schweine net immer lebensgefährlicher ander Tankstellenausfahrt stehen….

  9. nepumuk
    25. Januar 2016 um 15:50

    Ich wäre dafür, hier dringend eine Petition für eine regensicher überdachte Trampstelle aufzulegen. Am besten eine mit Sitzmobiliar, welche auch von der Kreativbranche nutzbar und partytauglich ist. Muths und Blümels aller Länder – vereinigt voran!
    Grund: endlich mal ein belebender TOP für die staubigen OBR-Sitzungen. Und das gleich für zwei OBRs – also auch den von Pieschen. Sonst machts ja keinen Sinn.
    In die Petition hinein gehört freilich auch eine Forderung, daß vorbeifahrende, nicht-vollständig besetzte Fernbusse zum Halten und Aufnehmen der Gestrandeten verpflichtet werden sollen. Genau.
    Wann ist die nächste Sitzung?

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