Kriminalität in der Neustadt angestiegen

Revierleiter Matthias Imhof (rechts) präsentierte im Ortsbeirat die Kriminalitätsstatistik.
Revierleiter Matthias Imhof (rechts) präsentierte im Ortsbeirat die Kriminalitätsstatistik.
Matthias Imhof, der Revierleiter des Polizeireviers Dresden-Nord, zuständig unter anderem für die Neustadt, präsentierte gestern im Ortsbeirat die Details der Kriminalitätsstatistik für den Ortsamtsbereich. Die Kriminalität in der Neustadt hat insgesamt leicht, in einigen Teilbereichen jedoch stark zugenommen.

Die Zahlen

  • erfasste Fälle: 8713 (2015: 8446; Anstieg um 3,2 Prozent)
  • Aufklärungsquote: 45,2 Prozent (2015: 43,3 %)
  • Tatverdächtige: 2865 (2015: 2726; Anstieg um 5,1 Prozent)
  • Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger: 27,3 Prozent (zum Vergleich: in ganz Dresden 24,5 Prozent)

Weniger Taschendiebstahl

Laut Imhof unterscheidet die Polizei in drei Bereiche, die Eigentumskriminalität (z.B. Diebstahl, Einbruch), Roheitsdelikte (z.B. Körperverletzung) und Rauschgiftkriminalität. Die drei Bereiche würden sich jedoch oft überschneiden.

Mit 4420 Fällen ist die Diebstahlkriminalität insgesamt fast konstant geblieben (2015: 4297 Fälle), jedoch sind einige Bereiche stark gestiegen. So die Einbrüche in Keller oder Dachböden von 323 (2015) auf 498, die Einbrüche in Geschäfte haben auch zugelegt von 681 auf 729.

Abgenommen haben die Fälle von Taschendiebstahl. Waren es 2015 noch 275 Fälle, wurden im vergangenen Jahr nur noch 243 gezählt. Darunter zählen auch die Attacken nach der sogenannten Antänzer-Masche. „Der Höhepunkt war ganz klar zum Jahreswechsel 2015/2016, seitdem ist das rückläufig, das können wir auch schon im ersten Quartal 2017 erkennen“, berichtet der Revierleiter.


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Die drei Schwerpunkte der Kriminalität.
Die drei Schwerpunkte der Kriminalität.

Gewaltkriminalität stark angestiegen

Angestiegen ist die sogenannte Gewaltkriminalität. Dabei werden verschiedene Roheitsdelikte zusammengefasst. Die Zahl der registrierten Fälle im Ortsamts­­­bereich stieg von 259 auf 280. Davon waren 190 Fälle von gefährlicher oder schwerer Körperverletzung, ein Anstieg um fast 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei handelt es sich um Angriffe mit Waffen oder Gegenständen die als Waffe benutzt werden.

Rauschgiftkriminalität leicht rückläufig

Die registrierte Rauschgiftkriminalität ist leicht rückläufig. Nach 522 Fällen 2015 wurden 2016 nur noch 503 Fälle registriert, den Löwenanteil machen Verstöße mit Cannabis aus (2016: 278 Fälle). Dies ist insofern sehr interessant, das es sich hierbei um sogenannte Kontrolldelikte handelt: Kontrolldelikt bedeutet, je intensiver die behördliche Überprüfungen, desto mehr Fälle werden aufgedeckt. Die Menge der Kontrollen hat sich zumindest in der Äußeren Neustadt seit September 2016 stark erhöht. Seit dieser Zeit ist die Polizei nahezu an jedem Wochenende mit mindestens zehn Beamten im Einsatz.

Polizeipräsenz bleibt hoch

Das Fazit für Matthias Imhof. Die Polizei wird weiterhin stark präsent in der Neustadt bleiben, vor allem in den Nachtstunden am Wochenende. Auf Nachfrage eines Ortsbeirates erklärte er, dass im Revier Nord 165 Bedienstete arbeiten, die aber je nach Fall sowohl von der Kriminal- als auch von der Bereitschaftspolizei unterstützt würden.

45 Kommentare zu “Kriminalität in der Neustadt angestiegen

  1. Interessant wäre zu erfahren, wie hoch der Anteil der Täter mit Migrationshintergrund ist im Verhältnis zum Anteil an der Gesamtbevölkerung

  2. @Aquii: Laut dresden.de wurde zum 31.3.2016 ein Ausländeranteil von 6,89 Prozent angegeben.

    Allerdings: „Deutsche, die zugleich eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, gehören nicht zu den Ausländern.“ so steht es in den Erläuterungen der Stadtverwaltung.

    Was ich nicht weiß, ob in dieser Statistik Asylbewerber mitgezählt werden.

    Andererseits können natürlich auch Nichtdeutsche eine Straftat begehen, die gar nicht in Dresden gemeldet sind, weil sie nur zu Besuch da sind. Die Tourismus-Statistik geht von mehr als 400 000 Besuchern aus dem Ausland aus.

  3. Hallo Aquii,
    zu der Problematik von statistischen Aussagen zur Kriminalität best. Bevölkerungsgruppen siehe bspw. hier:
    http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/innere-sicherheit/76639/auslaenderkriminalitaet

    Vergleiche zwischen Ausländern und Deutschen anhand der PKS blenden soziale Merkmale aus, die für die Strafanfälligkeit und die Strafauffälligkeit mit ausschlaggebend und zudem in den beiden Gruppen sehr ungleich verteilt sind. Dazu zählen vor allem Geschlecht (mehr Männer unter den Straffälligen), Alter (mehr Junge), Region (mehr Großstadtbewohner) sowie Qualifikation (mehr Ungelernte). Statistische Unterschiede in der PKS sind somit auch auf die ungleiche Sozialstruktur zurückzuführen, die komplexe gesellschaftliche Ursachen hat.

  4. Statistik hin Vergleichbarkeit her, das ist doch nicht der Punkt. Und Seldon mal ehrlich, glauben Sie, dass wenn wir nur die Männer vergleichen ein anderes Ergebnis heraus kommt? Fakt ist doch eins … es handelt sich hier um kriminelle Asylanten, welche auf der Flucht vor was auch immer, viele Länder durchquert haben in denen sie schon in Sicherheit waren, um unbedingt nach Deutschland zu kommen (oder ist z.B. in Österreich Krieg?). Sie bekommen hier eine Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, Taschengeld etc, alles auf Kosten der Solidargemeinschaft. Sie revanchieren sich bei dieser mit Raub, Drogenhandel, Vergewaltigung usw. Für mich sind das erbärmliche Schmarotzer. Es gibt nur eine Antwort, nach der ersten rechtskräftigen Verurteilung — >„RAUS“.
    Damit wir uns nicht falsch verstehen. Die überwiegend große Mehrzahl der Flüchtlinge, wie zum Beispiel eine Syrische Familie welche vor Krieg und Verfolgung geflohen ist, müssen unsere größtmögliche Hilfe und jedwede Unterstützung bekommen.
    Wir haben kein Flüchtlingsproblem, wir haben ein Problem mit völlig unfähigen Politikern und wählbarer Ersatz ist nicht in Sicht.
    PS ein abgelehnter Asylantrag ist für mich keine Begründung für krimminelles Verhalten

  5. Hallo nickibude,
    1. Ja, die Statistik würde sich gewaltig ändern, wenn Du nur Männer zwischen 18 und 30 aus sozial schwierigen Verhältnissen in die Vergleichsgruppe einbeziehen würdest. (Quintessenz von Seldons Post)

    2. Den völlig unfähigen Politikern ist es offenbar gelungen, den Zuzug von Flüchtlingen von knapp 1 Million im Jahre 2015 auf rund 280.000 (Quelle: Bundesinnenministerium).

    3. Die Forderung –> „RAUS“ ließe sich prima und sofort umsetzen, wenn wir eine Diktatur hätten oder Zugewanderten den Rechtsweg verweigern. Aber selbst dann wird es schwierig, wenn unklar ist, woher der Straftäter überhaupt stammt oder falls es, wie z. B. im Falle von Libyen keine ansprechbare Regierung in dem Land gibt.

    4. Die Formulierung „Fakt ist doch eins … es handelt sich hier um kriminelle Asylanten“ entbehrt jeder Grundlage und kann damit getrost zu den alternativen Fakten gelegt werden. Denn über den Asylstatus sagt die Kriminalitätsstatistik an der Stelle gar nichts aus. Die Bezeichnung „Asylant“ steht laut Duden für Menschen, die um Asyl bitten. Das bedeutet, auf abgelehnte Asylbewerber, bzw. auf Kriegsflüchtlinge oder andere Migranten trifft diese Bezeichnung überhaupt nicht zu. In der von Dir verwendeten Formulierung wird es aber gern von rechtspopulistischen oder rechtsextremen Kreisen verwendet, um das Asylrecht zu diskreditieren.

    Nur eines ist definitiv Fakt – es handelt sich um Kriminelle.

    Und meiner Meinung nach sollte man bei Kriminellen genauso wenig nach der Herkunft unterscheiden, wie im sonstigen Leben.

  6. Ich stimme Nickibudes Meinung komplett zu.

    Das Primärziel muss durch Verstand und reale Fakten bestimmt sein. Die restlichen Umfeldparameter müssen entsprechend angepasst werden. Und genau zu diesem Zweck sind sie veränderbar.
    Rumgeschwurbel, dass die Umfeldparameter oder sonstige ideologische Träumereien ausschließen dem Verstand zu folgen, nerven einfach nur. Und sie führen in den Untergang. Das wissen wir alle.

  7. @ Anton, zu Deinen Aussagen möchte ich Folgendes schreiben:
    1. Woher kommen plötzlich die ganzen Männer, wo doch monatelang uns erzählt und in Bildern gezeigt wurde, dass vor allem Frauen, Kinder und Familien zu uns geflüchtet sind. Wer anderes behauptete, wurde als Ausländerfeind etc. beschimpft. Nun wird plötzlich ein anderer Status Quo gesetzt und auf dessen Grundlage argumentiert. Habe ich was verpasst?
    2. Der Zuzug wurde zuerst durch die ungarische Regierung gestoppt, die von Teilen unserer politischen Eliten dafür bis heute heftig kritisiert wird. Über den Türkeideal will ich hier gar nicht erst schreiben.
    3. Dein sicherlich richtiges Argument begründet erst recht, bei der Einreise in unser Land eben nicht jeden hereinzulassen, weil wir im Zweifelsfall oder Notfall gar nicht wissen, was wir mit diesen Menschen machen sollen.

    Und zu Deiner letzten Auslassung: Wenn es solch gravierende Erscheinungen gibt, was die Herkunft der Kriminellen anbetrifft, dann sollten wir schon entsprechend reagieren, eventuell auch Gesetze ändern. Oder wie machst Du das bei einer von Dir ausgerichteten Feier, wenn Gäste diese stören? Das würde mich mal interessieren.
    Wenn die Fakten nicht zur Kenntnis genommen werden, ist eine Verbesserung nicht möglich. Die Neustadt hat sich dramatisch verändert, und das in kurzer Zeit. Rede mit normalen Polizisten, mit Rettungskräften, da wirst Du klare Ansagen hören. Und wenn der Verdrängungswettbewerb so weiter geht, fürchte ich, wird es noch doller werden. Und den Flüchtlingen, die wirklich unsere Hilfe brauchen, ist damit schon gar nicht geholfen. Das ist Fakt!

  8. Wieviel Diebstaehle in Bars und Kneipen wohl zur Anzeige kommen, und wieviele einfach aufgrund der Tatsache, dass es nachts passiert und viele davon ausgehen, dass eine Anzeige eh nichts bringt, und die Dinge davon nicht wiederkommen, nicht, das waehre sicher interessant.

  9. @Ratscha:
    1. Von Anfang an war bekannt, dass überwiegend Männer kommen. Haben wir zum Beispiel im Neustadt-Geflüster im Dezember 2015 schon diskutiert.
    2. Die Lagerhaft in Ungarn empfindest Du also als eine akzeptablen Umgang mit Menschen? Der Umgang der ungarischen Regierung mit den Flüchtlingen war übrigens auch ein Grund, warum sich die Bundesregierung damals entschieden hat, eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden und die große Zahl an Flüchtlingen aufzunehmen.
    3. Meines Erachtens wird nicht jeder hereingelassen.

    Wenn auf einer Feier Gäste stören, bitte ich sie zu gehen, wenn sie das nicht tun, rufe ich die Polizei. Und wenn in unserer Gesellschaft Menschen Straftaten begehen, werden sie nach unseren Gesetzen bestraft. Ich bin nicht der Ansicht, dass es Gesetzesänderungen bedarf.

    Ich bin auch nicht der Ansicht, dass es sich hier um gravierende Erscheinungen handelt oder gar um eine dramatische Veränderung. Im Vergleich zu anderen Ländern leben wir hier auf einem extrem hohen Sicherheitsniveau. Und im Vergleich zu den frühen 90er Jahren fühle ich mich auch nachts wesentlich sicherer. Auf Zustände wie in den Zeiten zuvor kann ich gern verzichten, auch wenn ich dabei vielleicht eine höhere Kriminalitätsrate hinnehmen nehmen muss.

  10. @Anton

    Wir haben darüber auch schon 2013 und vorher diskutiert.

    http://www.neustadt-ticker.de/20537/aktuell/nachrichten/raub-am-morgen-polizei-sucht-zeugen

    Damals 4,1% Ausländeranteil, 12,1% ausländische Tatverdächtige.
    Heute 6,89 Ausländeranteil, 27,3% ausländische Tatverdächtige. Das Mißverhältnis hat sich also nochmal deutlich gesteigert, und das in nur vier Jahren! Und Touristen können für die Steigerung unmöglich verantwortlich sein, die kommen ja nicht mehr seit Pegida, wie uns erzählt wurde.

    Du siehst also immer noch keine gravierenden Veränderungen? Dann ist wohl Hopfen und Malz verloren…

  11. Danke Anton, dass du dir hier die scheinbar vergeudete Mühe machst und diesen empathielosen und verstandfreien Kommentaren entschieden entgegen trittst. Auch hier im Forum scheinen einige wirklich Angst vor dem Untergang ihrer, auf Imperialismus, Ausbeutung und Unterdrückung basierenden Konsumwelt zu haben und auch keinen Hauch daran interessiert zu sein, welche Ursachen hinter von nicht-deutschen Menschen begangener Kriminalität stehen. Hast du dich schon mal gefragt warum DIE da so wenig haben und WIR so viel? Und vor allem WARUM? Und was würdest du machen, wenn du nix hast, nix machen darfst und zum Teil nicht mal hin darfst wo du willst? Ja geil, die bekommen ne Wohnung, Essen und Trinken und bissl Geld oder Gutscheine. Sehr fruchtbar und macht gute Laune so ein Zustand. Naja zum die Wand anstarren reichts. Stellt euch einfach nur mal ne Minute lang vor, ihr wäret nicht im Überfluss aufgewachsen und Krieg und Totschlag ist vor der Haustür.

    Das alles ändert natürlich nix an den Tatsachen und Statistiken, aber das wird es auch nie, wenn man nur die Sympthome behandelt aber nicht die Ursache der Krankheit. Dafür müsste man aber nachdenken.

  12. Denke, ich habe mich nicht ausreichend ausgedrückt in meinem ersten Kommentar. Mein Interesse an diesen Zahlen besteht dadurch, das hier in NRW nicht aufgelistet wird, wie hoch der Mirgrationsanteil ist. Allerdings spüre ich mittlerweile sehr deutlich, wie auch ich unter diesen „Umständen“ eingeschränkt werde. Beispiel: Letzten Samstag war Nordsternparkfest bei mir in der Nähe, Wetter war seit Wochen gut, Livemusik wurde auch im Amphietheater geboten, also hin. Die Einlasskontrollen zur Bühne waren so restriktiv, dass das übliche Abtasten hier nicht mehr ausreicht. Also Fototasche auf, alles raus und auf links krempeln. Bei der Besichtigung des Nordsternturms ähnlich, also zweimal an einem Nachmittag. Dazu noch Betonpoller an allen Zufahrtsmöglichkeiten des Parks. Die Polizisten mit schlechter Laune, weil eigentlich ein freies Wochenende, dafür aber mit Maschinenpistole vor der Brust. Wahrlich kein schöner Zustand und für mich auch etwas verstörend, weil nicht gewohnt (und ich will mich auch nicht an so etwas gewöhnen) Die Videoüberwachung wird massiv ausgebaut, was ich zwar nicht als unmittelbare Bedrohung empfinde, aber dennoch als sehr unangenehm. Trotzdem gibt es Straßen und Plätze, die in der Dunkelheit gemieden werden sollten, zumal mit Kamera um die Schulter und schon gar als Frau.

    In Essen wählte ein fremdländische Gemeinde die Demokratie in ihrem Heimatland mit 75% deutlich ab, andere Städte im Ruhrgebiet warten mit ähnlichen Ergebnissen auf. Die vielgepriesene Integration: Fehlanzeige!

    Als kleine Leseempfehlung ein Artikel über den Zustand von Gelsenkirchen: https://www.ruhrbarone.de/gelsenkirchen-ist-keine-multikultur/142044

    Und nein, es liegt mir völlig fern, jemanden wegen seines Ausssehns oder Herkunft in irgend eine Ecke zu stellen, aber es stimmt nicht mehr mehr in diesem Land, wenn sich die rechtsfreien Räume immer mehr ausdehnen…

  13. „Stellt euch einfach nur mal ne Minute lang vor, ihr wäret nicht im Überfluss aufgewachsen…“

    In etwa so wie Du? Die Wohnung war schon immer da, Strom und Wärme kommen aus der Wand, Wasser aus den Badfliesen, Geld mit Pappis EC-Karte ausm Automat und fertiges Essen aus Muddis Kühlschrank…? *gröhl*

  14. Ja da kriegt der weiße Mensch schon mal Angst, dass die Konsequenzen von jahrhundertlanger Ausbeutung, Destabilisation und Unterdrückung nun langsam ins eigene Wohnzimmer schwappen. Gier und Neid ist immer das größte Problem für die, die am meisten besitzen. Es könnte ja weniger werden. Das tut mir leid für deine Kamera.

  15. Ich habe subjektiv, also objektiv, den Eindruck, dass die rechts-freien Räume immer kleiner werden. Siehe obige Kommentare.

  16. Ich arbeite in einer Bar,Club ,etc. (seit 10 jahren). Aus meiner Erfahrung kann ich sagen das es Wochenenden gab, wo min. 5 Handys , Jacken und Rucksäcke geklaut wurden. Ich habe es selten erlebt, dass da einer ne Anzeige gestellt hat, meist lag es natürlich an dem Zustand der Leute (Suff).

    Also ist meiner Meinung nach die Zahl der Diebstähle min. 5-10 mal so hoch.

  17. Das Hauptproblem in den Diskussionen ist doch dass es zwei Standpunkte gibt, und aneinander vorbeigeredet wird. Die Statistik zeigt eindeutige Tendenzen und was man hört und auch ‚fühlt‘ ist dass kriminelle Ausländer ein Problem sind. (neben anderen Kriminalitätsproblemen). Antons Standpunkt ist aber der, der zu den Grundprinzipien unserer Gesellschaft gehört, nämlich erstmal alle Menschen gleich zu behandeln, sowohl menschlich als auch rechtlich. Irgendwie wird manchmal nicht richtig kapiert, dass dieses Grundprinzip _immer_ gelten muss, sonst ist es nämlich einen Scheiß wert, irgendwann auch für ‚uns‘.

  18. Ich bin bei diesem Thema auch sehr gespalten. Auf der einen Seite gelten Gesetze und Grundprinzipien für jeden. Ich glaube, wir benötigen auch keine neuen Gesetze, eher eine bessere Durchsetzung dieser. Auf der anderen (der gefühlten) Seite, laufe ich mit meiner 12 jährigen Tochter abends über den Scheunevorplatz. Und dort sind es nicht die Punks, die mir Angst machen! Versucht eurer Tochter zu erklären, dass sie keine Angst vor den Anmachen der nordafrikanischen Jungs zu haben braucht. Wie stelle ich das an, frage ich euch? Spiele ich meine und ihre Angst herunter? Es wird schon nix passieren? Und muss ich warten, bis etwas passiert, um mich äussern zu dürfen? Zum Schluss: um diese Angst zu haben, muss ich nicht in Freital oder Prohlis wohnen. Also frage ich euch, wie gehe ich damit um?

  19. Hallo Felix,
    ich würd zunächst mal versuchen, der Tochter die Situation zu erklären: das die jungen Männer den ganzen Tag nichts zu tun haben, aus einer anderen Kultur stammen, selber Ängste und Frust haben, usw usf. Dumme Sprüche und anzügliche Bemerkungen kann man von hormongesteuerten Jungmänner, gerade in Gruppen und unter Alkoholeinfluß auftretend, immer bekommen. Das ist nervig, verletzend, bescheuert, aber erstmal nicht wirklich gefährlich. In der Öffentlichkeit tatsächlich angegriffen zu werden ist trotz subjektiver Wahrnehmung nicht besonders wahrscheinlich:
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/vergewaltigung-die-wichtigsten-fakten-zu-sexueller-gewalt-1.2937498
    Den Kindern muss ein gesundes Selbstvertrauen vermittelt werden und sie müssen umfassend aufgeklärt werden. Dafür gibt es grad in der Neustadt viele (Frauen/Mädchen) Projekte: Medea, sowieso, Malwina, Shukura.
    Was hat die Schule deiner Tochter für ein sexualpädagogisches Konzept? Frag mal nach, bleib dran…
    Und versuch objektiv zu bleiben: die Erfahrung vor der Scheune ist unangenehm und klingt lange nach, die Autos auf der Königsbrücker sind normal. Trotzdem ist die Gefahr, hier verletzt zu werden, wrschl. weit größer…

  20. Ich hab noch drei verträumte Schwurbeleien, um von den Fakten abzulenken:

    – Polizei und Kriminalstatistik reagieren nach Campbells Gesetz wechselseitig aufeinander. Daher finde ich es merkwürdig, dass sich niemand darüber beschwert, dass die Polizei die Kriminalitätsstatistik präsentiert. Man stelle sich vor, Pharmafirmen präsentierten Studien zur Gesundheit der Deutschen und Monsanto die Welternährungsstudie.

    – Wie viele Verstöße gegen das Ausländerrecht – also Asyl- und Aufenthaltsdelikte – sind in den 27,3% (nichtdeutscher Tatverdächtiger) eigentlich enthalten? Diese Angabe scheint man in Dresden gerne mal wegzulassen. Das wundert mich. Nicht mehr.

    – Love =)

  21. Einfach erstmal lesen….

    „Laut Imhof unterscheidet die Polizei in drei Bereich, die Eigentumskriminalität (z.B. Diebstahl, Einbruch), Roheitsdelikte (z.B. Körperverletzung) und Rauschgiftkriminalität. Die drei Bereiche würden sich jedoch oft überschneiden.“

    Darum ging es hier… nix anderes…

  22. Hi Felix, Seldon hat dir ja schon viele tolle Tipps gegeben.

    Da die Jungmänner aus anderen Kulturen kommen sollte deine Tochter sich da einfach etwas anpassen.

    1. Haare nicht offen tragen und bedecken
    2. nur ganz wenig Haut zeigen
    3. am besten immer auf dem Boden schauen beim vorbeigehen

    Dann klappt das auch mit der Integration.
    Die Jungs haben eben Langeweile. Du hattest das doch früher bestimmt auch und hast dich da wahrscheinlich genauso verhalten. Das ist alles ganz normal in dieser Situation und eigentlich war das schon immer so, es hat sich eigentlich nix geändert in der Neustadt. Und Überhaupt ist es im Straßenverkehr viel gefährlicher, oder auch eine schlimme Grippe zu bekommen ist viel wahrscheinlicher!! Da du ein Mann bist, finde ich auch du solltest da gar nicht so viel selber erklären, gehe einfach zu den ganzen Beratungsstellen und Sexualtherapeuten und lass deine Tochter YOGA machen.

    Alles wird gut!!

  23. Hallo Seldon, vielen Dank für Deinen Kommentar. Einige Deiner Sätze sind absolut richtig.

    Ich mache mir allerdings weniger Sorgen um das Selbstbewusstsein meiner Kinder oder die schulische Aufklärung in Sachen Sexualität. Man ist so gut vorbereitet, wie es eben geht. Ebenso was die Verkehrserziehung angeht. (sicher schützt Dich das auch nicht bei dem einen Fahrzeug, welches bei rot falsch abbiegt). Jedes dieser von Dir aufgezählten Projekte hat auch sicher seine Daseinsberechtigung.

    Aber ich sehe hier weder Schule, noch Umfeld, noch irgendwelche Projekte für Frauen wirklich in der Pflicht. Wobei es mich tatsächlich interessieren würde, da ich selbst nach Verständnis und Erklärung suche, wie man die mittlerweile normalgewordene Polizeipräsenz auf dem Scheunevorplatz erklären würde.

    Ehrlich gesagt kommt mir mein Verständnis etwas abhanden, wenn ich anfangen muss, meinen Heimweg zu überdenken. Egal, wer dafür verantwortlich wäre – Linksautonome, rechte IQ-Wunder oder eben aktuell Nordafrikaner, es ist eine bedenkliche Entwicklung.

  24. Asyl- und Aufenthaltsdelikte fallen in die 27% nicht rein, so erwähnte es nch meiner Erinnerung zumindest Hr. Imhof.

    Darf man Dein „Diese Angabe scheint man in Dresden gerne mal wegzulassen. “ als Vorurteil werten. ;)

  25. @Seldon
    Ihre Erklärung ist zum Teil vollkommen richtig. Der Straßenverkehr ist ein gutes Beispiel. Da werden viele Tote und Verletzte billigend in Kauf genommen, ohne dass jemand ernsthaft dessen Abschaffung verlangt noch in vergleichbaren Größenordnungen demonstriert. (max. eine kleine Demo für Tempo 30 vor dem Kindergarten)
    Ob man ein Übel mit einem anderen bagatellisieren kann, ist aber trotzdem fraglich.
    Das die Opfer an Projekten teilnehmen sollen und die Täter nicht, finde ich dreist.
    Den ganzen Tag nichts zu tun zu haben ist für mich keine Entschuldigung.
    Was mich bei der ganzen Diskussion stört ist, dass hier auf der einen Seite viele entschuldigende und relativierende Erklärungen abgegeben werden wenn es sich um Ausländer handelt, aber auf der anderen, wenn es sich um Angriffe gegen „Ausländer“ handelt, das Ganze wieder nicht so großzügig beurteilt wird.
    Was ist eigentlich, wenn sich Ausländer verschiedener Nationalitäten vor der Scheune krankenhausreif Prügeln. Aufschrei wegen Fremdenhass … Fehlanzeige. Wahrscheinlich nur alkoholisierte, Hormon gesteuerte Männer mit zu viel Tagesfreizeit.(Sarkasmus)
    Im Falle eines in DD ermordeten Eritreers fand sogleich eine Demo gegen Fremdenfeindlichkeit statt.
    Als sich dann herausstellte, dass der Täter ein Landsmann von ihm war, waren die Proteste vorbei.
    So viel nebenbei zum Thema, die Herkunft der Straftäter spielt keine Rolle.
    Das macht mich wütend.
    Fazit: gleiche Maßstäbe anlegen und sämtliche Argumente auf ihre Wirkung überprüfen, wenn sie die „Gegenseite“ verwenden würde. Objektiv bleiben. Toleranz ist auch keine Einbahnstrasse.

  26. Am Ende hat „Unfassbar“ wohl einfach Recht. Menschen, Leben, Tanzen, Welt. Eine Armlänge Abstand und ganz viel Yoga. :)

  27. @Torsten
    wohl wissend, dass Ihr Beitrag nicht ernst gemeint ist, will ich auch meinerseits einen ironischen Kommentar dazu abgeben.
    Es ist relativ unwahrscheinlich, dass ich auf dem Rückflug aus dem Urlaub meinen Reisepass aus dem Fenster der Boeing 737 werfe und mich dann als Flüchtling unter dem Namen Jack Daniels an der Passkontrolle melde.
    Einem Entflohenem der, vor dem Krieg in Österreich, über die Bayrische Grenze flieht, können dagegen schon mal die Personalunterlagen unterwegs aus der Tasche rutschen.
    Solange das Smartphone nicht verloren geht …
    Es ist also offensichtlich, dass so etwas aus der Statistik herausgerechnet werden muss.

  28. 0 Delikte, bezüglich Asyl- und Aufenthaltsdelikte, die Statistik ist diesbezüglich bereits bereinigt, mit diesen Delikten betrug der Wert 34 oder 38%…

  29. Man stelle sich vor, Pharmafirmen präsentierten Studien zur Gesundheit der Deutschen und Monsanto die Welternährungsstudie.

    Man stelle sich vor, Greenpeace erstellte Umweltstudien, PETA welche zum Tierschutz, Pro Asyl wollte beurteilen, ob es sich um Flüchtlinge handelt und die Antifa bestimmte, wer Nazi ist. Absurd, gell?

    Diese Angabe scheint man in Dresden gerne mal wegzulassen. Das wundert mich. Nicht mehr.

    Wenn der Torsti ein wenig im Stoff stehen würde und auch mal was lesen würde, wüßte er, daß diese Dinge schon lange nicht mehr in die Polizeistatistiken einfließen. DAS ergäbe lustige Zahlen! Daß der Torsti aber lieber schwurbelt, wundert mich. Nicht.

  30. hier wird diskutiert, das ist schonmal gut.
    Man könnte sich ja auch genausogut gegenseitig niederbrüllen
    Weitermachen!

  31. Die Zahlen anders gedacht bedeuten doch, dass etwa 72% der Taten auf Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft oder unbekannte Täterschaft zurückzuführen sind. Ausgehend davon erscheint mir die darauffolgende Diskussion als schief.
    Weiterhin sollte gesagt werden, dass es um Tatverdächtige geht, d.h. keine tatsächliche Schuld nachgewiesen ist. Dabei sollte man auch noch bedenken, dass Menschen mit Migrationshintergrund auch schlicht häufiger angezeigt werden, als Menschen ohne Migrationshintergrund.

    An Felix: Du solltest deiner Tochter nicht erklären, dass sie keine Angst vor Übergriffen von „nordafrikanischen Jungs“ haben muss. Du solltest ihr klar machen, dass Männer übergriffig werden können. Dabei ist es unerheblich woher sie kommen. Es ist niemals und unter keinen Umständen ok – egal von wem. Ich fände es fatal dem Mädchen die Vorstellung zu wecken, dass sexuelle Übergriffe nur von Migranten problematisch sind. Die Gefahr als Frau Opfer von sexuellen Übergriffen oder Vergewaltigung zu werden ist in engen sozialen Beziehungen am höhsten. Darauf sollte man sie aufmerksam machen.

  32. @Anis
    Statistiken können meist in verschiedene Richtungen interpretiert werden.
    Die Interpretation unterstützt dann eine Argumentationskette.
    Das wird dir aber wahrscheinlich klar sein.

    Ich neige dazu, die Zahlen anders zu sehen, als wie du es tust. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich denke, die objektivere Sichtweise zu haben. Allerdings bin ich auch froh, deine Sicht der Dinge kennen gelernt und darüber nachgedacht zu haben.

    Beim zweiten Teil gebe ich dir aber absolut Recht.

    Ich bin froh, dass auf dem Ticker bei solchen Themen neutral berichtet wird, und hier nicht Kommentare oder sogar Glossen verfasst werden. Das gibt es zu häufig. (Jetzt im Ticker: Warum die Kriminalität eigentlich gar nicht schlimm ist!) ^^
    Ich bin aber auch froh, dass man hier diskutieren kann, und sich ein (natürlich nicht repräsentatives) Bild der Meinungen der Neustadtbewohner bilden kann.

    Leider habe ich das Gefühl, dass die Fronten verhärtet sind. Seit längerem kommen oft die gleichen Argumente in leicht abgewandelter Form. Ich denke, dass es daran liegt, dass die Empathie und das Verständnis für das Gegenüber fehlt. Fängt bei jungen und idealistischen Mitmenschen im Gegensatz zu gesetzteren Menschen mit Kindern an, und hört bei Menschen auf, die ihr gesamtes Leben in Dresden verbracht haben und Leuten die Sachsen und NRW kennen, wie Aquii und ich. Wobei kennen bei mir wohl zu viel gesagt ist, was Sachsen betrifft. ^^

    Sehr froh bin ich, dass es hier so viele Menschen gibt, denen ihr Viertel am Herzen liegt. Die Schlussfolgerungen, was man wie bewahren und was man ändern möchte, sind halt je nach Position anders. Aber das birgt zumindest eine gute Chance in sich, dass hier alles gut bleibt.

    Vielleicht sollte sich alle mal zu einem Kaffee oder 11-Uhr-Tee treffen, und einen echten Dialog suchen. :o)

    Und sorry, für das Geschwafel

  33. Die Kriminalstatistiker und auch die Hobbystatistiker hier im Forum haben offensichtlich von Ostfriesen gelernt, welche es bekanntlich geschafft haben, Österreichern bei Ebbe Land zu verkaufen.

  34. @ Lenbach: Sie finden Lobbyismus also akzeptabel, weil es ja alle machen? – Ich hatte Sie bisher für einen Bürger gehalten, der mit ausmisten will und jetzt das!

    So pampig wie Sie hier reden („Torsti“ – Ja, geht’s eigentlich noch? Selber feige, aber andere beleidigen?), geht es Ihnen aber nur um persönliche Händel.

  35. @ Ole: Danke für die Ergänzung. Das ging aus dem Artikel nicht hervor.

    Darf man Dein „Diese Angabe scheint man in Dresden gerne mal wegzulassen. “ als Vorurteil werten. ;)

    Ne, das war tatsächlich ein fundiertes Urteil (ohne „Vor-“ und aber). Scheinbar kann man sogar damit daneben liegen ;)

  36. Kriminalität in der Neustadt angestiegen,
    Kriminalität im Internet angestiegen,
    Armut in Deutschland angestiegen,
    Verkehrsaufkommen auf Autobahnen angestiegen,
    Mieten trotz „Mietpreisbremse“ angestiegen,
    Managergehälter weltweit angestiegen,
    Gewinne der Werbeindustrie angestiegen,
    Blutdruck

  37. Durchschnittstemperatur der Meere angestiegen,
    Meeresspiegel angestiegen,
    Rüstungsausgaben angestiegen,
    Beiträge (alle) angestiegen,
    Gewinne der Pharmaindustrie angestiegen,
    Anzahl der psychisch Erkrankten angestiegen,
    Zahl der verunglückten Selfie-Opfer angestiegen,
    Aktienindex angestiegen,
    Strompreise angestiegen,
    Klickrate auf Bibis Beauty Blog angestiegen,
    Downloadrate sog. „Mouse Click Generatoren“ angestiegen,
    Lebensmittelpreise angestiegen,
    Zahl der Geringverdiener angestiegen,
    Discounter- & Biomarkt-Dichte angestiegen,
    Etikettenschwindel bei vermeintlichen Bioprodukten angestiegen,
    und zu guter Letzt:
    Waschbär- sowie Schwarzwildpopulation angestiegen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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