Hebammen-Streik

Am kommenden Dienstag wird am Alaunplatz ab 16 Uhr eine Protestveranstaltung von Hebammen stattfinden. An diesem Tag werden viele Hebammen die Arbeit niederlegen.

Hebammen-Protest am Alaunplatz
Hebammen-Protest am Alaunplatz

Der Hintergrund für den Protest: Hebammen müssen hohe Haftpflichtversicherungen abschließen, wenn sie Geburten begleiten wollen. Der Sächsische Hebammenverband befürchtet nun, dass es bei einem wahrscheinlichen erneuten Steigen der Haftpflichtsumme in den zwei Jahren gar keine außerklinische Geburtshilfe mehr geben wird. Darauf möchten die Hebammen aufmerksam machen und rufen auf, sie mit Kindern, Freunden, Pauken und Trompeten zu unterstützen.

16 Kommentare zu “Hebammen-Streik

  1. Das ist so eine Sauerei und kann die Existenz vieler freier Hebammen gefährden!! Und wo landen wir dann wieder? Fließbandarbeit im Krankenhaus mit riesiger Kaiserschnittrate (mehr Geld fürs Krankenhaus), Infektionskrankheiten bei Kind und Mutter und sinnlosen Dammschnitten, damit der Arzt schneller Feierabend hat. Ekelhaft.

  2. Ich wünsch den Hebammen viel Durchhalte und Glück!

    @Anton: Dir ist klar, dass die Formulierung „werden viele Hebammen die Arbeit niederlegen“ zum Kalauern einlädt?

  3. Abgesehen von diesem Kalauer: Ich kann mir andererseits nicht vorstellen, dass auch nur eine Hebamme das wirklich durchzieht: Eine Hochschwangere ruft an, dass ihre Wehen einsetzen und die Hebamme sagt, „nein, ich komme nicht. Morgen vielleicht wieder!“

  4. @Frank: Erstens gibt es natürlich eine Notfallvertretung. Und zweitens sind alle werdenden Mütter informiert, und die Natur hat es ganz gut eingerichtet, dass Babies sich selten auf den Weg machen, wenn die Zeichen dafür ungünstig stehen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung ;-). Der von dir beschriebene Fall ist also eher nicht zu erwarten. Die Hebammen haben einfach kein anderes Mittel, um auf sich und ihre Lage aufmerksam zu machen. Ist halt für Politiker alles „Frauengedöns“…

  5. Wie soll denn eine Lösung aussehen? Sollen diejenigen, die in der Klinik gebären, die anderen mit der Hausgeburt (bei der nunmal ein höheres Risiko gegeben ist) mit bezahlen?

  6. @Frank
    Ich möchte mich Anne anschließen.
    Außerdem beinhaltet die Arbeit einer Hebamme nicht nur das direkte „Kinder zur Weltbringen“,
    sondern auch viele, viele Stunden vor und nach der Geburt (Schwangerschaftsbetreuung etc.)
    Außer an diesem Tag dann ;-)
    Ich denke dass wohl (fast) alle werdenden Mütter vollstes Verständnis für ihre Hebamme n haben werden und an diesem Tag gern auf ihren Termin (welcher ja sicher schon im Vorfeld abgesagt bzw. gar nicht erst vereinbart wurde) verzichten!

  7. @olaf: Wieso höheres Risiko zuhause? Eine Hausgeburt kostet die Krankenkassen übrigens einen Bruchteil einer Klinikgeburt, die einzigen zusätzlichen Kosten wären doch die der Verlegung… Wir werden am Dienstag auf jeden Fall die Hebammen unterstützen!

  8. Ich schließe mich hier robicon an. Ich habe vollstes Verständnis für die Hebammen und unterstütze sie moralisch vollends in ihrem Protest. Doch man sollte deshalb nicht eine derart polemische Schwarzmalerei betreiben, was die Klinikgeburt betrifft. Man sollte niemals vergessen, dass in deutschen Kliniken jährlich Tausende Kinder zur Welt kommen, die unter hausgeburtlichen Umständen ohne Notfallversorgung wohl sterben würden (siehe Notkaiserschnitte, Frühgeburten oder andere Notfälle). Wir haben nicht umsonst eine der niedrigsten Säuglingssterblichkeitsraten weltweit.

  9. @Anton
    Auf der Seite des Sächs. Hebammenverbandes e.V. ist als Treffpunkt für den 30. der AlaunPARK und nicht -platz angegeben, wo gehts denn nun wirklich los?

  10. „Da der Alaunplatz einem Platz ähnelt, wird es häufig als Alaunpark bezeichnet.“

    Sachma Antonius, roochste eigentlich manchmal so bissl was grünes zum Sonntachabend oda Wat willst denne mit dem satz nu wieda sagen?

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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