Sechs Kilo Cannabis beschlagnahmt

Die Dresdner Polizei meldet heute einen Erfolg im Anti-Drogenkampf. Bereits vergangene Woche konnten die Beamten rund sechs Kilogramm Cannabis­blüten, etwa 60 Cannabispflanzen und entsprechendes Aufzuchtequipment sicherstellen.

Sechs Kilo Marihuana beschlagnahmt. Foto: Polizei

Sechs Kilo Marihuana beschlagnahmt. Foto: Polizei

Die Polizisten hatten einen Hinweis bekommen, dass sich in einer Wohnung an der Robert-Blum-Straße eine „Hanf­plantage“ befinden soll. Der Verdacht erhärtete sich, die Polizei beantragte bei der Staatsanwaltschaft Dresden einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung. Und am vergangenen Dienstag griff die Polizei dann zu. Bei der Wohnungsdurchsuchung fanden sie eine Pflanz­anlage mit drei Indoorzelten und entsprechendem Equipment. Insgesamt fanden die Beamten 60 Cannabispflanzen in verschiedenen Größen. Sechs Kilogramm getrocknete Cannabisblüten (Marihuana) waren schon in Tüten in verschiedenen Größen verpackt. Der Straßenpreis des Marihuana beträgt rund 50.000 Euro (Straßenpreisschätzung laut www.graspreis.de).

Die Polizisten nahmen den Wohnungsmieter, ein 27-jähriger Mann, vorläufig fest. Die festgestellten Cannabisblüten, Pflanzen sowie die Anzuchtutensilien wurden sichergestellt. Gegen den Drogen-Züchter wurde ein Ermittlungs­verfahren wegen Anbau und Handel mit Betäubungsmitteln eingeleitet. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen, er wurde in die Justizvollzugsanstalt gebracht.

  • In Deutschland sind Anbau, Herstellung und auch Handel und Besitz von „Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen“ ohne Genehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) strafbar.
  • Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (Betäubungsmittelgesetz – BtMG)

Beschlagnahmtes Cannabis

Beschlagnahmtes Cannabis – Foto: Polizei

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20 Kommentare zu “Sechs Kilo Cannabis beschlagnahmt

  1. Vasilie
    28. November 2016 at 16:26

    Traurig, traurig.

  2. -
    28. November 2016 at 16:49

    „Anti-Drogenkampf“
    Legalisiert es endlich.

  3. karl
    28. November 2016 at 17:05

    Irgendwie fehlt mir da eine Bezugsgröße.

    Ist das jetzt viel oder wenig? Gibt es jetzt eine Versorgungslücke in der Neustadt oder in ganz Dresden oder der Region? Sind die Preise gestiegen?

  4. egal
    28. November 2016 at 20:07

    “Erfolg“ im Zusammenhang mit “Anti-Drogenkampf“ , das kannst du besser Anton.

  5. Peter Macheli
    28. November 2016 at 20:32

    70000 Tüten ist ungefähr so breit wie 15 Fußballfelder. Die Versorgungslücke existiert auf jeden Fall, Lidl hatte heute kein Gras. Gestern war der noch zu.

  6. Peter Macheli
    28. November 2016 at 21:00

    Im Zuge der Beschaffung ihrer Weihnachtskalenderfüllungen konnte die Dresdner Polizei vergangene Woche lediglich sechs Kilogramm Cannabisblüten beschlagnahmen. „Die zwanzig Beutel zu zwohundert Gramm reichen nicht mal für alle Tage“, berichtet traurig Herbert Pistole, Hauptwachmeister auf der Stauffenbergallee zwischen zwei Marsriegeln.
    Laut Sprecherin Imma-Anna Waffe werden die Kollegen nun verstärkt nach den weiteren vier nötigen Kilogramm fahnden. Verdächtig mache sich dabei im Prinzip jeder, der montags nicht seine staatsbürgerliche Runde im Kreis läuft. Man sei daher optimistisch, die benötigten fünf Kilogramm bis übermorgen noch aufzutreiben.

  7. ein anderer Stefan
    28. November 2016 at 21:13

    Wenns legal wäre, dürfte man es trotzdem nicht selber anbauen und verkaufen, weil der Staat ja dann keine Steuern drauf erheben könnte. Auch dann wäre der junge Mann eingefahren, aber wegen Steuerhinterziehung. http://instantrimshot.com/

  8. Ein anderer Mensch
    28. November 2016 at 23:46

    Quatsch. Tabak darf man ja auch anbauen. Generell darf man alle legal zu kaufenden Pflanzen anbauen.

  9. cleman
    29. November 2016 at 14:32

    Aber Schnaps brennen / Bier brauen ist auch nur bis zu einer bestimmten Menge pro Person und Jahr steuerfrei erlaubt….

  10. christoph
    29. November 2016 at 18:51

    …hat der Herr schonwieder Durst ja?

  11. ein anderer Stefan
    29. November 2016 at 19:51

    Anbauen schon – aber 6 kg als „Eigenbedarf“ glaubhaft zu machen, halte ich dann doch für gewagt. Die Menge ist wohl eher für den Verkauf gedacht, und dann wäre das, selbst wenn Cannabis an sich legal wäre, wohl trotzdem ein Problem.

  12. 29. November 2016 at 20:50

    Anton,

    angesichts dessen, dass da nun jemand vermutlich für Jahre zu Unrecht seiner Freiheit beraubt und mit wahrlich unseriösen Zeitgenossen (Vergewaltiger, Schläger, Zuhälter, Schutzgelderpresser) zusammen gesperrt wird, ist der Beitrag sehr herzlos formuliert. Diese „journalistische“ Neutralität, kotzt mich an. Zumal selbst zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse längst gegen die derzeitige gesetzliche Gangart sprechen. Mich würde zu diesem Fall mal Deine ganz persönliche Meinung interessieren, lieber Anton! Und mich würde interessieren ob du mal gekifft hast UND ob du weißt, von wem du es hattest?

    Ich kenne jemanden, einen ordentlichen jungen Mann, der deswegen eingesessen hat. Ich kenne demzufolge die teils katastrophalen Begleiterscheinungen der Haft, auch die im Umfeld. Gerechtigkeit sieht anders aus!
    Ich kann mit fortschreitendem Alter ja über vieles lachen, aber darüber werde ich wohl nie lachen können. Darüber, dass ***entfernt, siehe Hausordnung***

  13. 30. November 2016 at 09:23

    Hallo paligro,
    es ist immer ein schöner Einstieg in eine Diskussion, den Gegenüber erstmal zu beschimpfen. Da nützt es nur wenig, wenn Du später ein „lieber Anton“ nachschiebst. Das klingt dann in dem Zusammenhang reichlich sarkastisch.

    Ich persönlich halte journalistische Objektivität für sehr wichtig und versuche mich daran zu halten. Deswegen hat meine Meinung in einer solchen Meldung auch nichts zu suchen.

    Nichtsdestotrotz möchte ich Dir meine Meinung zu dem Thema gerne darlegen.

    Ich würde es befürworten, wenn sogenannte weiche Drogen (Cannabis, Kokain) im freien Verkauf (vergleichbar dem Tabakhandel) gäbe. Sogenannte harte Drogen sollten apotheken- oder je nach Stärke rezeptpflichtig sein.

    Unabhängig von meiner persönlichen Meinung sieht das offenbar eine Mehrheit der Gesellschaft anders, sonst wären die Gesetze längst geändert. Selbst eine rot-grüne Bundesregierung hat das nicht geschafft.

    Und wenn nun jemand der Meinung ist, er muss sich nicht an Gesetze halten, sollte er sich auch bezüglich der Konsequenzen bewusst sein.

    Was Deine Frage zu meinem persönlichen Cannabis-Konsum angeht, empfehle ich Dir aufmerksames Lesen meiner Kolumnen aus der Rubrik „Früher war alles besser?“. Und nein, ich habe nie von mir unbekannten Personen Gras oder ähnliches gekauft.

    Bzgl. der Kürzung Deines Kommentars. Nur weil etwas nicht justiziabel ist, muss ich es dennoch nicht veröffentlichen. Wirf doch diesbezüglich mal einen Blick in die Hausordnung.

  14. Peter Macheli
    30. November 2016 at 09:39

    @paligro, viel zu harmlos, ich sähe neben dem jungen Mann, der Gras für 8,80€/g anbietet, bitte gern auch noch den Vermieter, der 8,80€/m² verlangt, im Hammerweg sitzen. Leider ist letzteres legal und ersteres nicht, andersrum wäre besser. Aber ich finde beide Preise moralisch höchst verwerflich.

  15. peanut
    1. Dezember 2016 at 00:28

    „Erfolg im Anti-Drogenkampf“, also echt mal: nicht eine Tüte weniger wird deshalb brennen.
    http://dradiowissen.de/beitrag/cannabis-legal-kiffen-pro

  16. 1. Dezember 2016 at 09:16

    Das Ansehen der Regierung wurde durch das Prohibitionsgesetz beschädigt. Weil nichts schädlicher ist für den Respekt vor der Regierung und dem Gesetz als die Verabschiedung eines Gesetzes, das nicht durchgesetzt werden kann.

  17. falky
    1. Dezember 2016 at 15:44

    @Anton
    Eine vor fast 20 Jahren amtierende Regierung als Argument ranzuziehen, ist ja wohl ein absoluter Witz. Dass die Arbeit der Regierung grundsätzlich dem Willen der Bevölkerung entspräche, setzt noch einen drauf.
    Wenn Du selbst einer Legalisierung offen stehst, warum teils Du dann diese widerliche „Kampf gegen Drogen“-Rhetorik darauf bezogen?
    Und „Konsequenzen“, weil ja „illegal“. Bitte mach den mal einen Artikel, wie böse Grafittis sind. Obwohl, hattest ja schon, der „Anschlag“ auf die Saloppe und so.
    Das mit dem ureflektierten Wiedergekeue hatten wir ja schon und wurde hier ebenfalls angesprochen.
    Die wirst ganz sicher mehr kein wilder Revoluzzeroutlaw mehr und das ist ja auch völlig ok, aber ein klein mehr Anspruch und Fingerspitzergefühl wäre überaus schön. Beschwer Dich zumindest nicht(jaja, machst Du nicht), teilweise nicht ernst genommen(KevinL schrieb mal „Neustadt-Boulevard“, imho garnicht mal so unpassend) oder sogar angehated zu werden. Dass z.B. die Neustadt in den Kommentarspalten wieder vermehrt als „Verbrecherviertel“ und derartiges angefeindet wird, geht eben auch zu einem gewissen Teil mit auf dessen Verantwortung, der die Polizeiberichterstattung unrefelektiert mit flankiert.
    Ich finde es z.B. sehr interessant, wie Asylbewerber als die Megadrogenbosse aufgebaut werden, man sonst was für Razzien schiebt, 40g findet und paar Tage findet man bei einem „Einheimischen“ 6kg. Da passt doch in der Gewichtung, im wahrsten Sinne des Wortes, irgendwas nicht so ganz zusammen, oder?

  18. mongo
    19. Dezember 2016 at 16:55

    2016-quote erfüllt. klatsch klatsch

  19. Kiffen ja, Koks NEIN!
    6. September 2017 at 00:24

    Kokain eine weiche Droge? Sonst geht’s dir aber gut, oder Anton? Da scheint wohl etwas zu viel Koks durch die Nase oder sonst wo durch gewandert sein….

  20. 6. September 2017 at 07:15

    Möglicherweise ist die Einteilung in hart und weich verkehrt. Aber im Gegensatz zu Heroin und Alkohol macht Kokain nicht körperlich abhängig. Damit ist für mich das weiße Pulver eher auf einer Stufe mit Cannabis.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Droge#Klassifizierung_nach_hart_und_weich

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