Schuhbeck schließt Ende Januar

Peter Simmel erläutert seine Vorliebe für natürliche Kost.

Moderator Peter Escher interviewt Peter Simmel und Alfons Schuhbeck bei einer Kochstunde im Februar 2016

Wie die Dresdner Morgenpost (Tag24.de) berichtet, schließt der erst im November 2015 eröffnete Gewürzladen im Simmel-Center Ende Januar. Ein Zettel an der Scheibe des Ladens weist darauf hin, Gutscheine noch bis zum 15. Januar einzulösen.

Was ist los im frisch sanierten Hochhaus? Das Bistro „@ petit station“ ist schon aus der Sommerpause nicht mehr aufgetaucht. Nun schließt auch noch der Gewürzladen des Fernseh-Kochs.

Bistro im U-Bahn-Look

Das Bistro im U-Bahn-Look ist schon seit dem Sommer geschlossen

Und das alles in Anbetracht der Tatsache, dass obendrüber gerade kräftig eingeräumt wird. Denn das DDR-Museum zieht von Radebeul ins Simmel-Hochhaus und heißt dann „Welt der DDR“. Die ersten Exponate sind schon da. Ende Januar soll das Museum eröffnet werden.

DDR-Restaurant statt U-Bahn-Bistro

Und die Gerüchteküche munkelt, dass dann auch neues Leben ins Erdgeschoss einziehen soll. Aus dem kleinen Bistro soll dann ein DDR-typisches Lokal werden. Über die geplante Einstufung wurde noch nichts bekannt. Unklar ist auch, ob es ein „Bitte warten, Sie werden platziert“-Schild geben soll.

100.000 Besucher angestrebt

Das Museum „Welt der DDR“ soll am 29. Januar eröffnet werden, danach dann täglich von 10 bis 19 Uhr. Der Eintrittspreis soll bei neun Euro für ein Ticket für Erwachsene liegen. Langfristig rechnet Peter Simmel mit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr.

Das erste Exponat ist schon da. Peter Simmel hat sichtlich Spaß mit dem Moped.

Im September kam das erste Exponat. Peter Simmel hatte sichtlich Spaß mit dem Moped der Marke Jawa.

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22 Kommentare zu “Schuhbeck schließt Ende Januar

  1. 31. Dezember 2016 at 06:19

    Verzweifelter Versuch, einer toten Immobilie neues Leben einzuhauchen?

  2. Fidel
    31. Dezember 2016 at 10:29

    Ja, wir brauchen unbedingt noch viel mehr „tote Immobilien“ (am Albertplatz).

    Jeder, der sich gegen den #Zeitgeist stellt, und das Risiko eingeht, in der weltoffenen und toleranten Neustadt zu investieren, ist ein blöder Zipfel und gehört mitsamt den ganzen Yuppies verjagt!

    Was für ein „verzweigelter Versuch“, sein eigenes #Weltbild zu bestätigen und zu rechtfertigen. :-)

  3. Ulrich
    31. Dezember 2016 at 11:20

    Darf man dann auch für 9€ Schlange stehen vorm Consum für ne Apfelsine?

  4. Krusty
    31. Dezember 2016 at 11:21

    Ich freu mich so, wenn die Turbokapitalisten, auf ihrem gepumten Mist sitzenbleiben, aber die Kredite trotzdem drücken. ich Hoffe auf eine fröhliche Simmel Insolvenz 2017, wäre doch ein Guter Vorsatz.

  5. Saskia
    31. Dezember 2016 at 11:32

    …“Ein kleiner Zettel an der Scheibe des Ladens „… soso Herr Frintert mal wieder nur was nachgeschrieben. Am Schuhbeck hängen 3 große A4 Blätter mit dem Hinweis auf die Schließung und nicht ein kleiner Zettel.

  6. 31. Dezember 2016 at 15:36

    Ein Gewürzladen ohne Gewürze die es nicht auch nebenan bei Edeka gibt hält sich nicht dauerhaft? Wie überraschend!

    Ein DDR-Restaurant ist dann auch nur echt mit Normpreisen, Sättigungsbeilage und natürlich unfreundlicher Bedienung.

  7. Name
    31. Dezember 2016 at 15:36

    Wahnsinn! Lügenpresse!!1!!1!

  8. BA
    31. Dezember 2016 at 20:27

    Was kommt als nächstes vom Hochhaus es hat doch fast keine Zukunft gleich wenn jetzt das Museum einzieht.

  9. Hmpf
    1. Januar 2017 at 13:26

    Nun, dass es wohl keine gute Idee war eine riesige Immobilie an den Albertplatz zu stellen die von vorne herein zum Scheitern verurteilt war – darüber sind wir uns ja dann im Endeffekt einig.

    Über eine „fröhliche Simmel Insolvenz“ wäre ich jetzt aber nicht zwingend traurig. Nicht, dass ich das dem werten Investor persönlich wünschen würde. Aber bevor man einen riesigen und hässlichen Einkaufsklotz an den Rand eines der wenigen Stadtteile stellt, die noch einen vielfältigen Einzelhandel haben und der noch eine kleine Überlebenschance hat, könnte man doch wenigstens kalkulieren wieviele Menschen auf dem Weg zum Simmel nicht schon vorher an einem Supermarkt vorbei kommen dessen Auswahl völlig ausreichend ist. Und über die recht hohen Preise müssen wir ja auch nicht diskutieren.

    Man muss der Veränderung ja nicht allgemein kritisch gegenüber stehen um sich zu freuen wenn ein scheiß Konzept nicht aufgeht!

  10. Vincent
    2. Januar 2017 at 09:25

    Ja die netten Menschen die sich über eine Insolvenz freuen würden..was waren das noch für Zeiten als dieses Hochhaus vergammelte und unten mit Brettern vernagelte hässliche Fenster die vorbeigehenden Passanten begrüßten. Nicht zu vergessen der schicke Absperrzaun, und die Brache dahinter die diesem Ort seinen unwiderstehlich morbiden Charme gab. Ich weine diesen Zeiten wirklich alle Tränen nach, die mein Körper hergibt.

    Es werden sich für beide Geschäfte Nachfolger finden lassen, die Lage ist dafür einfach zu gut. Und wer sich an dem bösen Kapitalisten stört, der kann ja eine der zahlreichen kleinen Lebensmittelgeschäfte aufsuchen, die dort ja wie Pilze aus dem Boden sprießen.

  11. Jubee
    2. Januar 2017 at 10:50

    Wer ein Geschäft eröffnet tut dies mit Gewinnerzielungsabsicht, egal ob es ein Schuhbeck-Gewürzladen oder ein Headshop ist – alles Kapitalisten!
    Daran, dass es die Headshops noch gibt, sieht man, dass Herr Simmel es versäumt hat, sich mit der Struktur seiner potentiellen Kundschaft in der unmittelbaren Nachbarschaft zu beschäftigen.
    DDR ist aber bestimmt en gutes Thema um Kundschaft aus der weiteren Umgebung zu locken – das füllt dann auch die Tiefgarage (mit Westautos).

  12. 2. Januar 2017 at 16:04

    Von Peter Simmel:
    Liebe Neustadt-Geflüster Kommentarschreiber,
    allen alles Gute in 2017, ich erlaube mir mich zu Euren Kommentaren zu äußern: Es stimmt mich traurig, wenn Menschen sich freuen wenn bei anderen etwas schief geht. So eine Art eigenes Glück zu finden hat unser Schöpfer sicher nicht für uns geplant. Ob das wirklich glücklich macht bezweifle ich. Aber ich darf Ihnen auch mitteilen, dass ich es gewohnt bin, dass Dinge nicht so laufen wie geplant und ich als Unternehmer oft auf die Nase gefallen bin. Ich habe mich mit 22 Jahren mit nichts selbständig gemacht – mir wurde nix in die Wiege gelegt, ich hatte viele Niederlagen. Die Freude Herausforderungen zu meistern macht mich glücklich (siehe Schopenhauer) und deshalb konnte ich alle Niederlagen meistern. Mein Ziel war und ist nie Gewinnmaximierung, sondern unsere Vision ist, dass wir für alle ein Genuss sind „SIMMEL…..ein Genuss“ und wir damit zu einem besseren Gelingen unserer Menschheit beitragen. Siehe auch unser Leitbild: http://www.simmel.de/leitbild. Wir engagieren uns zB stark für soziale Projekte im In- und Ausland zB bauen wir in Guinea eine medizinische Berufsschule für Mädchen, ein Waisenhaus in Mali…
    Einen Unternehmer generell als miesen Kapitalisten zu bezeichnen der nur den Untergang verdient hat ist aus meiner Sicht sehr kurz gedacht. Gerne würde ich mich mit denen, die eine solche Meinung haben mal unterhalten, um unsere Meinungen auszutauschen. Dazu lade ich Sie gerne am Donnerstag um 12.00 zu uns ins unseren Markt 1. Etage ein. Alle die sonst dazukommen wollen auch gerne. Ich freue mich auf einen munteren Austausch und hoffe dass Ihr auch kommt. Vielen Dank und beste Grüße Peter Simmel

  13. 2. Januar 2017 at 16:25

    Also ich bin in der Adventszeit ja mal vorbeigeschlendert, als dort die DDR-Fotoausstellung eröffnet wurde. Meine Wahrnehmung: War ganz gut besucht, aber wohl kaum mit Leuten mit „Westautos“, das waren eher Hiesige, aber nicht aus der Neustadt, vorwiegend mittlere bis ältere Jahrgänge. Also angesichts des West-Ost-Vermögensverteilungsgefälles: Da werden neun Euro Eintritt vielen wohl zu viel sein. Ob der Simmelmarkt zum Ladensterben in der Neustadt viel beiträgt, bezweifle ich übrigens. Käse- und Obst-Schlüter hatte es wohl eher mit näher gelegenen Läden zu tun: REWE, Bio-Supermärkte – und bei einem ganz gut situierten Ökopublikum vielleicht sogar mit der VG?

  14. Andreas
    3. Januar 2017 at 22:23

    Immerhin ziehen sie die Verantwortlichen die Konsequenz aus der Kritik, dass es sich ohne professionelle Begleitung im eigentlichen Sinn um kein Museum handelt und benennen es in „Welt der DDR“ um. Problematisch bleibt dieses Vorhaben trotzdem, da Kritisches weithin ausgespart und eine Normalität vorgegaukelt wird, die es so nicht gab.

  15. Bernhard
    4. Januar 2017 at 09:10

    wenn Du den Schlüter-Artikel ganz gelesen hättest…

    „…aber wirtschaftliche Gründe zwingen ihn nicht zum Schließen. Das zu betonen, ist ihm wichtig. „

  16. Peter Macheli
    4. Januar 2017 at 10:25

    Gibt’s die denn jetzt, die Normalität? Oder ist die mit den aktuellen Tütensuppen und AEG-Mixern auch nur vorgegaukelt?

  17. Hechtler
    4. Januar 2017 at 13:43

    Das sehe ich eher positiv. Einfach mal die Exponate anschauen und sich erinnern, ohne irgendeine „professionelle Begleitung“ mit zweifelhafter Agenda dahinter.

  18. 5. Januar 2017 at 15:55

    So, ich war heute vor Ort. Peter Simmel war auch da. Und ein Neustadt-Geflüster-Leser, der zum Ausdruck brachte, dass er sehr froh sei, dass Peter Simmel das Hochhaus saniert habe.

    Von den Kritikern war dann niemand vor Ort. Nun. So hatte der Kaufhaus-Chef genug Zeit, mir die entstehende Ausstellung „Welt der DDR“ zu zeigen.

    Außerdem wischte er die Gerüchte um ein künftiges DDR-Restaurant beiseite. Da gäbe es keine konkreten Pläne, aber etliche Bewerber für die Räume habe er schon. Auch im Hochhaus selber werde zunehmend mehr vermietet. So gibt es seit Anfang der Woche eine Arztpraxis.

  19. 5. Januar 2017 at 20:21

    Ich bezeichne es als Schwäche, hier anonym gegen Unternehmertum Stimmung zu machen. Aber dann möglicherweise noch von den Sozialleistungen von fleißig arbeitenden Menschen leben. Es gehört viel Mut, Ideenreichtum, Tatendrang und Optimismus eines jeden Unternehmers, sei es auch ein Einzelunternehmer, dazu – um sein Glück selbst zu schmieden! Das hat nichts mit Kapitalismus zu tun, sondern mit sozialer Marktwirtschaft. In der Theorie wird nichts entschieden. Nur in der Praxis!

  20. Kalusa
    6. Januar 2017 at 19:44

    Ohne Kapitalisten hättest du nichts zu futtern, Mutti zählt nicht, die kauft auch beim Kapitalisten. Ohne Kapitalisten würdest du dir den Arsch mit Blättern abwischen wenn du es nicht schon machst, ist ja Veggie. Ohne Kapitalisten würdest du noch nicht mal unter einer Brücke schlafen können. Ich könnte so weiter machen aber Zeit ist Geld sagen wir Kapitalisten wenn wir wieder einen Arbeitsplatz schaffen die ja eigentlich niemand braucht weil es gibt ja Geld vom Staat und der Bekommt es von…

  21. 6. Januar 2017 at 21:23

    „Freude wenn bei anderen etwas schief geht“ würde ich es nicht nennen.

    Aber das Geschäft war nun mal ziemlich uninteressant für mich und konzentrierte ziemlich gut alles was mir an übertrieben kommerziellen Aktionen mit großen Namen und wenig Inhalt nicht gefällt.

    Wenn es verschwindet wird an dieser prominenten Stelle Platz für etwas anderes, im Zweifelsfall besseres. Das finde ich ziemlich uneingeschränkt positiv für mich. (halt auch da es die gleichen Gewürze nebenan, noch angepackt, also mit mehr Aroma, für weniger Geld gibt…)

  22. Karsten
    7. Januar 2017 at 00:24

    Ne ehrliche und sympathische Äußerung vom Herrn Simmel. Respekt. Zeugt auch von deutlich mehr Rückrat, als man es bei einigen der oberschlauen Kapitalismuskritikschwätzer beobachten kann.

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