Der Tag der toten Ratte

Tote Ratte auf der Louisenstraße
Tote Ratte auf der Louisenstraße
Gesehen auf der Louisenstraße. Pikanterweise erhielt ich den Hinweis auf das Motiv von einem Gentrifizierungsforscher. Dieser hat die Dresdner Neustadt schon öfter intensiv untersucht. Ob dies nun der Ausdruck dafür ist, dass das Viertel das Punk-Image ablegt und zum Feier- und Latte-Macchiato-Quartier verkommt, sei dahin gestellt. Bestehende Zusammenhänge sind natürlich rein spekulativ.

18 Kommentare zu “Der Tag der toten Ratte

  1. Ähm….Muß man das jetzt verstehen?? Was hat eine tote Ratte mit „Feiern“ zu tun, und…wie heißt es in dem Artikel: „…zum Feier- + Latte-Macciato-Viertel VERKOMMT??? Was ist daran so schlimm, daß man gleich „verkommt“ ???

  2. Ja ok…..Ich leben zwar im Allgäu(wieder), habe aber 9 Monate in Dresden gelebt(von 2011 bis 2012), und habe in der Zeit die Neustadt sehr lieb gewonnen, obwohl ich kein Punk bin, aber Künstler + Freak! Aber……Es leben doch nicht nur Punks in der Neustadt, sondern, zumindest ist das mein subjektiver Eindruck, eine bunte Mischung von Freaks, Künstler, Punks, Yuppies, Lebenskünstler……Und gerade DAS erklärt das Bild mit der Ratte, das ich als, Weggezogener, der aber sicher im Juni zur BRN kommt, nicht so richtig verstehe…Ich lasse mich aber gerne belehren…. *smile

  3. Verkommen ist das richtige Wort. Der Punkt ist der, das es ein Rückzugsort für Punker, Alternative und andere Subkulturen war, ohne dabei schief angeschaut zu werden. Mittlerweile Prolls und Wannabee’s, aggressive Stimmung jeden Abend und KlugscheisserHipster. Traurig das man ein Szeneviertel so ausgeschlachtet hat und noch tut. Wohnungspreise abnormal, teure Kaffees und Kneipen. Da ist nichts mehr von dem was die Neustadt mal ausgemacht hat. Und das ist mehr als traurig.

  4. An einem schönen Morgen des Monats Mai durchritt eine elegante Amazone auf einer wunderbaren Fuchsstute die blühenden Allen des Bois de Boulogne.

  5. Also, wenn ich mir die Kommentare hier alle so durchlese, macht mich das schon sehr nachdenklich, weil ich eigentlich die Ursprünglichkeit, das Authentische an der Neustadt so liebe, so wie ich es noch 2011 kennenlernen und erleben durfte. Aber, bei der BRN letztes, bzw. vorletztes Jahr konnte man diese negativ-Tendenz ja auch schon feststellen, ich werde mir heuer, wenn ich wieder zur BRN komme(freu mich schon sehr drauf), ein eigenes Urteil bilden von meiner geliebten Dresdner Neustadt.

  6. Sehr treffend auf den Punkt gebracht.
    Und wer noch zur BRN geht und nicht die Flucht
    ergreift, wird es nie verstehen.

  7. Ich lebe seit 15 Jahren in der Neustadt und arbeite hier auch mit Familien und Kindern. Ich hab noch nie verstanden wo hier Punk sein soll, es wohnen eher viele Familien, Alte, Studenten, Kreative und Lebenskünstler hier. Eine bunte Mischung, die ich persönlich toll finde. Punks sehe ich nur zur BRN und besoffen am Pullerplatz auf der Alaunstrasse. Man muss auch nicht jede Weiterentwicklung des Viertels immer verteufeln und seinen Unmut an jede neue Hauswand schmieren. Es gibt doch viele wunderbare kreative Angebote, Ausstellungen, die BRN ist auch teilweise kreativ von Anwohnern gestaltet ect.. Warum soll hier nicht Platz für jeden sein, völlig egal ob Hippster, Familien, Punks, Angestellte im öffentlichen Dienst ect? Denke wir sind hier alle so offen. Es gibt auch noch genug Cafés und Restaurants die nicht teuer sind. Nicht so schwarz malen! Und wenn’s gar nicht mehr gefällt, müsst ihr eben umziehen.

  8. Sehr guter, treffender Kommentar, genau so sehe ich das auch, und so, wie du sie beschreibst, sehe ich die Neustadt, bunt vielfältig, offen, auch mal schrill, auch mal ein bißchen dekadent, morbider Charme, eine vielfältige Mischung von Leuten, Charakteren, Künster, Künste…..Und, ich finde auch, daß in manchen Kommentaren zu dem obigen Artikel zu sehr polarisiert und schwarzgemalt wird, ich freue mich jedenfalls sehr auf die BRN im Juni, und auf die 4 Tage in „meinem Dresden“. LG Chris

  9. “ Belehren ist nicht Punk“ Anton, ich verstehe schon was du meinst, kann aber trotzdem nicht das allgemeine Gejammer verstehen. Kann doch jeder sein Lebensgefühl haben ohne andere auszugrenzen. Ich empfinde die Diskussionen nur manchmal als arrogant gegenüber all den Menschen, die hier leben und gerne mal im Café nen Latte trinken, oder denen, die wunderbare Sachen auf die Beine stellen und die das Viertel besonders machen. Ist doch wurscht ob Punk als Lebensgefühl oder mit zerfransten Klamotten oder Typ im Anzug. Die Mischung macht die Neustadt aus. Wer Punk sein will, der soll und kann doch. Ich empfinde es so, dass es an jedem selbst liegt wie er hier leben und sich einbringen will, es gibt genug Möglichkeiten.

  10. @Hagen

    Ich muss dir leider recht geben !

    …ein gemeinsam geht an der Stelle nicht weil genau diese Personen eine Intoleranz ausstrahlen was man hier sehr oft am eigenen Leib erfahren muss …

    Ob die Personen nu. Hipster oder sonst was sind ist mir da auch super egal …

    Aber da es nun mal bei diesen Personen kein miteinander gegenüber den „anderen“ gibt da ein Riesen „stereotyp“ denken herrscht funktioniert es einfach nicht

    Da ist auch egal ob man sich im Endeffekt mit diesen Personen verstehen würde ,..es ist oberflächlich , arrogant und lieblos gegenüber dem Rest .

    Das ist nunmal so jetzt hier ,..
    Das dies nicht jeder wahr nimmt liegt bestimmt einfach auch an der eigenen Position und Rolle die man bei der Angelegenheit spielt!

    Diese Spannung ist existent , scheiss auf shitstorm ich bin müde von der kacke und hoffe das die Neustadt wieder buntere vibrations bekommt

    :(

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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