Polizei im Drogen-Großeinsatz

Polizeieinsatz an der Alaunstraße - Foto: Archiv/März 2017

Polizeieinsatz an der Alaunstraße – Foto: Archiv/März 2017

Während der Revierleiter des Polizeireviers Dresden-Nord, Matthias Imhof, gestern im Ortsbeirat zur Sicherheitslage in der Äußeren Neustadt referierte, waren seine Kollegen im Großeinsatz zur Bekämpfung der Straßenkriminalität im Viertel.

Der Einsatz dauerte von den Mittagstunden bis zum Abend gegen 20 Uhr. Insgesamt waren 39 Polizisten im Einsatz, sie kontrollierten 52 Personen und führten 33 Durchsuchungen von Personen und Sachen durch. Im Ergebnis fertigten die Polizisten zwölf Anzeigen, neun davon wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Bei einer Frau (21/Deutsche) und zwei Männern (16/Deutscher, 46/Algerier) stellten die Polizisten Cannabis bzw. Crystal fest. Sie müssen sich wegen Besitzes von Betäubungsmittel verantworten. Die 21-Jährige hatte zudem einen Teleskopschlagstock bei sich, was eine weitere Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz nach sich zog. Der 46-Jährige muss sich zudem wegen Beleidigung verantworten, da er die Einsatzkräfte beschimpft hatte.

Gegen drei weitere Männer (19/Deutscher, 38/Deutscher, 39/Tunesier) wurden Strafanzeigen wegen des Erwerbs von Betäubungsmitteln gefertigt. Des Weiteren stellten die Beamten zwei Männer (24/Libyer, 33/Libyer), welche Haschisch an die vorgenannten 19- und 39-Jährigen verkauft hatten. Die Durchsuchung der beiden mutmaßlichen Händler brachte weitere Betäubungsmittel sowie Bargeld in szenetypischer Stücklung zu Tage. Gegen das Duo wird wegen Handels mit Betäubungsmitteln ermittelt.

Gegen einen weiteren Mann (26/Algerier) wird ebenfalls wegen Handels mit Betäubungsmitteln ermittelt. Er hatte einem Zivilfahnder Haschisch zum Kauf angeboten. Trotz Fluchtversuch konnten die Beamten den 26-Jährigen stellen. Er hatte noch versucht, sich mehrerer Haschischstäbchen zu entledigen. Die Beamten konnten die weggeworfenen Betäubungsmittel (21 Gramm) sicherstellen.

Insgesamt haben die Beamten vor Ort rund 30 Gramm Betäubungsmittel, vorrangig Cannabisprodukte, sichergestellt.

Bei der Kontrolle eines 32-jährigen Deutschen stellte sich heraus, dass er mit einem im März 2016 gestohlen Fahrrad unterwegs war. Die Polizei führt nun weitere Ermittlungen um zu klären, ob es sich bei ihm um den Dieb handelt oder wie er in Besitz des Rades kam. Die Polizisten des Polizeireviers Dresden-Nord wurden von Einsatzkräften der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt.

In der Ortsbeiratssitzung erklärte Revierleiter Imhof, dass die Polizei im vergangenen Jahr zwar fast genauso viele Einsätze in der Neustadt durchgeführt habe, wie noch 2016. Jedoch sei die Gesamtzahl der Stunden vor Ort mit rund 9.000 auf fast das Doppelte gestiegen. Die Kriminalstatistik für 2017 ist zwar noch nicht vor, aber Imhof erklärte, dass die registrierten Delikte in der Äußeren Neustadt wieder zugenommen haben.

Weitere Meldungen von Polizei und Feuerwehr

Zu betrunken fürs Gefängnis

Wie die Bundespolizei heute meldet, hat sie am Montag gegen 16.30 Uhr am Bahnhof Neustadt einen offensichtlich volltrunkenen Mann kontrolliert. Amtliche Dokumente konnte er nicht vorlegen, ein
Abgleich seiner Fingerabdrücke offenbarte jedoch seine Identität. Es handelte sich um einen 28-Jährigen, der durch das Amtsgericht Görlitz wegen mehrfachen Erschleichens von Leistungen per Haftbefehl gesucht wurde.

Bei Zahlung der noch offenen Geldstrafe in Höhe von 962,50 Euro hätte der indische Staatsangehörige einen Haftantritt vermieden. Diese Summe konnte er aber nicht entrichten. Direkt ins Gefängnis konnte er jedoch auch nicht, denn ein Atemalkoholtest bei seiner Festnahme ergab einen Wert von 2,92 Promille. Unter diesen Bedingungen war eine Haftaufnahme nicht möglich. So verbrachte er die Nacht unter Aufsicht im Polizeigewahrsam und konnte am Dienstagmorgen gegen 09:15 Uhr fast nüchtern der Justizvollzugsanstalt übergeben werden.

Kein Brand – nur Wasserdampf

Am Montagmorgen, kurz vor 7 Uhr kam es in einem Seniorenheim auf der Königsbrücker Straße zu einem Feueralarm. Die alarmierte Feuerwehr konnte schnell Entwarnung geben. Bei der Frühstückszubereitung wurde ein Brandmelder durch Wasserdampf irrtümlich ausgelöst. Im Einsatz befand sich der Löschzug der Feuerwache Albertstadt.

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