Senfeier in der „Klara“

Manchmal muss man auch mal an seine Grenzen gehen. Und für ein gutes Essen kann man schon mal einen kleinen Weg in Kauf nehmen. Mit einem Freund verabredete ich mich. Wir wollten der Klara einen Besuch abstatten. Klara, so heißt das Bistro mit Kantinenflair (oder umgekehrt?) im Kleinen Haus an der Glacis-Straße. Dank neustadttauglichen Drahteseln waren wir auch Ruck-Zuck vor Ort.

Senfeier in der "Klara"

Senfeier in der „Klara“


Dort begrüßte uns eine lachende Bistro-Dame mit wehendem Haar und Lachen in den Augen und der Stimme. Wir, von der Radtour schon etwas angeheitert, witzelten mit ihr herum und bestellten. Sie erklärte uns die Abläufe. Wir können ordern, müssen danach gleich bezahlen und dürfen uns während der Zubereitungsphase schon mal ein Plätzchen suchen. Ich entscheide mich für Eier in Senfsoße. Die kommen prompt und wir finden auch sofort einen freien Tisch. Kein Wunder, denn außer uns isst kein Weiterer hier. Das wiederum leuchtet nicht ein. Denn sowohl mein Senf-Ei als auch die Gorgonzola-Nudeln meines Begleiters sind äußerst schmackhaft, gut gewürzt und nicht zu teuer. Vielleicht liegt die Theater-Kantine dann doch zu weit ab von den ganzen Bürohengsten der Neustadt. Nun, die Wegzeit hierher ist nicht länger als die Wartezeit vor manch bekannter Suppenbar.

Wir sind satt, gönnen uns noch einen Kaffee und verschwinden wieder ins Szene-Viertel.

  • Fazit: Lecker, hübsch eingerichtet, theatralische Bedienung. Klara lässt kaum Wünsche offen. Die Mittagsangebote kosten in der Regel zwischen 2,10 (Suppe) und 4,50 Euro. Der aktuelle Speiseplan findet sich auch auf middagstisch.de.
    Klara, Glacisstraße 28, Öffnungszeiten: an allen Vorstellungstagen 9 bis 23 Uhr

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8 Kommentare zu “Senfeier in der „Klara“

  1. 25. Oktober 2012 at 11:10

    Klara? Ist das das ehemalige Kohlhaas?

    Wieder so ein Name, der Kopfschütteln auslöst. Eigentlich gibt es für Dresdner nur eine Klara, und die steht am Körnerplatz.

    Erinnert mich an die Biosphäre: Wenn es seit zwanzig Jahren einen etablierten Bioladen in der Neustadt gibt, hätte man seinem Bio-Imbiss vielleicht nicht den identischen Namen geben sollen.

  2. 25. Oktober 2012 at 11:31

    Am Körnerplatz gibt es das »Clara« ;-)

    http://dresden.stadtwiki.de/wiki/Weincaf%C3%A9_Clara

  3. S.Ebnitzer
    25. Oktober 2012 at 11:52

    Das Clara in Loschwitz schreibt sich wenigstens mit „c“. Ich habe aber auch erst an dieses gedacht, auch wegen das an die „Grenzen“ gehen (okay, wäre weit darüber hinaus…). Und der Einsatz der Drahtesel hätte dazu auch gepasst: Rakatungtungrakatungonburubummbummbumm * am Körnerweg. Allerdings hätte es dort keinen Mittagstisch gegeben.

    Schade um den Namen „Kohlhaas“. Treffender kann ein Theaterbistro doch kaum heißen. :-D

    [* entnommen dem Song „Jungle Drum“]

  4. 25. Oktober 2012 at 12:07

    Genau. Ich hätte den neuen Laden »Michael« genannt.

  5. notenlegastheniker
    25. Oktober 2012 at 12:16

    Das Bistro wird gewiß gut genutzt, denn die Mimen und Techniker +++ kehren auch ein und wahrschenlich sitzt man eher mal abends länger.
    Die Namens-Fast-Identität finde ich auch peinlich öde, doch könnte es in diesem Fall sogar theatralisch-anregende Verwirrspiele auslösen.
    „Warten auf Godot“ wäre dann zutreffend. ;-)

  6. 25. Oktober 2012 at 15:02

    Ach herrje, welch peinliche Verwechslung meinerseits! :)

  7. S.Ebnitzer
    25. Oktober 2012 at 15:31

    Mir würde ja „Zum zerbrochenen Krug“ gut gefallen.
    Aber da hat man als Betreiber bestimmt Angst, dass es die falschen Gäste anspricht.

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