Dirk Hilbert wird neuer Oberbürgermeister

Wahlzwischenergebnis um kurz nach 19 Uhr
Wahlzwischenergebnis um kurz nach 19 Uhr
Um kurz vor 19 Uhr stand es fest. Eva-Maria Stange konnte Dirk Hilbert nicht mehr einholen. Zwar konnte sie sich im Laufe Auszählung noch ein ganzes Stück aufholen, aber es reicht nun nicht mehr. Noch sind zwar nicht alle Wahlbezirke ausgezählt, aber in den noch übrigen gibt es nicht mehr genug Wahlberechtigte, damit das Ergebnis noch kippen könnte.

Die Wahlbeteiligung war trotz des Rekord-Wetters relativ hoch. um 17.30 Uhr hatten 41,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre stimme abgegeben, zum Vergleich beim ersten Wahlgang waren es 50,4 Prozent und beim zweiten Wahlgang vor sieben Jahren 32,7 Prozent.

54,2 zu 44 für Hilbert
54,2 zu 44 für Hilbert

Um 20 Uhr waren dann alle Wahlbezirke ausgezählt. In der Neustadt konnte Eva-Maria Stange mit teilweise über 80 Prozent den größten Teil der Wähler überzeugen, Spitzenreiter ist das Wahllokal in der Frühlingstraße mit 85,5 Prozent. Für die gesamte Stadt hat es nicht gereicht.

Eva-Maria Stange erreichte 81.314 Stimmen und damit 44 Prozent.
Lars Stosch (Lara Liqueur) erreichte 3.412 Stimmen und damit 1,8 Prozent.
Dirk Hilbert erreichte 100.118 Stimmen und damit 54,2 Prozent.

Insgesamt wurden 184.844 gültige Stimmen abgegeben, die Wahlbeteiligung lag bei 42,7 Prozent. Alle Zahlen auf dresden.de – toll, die nigelnagelneue Website hielt heute den ganzen Abend stabil durch.


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Nachtrag I:
Die Wahlbeteiligung von 42,7 Prozent entspricht 186 271 Wählerinnen und Wählern. Sie liegt damit gut acht Prozentpunkte unter der Wahlbeteilung des ersten Wahlgangs, aber fast neun Prozentpunkte höher als zur Neuwahl 2008. In allen Stadtteilen war die Wahlbeteilung geringer als im ersten Wahlgang. Vor allem in den Stadtteilen, in denen Frau Festerling im ersten Wahlgang einen besonders hohen Anteil an Stimmen erreichte, sank die Wahlbeteiligung. Cossebaude und in Altfranken/Gompitz verzeichneten mit 11,6 Prozentpunkten den höchsten Rückgang in der Wahlbeteiligung. Den geringsten Rückgang wies die Friedrichstadt mit 5,6 Prozentpunkten auf.

Die höchste Wahlbeteiligung war wie im ersten Wahlgang im Stadtteil Loschwitz/Wachwitz zu verzeichnen, diesmal wählten dort 56 Prozent der Wahlberechtigten. An zweiter Stelle lag Bühlau/Weißer Hirsch mit 54,3 Prozent, gefolgt von Plauen mit 53,3 Prozent. Wie im ersten Wahlgang waren Prohlis-Süd (25,8 Prozent), Gorbitz-Süd (26,2 Prozent) und Gorbitz-Ost (28,0 Prozent) die Schlusslichter bezüglich der Wahlbeteiligung.

Dr. Eva-Maria Stange: Frau Dr. Stange erreichte wie im 1. Wahlgang in der Äußeren Neustadt das mit Abstand höchste Ergebnis, diesmal waren es dort 81,2 Prozent im Gegensatz zu 71,1 Prozent im 1. Wahlgang. Ebenfalls wie im 1. Wahlgang folgte an zweiter Stelle die Leipziger Vorstadt, diesmal mit 74,3 Prozent (1. Wahlgang: 64,6 Prozent) und an dritter Stelle die Innere Neustadt mit 62,5 Prozent (53,8). Ebenso wie im 1. Wahlgang fielen die Stimmenanteile in Schönfeld/Schullwitz mit diesmal 24,0 Prozent (18,8), in Gönnsdorf/Pappritz mit 25,2 Prozent (20,1) und in Lockwitz mit 26,6 Prozent (21,3) am geringsten aus.

Lars Stosch: Hohe Stimmenanteile erreichte Herr Stosch vor allem in der Friedrichstadt mit 3,9 Prozent. Am geringsten fiel der Anteil in Weißig mit 0,8 Prozent aus, gefolgt von Kleinzschachwitz und Altfranken/Gompitz mit jeweils einem Prozent. In sieben Wahlbezirken erhielt er keine Stimme.

Dirk Hilbert: Herr Hilbert konnte insbesondere in den Stadtteilen Schönfeld/Schullwitz mit 74,4 Prozent und Gönnsdorf-Pappritz mit 73,1 Prozent hohe Ergebnisse erzielen, in diesen beiden Stadtteilen erreichte er auch die höchste Zunahme in Prozentpunkten gegenüber den Ergebnissen des 1. Wahlgangs (Schönfeld/Schullwitz 36,8 bzw. Gönnsdorf-Pappritz 38,0 Prozent). Auch in Weixdorf und Lockwitz schnitt er mit 71,6 Prozent überdurchschnittlich ab. Wie im 1. Wahlgang lagen dagegen die Ergebnisse in der Äußeren Neustadt mit 16,3 Prozent und der Leipziger Vorstadt mit 22,7 Prozent deutlich unter seinem stadtweiten Durchschnitt.

Nachtrag II:
Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, waren insgesamt 2935 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer beim zweiten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl im Einsatz. „Allen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern ein ganz herzliches Dankeschön“, sagte der Zweite Bürgermeister Detlef Sittel (CDU). Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer waren in 360 Wahlvorständen und 85 Briefwahlvorständen eingesetzt und ermöglichten den korrekten und reibungslosen Ablauf des Wahltages. Ein ehrenamtliches Engagement, das gerade bei den hochsommerlichen Temperaturen nicht genug gewürdigt werden kann. „Ein Dank auch an die zahlreichen Mitarbeiter innerhalb der Verwaltung, die diesen Wahltag vorbereitet haben,“ so Sittel.

86 Kommentare zu “Dirk Hilbert wird neuer Oberbürgermeister

86 Gedanken zu „Dirk Hilbert wird neuer Oberbürgermeister

  1. Tja, schade. Aber man kann ja nicht alles haben. Wenigstens habe die Griechen mutig gewählt (wie es bislang aussieht). Da kann ich auch den Hilbert tolerieren.

  2. Sehr schön. Jetzt hat der ganze rechte Rand Hilbert gewählt, nur um Stange zu verhindern und morgen wird wieder spazieren gegangen um gg den Ausverkauf durch die Politik zu demonstieren…

  3. @ böller….dein name passt zu dir…so ein schwachsinn… pegida ist schuld, dass stange ni gewonnen hat…naja…ich schiebe es mal auf die sonne…

  4. @Boeller: genau auf solche Kommentare, wie von dir , habe ich echt gewartet. So einer wie du, spaltet die Stadt mit der echt „dämlichen“ Aussage. Es haben oder konnten alle mündigen Bürger der Stadt wählen. Die Entscheidung ist gefallen. Ich persönlich finde es gut, das die Stadt nicht ganz RRG + gekauften Piraten ist. Die Willkür, was der jetzige Stadtrat an den Tag legt, ist echt das schlimmste, was seid der Wende passiert ist. Er spaltet die Stadt in gute und schlechte Menschen. Da gibt es nichts zwischen drinnen.

  5. @Boeller Das glaube ich so nicht. Wenn ich mir die schlechte Wahlbeteiligung anschaue denke ich das Frau Stange es nicht geschafft hat ihre Wähler erneut zu mobilisieren. Sie scheint sogar Stimmen eingbüßt zu haben.

  6. @Holzer: Sie hat ca. 2.000 Stimmen mehr als im ersten Wahlgang geholt. Trotz deutlich geringerer Beteiligung.
    @Boeller: Das glaube ich nicht, wenn Du mal in die Festerling-Hochburg Gorbitz guckst, da hat Stange ganz ordentlich abgeschnitten. Besser als im Stadtschnitt. Ich denke eher, dass die Pegida-Anhänger beim zweiten Wahlgang zu Hause geblieben sind.

  7. Tooooooooorsteeeeeeeeeeeeeeennnnnnnnn ! Wo waren heute die Minnesänger mit dem Lied : die Partei, die Partei hat immer recht (s) ? Alles Trolle oder was ? PS .: Hochmut lieber Torsten kommt vor dem Fall ! Mal Nachdenken !!!

  8. @ Anton Launer
    Das Gejubel auf der Pegidaseite zeichnet halt ein anderes Bild.

    Wenn ich mir anschaue, wie gg Frau Stange (SED-Tante, Hexe, Stange verhindern (was ist das eigentlich für ein programm? usw) Stimmung gemacht wurde, glaube ich kaum, das sie an der Spaltung der Gesellschaft Schuld trägt.
    Was bin ich denn eigentlich für einer?Ich würde ja nichtmal sagen, dass ich unbedingt für Stange gewesen wäre, jedoch gab es halt keine vernünftige Alternative für mich.

    Was sind eigentlich gekaufte Piraten?
    Und woher hat denn nun Hilbert auf einmal die ganzen Stimmen, die ihm im ersten Wahlgang gefehlt haben?
    Fragen über Fragen

  9. Ich denke mal da wird ein guter Teil CDU-Wähler dabei sein.
    Der Ausgang ist nicht überraschend, aber imho bedauerlich. Dann halt weiter wie bisher, wird bestimmt Probleme lösen.

  10. @Boeller: Soweit ich mich erinnere, war Stange dazu angetreten, um die CDU zu verhindern. Soweit ich mich weiter erinnere, hat sie dafür auch mit Linksradikalen und Linksextremen paktiert und gewiss unterm Tisch Deals gemacht. (Anderes zu glauben wäre naiv.) Und wofür hat sie das gemacht? Richtig. Um: an die Macht zu kommen.

    Soweit ich mich erinnere, hat Stange ständig irgendwas von Kapitalisten und Nazis und Rassisten und Fremdenfeinden und so gewahnfiebert.

    Aber die menschliche Psyche neigt dazu -zum Selbstschutz- allerlei Dinge zu verdrängen. Dinge, die nicht ins Weltbild passen. Dinge, die man nicht verkraften kann. Dinge, die man nicht verstehen und verarbeiten kann. Auch ich bin nicht frei davon, denn ich bin ja auch nur Mensch. Also: nimms sportlich.

  11. Hilbert wird Pegida neue Nahrung geben,
    denn er hat z.b. wie beim Thema Wohnungspolitik in Dresden
    kein soziales Gewissen.

  12. 57% der Dresdner hat nicht gewählt, man könnte also auch argumentieren, die Mehrheit wollte keine der beiden Kandidaten. Das denke ich aber nicht wirklich, denn FAULHEIT und DESINTERESSE sind wohl die wirklichen Gründe. Ich sage, das darf einfach nicht sein, wenn es doch mehrheitsdemokratisch sein soll. Ein Recht sich herauszuhalten darf es somit gar nicht erst geben, so also auch nicht auf „politische Dummheit“. Nichtwählen, müsste mit massiven Ordnungsgeldern belegt werden, denn dann würde sicherlich, beinahe von ganz alleine, auch das politische Interesse wieder zurückkommen.
    WAHLPFLICHT, also eine Bürgerpflicht, lautet hierbei das Zauberwort! Leider legitimiert sich Politik/er eben nicht durch Höhe der Beteiligung an Wahlen, wäre dem nämlich so und die 57% wären nicht auf demokratische Verwahrlosung zurückzuführen, sondern eine bewusst getroffene Entscheidung (Stimmenenthaltung) der Bürger gewesen, dann müssten eben beide Kandidaten auch auf offizieller Ebene einsehen, sie überzeugen beide die Mehrheit nicht. Man will sie doch dann offenbar hier einfach nicht haben, und dann müssten sie ihre Kandidatur an einem bestimmten Punkt auch einmal wieder zurückziehen.
    Ja, hier geht es im Moment „nur“ um Lokalpolitik, doch im großen Ganzen gesehen, spricht man dem Bürger ja nicht einmal Volksabstimmungen außerhalb der Wahlperioden als sein Bürgerrecht zu, da kann über die Jahre, und weiteren Mängeln, schon eine gewisse „Lustlosigkeit“ bei den Leuten aufkommen, generell, was Politik anbelangt.
    Tja Leute, kann ich ja verstehen, aber nicht hinnehmen!

    Da die Griechen ja immer als die Erfinder von Demokratie hervorgehoben werden, sollte man dabei vielleicht ehrlicherweise auch mit erwähnen, damals, bei den alten Griechen, gab es durchaus etwas Derartiges, so etwas wie rechtlich verbindliche Volksentscheide (sehr verbindlich sogar), nämlich etwas, was man „Scherbengericht“ nannte.
    Ich denke, das gesamte heutige Wahlrecht gehört endlich auf den Prüfstand, und wenn wir schon dabei sind, wie wäre es 25 Jahre nach dem Beitritt, diese Reform/Anpassung des Wahlrechts endlich mit dem Einlösen des „GG Artikel 146“ zu verbinden?!

  13. @TomDD „So einer wie du“ … ach, lassen wir das, kommt eh nicht an.
    Was Du deinem Verstand beibringen solltest, auch diese Leute wurden von Bürgern dieser Stadt so gewählt, ob nun mehrheitsdemokratisch ist dabei ein anderes, eher grundsätzliches, also systembedingtes Problem. Tja, und die wurden so gewählt, damit sie eben Dinge tun, die sie so tun. ;)
    So dann wirklich „so einer, wie du“ daherkommt und in seinem Unverstand der Dinge irgendetwas von Willkür fantasiert, dann muss ich Dir schon sagen Tommy, das hat irgendwie was und entbehrt nicht auch einer gewissen humoresken Note. :-)

  14. Bei Stange hatte ich zeitweise den Eindruck, dass die keinen vernünftigen Fotografen oder Stylisten oder was weiß ich hatte.
    Ich weiß, es kommt weniger auf das Äußere an, aber die Bilder, die man von ihr teilweise gesehen hat….
    In der SZ war eins, wo die Ausleuchtung des Bildes total furchtbar war…

  15. @Karsten: Ich habe Frau Stange ungefähr 1,5 Stunden lang interviewt, dabei viel keines dieser Worte. „Kapitalisten, Nazis, Rassisten, Fremdenfeinde“ … Außerdem: Wer sind denn Deiner Ansicht nach in der Dresdner Stadtpolitik Linksextreme oder Linksradikale?

  16. Mal davon abgesehen, dass ich mir persönlich auch einen anderen Wahlausgang erhofft hatte, so kann ich Herrn Hilbert bei der Umsetzung eines seiner Ziele nur die Daumen drücken: „Ich möchte Dresden zu einer Vorzeigestadt der Integration und Beschäftigung von Flüchtlingen und Zuwanderern machen.“
    Ich bin gespannt…

  17. @hinzundkunz. Von Wahlpflicht halte ich gar nichts. Wenn sich die Leute nicht informieren (wollen), dann sollten sie auch nicht wählen dürfen. Sonst gucken sie morgens in die Bild und folgen dann einfach dieser „Empfehlung“.
    Im alten Griechenland war es übrigens so, daß man sofort seine Bürgerrechte verloren hat, wenn man zu einer politischen Frage keine begründete Meinung vorweisen konnte. Gewählt haben da also ausschließlich politisch informierte und interessierte.
    Übrigens: Politas waren die Leute, die sich um das Gemeinwohl Gedanken gemacht haben. Menschen, die ausschießlich an den eigenen Vorteil dachten hießen Idiotas. Kein Witz.

  18. Genau Hinz&Kunz so wie zur Kommunalwahl 88 ! Nur noch ungesehen einen Zettel mit den Kandidaten der Nationalen Front falten ab damit in die Urne! Stift in der „Wahlkabine“: Fehlanzeige! Idealerweise geht die ganze Hausgemeinschaft geschlossen zur Wahl (was dann im Hausbuch vermerkt wird). Da sieht man wieder, wessen Geistes Kind Du bist!

  19. Zum Glück hat die Mehrheit in DD Gehirn bewiesen.
    Leid tut es mir um die Schauburg. Als ich Freitag einen Film gucken wollte, musste ich mir einen Wahlwerbespot von der Stange reinziehen. IM KINO! Armseeliger und unpassender geht es nicht. Da kann man also auch nicht mehr hingehen.

  20. @proleteus
    Auf Dich habe ich gerade noch gewartet … hahaha … nichts weißt Du. Na klar, deinem Hirn kommt natürlich sogleich die böse böse DDR in den Sinn, war ja absehbar. War das nicht auch das schlimme Land, in dem die „Kommunisten“ auch niederträchtigderweise Ampelanlagen an Kreuzungen aufbauten und dann die Menschen zwang bei Rot stehen zu bleiben bzw. anzuhalten? Eine heutzutage ja kaum noch vorstellbare Schikane stimmt`s? Mache dir doch bitte bewusst, Wahlpflicht besteht in vielen Demokratien, auch in Europa!
    Hausbucheintrag? Nunu! Ein Bußgeldbescheid ist da doch wesentlich effektiver, und zwar nach Feststellung bzw. einem Abgleichen des Wählerverzeichnisses und vorhanden sein der Wahlbenachrichtigungen. Wer gewählt hat, der hat diese ja schließlich, so wie früher, wieder im Wahllokal abgeben dürfen. Hahaha … Hausbucheintrag, wie lächerlich, in welchem Jahr bist du eigentlich stehen geblieben? Ist das 1988, oder eher 1984? Viele Leute „kennen“ heute kaum noch jemanden in ihrem Haus, es bringt also null Punkte, oder etwa nicht? Und außerdem, auch Bürgerpolizisten, früher einfach „ABV“ abgekürzt, sollen ja gerade wieder groß in Mode kommen. Sagt ja niemand, dass die dich abholen sollen bzw. bei dir klingeln, wenn du nicht erscheinst. ;)
    Nein, aber das Land brauch doch Kohle und sei chronisch klamm wird doch stets lamentiert, oder? Also, wer nicht wählt, der bezahlt sie dann wenigstens, die Wahl.

  21. @ Hinzundkunz: Bevor jemand eine Wahlpflicht einführt, müsste man auch die Politiker verpflichten, bindende Wahlversprechen abzugeben. Und wenn sie die dann nicht einhalten, fliegen sie halt wieder raus. Oder so.
    @ Karsten: Und die Pegida hat eine Wahlempfehlung für Hilbert abgegeben, von der er sich nicht eindeutig distanziert hat, sondern das nur als „merkwürdig“ bezeichnete. Und nun? Beides „Paktierer“ mit „Extremisten“?
    @ Maria: Wenn Wahlwerbung Dich derart abstößt, wieso liest Du dann hier noch mit? Hier war ja auch reichlich Wahlwerbung zu sehen. (Nebenbei bemerkt, ist Wahlwerbung im Kino ja nun auch nix neues.)

  22. Die Wahlbeteiligung ist furchtbar. Und dass knappe 50% noch als Erfolg gefeiert werden, liegt nur daran, dass es Stadtteile mit einer Wahlbeteiligung von 13%(!) gibt. In dieser Stadt fühlen sich manche Menschen offensichtlich sozial komplett abgehängt und das nicht erst seit gestern. Eine Verweigerungshaltung würde ich dagegen den Daheimgebliebenen in vergleichsweise wohlhabenden Vierteln wie der Neustadt unterstellen. Naja, ich hoffe, die sind jetzt zufrieden.

    @Maria: Finde ich gut, dass sie der Allgemeinheit den Gefallen tun, die Schauburg nicht mehr zu frequentieren. Das ist für Sie auch der logische Schritt, die Betreiber des Kinos gelten nämlich durchaus als „Überzeugungstäter“. Jaja, das Böse lauert überall! ^^

  23. Nun machen mich einige Leute recht baff. Waren das Fangfragen? Denn eigentlich gehe ich davon aus, dass Ihr das selbst wisst.

    @ein anderer Stefan: schau noch mal nach, auf wen bzw. was ich geantwortet hatte. Dann wird schnell klar, dass ich keinesfalls den Hilbert „schöngeredet“ habe, sondern eher mit Verstand ausgewogen.

    @Anton: ich nehme an dass Dir bekannt ist, wie sich Politiker in der heißen Phase des Wahlkampfes verhalten. Was sie versprechen und was sie NICHT sagen. Und dass dabei 90 Minuten Interview die leichteste Übung ist. Darüber hinaus (das taugt nicht nur als mantraartiger Vorwurf Richtung rechts) muss man auch manche Dinge nicht wiederholen, die schon regelmäßig von den engsten Partnern gesagt werden. Nech?
    Genauso ist Dir doch sicher bekannt, wie die Modelle für’s politische Spektrum, so eben auch das lineare Modell aufgebaut sind. So weißt Du doch selbst, dass sich „gemäßigt“ nicht ausschließlich auf dem linken (und von mir aus auch religiösen) Strahl befindet, und „radikal“ und „extrem“ nicht ausschließlich auf dem rechten. Ebenso ist doch auch bekannt, dass diverse Gewaltexzesse eben NICHT von „chaotischen“ oder „autonomen“ „Mondmännchen“ kommen, die sich ausversehen nur auf linke Demos verirrt haben und das Ganze dann von Mondparteien begrüßt oder verharmlost oder gerechtfertigt oder schöngeredet oder allewenigstens nicht distanziert werden. Selbst dann nicht, wenn das diverse Presseorgane regelmäßig indoktrinieren wollen.

    Also nee, ich fühle mich echt unwohl dabei Euch Dinge zu erklären, die Ihr selber wisst. Bei einigen anderen Nicknames wundert mich da ja nichts mehr, aber da gehört Ihr eigentlich nicht dazu.

  24. @Karsten: Du meinst also, ich soll meine Meinung über einen Politiker daraus bilden, was er im Interview nicht sagt?

    Irgendwie habe ich Schwierigkeiten Deiner Argumentation zu folgen. Ich hatte ne klare Frage gestellt und Du antwortest irgendwas mit „Mond“ und „Religion“. Red doch nicht um den heißen Brei drum herum. Wen meinst Du denn in Dresden mit linksradikal und linksextrem?

  25. @Anton: Ich habe gesagt, dass sich jeder seine politische Meinung selber bilden soll und dafür zurate ziehen kann, was er will. Eventuell habe ich angedeutet, dass Wissen die politische Meinungsbildung beeinflussen könnte. Was ich weiterhin gesagt habe war -aber da hatte ich mich gerade nicht mit Dir unterhalten-, dass gewisse Dinge zum „politischen Diskurs“ gehören. Andere Dinge aber nicht, wie zum Beispiel Leute anzugehen oder zu diffamieren. Und interessanterweise müssen das ziemlich viele „politische Diskusverfechter“ noch lernen.

    Was ich nicht gesagt habe war, dass ich Deine Artikel zum Thema nach wie vor für angenehm ausgewogen und neutral halte. Dass nicht zu sagen lag aber daran, dass das gerade nicht das Thema war.

    Und um jetzt noch den Verhör-Dampf rauszunehmen meine ehrliche Antwort: Ich halte die Partei bibeltreuer Christen für linksextrem. Kann aber sein, dass ich mich irre. Prost. :-D

  26. tja hinz&kunz richtig festgestellt: ich habe noch Hirn! ***entfernt, entspricht nicht der Hausordnung. Beleidigung.*** und die Erinnerung an die böse böse DDR kommt mir jeden Tag in den Sinn wenn ich die Plakate von Genossin Stange sehen muss, bäh! das grauslichste ist der Stiftzahn. als ob es kein photoshop gibt.

  27. @Name: Ein bisschen kindisch ist dein Kommentar schon. Ich dachte Kinos sind für alle da, man will ja schließlich in Ruhe einen Film gucken und nicht mit einer politischen Haltung zugemüllt werden. Aber letztendlich wars ja eh nur eine Verzweiflungstat, wie das Zuplakatieren der Straßen von Dresden. Geholfen hat’s nix. Eine Meinung lässt sich nun mal nicht aufdrücken.
    @ein anderer Stefan: Wahlwerbung im rechten Maß ist ja i.O. Dagegegen habe ich gar nix. Aber wenn es pervers aufdringlich wird und den Bogen eindeutig überspannt ist das nicht mehr der Sinn von Demokratie und freier Meinungsbildung. Ich lese hier mit, da ich mir von vielen Seiten Infos zusammensammle und mir dann meine Meinung mache. Ist das verboten bzw. zeigst du mir deine Art von Tolleranz, indem du mich hier nicht tollerierst? Applaus!
    P.S.: Die Neustadt ist nicht nur für Linksextreme da.

  28. Ich habe ja inzwischen die These aufgestellt dass die Leute die ständig von „Linksextrem“ reden gar keine Ahnung haben was das ist und eigentlich alles meinen was „irgendwie linker als SPD“ ist.

    ¯\_(ツ)_/¯

  29. @Dr. Tod: Falsch, da die CDU, wie ich gestern im Rundfunk hörte, einen deutlichen Linksruck hingelegt hat und somit Platz für die AfD geschaffen hat, ist also alles was links von der CDU ist, schon Linksextrem.
    Das Parteienspektrum kurz erläutert (kann Spuren von Ironie enthalten):
    NPD – rechte bürgerliche Mitte
    AfD – bürgerliche Mitte
    CSU – linke bürgerliche Mitte
    FDP – linksliberale Wirtschaftspartei
    CDU – linke Christen mit ganz linker Spitze (Merkel war in der FDJ)
    SPD – Linksextremisten
    Linke – (wieso sind die noch nicht verboten)
    Grüne – (Ökospinner und versifft)
    Piraten – (Spinner und versifft)

  30. Also auch ich habe über Wochen nichts „extremistisches“ von Frau Dr. Stange gehört. Daß Kommentator Karsten kein einziges Beispiel solcher Gruppierung nennen kann, ist kein Wunder, scheint er doch selbst über jene selektive und seltsame Wahrnehmung zu verfügen, die v.a. die Sachsen-CDU seit 2,5 Jahrzehnten von oben herab züchtet. Die Folgen sind weitverbreitete Desinformation und Unmündigkeit des Wählers. Auch Pegida ist eine solche Brut, die bewusst gezüchtet wurde und jetzt wider Erwarten auszubaden ist – es ging nach hinten los. In echtem Diskurs kommen diese Leute schnell und aprupt an ihre Grenzen – folgliche Ausflüchte spreizen sich bis ins Lächerlichste, wie oben schön zu lesen ist.

    Ich würde mir wünschen, daß das Peggy-Phänomen bezüglich einer Sachsen-CDU-Politik Bestandteil der wissenschaftlichen Forschung wird. Derzeit läuft es alles noch ohne Aufarbeitung ab, dabei weiß die CDU ganz genau, was sie damit zu tun hat.

    Abgesehen davon halte ich jegliche schablonenhafte Extremismusdeutung für überholt bzw unzutreffend – es ist verschubladete Illusion. Für mich gibts daher „links“ und „rechts“ nicht, ich toleriere aber diese „Eintütungen“ zur vereinfachten Kommunikation. Für mich gibts andere Begriffe wie „dumm“ oder „reflektiert“. Die „Extreme“ liegen für mich ohnehin vor allem in den Begriffen „oben“ und „unten“. Bestes Beispiel: derzeit Griechenland. Nicht die Geldzahlungen sind Inhalt der Debatte, wie durch unsere Medien dargestellt, sondern die Griechen-Regierung stellt samt gestriger Volksabstimmung die Systemfrage. Das ist es.

  31. Anton Launers Ironie hab ich verstanden und ich habe geschmunzelt. Allerdings bin ich nicht sicher, ob das nur als Ironie getarntes Unwissen war. :-) Letztlich hat er damit natürlich kundgetan, wo er selber steht.
    Aber das respektiert man als guter Demokrat, ohne sich menschlich anzupullern. Und ich setze gern mal Sachlichkeit entgegen. Nur noch der Grundlagenhinweis: Auch Parteien haben ein innerparteiliches Spektrum, es zählt der „Mittelwert“.

    rechtsextrem: NPD
    rechtsradikal: war früher mal CSU / Veränderung siehe CDU / aktuell steht da gar keine Partei / dort KÖNNTE mal die AfD landen
    rechtsliberal: da stand mal die CDU / die ist aus konkurrenzstrategischen Gründen gen Mitte gerückt, was -logisch- einen Linksruck bedeutet
    mittig: da stand mal die FDP / zermalmt von CDU und SPD sowie durch eigene Blödheit / wobei „mittig“ eher eine Definitionsfrage ist, sie ist weder links noch rechts, sondern in eher einer dritten Richtung rein wirtschaftsliberal
    linksliberal: da stand mal die SPD / aus kokurrenzstrategischen Gründen gen Mitte gerückt, was -logisch- einen Rechtsruck bedeutet
    linksradikal: Linke+Grüne / je nach Thema, in die sie sich reinteilen
    linksextrem: Linke+Grüne / je nach Thema, in die sie sich reinteilen
    undefinierbare Spinner: Piraten

    Ja, ich weiß, ist schwer zu durchschauen. Ebenso ist schwer zu erkennen, dass zwar die Parlamentsbesetzungen durch Wahlergebnisse geregelt werden, aber die „politische Balkenwaage“ sichtbar aus dem Gleichgewicht ist. Was sich langfristig auf die „politisch-ideologische Indoktrination“ der Gesellschaft auswirkt. Ja, es wird gerne darauf hingewiesen, dass eine Gesellschaft vor x Jahren mal zu sehr nach rechts abgeschmiert war. Es überfordert aber leicht, zu erkennen, dass manche Gesellschaften auch schon zu sehr nach links abgeschmiert waren.

    MfG,
    der lebenshelfende Oberlehrer Karsten. :-D

  32. @ nepomuk:

    „Auch Pegida ist eine solche Brut, die bewusst gezüchtet wurde und jetzt wider Erwarten auszubaden ist“ – Auch, wenn ich in der Sache wahrscheinlich bei Dir bin: hast Du mal ’ne Quelle für die These, dass die „Brut“ (öhöm) PEGIDA „bewusst gezüchtet“ sei? Konkret wüsste ich gern, wann, wo und von wem beschlossen wurde, diese nationalistisch-chauvinistische Bürgerinitiative aufzubauen. Sonst müsste ich meinen Blechhut rausholen …

    „Ich würde mir wünschen, daß das Peggy-Phänomen bezüglich einer Sachsen-CDU-Politik Bestandteil der wissenschaftlichen Forschung wird“ – Mit den Wünschen muss man aufpassen. Am Ende werden sie wahr: #Patzelt! Wobei: Pegida-Institut an TU Dresden und Pegida-Debatte: Arnhold-Institut in Dresden geplant haben bis jetzt in meinen Augen noch keinen Quark geliefert. (Was daran liegen könnte, dass sie noch nicht forschen.)

    @ Prolleteus: Photoshop ist doch Lügenpresse. Und böse amerikanische Software. Der moderne Nazi nutzt GIMP. (Das ist nur Lügenpresse.)

    @ Maria: Na toll!

    @ Karsten: Vielen Dank für den Anstoß mal wieder ins etymologische Wörterbuch zu schauen. Stichwort „schwurbeln“

    @ all: Könnt ihr mal bitte aufhören „Diskurs“ zu sagen? – Ach so nee, ist ja Meinungsfreiheit – ganz vergessen …

    @ Anton: Du hast Nerven…

  33. Sorry, ich kann mit dem Begriff „Peggy-Phänomen“ nichts anfangen. Könnte mich mal jemand aufklären, was das ist?

  34. @Anton: irgendwie muss sich mein Intellekt schon gekitzelt und herausgefordert fühlen. Es ist doch zu billig, immer gleich auf jedes Gequake anzuspringen, egal ob’s von rechts, links (siehe das eine oder andere Forum :-D ), oben, unten oder dem Kinderbettchen kommt.

    Also hab ich das gleiche Fazit: Siehste, es geht doch. ;-) Und wennde mich das nächste mal aggro Verhören und zur Reden stellen willst, bringste nen Kasten Bier mit. Und ich meine Deeskalationsstrategie. ;-)

  35. Keine Schnellschlüsse: Ich teile Dein Fazit mitnichten. Aber wenn Du Linke/Grüne gern als linksradikal oder -extremistisch einstufen willst, bitte schön. Dann relativiert sich aber auch Deine Anschuldigung gegenüber Frau Stange.
    Du schriebst: „Soweit ich mich weiter erinnere, hat sie dafür auch mit Linksradikalen und Linksextremen paktiert und gewiss unterm Tisch Deals gemacht.“

    Da ich nun weiß, dass für Dich offenbar linke Realpolitiker als Extremisten gelten, liest sich Dein Kommentar gleich viel weniger bösartig und hetzend. Danke für die Aufklärung und Erläuterung. Zum Thema Linksextremismus empfehle ich die Lektüre des Verfassungsschutzberichtes.

  36. @Anton: Ach Mennösch, jetzt wird’s aber wirklich zu anstrengend. :-) Nu könnt ich mich ja wirklich drüber auslassen, wen ich den größten Teil meines bisherige Wählerlebens gewählt habe und welche Ereignisse mich zu einer neuen Entscheidung führen könnten. Aber das führte zu weit. Sowieso müsste man da erst mal diverse Widersprüchlichkeiten und Inkonsistenzen so mancher Argumentationskette aufknoten. Aber auch das führte zu weit.

    Und danke für die Lektüreempfehlungen. Damit hatte ich mich schon vor vielen Jahren beschäftigt. Daher weiß ich ja auch -zumindest son bisschen- Bescheid.
    Gerne gebe ich auch einen Gegentipp: Jeder bezeichnet sich selbst als „Realisten“. Das hat was mit dem Selbstbild zu tun. Das schließt aber nicht aus, dass alle anderen eher die Beurteilung „Träumer oder Spinner“ vertreten. Ist halt so. Und daher muss man halt über den einen oder anderen selbsternannten „Realpolitiker“ schmunzeln. Wobei, relativ zum allergrößten „Spinner“ ist er das vielleicht sogar. :-) Achso: sowieso ist Realität selbstdefinierbar und ist an die begrenzte Wahrnehmung des großen, weiten Universums gekoppelt. :-)

    Ich lasse sozusagen Deine Antwort unkommentiert und ziehe mich zurück. Die „Realität“ zwingt mich jetzt zu anderen Tätigkeiten als der der Philosophie und ideologischen Bildung. Bis demnächst.

  37. @HinzundKunz: Ach du, ich muss gerade Schmunzeln über deinen Kommentar zu meinem Kommentar:-) Du erfüllst genau das Klischee, was ich als antworten vermutet hatte. Lebe in deiner Zeit weiter und gieße fein die roten Nelken vor der SED Zentrale auf dem Lutherplatz. Vielleicht macht ja Frau Dr. Stange und paar von der Antifa mit. Ganz vergessen, Frau Dr. Stange ist ja Ministerin und da ist bestimmt viel liegen geblieben:-)

  38. Ach Anton, für nen kleine nachträgliche Erläuterung hab ich noch Zeit. Meine andere Antwort haste ja schon.

    Soweit mein Wissen: Extreme sind zwar häufiger mal verfassungsfeindlich, aber sie sind es nicht zwingend. Extrem bedeudet extreme Meinungen, extreme Forderungen, extreme Handlungen. Verfassungsfeindlich bedeutet verfassungsfeindlich. Man kann also durchaus extrem sein, aber stets darauf achten, dass man den gerade noch tolerierten Graubereich niemals überschreitet. Das sollte man nicht verwechseln.
    Und in demokratischen Staaten tun sich Behörden -zum Glück- sehr schwer damit, politische Gruppierungen zu voreilig und zu leichtfertig zu verbieten. Und ich meine, hier darf man auch mal dankbar sein, dass wir in einem Staat wie diesem leben. Klar will man am liebsten sämtliche politischen Gegner komplett verboten sehen. Aber es könnte auch ganz schnell einen selbst treffen. Und dann fände man das nicht mehr lustig. :-)

  39. Ich bin doch irgendwie stolz darauf, dass wir es wenigstens versucht haben: Ob die Neustadtwahlbezirke, die Radeberger Vorstadt, die inner Neustadt etc. wir haben mehrheitlich für Menschlichkeit gegen Wirtschaftlichkeit gestimmt. Zumindest ist das meine Sicht der Dinge.

    @Maria: Wieso lebst du in einem Stadtteil, in dem deine Einstellung die Minderheit bildet und beschwerst dich dann darüber? „Zuhause“ wird doch schließlich auch von einem gewissen Teil Zugehörigkeitsgefühl geprägt…

  40. Wenn Linke und Grüne linksextrem sind, scheint mit Deinem politischen Kompass (https://www.politicalcompass.org/test) was nicht zu stimmen!
    Gemeinnutz vs Eigennutz
    egaltär vs. elitär
    Freiheit des Menschen oder Freiheit der Wirtschaft
    konservative Wertvorstellungen oder mit der Zeit gehend
    national vs international
    Solidarität vs Ausbeutung
    Krieg vs Frieden

    Da sich dbzgl. keine Partei wirklich zu weit aus dem Fenster lehnen will, tummeln sich alle mehr oder weniger opportunistisch in der Mitte auf der Suche nach „dem Wählerwillen“. Und der ist bekanntermaßen eher heterogen. Also hat auch die CDU ihre Alibi-Schwulen und die Linke ihre Unternehmerversteher. Vor der Möhre der Regierungsbeteiligung läßt die Linke auch schon mal ihr Nein zu Kriegseinsätzen etwas leiser klingen, findet die FDP plötzlich auch soziale Belange wieder wichtiger…usw usf
    Übrigens sagt wiki kurz und stimmig:
    Laut dem Historisch-Kritischen Wörterbuch des Marxismus bezeichnet der Begriff „vornehmlich im sozialen Spektrum der Arbeiterbewegung, des Kommunismus und Sozialismus eine Form politischer Kritik und Praxis, die an die Wurzel (lat. radix) zu gehen beansprucht. Verwendung und Definition hängen davon ab, was im historischen Kontext als „links“ oder „radikal“ gilt. Vertreter des L beanspruchen eine unbedingt revolutionäre, grundsätzliche Kritik, die moderaten, auf systemmimmandente Reformziele verkürzten Gesellschaftskritiken vorzuziehen sei.“[1]

    Der Begriff unterscheidet sich klar vom Linksextremismus, der auf der Totalitarismustheorie beruht. Diese nimmt eine Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus in Abgrenzung zu einer politischen Mitte vor, die damit zur einzig gültigen Norm erklärt wird. Linksextremismus ist daher eine reine Fremdbezeichnung, überwiegend von staatlichen Verfassungsschutzorganen benutzt, während der Linksradikalismus breiter verwendet wird, auch von den Akteuren selbst.

    Rechtsextremismus ist eine Sammelbezeichnung für Ideologien, deren gemeinsamer Kern die Überbewertung der ethnischen Zugehörigkeit, die Infragestellung der Gleichheit aller Menschen sowie ein antipluralistisches und autoritär geprägtes Gesellschaftsverständnis ist.[5] Die Verwendung von Verschwörungstheorien kann eine rationale Analyse gesellschaftlicher Missstände ersetzen. Dies dient sowohl der Entlastung als auch der Integration rechtsextremer Gruppen.[6] Zudem werden Verschwörungstheorien herangezogen, um historische Anknüpfungspunkte an den Faschismus und Nationalsozialismus zu schaffen (→ Geschichtsrevisionismus). Häufig Verwendung findet die Behauptung einer „Verschwörung des Weltjudentums“ oder das Anknüpfen an verschwörungstheoretische Elemente des Antiamerikanismus.[7]

    Zu den strukturellen Merkmalen des Rechtsextremismus zählen Dogmatismus, Sendungsbewusstsein und ein ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Denken.[8] Im politischen Stil lässt sich eine Gewaltlatenz und Gewaltakzeptanz erkennen, die ihren Ausdruck vor allem in verbalen Angriffen auf politische Gegner und Andersdenkende findet.[6]

    Und nun versucht da mal Deine Einordnung wiederzufinden…

  41. Antwort zu bzw. auf Seldon:
    Würde man sein Wissen, seine Deutungen und Interpretationen und schlussendlich Schlussfolgerungen ausschließlich aus rechtsextremen Pamphleten beziehen, würde man selbst unmerklich zum Rechtsextremen werden. Gleiches funktioniert natürlich auch, wenn man ausschließlich in kommunismustheoretischen Pamphleten stöbert.

    Ich beobachte regelmäßig amüsiert, wie manche Leute alles und jeden als „Nazi“ oder „Faschistenschwein“ oder „Kapitalisten“ (etc.) titulieren, sich vielleicht sogar schon bei einem Sigmar Gabriel schwer auf die Zunge beißen müssen. Und Zeugs gegen die Wände von Frank Richter schmeißen. Oder Eier, Brandsätze, Flaschen, Böller auf die „egalitäre“ Menschen!!! Demokratiekonforme Meinungsäußerungen niederbrüllen, blockieren, verhindern. (Man stelle sich vor, man täte das mal bei ner linken Demo. :-D ) Über den Umgang mit Sympathiesanten „anderer demokratisch legitimierter Parteien“ ganz zu schweigen.

    Aber wenn man sie das nennt, was sie sind, nämlich Linksextremisten, dann bekommen sie die völlig entsetzte Schnappatmung. :-D

    Von mir aus kann jeder Linksextrem (und damit Kommunist) sein, der das will. Aber der soll doch dann bitteschön auch dazu stehen. Alles andere ist lächerlich.

    Im übrigen kann man von Ideologien nur überzeugt sein, wenn man nur eine stark limitierte Realitätskenntnis besitzt. Ideologie hat die Realität zum Feind. Ideologie ist Ersatzreligion. Linksaußen ist schwer davon überzeugt, dass dies nur für Rechtsaußen gelten würde. Wissende Menschen wissen mehr.
    Bei vielen Menschen korrigiert sich das mit zunehmender Reife, Lebenserfahrung und Realitätskenntnis. Außer bei Bevölkerungsgruppen und Berufsbranchen, die sie ebendieser „Unannehmlichkeiten“ entziehen. Die bleiben immer der gleichen Meinung wie z.B. Schüler und Studenten. Und Rechtsaußen bleiben auch immer Idioten.

  42. Kleiner Nachtrag zum Thema Wahlbeteiligung: Vor mir wurde ein potientieller Wählerr abgewiesen und weggeschickt, da er in der Liste als „Briefwähler“ eingetragen war. Diskussionen darüber, dass er nur die erste OB-Wahl per Briefwahl beantragt hat, blieben ergebnislos. Zudem hat er keinerlei Unterlagen für die Stichwahl-Briefwahl erhalten. Am Rande möchte ich noch erwähnen, dass es sich um einen seit Jahren in der Neustadt etablierten Arzt handelte, den es wahrlich nicht freute, sein Recht des Wählens nicht wahrnehmen zu dürfen.
    Interessant wäre evtl. zu recherchieren, wie oft dies vorgekommen ist… womit sich auch ein kleiner Teil der gesunkenen Wahlbeteiligung erklären ließe.

  43. @Anton

    Warum empfiehlst Du Karsten den Verfassungsschutzbericht, der explizit Teile der SED-Linken als extremistisch einstuft und der ihm somit – zumindest teilweise – recht gibt?

    Und zu Seldon:

    Zu den strukturellen Merkmalen des Rechtsextremismus zählen Dogmatismus, Sendungsbewusstsein und ein ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Denken.[8] Im politischen Stil lässt sich eine Gewaltlatenz und Gewaltakzeptanz erkennen, die ihren Ausdruck vor allem in verbalen Angriffen auf politische Gegner und Andersdenkende findet.[6]

    Danke für den Lacher!

  44. @sylvia: Ich weiß nicht, ob das wirklich interessant wäre. Oder ob Du Gefahr läufst, Dich in Verschwörungstheorien zu verstricken.

    Die gesunkene Wahlbeteiligung beruht auf sehr vielen Leuten. Ich kann Dir sagen, was bei mir war. Ein mir nahestehender Mensch ist unerwartet in eine Situation geraten, in der er dringend meinen/unseren Besuch und meine/unsere Hilfe brauchte. Mein Leben ist mittlerweile soweit gediegen, dass ich mich für mehrere Menschen verantwortlich fühle. Die Person wohnt „weit draußen“, so dass beides nicht möglich war. Also habe ich mich entschieden und nicht nur die Wahl, sondern auch mein geplantes schönes Sonntagsprogramm sausen lassen. Soviel zum Thema Verantwortung und Mitmenschlichkeit. Wäre ich zur Wahl gegangen, hätte ich Hilbert gewählt.
    Was bei den vielen anderen Leuten der Hintergrund war, weiß ich -natürlich- nicht. Verschwörungstheorien dürften aber dem Allgemeinbefinden eher nicht dienlich sein.

    Dass das für den Arzt extrem ärgerlich war, kann ich mir gut vorstellen. Aber vielleicht ist einfach was schief gelaufen. Bei ihm selbst oder bei der Wahlorganisation. Es kann schon mal was schiefgehen. Sowas passiert manchmal… in der Realität.

  45. Könnt Ihr nicht mal versuchen, sachlich zu bleiben?
    Argumente wie ABV versus Bürgerpolizist oder SED-Zentrale auf dem Lutherplatz sind doch voll daneben. ABV war scheußlich, SED auch, aber Bürgerpolizist oder die WIR-AG sind einfach etwas anderes. Oder meinte jemand mit den roten Nelken ein Beet vor dem Pfarramt…?
    Ging es in dem Artikel von Anton nicht eigentlich um einen neuen OB für DD? Armer OB, der so viel Unsinn, wie manche hier äußern, unter einen Hut bekommen soll. Und bitte, dass ist KEIN Kommentar zum Ausgang der OB-Wahl, sondern ein Kommentar zu den Kommentaren.

  46. @Ecki: lese einfach mal die Artikel in der SZ-Onlineausgabe. Das ist echt ein Niveau , das in die unterste Schublade gehört. Sehr schlechte Verlierer, was die die zur SPD gehörige Zeitung schreibt. Eine Zeitung spalte weiter. Bild lässt grüßen

  47. @ karsten und völlig ohne sarkusmus: liest du dein geschriebenes bevor du auf „kommentar senden“ drückst noch einmal? falls ja, wie lange denkst du darüber nach was du schreiben möchtest, bzw. ob du argumentativ mehr zu bieten hast als dein bauchgefühl und/oder halbwissen? woher nimmst du deine definitionen? hast du schon einmal versucht in erfahrung zu bringen, ob es menschen vor dir gab, die sich mit mit sachverhalten beschäftigten, von welchen du vorgibst ahnung zu haben und deren arbeiten wenigstens ein mindestmaß an seriosität oder gar wissenschaftlichkeit bieten? wenn du glaubst „polit. extremismus“ für gegeben hinnehmen zu müssen, woran soll dieser dann gemeßen werden und – wichtiger – wer legt den maßstab fest und welche jeweilige motivation steht hinter eben jener „definitionsmacht“?

    und nein herr launer: der vs ist alles andere als eine seriöse quelle!

  48. […]nur als Ironie getarntes Unwissen war. :-) Letztlich hat er damit natürlich kundgetan, wo er selber steht.
    Aber das respektiert man als guter Demokrat, ohne sich menschlich anzupullern. Und ich setze gern mal Sachlichkeit entgegen.

    Der war gut! Klingt total sachlich.

    Auch Parteien haben ein innerparteiliches Spektrum, es zählt der „Mittelwert“.
    […]

    rechtsextrem: NPD
    rechtsradikal: war früher mal CSU / Veränderung siehe CDU / aktuell steht da gar keine Partei / dort KÖNNTE mal die AfD landen
    […]
    linksradikal: Linke+Grüne / je nach Thema, in die sie sich reinteilen
    linksextrem: Linke+Grüne / je nach Thema, in die sie sich reinteilen
    undefinierbare Spinner: Piraten

    Schön Linke/Grüne im „Mittelwert“ mit NPD auf eine Stufe gestellt und „Radikalismus“ falsch definiert. Nein, die CSU hat nie wirklich eine grundlegende Veränderung der Gesellschaftsordnung propagiert. Passt halt nicht.
    Dann fallen halt nicht nur die Piraten (und eigentlich auch Neocons wie FDP) aus deinem Schema, sondern auch alles was irgendwie sonst Kleinpartei ist.
    Du hast halt nur eine Dimmension und versuchst da auf Krampf Sachen rein zu verteilen und auch noch pseudo-gleichmäßige Abstände einzuführen. Das muss zu Problemen führen.

    Ebenso ist schwer zu erkennen, dass zwar die Parlamentsbesetzungen durch Wahlergebnisse geregelt werden, aber die „politische Balkenwaage“ sichtbar aus dem Gleichgewicht ist. Was sich langfristig auf die „politisch-ideologische Indoktrination“ der Gesellschaft auswirkt. Ja, es wird gerne darauf hingewiesen, dass eine Gesellschaft vor x Jahren mal zu sehr nach rechts abgeschmiert war. Es überfordert aber leicht, zu erkennen, dass manche Gesellschaften auch schon zu sehr nach links abgeschmiert waren.

    Und deiner Meinung nach ist CDU/FDP/SPD zu sehr nach Links verschoben? Weil sie gerade so den Sozialstaat fördern, Umverteilung herbeiführen und die Rufe nach „Recht und Ordnung“ und starkem Führer (Hallo Mutti) komplett verstummt sind?

    Ich weiß nicht in was für einer Welt du lebst, aber es scheint eine komplett andere zu sein als die die ich jeden Tag sehe.

  49. Du erfüllst genau das Klischee, was ich als antworten vermutet hatte. Lebe in deiner Zeit weiter und gieße fein die roten Nelken vor der SED Zentrale auf dem Lutherplatz. Vielleicht macht ja Frau Dr. Stange und paar von der Antifa mit.

    Haha, schön Frau Dr. Stange/Antifa/Gegenüber eine SED-Nähe implizieren. Hat zwar politisch überhaupt nichts miteinander zu tun, aber alles auf dem jemals irgendeine Art „Links“-Label geklebt hat muss ja eh das gleiche sein, nicht?

  50. @Karsten

    Extreme sind zwar häufiger mal verfassungsfeindlich, aber sie sind es nicht zwingend. Extrem bedeudet(sic!) extreme Meinungen, extreme Forderungen, extreme Handlungen. Verfassungsfeindlich bedeutet verfassungsfeindlich. Man kann also durchaus extrem sein, aber stets darauf achten, dass man den gerade noch tolerierten Graubereich niemals überschreitet. Das sollte man nicht verwechseln.

    Leute die ein Wort mit sich selbst erklären sind argumentativ immer die hilfreichsten solchen.
    Extrem bedeutet halt „am äußersten Rand“ und „Verfassungsfeindlich“ gegen das Grundgesetz (unsere Verfassung) an sich gerichtet.
    Da kann man die Grünen/Linken imho weniger als „Verfassungsfeindlich“ einordnen als z.B. CDU/CSU (die deutlich mehr GG-Änderungen herbei führten/führen wollen), während keins von beidem wirklich „extrem“ sein kann, da nach Rechts und Links halt noch viel Platz ist (und es gibt mit NPD, MLPD oder auch einfach nur Splittergruppen in den großen Parteien auch wirklich Leute die extremere Meinungen vertreten).

    „Radikal“ (als „will das System grundlegend ändern“) wären die Linken übrigens öfter. Die FDP blöderweise aber auch (zumindest so lange man noch denkt dass unser System weiterhin „Soziale Marktwirtschaft“ wäre, was auch nicht unstrittig ist).

    Von mir aus kann jeder Linksextrem (und damit Kommunist) sein, der das will.

    Und noch einmal. Nicht jeder Linke ist Kommunist, nicht jeder Linke der das System ändern will, will zum Kommunismus. Wenn ich eine liberale Marktwirtschaft (wie z.B. in den USA vor 10-20 Jahren klar vorhanden) habe und hin zu einer sozialen Marktwirtschaft (wie z.B. bis Wende-Zeit in der BRD klar vorhanden) will, dann bin ich Linksextremist, habe aber mit Kommunist so rein gar nichts zu tun.

    Ich beobachte regelmäßig amüsiert, wie manche Leute alles und jeden als „Nazi“ oder „Faschistenschwein“ oder „Kapitalisten“ (etc.) titulieren, sich vielleicht sogar schon bei einem Sigmar Gabriel schwer auf die Zunge beißen müssen.

    Gut dass du verstehst wenn Leute sich aufregen weil andere Begriffe einfach absurd falsch verwenden. BTW: Sigmar Gabriel ist wirklich für Kapitalismus.

    Die bleiben immer der gleichen Meinung wie z.B. Schüler und Studenten.
    Die Erklärung dafür dass linke Meinungen gerade bei jungen, relativ gebildeten Menschen verbreitet sind auf „da fehlt Lebenserfahrung“ zu reduzieren, ist so albern dass mir bald nichts mehr dazu einfällt.
    Das kann natürlich niemals und unter keinen Umständen weitere Einflussgrößen haben.

  51. Schon eine Unterscheidung von „extrem“ und „radikal“ fehlt bei Karten. Davon ab ist die Gleichsetzung von linksextrem und kommunistisch völlig lachhaft. (Was sind Anarchisten, Autonome, Antifas, Kommunitaristen, ….)
    Und @Lenbach: die Definition aus wiki ist sicher nicht das Nonplusultra. „….Gewaltlatenz und Gewaltakzeptanz erkennen, die ihren Ausdruck vor allem in verbalen Angriffen auf politische Gegner und Andersdenkende findet.“ Ist schon etwas …nu ja…lustig vllt nicht gerade, wenn man bedenkt, das Andersdenkende und Gegner gern auch mal zu Tode gehetzt oder geschlagen werden…

  52. @ sylvia: Man konnte Briefwahl entweder für BEIDE Durchgänge beantragen oder nur für den zweiten. NUR für den ersten Durchgang BW beantragen ging praktisch nicht – vermutlich, weil man die Wahlbenachrichtigung ja mit dem Antrag zurückschicken musste.

    Ich halte das prinzipiell für eine nicht so optimale Lösung, aber es dürfte wohl nicht in Größenordnungen vorgekommen sein: spätestens, wenn man das zweite Mal BW-Unterlagen im Kasten hat, müsste man wissen, wozu. Und Poststreik war ja nicht, es kam über die Modernen…

  53. @E-Haller

    Man konnte Briefwahl entweder für BEIDE Durchgänge beantragen oder nur für den zweiten. NUR für den ersten Durchgang BW beantragen ging praktisch nicht – vermutlich, weil man die Wahlbenachrichtigung ja mit dem Antrag zurückschicken musste.

    Finde ich interessant, eine Bekannte beschwerte sich auch am Samstag mir gegenüber noch dass sie wohl nur für den ersten Wahldurchgang Briefwahl beantragt habe und das erst mitbekommen habe als sie für den zweiten Wahlgang keine Unterlagen bekam. Nachträglich beantragen wäre gegangen, aber dank Post-Streik zeitlich recht knapp geworden (so zumindest die Aussage vom Amt), weshalb sie sich geärgert hat dass sie jetzt doch persönlich erscheinen müsse.

    Ich hatte seitdem keine Gelegenheit sie zu fragen ob das dann geklappt habe, aber den „nur einen teil der Briefwahl beantragt“-Fuckup fand‘ ich auch bereits am Samstag komisch.

  54. Viel sinnvoller als die Unterteilung in links und rechts ist die Einteilung in autoritär und libertär. Und da steht selbst die FDP eher noch auf der autoritären Seite, was ich traurig für die deutsche Parteienlandschaft finde. Die Unterschiede zwischen den etablierten Parteien sind verschwindend gering.

  55. @ Karsten: „(Man stelle sich vor, man täte das mal bei ner linken Demo. :-D )“

    Schöne Vorstellung, was?

    „Bürger, die sich kritisch mit den Anti-Asyl-Protesten vor dem Heim auseinandersetzen, wurden mit „Halt die Fresse“-Rufen niedergeschrien. Eine Mitarbeiterin der Freitaler „Organisation für Weltoffenheit und Toleranz“ wurde von den Diskussionsteilnehmern ausgebuht und aus dem Saal verwiesen. Ein Freitaler stand schließlich auf und kappte die Mikrofonverbindung.“

    http://www.dnn-online.de/pirna/web/pirna-nachrichten/detail/-/specific/Heftige-Emotionen-bei-Freitaler-Buergerversammlung-zum-Thema-Asyl-3021818164

  56. @egal: Nur so als kleine Randnotiz. Auch die Bibel ist ein wissenschaftliches Werk, dass schlaue Menschen lange vor unserer Zeit erarbeitet hatten. Und solange sich darin keine Deutungen, wissenschaftliche Beweise und Studien“ergebnisse“ dafür finden lassen, dass Jesus gar nicht existiert, dass im Vatikan gar unchristlich Dinge sich ereignen und dass sogar der Papst Kacke in der Wand verschwinden lässt, solange isses auch nicht wahr! Basta! Bätsch! Bum! Aus! :-)

    Lassen wir’s dabei bewenden dass Du glaubst, ich könne nicht an Deinen Horizont heranreichen. Und ich glaube das auch. Sowieso geht es eben nicht immer nur nach der eigenen Nase. Und manche Leute erkennen oftmals erst viel später, dass das auch besser so war.

    Zur abschließenden Auflockerung noch ein kleiner Gaudi: gemeßen wird mit „ss“ geschrieben. Und motivation mit „M“. Daran merkt man, ob jemand vorm „Senden“ Drücken noch mal liest. :-)

  57. @Karsten: Verschwörungstheorie? Welcherlei Gedankengänge bewegen dich denn? Ich dachte eher an schlicht und ergreifende Schlamperei…
    @E-Haller: Mag sein, hierfür entzieht sich mir der Einblick. Fakt ist, dass es keine Briefwahlunterlagen für den zweiten Wahlgang gab, er jedoch so eingetragen gewesen ist.

  58. @Karsten: und „ist ein wissenschaftliches Werk, dass schlaue Menschen“ wird ohne „ss“ geschrieben. Soviel dazu. Daran merkt man, ob jemand usw…

  59. Wenn man für den ersten Wahlgang Briefwahlunterlagen beantragt hatte (so wie ich), stand dort in großen Lettern dabei (sinngemäß): „Im Falle eines zweiten Wahlganges werden Ihnen die Briewahlunterlagen automatisch zugesandt, eine persönliche Wahl im Wahlbüro ist dann nicht möglich.“

    Genauso sah es dann auch aus, Unterlagen kamen am 23.06. für die Stichwahl.

  60. @Franzl Lang:
    Ja, Du hast Recht. Danke für den Hinweis. Gelegentlich geht sogar mir mal was durch die Lappen oder ich wirre kurz. Ich hoffe, Du musstest nicht allzulang suchen, um irgendeinen Fehler zu finden. Wärst Du so freundlich, meinen Text gleich selbst zu korrigieren? Ich hab grad keine Zeit.

    Vielleicht könntest Du bei der Gelegenheit auch gleich Deinen eigenen Kommentar korrigieren. Zitate von derart kurzen Fragmenten werden üblicherweise auch in ein- und ausführende 3 Punkte gesetzt.

    Herzlich willkommen im Buddelkasten, aber immer schön links halten. :-D

  61. Ich hatte keine Briefwahlunterlagen beim 1. Mal beantragt und bekam dennoch welche. Na gut, landete alles im Briefkasten. Die Post hatte zwar zugesagt, daß Wahlbriefe pünktlich ankommen, nur ging der Streik jetzt erst zu Ende. Wer weiß, vielleicht kommen doch noch paar tausend Briefe im Rathaus an, sodaß eine Neuauszählung gefordert ist. Das wäre doch ein Lacher, sollte Eva-Maria gewonnen haben. Törööhh. Dann flog Hilli nach Korea und kommt wieder als Nix.

    @anton: vielleicht sollte man mal fragen: Was sollte ein OB nun tun oder verändern, was kann die Stadt voranbringen? Das hier ist ja bisher Null – in den Kommentaren gehts ja um nix.

  62. Interessant wäre ja nochmal die Wahlkampfsprüche der Plakate zu betrachten in den Stadtteilen, in denen Dirk Hilbert die Mehrzahl erlangte. Da findet sich unter anderem überall dieses „Auf Sieg“ – tja, er verstand es, seine Wähler zu mobilisieren.

  63. Apropos Sieg, das fällt zwar nicht mehr in Anton’s Kompetenzbereich, aber beim Lidl auf der St. Petersburger steht eine große Buchstaben“skulptur“: SIEG – hat das was damit zu tun?

  64. Danke, befürchtete schon, dass hätte was mit Pegida zu tun (war ein Scherz, Karsten). Googeln tu ich aus Prinzip nicht, wegen Kapitalismus und so.

  65. @ karsten: meine frage ob des lesens vor dem absenden war inhaltlicher, nicht förmlicher natur. wurscht, du konntest dich kurz erhaben fühlen. geschenkt..! mir ging es hier auch nicht um horizont oder ein wie auch immer geartetes überheben meinerseits, es ging darum, dass du teilweise mist von dir gibst. da du auf meine fragen nicht wirklich eingegangen bist, bestätigt mich dies in meiner annahme, dass da argumentativ nicht mehr viel kommen wird.

    eine frage hab ich dann doch noch und auch diese ist sarkasmusfrei, wobei ich für eine antwort wirklich dankbar wäre: wie begründest du, wissenschaftstheoretisch, die wissenschaftlichkeit der bibel? dass sie gegenstand der wissenschaft ist, keine frage …

  66. Der Dresdner Tierschutzverein hatte Herrn Hilbert einen Fragenkatalog geschickt, aber der Herr hielt es nicht für notwendig, darauf zu reagieren. Das ist für mich einfach nur arrogant. Frau Stange hat sich die Mühe gemacht und darauf geantwortet, egal mit welchem Ergebnis.
    Viele werden sich aufgrund der vielen Kommentare jetzt vielleicht totlachen, Mensch hat die Sorgen, aber auch das Thema Tierschutz gehört in Dresden auf den Tisch.

  67. zum „SIEG“: das hat schon was mit der Rechthaberei und Großspurigkeit der Peggyisten zu tun – wenn auch nicht nur. Der Künstler gibt dem Betrachter viel Raum für Interpretationen. Zufall zur jetzigen Zeit in Dresden ist diese Kunstaktion mitnichten.

    @anton: Diese Frage wollte ich gleichmit beantworten, ließ sie aber erstmal. Du kannst sie mir jedenfalls auch ganz unketzerisch stellen. Ich befürchte deine Hintergedanken auch, aber vielleicht bin ich noch einen Schritt hinter deiner Web-Erfahrung, die deine Frage verneinen könnte. Ich würde es zu solchem Anlass und in Anbetracht von kurzfristig zahlreichen Kommentaren zur OB-Meldung durchaus versuchen – allerdings fehlte hier eine „steuernde“ Überschrift. Unter „Was sollte ein OB jetzt tun, was nicht und was bringt die Stadt voran?“ würde meines Erachtens eine ausufernde Debatte über „Extremismus“ zu dämlich erscheinen – was sie freilich auch hier schon tut. Ich möchte es quasi gern schwarz auf weiß, daß in „sozialen Medien“ keine Sachlichkeit möglich ist. Wie gesagt, wenn das eh schon „sicher“ ist, dann muss ich eben mal den einen Schritt noch aufholen. Dann ist aber all das Geschreibsel nur noch … hust hust. Wäre schade und ein Jammer. Was meinst du, anton?

  68. Achja, das dieses „Auf Sieg“ von Dirk Hilbert gelb auf schwarz steht muss ich ja nicht erwähnen. tja.

  69. kann man eigentlich mit dem Lesen und der Beantwortung von unzähligen Posts sich gut seine Zeit vertreiben oder gar Geld verdienen ? Die Mehrzahl davon sind doch eh nur sinnloses Palaver, meine eingeschlosssen , aber sind die immer am kürzesten.
    Alraune

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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