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Eure BRN saugt, lutscht oder nuckelt

Your BRN sucks!
Your BRN sucks! Foto: Springer/unkorrekt-dresden.de
Gerade eben sind die Arbeiter mit der Holzvorwand an dem Haus am sogenannten Lehrerparkplatz fertig geworden, schon hat ein bislang unbekannter Sprayer die Fläche genutzt, um seine Botschaft zu hinterlassen: „Your BRN sucks!“ – das englische Wörtchen suck steht für saugen oder lutschen oder nuckeln.

Die idiomatische Wendung „That sucks!“ bedeutet ungefähr soviel wie, das ist Scheiße oder das kotzt mich an, ist auf jeden Fall eindeutig der Vulgärsprache zuzuordnen. Offenbar fühlt sich der Sprayer nicht wohl beim Geburtstag der Republik und meinte nun, dies kundtun zu müssen.

Die Holzvorwand wurde vom Hauseigentümer extra errichtet, um die dahinterliegende Wand vor Graffiti zu schützen. In Kürze soll auf den Brettern eine Reminiszenz an die Dresdner Sprayer „ASiA“ und „jEFF“ entstehen, auf der Wand darüber wird der Künstler Richaâârd wieder ein Wandbild entwerfen.

Solche Unmutsbekundungen zur Geburtstagsfeier der BRN sind nichts neues. Das asoziale Netzwerk hat in diesem Jahr mit einem suizidgefährdetem BRN-Wappentier zur Bier-Republik-Neustadt aufgerufen. In einem Facebook-Post fordern die Initiatoren explizit dazu aufgerufen die BRN kritisch zu beflaggen.

  • Vielen Dank an C. Springer vom Unkorrekt-Blog für das morgendliche Foto.
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Marc-Uwe Kling

31 Ergänzungen

  1. Die BRN ist auch leider nicht mehr so toll, wie vor paar Jahren! Hoffe die privaten Stände und die Läden der Neustadt werden am Wochenende gut besucht sein und nicht die Bierwägen!

  2. Tja, die BRN ist nicht mehr das was sie früher mal war. Die Komerzgeilheit hat deutlich zugenommen und wenn sich dann Samstag Abend die träge Masse durch die Neustadt schiebt möchtest du als Bewohner lieber flüchten

  3. Dachte immer, dass es „nerven“ bedeutet.
    Hat der Schmierfink aber recht !
    Aber Petrus ist auch Neustädter und lässt hoffentlich bis So. schiffen.

  4. Die BRN hat sich schon vor Jahren zu einer profitorientierten Veranstaltung gewandelt, die massenweise Prolls und aufgetakelte Tussis anzieht. Wer’s mag geht hin, wer nicht halt nicht. Kritik ist sehr verständlich. Die Art und Weise ist so…naja.

  5. „Eure BRN kotzt mich an“. Eure? Da könnte man jetzt philosophieren, wem die BRN denn heutzutage gehört.
    Wenn der Spayer aus der Neustadt stammt, drückt sein/ihr Kommentar wohl Heimatlosigkeit aus.
    Falls er/sie von auswärts ist, dann noch eher Neid.

  6. …wenn zu lesen ist, dass sich die Bierwagen nochmal vermehrt haben und man jetzt auch hier per Kameradrohne überwacht wird, vergeht einem auch das letzte bißchen Lust an diesem Stadteil„fest“.

  7. @Andre W: „Für weite Teile der Gesellschaft und auch für die meisten Neustädter ist die BRN inzwischen ein Stadtteilfest, dass vor allem „bei weitem nicht mehr so ist, wie es früher mal war“. So lautet zumindest einer der meistgehörten Sätze auf den Straßen im Viertel.“ Dieses Zitat habe ich jetzt schon seit ungefähr fünf Jahren auf der BRN-Beschreibungsseite stehen. ;-)

  8. Vielleicht würde den Neustadtbewohnern auch schon etwas Linderung bezüglich der jährlichen BRN-Folgeerscheinungen verschafft, wenn man hier und da ein Dixie aufstellen würde (ich weiss, ich weiss, organisatorisch und finanziell vermutlich schwierig) und sich dann irgendwann auch wirklich überall Ruhe einstellen würde. Leider ist es doch so, dass alle einigermaßen geeigneten Ecken, Hauseingänge und Hinterhöfe vollgepinkelt und -gekotzt werden und einige Feierwütige bis zum Morgengrauen die gesamter Anwohnerschaft beschallen müssen – nach 3 Tagen am Stück ist man logischerweise einfach nur müde und genervt. Schade! Ich emigriere dieses Mal wenigstens für eine Nacht.

  9. Vermutlich wollte der Sprayer an dem BRN WE ein Kunstwerk an dieser Mauer errichten. Jetzt wurde ihm zum einen die Mauer verbaut und zum anderen hat er womöglich zu viele Zuschauer was ihm misfällt

  10. Das mit dem Rumgeschiffe könnte gelöst werden, wenn man den Bierwagen/Bratwurstverkäufern, also denen, die das Problem mitverursachen, ohne für die Folgen zu haften, (mehr) Kohle abnimmt für die Aufstellung von Dixie-Klos. Überhaupt wird der ganze Charakter des „Festes“ getragen von 1, 2 Handvoll Idealisten, die hier dankenswerterweise jährlich für eine kulturelle Unterfütterung sorgen. Der Rest reist hier an, vertrödelt Dosen- oder billiges Fassbier, pseudoindisches Essen, Bowlen und/oder sonstige Spezereien. Pisse und Kotze bleiben an und in den Häusern derer, die hier 3 Tage lang 70 angemeldete und wahrscheinlich weitere 70 unangemeldete Musikanlagen ertragen dürfen.
    Und bevor mir Defätismus vorgeworden wird: Ich war bereits bei der Aurufung der 1. BRN dabei, und ich habe es noch erlebt, dass der Hauptteil der BRN in den Höfen mitfeiernder Anwohner sowie leerstehenden Häusern und Fabrikhallen etc. begangen wurde. Da hatte man Montag früh den Kopf voll, und zwar voll neue Eindrücke, liebe Mitmenschen. Das, was in der letzten Zeit hier stattfindet, ist im Großen und Ganzen Altmarktgallerie im Freien. Alles, was noch stattfindet, ist Verkauf, da macht es keinen Unterschied, ob ich alternativen Hollerblütensaft oder spießiges Bier verkaufe. Das wird nüscht mehr …. Vorbei …

    Frank

  11. Ich kann stolz behaupten, mich dem überdimensionierten Dorffest seit nunmehr acht Jahren erfolgreich entzogen zu haben, und daran wird sich auch an diesem Wochenende nichts ändern. Die BRN ist nicht nur einfach nicht mehr das, was sie mal war, sie ist nur noch ein müder Abklatsch, den man im Interesse der Geschädigten aka Anwohner gut und gern einstampfen könnte. Saufen können die Dorfkinder dann gern beim Feuerwehrfest in Boxdorf oder Leckwitz, das spart auch die weite Anreise…

  12. Bevor der Oberlehrer jetzt gleich auf die BRN geht: Der Suzid gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch die deutsche Rechtschreibung ;)

  13. war grad geschockt… Sonntag Lutherplatz ohne Goldner Anker… zum Glück bei der falschen Bühne geguggt!

    an die Nörgler… BRN ist was Ihr draus macht…!

  14. Ja das waren noch Zeiten als die D – Mark noch in BRN Scheine umgetauscht wurde. Da wurde auf den Hinterhöfen noch gekocht und man konnte sich in wunderbaren Gesprächen fallen lassen. Ja es gab Zeiten da fühlte ich mich bei BRN noch zu Hause.Und wenn die Rechts gerichteten Freunde ihre linksrumgetragenen Bomberjacken drehten waren einige von uns auf der Jagd. Das war noch BRN – spannend und geheimnisvoll .Bis es zu enttäuschenden Vorfällen kam die zur Abwendung beitrugen.

  15. Vor einigen Jahren, ja es könnten durchaus 15 sein, las ich einige Schreibwerke des Ulrich Wickert. Ich nehme mal an, dass sich jetzt bei dem Namen einige ratlos am Kopf kratzen.

    Jedenfalls, der schrieb über Frankreich im Allgemeinen und Paris im Speziellen. Seit dem war mir alles klar. Ich konnte mir sofort alle damals erst anfänglich erkennbare Veränderungen bei Neustadt und BRN erklären. Sofort war mir auch klar, wohin das noch führen wird. Heute lässt es sich 1 zu 1 beobachten. Auch die seltsamen Veränderungen beim Pieschener Hafenfest, beim Elbhangfest,… alles war gar nicht mehr so rätselhaft.

    Fazit: Alles geht seinen üblichen Gang….

  16. Ecki: alt genug, um nach 25 BRNs Material zum Vergleichen zu haben. Wie alt muss mann eigentlich sein, um Ecki zu heißen?

  17. @Frank: Zu faul zum Googeln, hm?
    Namensgesetzbuch, Paragraph 13, Absatz 3, Mindest- und Höchstalter:

    Ecki darf sich nennen, wer mindestens das 11. Lebensjahr vollendet hat, vor Erreichen desselben ist die Vorsilbe „Schn“ zu verwenden.
    Frank ist ab Vollendung des 45. Lebensjahres mit dem Zusatz „-Alter“ zu kennzeichnen, dem Zusatz darf zur Vermeidung von psychischen Belastungen ein „W“ vorgestellt werden.

  18. Ich würde ja gerne was aus der BRN machen. Schritt 1 wäre, dass alle Nichtneustädter draussen bleiben müssen.

  19. @alauner: cool dann darf ich also nicht mehr kommen. Nachdem mein Haus vor zwei Jahren doch saniert wurde und ich keine Wohnung mehr in der Neustadt gefunden habe die ich mir leisten konnte bin ich jetzt halt Pieschner nach all den Jahren als Neustädter und all den BRNś (auch als aktiver mitgestalter).

    Für mich hat sich die Neustadt sehr stark geändert. In den letzten Jahren immer schneller. Wie die ganze Stadt. Die möglichkeiten für alternatives leben werden immer schwieriger. Was den Reitz der Neustadt (und Dresdens) ausmachte existiert für mich nur noch ansatzweise. Vielleicht werde ich das alles bald verlassen.
    Die BRN spiegelt genau das alles wieder. Sie ist so wie die Neustadt sich entwickelt hat.
    Der Freiraum und das Lebensgefühl… wo ist es hin.
    Vielleicht in Pieschen, Löbtau, Radebeul, Leipzig, Berlin, Chemnitz?

    (Klingt ganz schön resigniert, wenn wir etwas anderes wollen, müssen wir bald etwas am Konzept der BRN, Neustadt und von Dresden ändern.
    Für mehr Subkultur und freien Lebensraum.)

  20. @ Alauner … vll sollte man auch alle die solche pseudo-arier-nachweise fordern rausschmeissen…

  21. @ Plinse… echt schlimm, das du nach pisspieschen weggentrifiziert wurdest… Freiräume kann man sich überall schaffen, und genau darin liegt das problem der meisten, die welche einfordern, es wird irgendwie immer erwartet, das jemand sich bereit erklärt, leute wie kleine kinder an der hand zu nehmen und schön zur alternativen glückseeligkeit zu führen…

    grundsätzliche fragen sind, was ist wirklich noch subkultur und was verstehst du unter freien lebensraum?? willst du bio-superaktiv- bauer-selbstversorger sein? oder erwartest du das irgendjemand rumgelunger sponsert?

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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