Der Historiker und Publizist Volker Weiß legt mit seinem neuen Buch „Das Deutsche Demokratische Reich – Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört“ eine detaillierte Analyse zur AfD und zur extremen Rechten in Deutschland vor. Die Untersuchung ist historisch fundiert und konzentriert sich auf deren ideologische Grundlagen und politische Ziele.

Weiß zeigt, wie die extreme Rechte versucht, den westlichen Liberalismus zu überwinden. Im Mittelpunkt steht das Streben nach einer alternativen Geschichtsschreibung. Dabei geht es um die Deutungshoheit über historische und aktuelle Entwicklungen. Ziel sei es, Deutschland aus dem westlichen Kontext zu lösen. Weiß beschreibt eine Strategie, die auf kulturelle Kriegsführung setzt und sich vor allem in der Geschichts- und Geopolitik zeigt.
Im Zentrum steht das von der extremen Rechten propagierte Konzept eines „Deutschen Demokratischen Reiches“. Diese Idee verknüpft autoritäre Elemente aus der deutschen Vergangenheit zu einem neuen politischen Entwurf. Weiß analysiert die Konstruktionen dieser Gegenwelt und beleuchtet deren Widersprüche, Verzerrungen und ideologische Absichten.
Der Autor knüpft mit dem Buch an sein Werk „Die autoritäre Revolte“ an. Auch diesmal widmet er sich zentralen Akteuren und Strömungen der neuen Rechten. Der Blick reicht dabei über Deutschland hinaus bis nach Russland und in die USA, wo ähnliche Entwicklungen zu beobachten sind.
Dr. phil. Volker Weiß, geboren 1972, ist Historiker und Publizist. Er arbeitete viele Jahre als Fachautor unter anderem für die Zeit, Zeit Geschichte, Jungle World, Frankfurter Rundschau, FAZ, Taz und Spiegel Online. Heute schreibt er exklusiv für die Süddeutsche Zeitung. Weiß gilt als einer der profiliertesten Kenner der neurechten Szene. Sein Buch „Die autoritäre Revolte. Die neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“ wurde 2017 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und gilt als Standardwerk zum Thema.
Buchvorstellung und Lesung
Im Rahmen einer Buchvorstellung mit anschließendem Gespräch wird das Werk von Volker Weiß öffentlich präsentiert. Die Veranstaltung findet unter der Moderation von Valentin Lippmann, Landtagsabgeordneter und innenpolitischer Sprecher der bündnisgrünen Fraktion, statt. Nach einer Lesung besteht Gelegenheit zur Diskussion mit dem Autor.
- Schauburg, 11. Dezember, 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
- Das Deutsche Demokratische Reich, 288 Seiten, gebunden, ISBN: 978-3-608-96667-1





















Viele („Keiner“ wäre falsch, bezogen auf die Wahlergebnisse) will die Meinungs- bzw. Machtoption der bildungsfernen Dumpfbacken. Aber eine Veranstaltung, bei der eine Person mit Kreiß-, Hör- und Plenarsaal Biografie einen ähnlich entwickelten Autor moderiert, ist nur für die Blase interessant.
Und dann noch die Anzeige über dem ganz zufälligen unabhängigen Artikel. Das wahre Leben ist dann wohl anderswo.
Alternative Geschichtsschreibung findet mit Hufeisentheorie und Extremismusdoktrin in der Mitte der Gesellschaft statt. Der Faschismus erwächst auf eben dem liberalen Weltbild. Wer von Kapitalismus nicht reden will, soll von Faschismus schweigen!
@Blick vorm Berg
Was soll uns deine messerscharfe Analyse sagen? Sollten Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit Ahnung von einem Thema haben, lieber den Mund halten? Ist es irgendwie anrüchig, die von dir genannten Stationen im Lebenslauf zu haben? Kreißsaal: die meisten von uns; Hörsaal: von Jahrgang zu Jahrgang tendenziell zunehmend und hinsichtlich des Anteils an der Bevölkerung keinesfalls marginal; Plenarsaal: zugegeben – die wenigsten von uns, schon allein systembedingt (sehr begrenzte Zahl der Plätze!). Ist die Plenarsaal-Station im Leben ein Makel für dich? In welchem Sinne ist der Autor „ähnlich entwickelt“? Wer ist die Blase? Welchen „ganz zufälligen unabhängigen Artikel“ meinst du, und welche Anzeige über diesem Artikel?
Wenn du die (von dir offenbar vermutete) eng begrenzte Reichweite eines Angebots bemängeln willst, versuche doch erst mal, deinem Anliegen durch Verständlichkeit eine Reichweite zu verschaffen. Herumgeraune mit der Absicht, irgendwelche Anrüchigkeiten andeuten zu wollen, ohne sie konkret zu bennenen – das ist doch kindisch!
@mm: Das Büro von Lippmann bewirbt die Veranstaltung mit einer Anzeige im Neustadt-Geflüster. Ich habe mir erlaubt, dennoch einen redaktionellen Artikel zu bringen, weil ich die Veranstaltung spannend finde. Die Anzeigen im Neustadt-Geflüster rotieren per Zufallsprinzip. Vermutlich hat „Blick vom Berg“ die Anzeige in der Nähe des Artikels gesehen und stellt daraufhin die Unabhängigkeit der Berichterstattung in Frage. Ich versichere hiermit, dass die Ankündigung der Veranstaltung auch ohne die Anzeigenschaltung stattgefunden hätte. Kann er/sie glauben oder es bleiben lassen.
Weiß sieht dank Grünem schwarz! Abär: „DDR = unser Vaterland!“ Immerhin (dank Steuergroschen) eine kostenlose Chose und nicht von gewalt(ät)igen Protesten bedroht. Nur warum das schwarzsehende Weißbuch nicht verschenkt wird, erschließt sich nicht. Mangelnde Vernetzung ist eher nicht zu vermuten … :)
Ist es mein Horizont, dass ich ca. 50 % der Kommentare nicht verstehe?
Ich denke, es ist der Horizont der 50% der es uns nicht verstehen lässt.