SPD: Schule in der Post

Wie die SPD Dresden Neustadt soeben mitteilt, regt sie an, im Postgelände an der Königsbrücker Straße ein Stadtteilzentrum für die Neustadt zu errichten: mit Ortsamt, Schule und Freizeitzentrum.

Post im Spiegel - wird das Hinterland zur Schule?
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Für das Gelände zwischen Königsbrücker Straße und Dammweg zum Stadtteilzentrum hatte vor reichlich einem halben Jahr die Florana KG einen Projektentwurf vorgelegt (Neustadt-Geflüster berichtete). Die Pläne von der SPD kommen jetzt überraschend. „Wir halten das für das beste Gelände“, sagt Sabine Friedel, SPD-Stadträtin. Außerdem sei nicht zu erkennen, ob und wie die Florana-Pläne vorankommen. Friedel schätzt, wenn jetzt eine Grundsatzentscheidung fällt, könnte die neue Schule bereits 2014 fertig gestellt sein.

Die Neustadt braucht dringend eine neue Schule, das haben vor einer Weile auch schon die Grünen gefordert, als die Anmeldezahlen für den Schulbezirk Neustadt vorgestellt wurden (Neustadt-Geflüster berichtete).

Nach Meinung der Sozialdemokraten fehlt im Stadtteil auch die Möglichkeit der Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche. Dieser Mangel soll mit der Einrichtung auf dem Post-Gelände behoben werden. Friedel: “Dort ist ausreichend Platz, um nicht nur eine Schule, sondern auch ein Jugend- und Freizeitzentrum unterzubringen. Die Stadt sollte einen Wettbewerb zur Gestaltung des Areals ausloben und durch Ideenwerkstätten die Bürgerinnen und Bürger der Neustadt einbeziehen.”

Stephan Scheele, Neustädter und Elternsprecher der 15. Grundschule, erklärt auf Nachfrage: „Die Stadt wird vermutlich gar nicht drum herumkommen, eine neue Schule zu bauen und das Post-Gelände wäre eine Möglichkeit.“


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20 Kommentare zu “SPD: Schule in der Post

  1. Kam der Vorschlag von Kinderlosen?
    Trotz Schul-Platz-Not hätte ich die Kinder nimmer mit gutem Gefühl auf diese Lärm- und Peststrecke schicken wollen.
    Aber für ein Schwimmbad etc. packe ich gern mit an!

  2. @dd-jazz:

    Ja, auch einige von uns haben Kinder. ;)

    Und wir fordern ja auch schon ewig den zweispurigen Ausbau der Königbrücker. Wenn CDU und FDP sich irgendwann mal dazu durchringen könnten, wär das Problem mit Lärm und Pest auch nicht so groß.

    Abgesehen davon gibt’s ja nun auch nicht unendlich viele Alternativen, wo man in der Neustadt ne Schule hinsetzen könnte. Das Postgelände wär schon ne gute Möglichkeit.

    Ein Schwimmbad wäre sicher schön, aber wenn du nach Pieschen schaust oder in die Freiberger, gibt’s da noch ganz andere Baustellen. Aber z.B. ein Freizeitzentrum mit Squash- oder Tenniscourt oder sowas – da gibt’s nirgends Angebote in Neustadtnähe. Sowas könnte ja durchaus auch privat betrieben werden.

  3. Ein Schwimmbad an der Stelle wäre eine ganz tolle Idee! Das wird ja dann automatisch zu einer Art Stadtteilzentrum. Und vielleicht sogar mit Freibadbereich? Und dann könnte man aus dem jetzigen Nordbad vielleicht eine richtig große Sauna machen, damit man sich nicht immer so drängeln muss. Oder man macht eben ein Parkhaus an die Stelle. Bedarf gibt es ja genug. Für Diskussionen.

  4. Schule find ich erstmal wichtiger als ein Schwimmbad (und das als kinderloser Schwimmfan)

    Die Straße daneben ist unschön, aber für eine Mittelschule fänd ich das noch in Ordnung.

  5. Zweispurig bedeutet leider nicht zwangsläufig weniger Verkehr.
    (Auch Rand-) Neustädter lassen sich doch nicht so schnell von andersortigen ewigen „schwarzen Löchern“ abschrecken!
    Zum Tennis ist man ganz fix auf dem Weißen Hirsch oder in Klotzsche, bzw. ließen sich verschiedene Sportarten in das Areal einbinden (auch Fassaden-Klettern für Kids…)
    Ohm, das wird jetzt die klassische Hochhaus-Schwadronie…
    Oder bitte doch noch eine „Einkaufs-Vermüllung“!!

  6. @ Dr. Azrael Tod
    „Die Straße daneben ist unschön, aber für eine Mittelschule fänd ich das noch in Ordnung.“

    .. was soll das denn heißen???

  7. … Ach ihr Ahnungslosen und Gutmenschen aus der beschaulichen Neustadt, träumt nur weiter von Schwimmbädern, Freizeiteinrichtungen und Squashhallen!
    Die Stadt hat für sowas schon heute kein Geld und knöpft mir im Arnold-Bad für 2h Schwimmen satte 5€ ab!
    Dem nebenan liegenden namo-Stadion sei es wohl gedankt, das wurde doch aus dem Budget Jugend und Sport mitfinanziert!?
    Ich habe auf meinen umfangreichen beruflichen Reisen im Westen noch keine öffentliche Schwimmhalle betreten, die so teuer war wie in Dresden! Nichtmal in München !
    Ausserdem würde das Nordbad, dann wohl hinfällig und das wäre sehr schade!

  8. @gyhly:

    Deswegen ja auch v.a. erstmal ne Schule. Die Schulplatzsituation in der Neustadt ist ja nun bekannt – und bei dem Nachwuchs, den es im Viertel gibt, wird das in den nächsten Jahren nicht besser werden.
    Für den Rest gilt: Schon klar, dass man nicht alles auf einmal haben kann. Aber irgendwann muss man ja mal was fordern oder Sachen ins Gespräch bringen. Ansonsten kriegst du bei der momentanen bei ner CDU/FDP-Stadtspitze nur Brücken und breite Straßen.

  9. obwohl noch fahrzeuge im hause stehen ist die feuerwache auf der louise nach übigau umgezogen. das gebäude steht bald leer und geht in den liegenschaftsfond der stadt über. das sieht von aussen schon aus wie ne schule. zumindest als zehnjährige zwischennutzung ist es als schule denkbar, dann kommt eh der geburtenknick und der laden kann endlich zu schicken etw’s umgebaut werden, wie es vermarktungstechnisch die stadt wohl hinbiegen wird. damit wird allerdings die einstmals gedachte Wegpassage zur groove station völlig in vergessenheit geraten.
    apropos plantschbecken, äh schwimmbad. wie wärs mit fkk-strand hinterm neustädter bahnhof, mit blick auf schockierte bahnreisende?

  10. Apropos Feuerwehr: Gab es da nicht Überlegungen, die Stadtteilbibo reinzusetzen?

    Eine Schule draus zu machen fände ich auch gut – eine Klingel wäre jedenfalls schon mal da!

    Und plantschen würde ich am liebsten aufm Russengelände am Alaunpark – das beste Freibadgelände der Stadt, oder?

  11. Die Feuerwache bleibt in städtischer Nutzung, da zieht die Rettungsdienstausbildung rein, sobald die Feuerwehr raus ist.

  12. @Zissy
    ich wollte sagen dass ich bei einer Mittelschule/Gymnasium weniger Probleme mit der Verkehrslage hätte. Es ist vlt. etwas laut oder so, aber Schüler in diesem Alter sollten schonmal auf dem Schulweg eine Ampel überqueren können oder so.

    Bei einer Grundschule würde das aber vlt. anders aussehen. :-)

  13. dass man bei einer möglichen Schule im alten Postgebäude die Königsbrücker überqueren müsste, stimmt ja nun nur aus Sicht der in der (Kern-)Äußerenneustadtwohnenden. Kinder jenseits der Magistrale müssen bisher schon die Straße passieren, wollen sie in die Schule ;-)
    Kinder gänzlich vom Autoverkehr fernzuhalten, ist in einer Großstadt einfach schwer möglich. Das Wichtigste ist im Moment mehr Schule!

  14. hurra die Standortdebatte ist eröffnet… danke auch für die Vorschläge mit Schwimmhalle und Ortsamt und ich will noch ne Kita rein und nen Konsum auf jeden Fall… das wird dann richtig gut mit all den guten Sachen…aber mal ehrlich für ne neue Schule muss ich doch das blöde Orstamt nicht umziehen… wir haben ja schon kein Geld für die Schule, da sind alle weiteren guten Vorschläge und Träume hübsche Politprosa…

  15. Die Schule hat, ohne Frage, die höchste Priorität für die Sozis. Aber man sollte auch mal anfangen eine grundsätzlicheren Plan für die Neustadt zu machen. Bisher war vieles nur gut gemeint und schlecht gemacht. Der Stadtteil ist größer als die äußere Neustadt. Das Ortsamt ist bspw. für das Hecht extrem weit weg und im Regierungsviertel, wo es momentan ist, wohnen wenig Leute. Das Postgelände dagegen, ist ziemlich zentral. Im Bereich Freizeit sind wir in der Neustadt auch extrem schlecht aufgestellt. Wir haben genau eine Kegelbahn im Ortsmatsgebiet, von Squash, Klettern, etc. mal ganz zu schweigen. Das ginge auch mit einem Minimum an städtischen Geldern, ein privater Investor würde sich für ein Sport- und Freizeitzentrum sicher finden. Das Postareal ist ziemlich groß. Da ließe sich vieles machen, auch die Schule muss nicht in das momentane Postgebäude! Ich plädiere dafür einfach mal mit einer neuen Schule und dem privat betriebenen Freizeitzentrum anzufangen. Das Ortsamt, eine Schwimmhalle und bspw. die Bibliothek können ja später dazu kommen. Hauptsache es gibt endlich mal nen ganzheitlichen Plan…

  16. ja schade daß die Stadt vor Jahren die Schule in der Jordanstrasse dichtgemacht hat….Jetzt wäre es schön, dieses Gebäude noch ‚zu haben‘
    Sprich- in den verschiedensten Stadtverwaltungen fehlt wirklich der Weitblick!

  17. Ich stimme den Linken zu! was soll das denn für eine Begründung sein „nicht genügen Pausenräume“….Das mit der Turnhalle stimmt schon, aber der Weg zur 15. durch den Kunsthof ist aber auch nicht sehr weit… Trotz allen wäre dieses Gebäude aber eine Super- Nebenstelle der 15. GS gewesen… Beispiel für die 4. Klassen…… In anderen Städten gibt es sowas auch zu Hauf…
    trotzdem Schade.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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