DDR-Punk-Geschichte in der Schauburg

Buchtitel
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Am kommenden Dienstag wird in der Schauburg mit einer Lesung das Buch „Stirb nicht im Warteraum der Zukunft“ von Tim Mohr vorgestellt. Zur Präsentation hat sich der Auto Unterstützung von der männlichen Hälfte von „Stereo Total“ geholt. Das Neustadt-Geflüster verlost Freikarten.

Eigentlich dachte man, mit dem Standardwerk „Wir wollen immer artig sein…“ und dem Katalog „Too much future. Punk in der DDR“ sei die DDR-Untergrund-Geschichte ausreichend beschrieben.

Doch nun hat der Amerikaner Tim Mohr einen 560 Seiten starkes Buch über die Punk-Szene in Ostdeutschland vorgelegt, dass diese Geschichte um einige Aspekte erweitert. Mohr traf viele der zentralen Akteure von damals, als er in den 1990ern in Berlin als DJ tätig war. Etliche Alt-DDR-Punks betrieben nach der Wende verschiedene Clubs, einige tauchten in die neue Techno-Szene ein. Fasziniert von deren Geschichten, setzte sich Mohr in den Kopf, diese Geschichte eines Tages ans Tageslicht zu bringen.

Im Deutschlandfunk-Interview beschreibt Mohr den wesentlichen Unterschied: „Nun, dieses Buch dreht sich nicht wirklich um Musik. Es geht eher um ein sozialpolitisches Phänomen.“


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Viele der Protagonisten des Ost-Punk haben nie öffentlich über ihre Erlebnisse gesprochen. Mohr hat etwa 50 dieser Zeitzeugen interviewt. Ihre Geschichten bilden die Grundlage für ein atemberaubendes historisches Gesellschaftsdrama. Darüber hinaus studierte Mohr zahlreiche Stasi-Akten, die mit der Punkszene zu tun hatten und bekam auch Einblicke in persönliche Akten.

Tim Mohr Foto: Thomas Hoeffgen und Brezel Goring - Foto: Stefanos Notopoulos
Tim Mohr Foto: Thomas Hoeffgen und Brezel Goring – Foto: Stefanos Notopoulos
Zur Lesung und Buchpräsentation wird Tim Mohr von Brezel Göring unterstützt. Der gründete Anfang der 90er Jahre zusammen mit Françoise Cactus die Band Stereo Total.

„Stirb nicht im Warteraum der Zukunft“

  • Die ostdeutschen Punks und der Fall der Mauer, übersetzt von Harriet Fricke, Frank Dabrock, Pappband, 560 Seiten, ISBN: 978-3-453-27127-2, Euro 19,99, Verlag: Heyne Hardcore, weitere Infos unter www.randomhouse.de
  • Lesung am Dienstag, 25. April, 20 Uhr, das Neustadt-Geflüster verlost dreimal zwei Freikarten, bitte eindeutiges Interesse mit Punk-Attitüde in der Kommentarspalte aufschreiben, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

18 Kommentare zu “DDR-Punk-Geschichte in der Schauburg

  1. Als in der „DDR“ großgewordenes „Plattenbaukind“
    bin ich quasi mit der Punkzene in Berlin (Wuhlheide, Alex)
    groß geworden und würde gern Erinnerungen wach
    werden lassen. Somit bekunde ich sehr, sehr großes an
    2 von den 6 Karten.

    I.

  2. Wenn ich mir genug Kohle zusammenschnorre, zahl ich auch gern selbst. Da so ein Tag Urlaub aber auch mal sein muss, erschnorre ich mir lieber 2 Freikarten ;) Also her damit, bitte!

  3. Das ist ja verrückt, dass es jetzt hier diese Verlosung gibt! Ich bekunde sehr GROßES Interesse, da mein Mann mir vorgestern erst ganz enthusiastisch von dieser Lesungen berichtet hat. Da wäre es doch großartig, ihn mit den Freikarten zu überraschen.

  4. puh, mein vorgänger (curry) machts mir echt schwer, aber:

    Die Yuppies könns ooch alleene bezahln, also lass ma lieber n Kulturbeitrag rüberwachsen, sonst brennt dein Benz… *leise-sing: es lebe die Wagen sportlige hey…*

  5. Ich kann Geschenke nur schwer annehmen…aber hier würde ich mich ganz ehrlich und authentisch freuen! Also wenn das große Glück hätte, die 2 Freikarten zu bekommen, ein Traum wäre das. Gönn das ja auch den Anderen, aber hier muss ich eindeutig mal egoistisch denken…

  6. Eben das sechste Pils des Tages geleert… Wenn ich die Karten gewinne un mich bis dahin noch offde Beene halten kann, dann geh ich och hin.
    Ich versuch also hiermit, überhaupt erstmal zu gewinnen.

  7. Wann dreht sich eigentlich die Lostrommel ?
    Soll mein Rücken erst Moos ansetzen bis ich vom
    Gewinn benachrichtigt werde ? :-)

    I.

  8. Die einzige Erinnerung an dieser grausamen Lesung
    wird wohl die Möhre auf meinem Handrücken bleiben.
    Hat der Autor eigentlich mehr Bier gesoffen als er gelabert
    hat ?
    Mein Fazit: Nach ca. 1 Stunde sind mir alle Gesichtszüge
    eingefallen und ich ging als 4.Gast nach Hause.
    Im Saal max.40 Gäste. Alle eingeladen oder Gewinner…?
    Achja, die Bild – & Tonqualität im Saal unter aller Sau.
    (Dies ist auch nicht mit dem Alter der Aufzeichnungen zu
    entschuldigen).
    Danke für nichts.

    I.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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