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Neustadt-Weihnachtsgeschichte – Teil 1

Der Weihnachtsmann von der Nordstraße
Der Weihnachtsmann von der Nordstraße

Maiers Geist
Eberhard Schruhtz liebt es, wenn die Geldscheine zwischen seinen knochigen Fingern knistern. Ein bübisches Grinsen zieht sich dann über sein Gesicht, die faltigen Wangen frischen auf und die tief in ihren Höhlen verborgenen Augen beginnen zu leuchten.

Heute hat Schruhtz wieder einige Scheine eingetrieben. Auch wenn die Hausbewohner ihn altmodisch nennen, nur Bares ist Wahres, er holt sich die Miete immer persönlich ab. Da kann er dann auch gleich mal einen Kontrollblick in die Wohnstuben werfen. Heute hatten alle den passenden Betrag parat. Nur die olle Schmidt im Erdgeschoss, die hatte wieder kein Geld. Sie wand sich und wimmerte, Schruhtz solle ihr doch noch ein paar Tage Zeit geben. Schließlich sei doch bald Weihnachten und ihre kleine Rente würde vorne und hinten nicht reichen.

Die Erinnerung an den Vorfall treibt Schruhtz mehrere Zornesfalten auf die Stirn – Weihnachten, wen interessiert das schon. Mit Strenge in der Stimme hatte er gemahnt: Morgen spätestens ist die Miete da, sonst müsse er die Polizei holen. Die Schmidt war in Tränen ausgebrochen, doch Schruhtz hatte sich auf dem Absatz herumgedreht, solch Elend wollte er nicht sehen.

Die Einnahmen sind verbucht und Schruhtz macht sich auf den Weg in seine Dachgeschoss-Wohnung. Von seinem Fenster kann er die ganze Alaunstraße überblicken. Die funkelt im weihnachtlichen Glanz. Schruhtz zieht den Vorhang zu, auch dafür wollen die nur wieder Geld, brummelt er vor sich hin. Den Spendensammler hat er schnöde abgewiesen. Alle wollen mein Geld – murmelt er vor sich hin – aber sie bekommen es nicht, kichernd nickt er ein.

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„Wach auf, Eberhard!“ – Schruhtz schreckt hoch. Das kann nicht sein. Starr vor Schreck sieht er: in Lebensgröße steht sein alter Kompagnon Maier vor ihm. Mit dem hatte er sein Immobilien-Imperium in der Neustadt aufgebaut. „Du bist tot. Täusche mich nicht. Was willst Du?“ – „Dich warnen – drei Geister werden Dich besuchen, hör ihnen gut zu, sonst geht es Dir wie mir.“ Maier rasselt bedrohlich mit den Ketten an Armen und Beinen.

Schruhtz wacht auf. Ein Traum nur? Das Herz schlägt ihm noch immer bis zum Hals. Er genehmigt sich ein Likörchen, das beruhigt und er schläft wieder ein.

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3 Ergänzungen

  1. hi Ecki, die Fortsetzungen bekommst Du mit der nächstem Mieterhöhung.
    Die hat Dir doch die Stadtregierung mit dem neuen Mietspiegel fest versprochen- hastes nich vernommen?

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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