Zwei „falsche“ Spanier machen Wein

Präsentiert Schinken vom Eichelschwein: "Miguel" Matthes

Präsentiert Schinken vom Eichelschwein: „Miguel“ Matthes

Vor knapp einem Jahr hat „Miguel“, der eigentlich Michael Matthes heißt, das Barceloneta übernommen. Mit ihm wandelte sich das kleine Lokal allmählich, zwar gibt es immer noch Tapas und vor allem spanischen Wein, aber aus dem Mainstream-Angeboten der Vorbesitzerin und den klassischen spanischen Kulinaria ist jetzt ein Lädchen für Kenner geworden. Nun hat er sich mit dem zweiten falschen Neustadt-Spanier Karl „Carlos“ Blanke zusammen getan und einen eigenen schweren Roten geschaffen.

Für die Küche hat sich „Miguel“ einen echten Spanier organisiert. „Wir holen die Tapas aus der Tonschale“, verspricht er und weist darauf hin, dass die spanische Küche in den vergangenen Jahren eine echte Revolution erlebt hat, die in Dresden noch nicht so richtig angekommen sei. Nun gibt es hier auf der Alaunstraße unter anderem Sardellenfilets in Sherry-Essig-Marinade oder traditionellen spanischen Eichelschweinschinken und vegetarische Angebote.

Die Liebe zum Wein hat Miguel Matthes natürlich aus Spanien, dort hat er fast 50 Jahre gelebt. Von ersten Weinproben aus Tetra-Packs bis hin zu Qualitätsweinen war es aber ein langer Weg. In der Nähe von Valencia wurde er in Sachen Weinanbau und Verkostung geschult und gab sein Wissen später in einer eigenen Weinschule in Spanien weiter. Mit der Rückkehr nach Deutschland und der Eröffnung seines eigenen Lokals hatte Matthes sich einen Traum erfüllt. Aber dieser war ohne den richtigen Wein nicht so geschmackvoll. Gemeinsam mit dem Dresdner Karl „Carlos“ Blanke, der mit dem Weinhandel „Carlos – Spaniens Weine & Leckereien“ neben der Schauburg am Bischofsweg einen auf Spanische Weine spezialisierten Weinhandel Dresdens betreibt, entschied sich Matthes, zu seinen kulinarischen Eigenkreationen auch einen eigenen Wein zu reichen.

"Miguel" und "Carlos" mit ihrem Wein.

„Miguel“ und „Carlos“ mit ihrem Wein.

Die Trauben dazu reifen unter der warmen Sonne Spaniens in Miguel Matthes alter Heimat Valencia und werden auch dort gekeltert. „Mehrmals im Jahr besichtigen wir die Weinberge, um uns von der Qualität der Trauben überzeugen zu können“, so Matthes. Für seinen eigenen Wein wählte Matthes dann die besonders geschmacksintensiven Trauben des Bobal, Cabernet Sauvignon und Merlot. „Wir wollten keinen Mainstream-Wein entwickeln, sondern einen mit Ecken und Kanten. Wir wollten einen Wein, der sein Terroir und seine Rebsorten zur Entfaltung bringt“, so Matthes weiter. Mit seinen zwei Weinsorten „Concepto“ und „Vinnó“ ist Matthes eine Fusion von klassischen Rebsorten mit moderner Weinbereitung zu fruchtbetonten Weinen gelungen. Die beiden Sorten werden eigens für das „Barceloneta“ gekeltert und können auch nur dort verkostet werden. Wer auf den Geschmack dieser besonderen Weine gekommen ist, kann diese aber auch in limitierter Stückzahl im Dresdner „Carlos“ erwerben.

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1 Kommentar zu “Zwei „falsche“ Spanier machen Wein

  1. Alraune
    30. März 2015 at 14:16

    Anton ! bitte umgehend testen und berichten.

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