Flüchtlinge ziehen ins ehemalige Tryp-Hotel

Gestern sind die ersten Flüchtlinge in das ehemalige Tryp by Wyndham Hotel auf der Fritz-Reuter-Straße 21 eingezogen. Pressesprecher Karl Schuricht teilte auf Nachfrage mit, dass das Hotel bislang nicht umgebaut wurde.

Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Tryp-Hotel

Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Tryp-Hotel

Am gestrigen Montag haben nach Auskunft des Presseamtes 185 Personen ihr Quartier im Tryp-Hotel bezogen. Dabei handelt es sich um Flüchtlinge, die bislang in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht waren. „Die Kapazität des ehemaligen Hotels umfasst grundsätzlich 227 Plätze“, so Stadt-Sprecher Schuricht weiter. In diesem Jahr sollen jedoch über die bereits genannten 185 Asylsuchenden hinaus keine weiteren Flüchtlinge in das vormalige Tryp-Hotel auf der Fritz-Reuter-Straße zugewiesen werden.

Nachtrag:
Wie die Stadt auf Nachfrage bestätigt, wird die Unterkunft in dem ehemaligen Hotel an der Ecke Fritz-Reuter-/Friedensstraße von der Hotel-Gruppe weiter betrieben und die Sozialbetreuung für die Flüchtlinge übernimmt der Malteser Hilfsdienst.

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35 Kommentare zu “Flüchtlinge ziehen ins ehemalige Tryp-Hotel

  1. Nora
    29. Dezember 2015 at 12:58

    eine kleine Korrektur: Betrieben wird das Haus vom Hotel selbst (also die bisherigen Mitarbeiter und Hotelbetreiber). Die Malteser haben „nur“ die Sozialbetreuung übernommen.

    • 29. Dezember 2015 at 13:09

      Danke! Ich warte noch auf weitere Infos von Stadt und Maltesern.

  2. Björn
    29. Dezember 2015 at 14:17

    Ausgesprochen unschön an der Angelegenheit ist, dass die Touristen, die dort eine Übernachtung gebucht hatten, nicht informiert wurden. Ich habe eine bezahlte Buchung und wusste bis vorhin nichts. Wir hatten zwei Nächte vom 31.12. bis zum 02.01. gebucht und haben erst auf Nachfrage erfahren, dass das Gebäude nicht mehr als Hotel genutzt wird (nachdem ein Freund aus Dresden einen Artikel aus der DNN per Mail geschickt hat). Und ein Ausweichquartier in Dresden zu finden ist zu diesem Termin so kurzfristig fast unmöglich. Das läuft wirklich nicht optimal. Jetzt haben wir aber was und können Sylvester in Dresden bleiben. Die Tryp Mitarbeiter haben sich redlich Mühe gegeben. Aber „ganz oben“ scheint einiges sehr planlos zu verlaufen.

  3. Klausi
    29. Dezember 2015 at 16:10

    Cool, freu mich über die neuen Nachbarn

  4. Alraune
    29. Dezember 2015 at 16:46

    mein Garten ist an der Hansastrasse, was kostet eigentlich ein Wachdienst ?

  5. keks
    29. Dezember 2015 at 18:29

    @alraune:

    ich glaube, das hotel hat schon einen wachdienst und kann die menschen, die da unterkommen vor dir beschützen…

  6. Seldon
    29. Dezember 2015 at 18:54

    Hallo Alraune,
    Wachleute werden normalerweise sehr schlecht bezahlt, dass kann nicht so teuer sein… Halbwegs billig zu kriegen auch verschiedenste Handfeuerwaffen. Ist allerdings etwas aufwendiger. Am billigsten dürftest Du kommen, wenn Du Deine Paranoia von einem guten Therapeuten behandeln ließest. Zahlt die Kasse!

  7. An Onym
    29. Dezember 2015 at 19:46

    @Alraune dann pass bloß auf, dass deine Kinder nicht verspeißt werden!http://www.der-postillon.com/2015/08/fluchtling-renkt-seinen-unterkiefer-aus.html

  8. Ecki
    29. Dezember 2015 at 20:58

    @Björn: Ich nehme an, dass Deine „Nachmieter“ es auch ausgesprochen unschön empfinden, nicht in Frieden zu Hause bei Familie und Freunden Silvester feiern zu können…

  9. Stefan
    29. Dezember 2015 at 22:29

    @Ecki Vielleicht finden sie es aber auch schön, dass sie es in ein Land geschafft haben, wo sie die Chance haben, in Frieden Silvester feiern zu können (k.A., ob das im Islam so ist). Auf jeden Fall ist die wirtschaftliche Verbesserung erheblich, das BIP pro Kopf ist in Deutschland mehr als das Zwanzigfache (!) von Syrien.
    Auf jeden Fall finde ich ein so kurzfristiges Ausquartieren von gebuchten Hotelgästen (offenbar ohne Info an diese?!) alles andere als glücklich. Genau so darf es nicht laufen, da brauchen wir uns montags nicht wundern.

  10. turbulent
    29. Dezember 2015 at 22:59

    *es ist immer wieder sehr schön zu wissen wo nun ein „Heim“ eingerichtet wird…ja toll. Das ist ja auch sooo interessant zu berichten, weil man ja wohl sonnst nix zu berichten hat…lieber @Anton das ist nicht nur eine Kritik an dich, sondern an alle anderen Medien und Stadtstaatoberhaupte mit. Dann brauch ich mich dann später nicht zu wundern wenn diverse detaillierte Listen mit Adressen von Flüchtlingsheimen im Internet auftauchen und „DEUTSCHE“ Alarm schlagen. Denn der Wutbürger will ja informiert sein. Man kann den Ball einfach ein biss’l flach halten. Jeder Mensch weiß das diese Menschen hier in unser Land kommen und irgendwie und irgendwo auf Hilfe angewiesen sind. Da muss ich das nicht noch bis ins Grenzenlose breitreten. Als ich in meine jetzige Wohnung eingezogen bin, hat das keine Sau interessiert. Und um die Afrikaner interessiert sich auch niemand in unserem Haus.

    Jetzt muss ich mich ganz ehrlich mal auskotzen. ich finde es zum erbrechen, wenn dieses Thema bis zum Ende ausgekatscht wird. Mir persönlich, wenn ich irgendwo auf der Welt ein Ausländer wäre, würde mir dies nicht unbedingt gefallen, wenn ständig Politik und die Bürger des Landes über mein Schicksal entscheiden…Hilfe und Hilfe sind zweierlei…

    Hallo…ich bin nicht nur Bürger einer Stadt oder Landes, ICH BIN MENSCH DIESER ERDE !!!

    wie heißt es noch in einem Song dessen Namen Ihr erraten könnt:

    „…du stehst nicht unter mir, du stehst nicht über mir, du stehst neben mir…“

    oder in einem weiteren Song von einer anderen Band:

    „ich will nicht wissen wie du heißt, ich will nicht wissen woher du kommst, wichtig ist, dass du mit uns feiern willst“

    sehr weise Worte!

    ich kann nur sagen, der Geist der Menschen ist Müde geworden…echt schade

    mfg tt

  11. HinzundKunz
    29. Dezember 2015 at 23:09

    Was ich bemerkenswert finde, und in den letzten Tage beobachtet werden konnte, dass die Inneneinrichtung; also Restaurantstühle und Mobiliar; in kleine, nicht mehr zugebrauchende Stücke zerschlagen wurde. Offenbar ausgeführt von einem Sub-Subunternehmen, und zum Großteil aus slowakischen Arbeitern bestehend (wie mir berichtet wurde). Ist ja nicht so, dass die Möbel wirklich nur Sperrmüll waren. Widerlich finde ich dieses Vorgehen! Aufgebaut wurden dann 08/15 Metallbetten (Möbel konnte ich keine sehen) Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob die Stadt das Hotel wirklich nur für 2 Jahre anmieten wollte und der 3 Jahresvertrag zur Bedingung gemacht wurde, doch würde es durchaus ins Bild passen. Klar, die Menschen müssen natürlich aus den Zelten, aber die Situation ausnutzen und die Stadt finanziell erpressen, das ist wirklich widerlich.

  12. HinzundKunz
    29. Dezember 2015 at 23:23

    Nebenbei, die Müllcontainer waren im Garagenkomplex gegenüber, etwas versteckt aufgestellt.

  13. Manu
    30. Dezember 2015 at 01:20

    @Keks wer auch immer du bist, danke für deine Antwort an Alraune! Hab ich sehr genossen :)

  14. Erik
    30. Dezember 2015 at 02:00

    Auch wir sind gespannt (im positiven Sinne) auf unsere neuen Nachbarn.

  15. Anmerker
    30. Dezember 2015 at 07:56

    … Immerhin ein lohnendes Geschäft für ein schlecht laufendes Hotel, hier gibt’s für diese Riesen Hotel Group regelmäßigen Zahlungseingang auf Steuerbasis. Business, keine Nächstenliebe!
    * übrigens Silvester-Feiern im Islam gibt es nicht

  16. julia
    30. Dezember 2015 at 09:45

    mir gefällt es nicht, daß war eines der wenigen Hotels die von außen irgendwie noch cool und nach der großen weiten Welt aussahen …

  17. Rico
    30. Dezember 2015 at 10:13

    @keks@seldon@An Onym
    wow, sehr einfühlsam, wie ihr mit anders denkenden Menschen umgeht.
    Ich würde nie zugeben, dass ich mir zum Teil auch Gedanken mache, denn so würde ich in der aktuell 2-Farben-Welt, sofort in die Böse Welt gestellt werden. Auch große Dinge beginnen klein, vielleicht solltet ihr, bzw. wir alle wieder wieder bei der Toleranz im eigenen Umfeld beginnen, bevor wir uns voller Engagement den nächst größeren Zielen widmen.

  18. Henriette Schmidt
    30. Dezember 2015 at 10:30

    Danke Anton für Deine Infos. Henriette

  19. Thosch
    30. Dezember 2015 at 10:43

    Zu sagen wäre vielleicht noch, das die meisten Hotelbetten gegen Doppelstockbetten wie wir sie von Armeezeiten (NVA) kennen getauscht wurden…

  20. nickibude
    30. Dezember 2015 at 11:07

    @Alraune
    glaube Ihre Sorge ist unberechtigt. An Hand der folgenden Statistik ist klar erkennbar, dass der Schwerpunkt auf Ladendiebstählen und Schwarzfahren liegt und die Mehrheit der „Zuwanderer“ sich rechtskonform verhält. Nehme mal an letzteres trifft auch auf alle Deutschen zu. Also alles Bestens.
    http://asylfakten.de/kriminalitaetsstatistik-zeigt-mehrheit-der-zuwanderer-verhaelt-sich-rechtskonform/
    (Link am Ende im Text)
    Das diese Tatsachen (Schwarzfahren/Ladendiebstähle) durch die Medien bisher als böswillige Gerüchte abgetan wurden, passt sicher zur Tradition deutscher staatstreuen Presse.
    @Ecki
    ein Ersatzquartier anzubieten ist in der Hotelbranche ein ganz normaler Vorgang, egal aus welchem Grund, das hat mit den Nachmietern gar nichts zu tun. Natürlich ist es gefälliger den Besucherrückgang unterschwellig PEGIDA an zu lasten.

  21. Pieschener
    30. Dezember 2015 at 11:30

    Herzlich Willkommen an die neuen Nachbarn. Gibt es bereits irgendwelche Initiativen (Willkommensfest, Hausaufgabenhilfe, Sport-Buddies etc.) die sich um das Heim kümmern?

    @Alraune – wie wär’s mit einem Kennenlernfest in deinem Garten? Ich bring auch Salat mit! (Oder mal ernsthaft: wovor hast du Angst?)

  22. Seldon
    30. Dezember 2015 at 14:35

    Hallo Rico,
    wie soll man den auf Alraunes polemische und, nun ja … provokative … Frage Ihrer Meinung nach reagieren? Sorgen, Nöte, Ängste…haben viele, richtig. Gedanken machen ist da ja schon mal ein Anfang. Die Schlussfolgerungen, auf die da bspw. die Montagsspaziergänger kommen, halte ich für falsch und gefährlich. Sündenböcke auszumachen und anzugehen ist ein sehr müdes Ergebnis von Beschäftigung mit der Welt. Das sage ich je nach Gegenüber mehr oder weniger bestimmt. 4..5..10% Flüchtlinge sind nicht das Problem, sondern 0,01 % Profiteure eines menschenverachtenden Wirtschaftssystems. Waffenexporte, Wirtschaftsbeziehungen zu nahöstlichen Terrorregimen, Profitmaximierung auf den Schultern der Arbeiter in der „dritten Welt“….Eines der Ergebnisse ist bspw. dies: Von den 2,1 Billionen Euro, die in den kommenden zehn Jahren an die nächste Generation vererbt werden, entfallen 700 Milliarden Euro, also ein Drittel, auf die oberen zwei Prozent der Hinterlassenschaften. Für die restlichen 98 Prozent bleiben 1,4 Billionen Euro – hier sind die vererbten Beträge seit dem Jahr 2000 auch lediglich um sieben Prozent gestiegen.
    Nehmen wir nur die oberen 2%: 70Mrd Erbschaft/Jahr. Eine Erbschaftssteuer von schlappen 50% (wieso überhaupt leistungsloses Einkommen?): 35 Mrd/Jahr. Kosten Flüchtlinge 2015:
    „Das ifo Institut hat seine Schätzung der Kosten der Flüchtlinge für den Staat erhöht. Es geht nun von 21,1 Milliarden Euro allein für 2015 aus, unter der Annahme, dass bis zum Jahresende 1,1 Millionen Menschen nach Deutschland flüchten. „Das schließt nun Unterbringung, Ernährung, Kitas, Schulen, Deutschkurse, Ausbildung und Verwaltung ein“, “
    2% der Bunzdeutschen erbt soviel, dass davon 1,5 Mio Flüchtlinge versorgt werden könnten…und die Nasen haben nichts anderes zu tun als sich vor Flüchtlingen zu fürchten…
    Quellen:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/erbschaften-zementieren-soziale-ungleichheit-in-deutschland-a-1051998.html
    http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/schaetzung-erhoeht-ifo-institut-fluechtlinge-kosten-deutschland-2015-21-1-milliarden-euro_id_5076366.html

  23. Stefan
    30. Dezember 2015 at 15:52

    @nickibude Auf der Website findet man aber dann auch, wie ich finde sachlich und mit entsprechenden Fakten begründet, die Berichte, dass die Kriminalitätsrate unter Ausländern höher ist als unter Deutschen. Dies wird mit unterschiedlichen Faktoren begründet, was ich auch nicht in Abrede stellen will. Aber im Ergebnis ist es schon so, dass sich Alraune jetzt mehr Sorgen machen kann als vorher. Siehe dazu http://asylfakten.de/sind-auslaender-krimineller-als-deutsche/

    Übrigens mich nerven diese Diebstahlsicherungen in den Supermärkten extrem, seien es die Klammern an Flaschen mit Alkohol (teilw. auch gleich eingeschlossen) oder diese blöden aufgeklebten Sicherheitsstreifen. Die werden da aus guten Gründen dran sein, von daher interessiert es mich schon, ob da jetzt mehr Ladendiebstähle stattfinden oder nicht. Zumal ich die dann auch mitbezahlen werde und das, sorry, nervt mich gewaltig. Natürlich ist es erfreulich, dass dies nur eine Minderheit ist (egal ob bei Deutschen oder bei Ausländern), aber ich hoffe es ist legitim, dass ich einfach keinen Bock drauf habe, dass diese Kriminalität zunimmt. Und nein, egal welchen Hintergrund der Dieb hat, ich habe dafür kein Verständnis. Wenn jemand wirklich gar nichts hat, dann kann er einfach fragen. Komischerweise wird im Normalfall eben nach Geld gebettelt oder eben geklaut. Im ersten Fall kann jeder selbst entscheiden, ob er es unterstützt, aber bei Diebstahl habe ich dafür keinerlei Verständnis. Wenn jemand lebensnotwendige Dinge braucht, dann wie geschrieben einfach fragen. Komischerweise wurde ich noch nie gefragt, ob ich jemand Brot, zu Essen oder sonstwas kaufe und schenke.

  24. Stefan
    30. Dezember 2015 at 17:57

    @Seldon: Klingt alles sehr nett, nur ist – sorry – Unfug. Glaubst Du wirklich ernsthaft, man könnte in Deutschland eine Erbschaftssteuer von 50% (!) einführen?! Also ich kann mir Einiges vorstellen, aber das ist wirklich unrealisitisch. Der Wert ist heute der Höchstwert, wird aber nur sehr selten zur Anwendung kommen. Und ganz sicher werden die 700 Milliarden auch nicht als Bargeld vererbt. Wie genau wollen Sie die 50% dann bekommen, wenn da Firmen und Immobilien dranhängen? OK, man könnte die jetzt zwangsweise verkaufen (irgendwann stellt sich die Frage an wen) und dann 50 % kassieren, aber dies dürfte unsere Wirtschaft etc. nicht unerheblich verändern.
    Wie gesagt, der Vorschlag klingt ja erstmal ganz toll, aber ist in der Realität völlig aussichtslos. Letztes Jahr waren die Einnahmen aus Erbschaftssteuer (insgesamt) bei ca. 5,5 Mill. In Ihrer Rechnung wären es dann 35 Mill. …

    Als nächster Vorschlag kommt dann vermutlich, dass wir den Verteidigungshaushalt zur Refinanzierung nehmen. Da können wir ja auch bis zu 32,44 Milliarden einsparen! (Basis 2014)

    Sorry, aber mit solchen Tagträumereien kommen wir nicht weiter. Wobei ich persönlich den finanziellen Aspekt (aktuell wird nächstes Jahr mit 20 bis 30 Milliarden an Gesamtkosten geschätzt) noch als zweitrangig sehe. Diesen Teil kann DE, so glaube ich, durchaus stemmen. Was alle anderen Aspekte betrifft, habe ich hier und da meine Zweifel. Da hilft es auch nicht, wenn die BK sich hinstellt und immer „Wir schaffen das“ sagt. Damit wird genau überhaupt keine Frage beantwortet.

  25. Seldon
    30. Dezember 2015 at 18:12

    Hallo Stefan,
    Aus der verlinkten Seite.
    „Nicht die Herkunft ist also das Problem, sondern die Lebensumstände. Und die sind bei vielen Ausländern und erst recht Flüchtlingen in Deutschland prekär.“
    UNd prekäre Verhältnisse nehmen auch bei Deutschen zu. Diese Lebensumstände wären also erste „Adresse“ und zu ändern, nicht die Zahl oder Herkunft von Leuten. Das Du kein Verständnis für die sozialen Hintergründe hast ist schade. „Sollen doch fragen“? Vielleicht wollen sie auch einfach nicht auf gnädige Nahrungsmittelspenden angewiesen sein, ihr Leben selbst gestalten usw. usf. „Kein Brot?“ „Sollen sie doch fragen!“ frei nach Marie Antoinette…

  26. Alraune
    30. Dezember 2015 at 19:24

    na da hat sich mein Beitrag echt gelohnt, es ist richtig Leben in der Diskussion.

  27. E-Haller
    30. Dezember 2015 at 23:08

    @ Hinzundkunz: Das mit den Betten hängt doch vor allem daran, dass die Kapazität in den Zimmern deutlich erhöht wurde. Wo früher 2 Leute scliefen, sind es jetzt 4 – 6. Schön? Sicher nicht. Aber konform den Anforderungen und kein Wasser auf die Mühlen z.B. der Pegidisten, die „Luxusunterbringung“ sehen würden.

    Erpressung: schweres Thema. Wie ich es mitbekommen habe, waren ursprünglich 3 Jahresverträge vereinbart. Dann gab es den Stadtratsbeschluss, 2 Jahre zu verhandeln. Da haben die Betreiber „nö“ gesagt. M.E. sollte man das nicht zu kritisch sehen: es ist doch nur naiv, anzunehmen, in 2 Jahren wäre die Welle weg. Genauso naiv, wie der Vorschlag, man könne ja in der Umgebung von DD leer stehende Häuser mieten – liest denn keiner unserer Entscheidungsträger mehr Zeitung?

    Ein Witz hingegen war die vorgesehene Anmietung vom Objekt Großenhainer Straße für 10 Euro kalt die nächsten 10 Jahre. Wohnungen, in der Lage zu dem Preis – WUCHER! Vernünftig, dort einen Riegel vorzuschieben.

    Natürlich machen hier eine Reihe von Leuten Gewinn. Der Hotelier, die Sicherheitsfirmen, Caterer – und auch die Hilfsorganisationen. Mit welchem Recht/ Gesetz will man das verbieten? Die Schuldigen der Flüchtlingskrise können klar benannt werden – müssen aber keine Konsequenzen fürchten. Leider.

  28. Stefan
    30. Dezember 2015 at 23:59

    @Seldon Und wodurch genau entsteht jetzt die Hoffnung, dass wir prekäre Lebensumstände verbessern können, wenn wir die Zahl der Leistungsempfänger um mehr als eine Million Menschen in diesem Jahr erhöht haben? Klar, die absolute Zahl der Menschen, die es schaffen wir steigen, aber genauso wird die absolute Zahl der Leistungsempfänger stark steigen. Und 20 bis 30 Milliarden im nächsten Jahr wollen erstmal erwirtschaftet werden. Sind dann schon fast 10 % des gesamten Bundeshaushaltes. Ja, das Geld kommt nicht nur vom Bund, aber es verdeutlicht doch mal, über welche Summen wir hier reden.

    Was die Frage nach dem Verständnis für die sozialen Hintergründe betrifft, da können wir gern drüber reden. Nur wird es für mich nie ein Rechtfertigung für Diebstahl usw. sein! Zum Glück sieht dies unser Rechtssystem genauso. Brot und andere Grundnahrungsmittel sind übrigens in den Supermärkten nicht besonders gesichert. Wenn jemand sein Leben selbst gestaltet (im Sinn von „geregelt bekommt“), dann wird er auch nicht nach Brot fragen müssen. Wir haben in DE genügend Sicherheitsnetze, so dass zumindest niemand verhungern oder unter der Brücke schlafen muß. Wenn jemand es nicht hinbekommt, gibt es auch noch Hilfe etc. Wer die dann nicht annehmen will (z.Bsp. falscher Stolz), kann ich auch nicht ändern. Auf keinen Fall ist damit Diebstahl oder andere Straftaten zu rechtfertigen.

  29. Seldon
    31. Dezember 2015 at 13:37

    Hallo Stefan,
    ohne Änderung der Lebensumstände aller Menschen, insbesondere der Umstände ihres Lebenserwerbs (vulgo Lohnarbeit) werden natürlich mehr Menschen nichts ändern. Die Hoffnung besteht lediglich darin, dass in dieser Situation, möglicherweise auch Verschärfung der prelären Verhältnisse, diese häufiger in Frage gestellt wird, insbesondere die Eigentums- und Produktionsverhältnisse, die zu den beschriebenen Differenzen im Vermögensverhältnis von Kapital- und Arbeitskraftbesitzern führt. Erwirtschaftet wird mehr als genug, ein Bsp. oben die Erbschaftssituation. Es landet nur in den falschen Händen.
    Angst vor Flüchtlingen:
    „Millionen Ängstlichen geht es vor allem um Besitzstandswahrung. Sie fragen sich, ob sich ihre vertraute Umgebung verändert, weil Flüchtlinge den angestammten Lebensraum mitbenutzen, den man doch eigentlich für sich und seinesgleichen für den Rest des Lebens reserviert hat. Sie fragen sich, ob am Arbeitsplatz neue Konkurrenten auftauchen? Ob die Mieten teurer werden, weil Asylbewerber auf den Wohnungsmarkt drängen? Ob die neuen Fremden die Zahl der Straftaten nicht doch steigern werden und den Terrorismus ins Land tragen?

    Je nach Temperament erwachsen daraus Emotionen zwischen Unwohlsein und Zorn. “
    http://www.stern.de/politik/deutschland/angst-vor-fluechtlingen–was-deutschlands-aeltere-vom-nachwuchs-lernen-koennen-6624430.html

  30. Stefan
    31. Dezember 2015 at 17:55

    Hallo Seldon,

    die Frage ist doch, wie realistisch sind diese Änderungen der Besitzverhältnisse. Leider hält sich mein Optimismus diesbezüglich in Grenzen, wenngleich ich persönlich dies durchaus begrüßen würde. Und ich wäre dann auch gern bereit meinen Teil abzugeben, nur wie gesagt, es fehlt mir der Glaube, dass so etwas funktioniert. Da kommt man ganz schnell zum Beispiel des Sozialismus, in der Theorie nicht so verkehrt, aber in der Praxis immer wieder gescheitert, weil es immer wieder Menschen gibt, die dieses System ausnutzen und es damit letztendlich auch „kaputtmachen“. Aber wie man so schön sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Was den Stern-Artikel betrifft, so klingt es gut mit dem jugendlichen Optimismus, allerdings verbirgt sich darunter wohl auch ein Teil Naivität und Nichtkenntnis der Lebensverhältnisse. Ja, vor paar Jahren hätten mich diese Reden selbst noch genervt, aber im Laufe der Jahre lernt man doch, dass einige Dinge anders laufen, als man sie sich mit Anfang 20 vorgestellt hat. Aber ich will da niemand bremsen, also wenn es die Jugend uns beweisen will, wie man es besser macht, nur zu!

    Soweit dann auch für dieses Jahr, danke für die interessanten Beiträge und einen Guten Rutsch für alle Mitleser!

  31. HinzundKunz
    2. Januar 2016 at 10:57

    Vorab: Ein gesundes neues Jahr 2016 für alle, auch für die Menschen, denen ich niemals die Hand geben würde! ;)

    @Stefan
    Ich denke, man muss sich persönlich davon lösen, die dafür grundlegenden strukturellen Veränderungen zu seinen Lebzeiten noch „genießen“ zu können und den Weg in größerem Zusammenhang sehen. Ein Blick in die Geschichte lässt die Annahme zu, selbst bei einer positiven Prognose würde ich noch immer locker mehr als 200 -300 Jahre vergehen, doch kommen wird der Moment, in dem ein Gesellschaft- bzw. Wirtschaftssystems, dem Sozialismus ähnlich, zwingend wird. Auch in 500 Jahren wird der Sozialismus nicht zu 100% umsetzbar sein, doch als Orientierung und dem aus Notwendigkeiten geborenen Willen, dieser „Ordnung“ so nahe wie möglich zu kommen, ist schon heute für viele Leute das Ziel und im Sinne einer Zukunft der Menschheit, die einzige Möglichkeit die ich sehe. Die einzige Möglichkeit nämlich, zu verhindern, dass die Menschheit sich entweder langsam vergiftet oder in Rohstoff- bzw. Wasserkriegen selbst auslöscht!

  32. HinzundKunz
    2. Januar 2016 at 11:03

    @Stefan
    p.s. Die Erde ist eben auch nur eine etwas größere Osterinsel. Die Geschichte dieser Insel kennen wir, nur die Rückschlüsse bzw. die Moral der Geschichte geht noch zu oft unter.

  33. 16. Juni 2016 at 15:44

    Ich habe beim Vorbeiradeln jetzt zum zweiten Mal eine Szene durch die Glastür beobachtet, die mich stutzen lässt. Vorgestern habe ich von der Reuter-Straße durch die gläserne Eingangstür gesehen, wie in der ehemaligen Hotel-Lobby ein, bis auf die Unterhose entkleideter Mann, von zwei anderen Männern leibesvisitiert wurde. Ein ähnliches Szenario konnte ich dort schon vor ein paar Wochen beobachten als 3 Männer mit Sicherheitswesten einen Mann (Arme ausgestreckt, Beine breit) durchsucht haben.
    Beide Szenen konnte ich beim zufälligen Vorbeiradeln (2-3 Sekunden) von der Straße aus beobachten. Die Intensität des Durchsuchens (bis auf die Haut ausgezogen) und der Ort (durch eine Glastür vom Bürgersteig getrennt – also null Privatsphäre) beunruhigt mich ein wenig und ich werde den Verdacht nicht los, dass der Sicherheitsdienst dort nicht rechtmäßig agiert.

    Weiß jemand, ob meine Befürchtungen überzogen sind? Hat in dem Objekt jemand Ähnliches beobachtet oder weiß jemand etwas über die Lage in der Unterkunft?

  34. toto
    16. Juni 2016 at 16:04

    @Torsten: Ich fahre da fast täglich vorbei und habe noch nichts dergleichen beobachten können..

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