Unterstützung auf Sizilien

Start des Support-Convoy am 8. Dezember in Dresden.
Start des Support-Convoy am 8. Dezember in Dresden.
In der vergangenen Woche ist der „Support Convoy“ von Dresden nach Catania auf Sizilien gestartet. Fünf junge Leute in zwei Transportern, die Flüchtlinge, die in Sizilien gestrandet sind, unterstützen wollen. Am Lenker eines Trans­porters sitzt Kati Wetzel. Die Neustädterin nimmt schon zum zweiten an einem solchen Hilfskonvoi teil. 2015 war sie als Mitstreiterin des Dresden-Balkan-Konvois im serbischen Preševo und im griechischen Chios.

Zwischenstopp in Norditalien
Zwischenstopp in Norditalien
Kati ist selbstständig. Sie arbeitet als Köchin. Zwischen den Aufträgen engagiert sie sich ehrenamtlich für die Flüchtlingshilfe. „Es ist mir ein Bedürfnis, denen, die als Spielball der großen Weltpolitik ihr zu Hause und alles was ihnen lieb und teuer war, verlassen müssen und durch Europa irren, Unterstützung auf ihrem Weg zu geben“, beschreibt sie ihr Anliegen. Bei ihren fahrten sah sie in Preševo und Chios Männer, Frauen, auch hochschwangere, Kinder, Alte und Kranke. Menschen, die Hilfe brauchen. „Sie danken es mir mit einem Lächeln“, versucht sie die Situation zu beschreiben.

Padre Carlo (2.v.l.) im Gespräch mit den Dresdner vom Support Convoy.
Padre Carlo (2.v.l.) im Gespräch mit den Dresdner vom Support Convoy.
Die Fahrt bis Catania hat rund 37 Stunden gedauert. Sie haben vor allem Bekleidung, Hygiene-Pakete und Decken mitgenommen. Vor Ort treffen die Dresdner sich mit verschiedenen Hilfsorganisationen, die schon länger auf der italienischen Insel im Einsatz sind. Gestern haben sie vor Ort Padre Carlo getroffen, der den Helfern spontan seine Gemeinde vorstellte. Der Geistliche betreut illegale Camps, von denen es auf Sizilien inzwischen jede Menge gibt.

Illegale im Armutskreislauf

Padre Carlo weist auf die Lage der „Illegalen“ hin und dass deren Status sie zu leichten Opfern für Ausbeutung macht. „Ein feiner Mensch“, berichtet Kati und erläutert die Situation vor Ort. Wenn Geflüchtete in Italien kein Asyl erhalten, werden sie nicht unbedingt abgeschoben. Laut Gesetzeslage müssen sie aber das Land verlassen. Oft ist das nicht möglich, da sämtliche finanziellen Ressourcen für die Flucht nach Europa aufgebraucht wurden. Die nun mittellosen Menschen sind dann Illegale. Also versuchen sie irgendwie an Geld zu kommen. Das wird von einigen Arbeitgebern wiederum ausgenutzt – ein Armutskreislauf.

Schiffe wie die "SOS Mediteranee" bringen täglich aus Seenot Gerettete an Land in Catania.
Schiffe wie die „SOS Mediteranee“ bringen täglich aus Seenot Gerettete an Land in Catania.

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170.000 Flüchtlinge bis November

Die Situation in Sizilien hat sich mit der geschlossenen Balkan-Route in diesem Jahr wieder verschärft, allein bis November diesen Jahres sind schon rund 170.000 Flüchtlinge übers Mittelmeer gekommen. (Siehe Bericht in der FAZ vom 21. November)

Nach dem Besuch bei Padre Carlo ging es weiter. Es wurden Kontakte zu den Hilfsorganisationen „Borderline Sicily“ und „Oxfam“ geknüpft. Außerdem wurden Spenden im Obdachlosenzentrum Astalli übergeben. Am Bahnhof verteilten die Dresdner dann sogenannten Blue Bags, das sind Reise-Pakete mit Hygiene-Artikeln, Unterwäsche und Handtüchern.

In den blauen Beuteln befinden sich Handtücher, Unterwäsche und Hygiene-Artikel
In den blauen Beuteln befinden sich Handtücher, Unterwäsche und Hygiene-Artikel

Am Wochenende werden die Dresdner wieder zurück kommen. Die Planungen für den nächsten Convoy laufen schon.

Support-Convoy – Unterstützungsmöglichkeiten

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1 Kommentar zu “Unterstützung auf Sizilien

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