Dialog: „Asyl in Dresden“

Am kommenden Montag will die Stadtverwaltung mit dem Bürgerdialog „Asyl in Dresden“ für bessere Information zu dem Thema sorgen. Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) wird in der Dreikönigskirche an der Hauptstraße mit weiteren Gästen versuchen, alle Fragen rund um das Thema Asyl zu beantworten, bevor der Stadtrat zum Thema im Dezember Entscheidungen trifft.

Hintergrund: Die Zahl von Menschen auf der Flucht vor Folter, Tod und Vertreibung ist weltweit in den letzten drei Jahren dramatisch gestiegen. Allein das kleine Libanon im Nahen Osten (ca. 4 Millionen Einwohner) hat mehr als eine Million Flüchtlinge aus dem benachbarten Syrien aufgenommen. Einige Flüchtlinge gelangen auch bis nach Deutschland und beantragen hier Asyl. Die Städte und Gemeinden sind per Gesetz verpflichtet, für eine menschenwürdige Unterkunft der Flüchtlinge Sorge zu tragen. Dresden steht vor der Aufgabe in den nächsten Jahren jeweils ca. 2000 Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu organisieren.

Die in der Landeshauptstadt vorhandenen Plätze in Übergangswohnheimen und Gewährleistungswohnungen sollen bis Ende 2016 auf knapp über 4000 verdoppelt werden. Um diese Aufgabe zu lösen, bemüht sich die Verwaltung um eine enge Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern, Kirchen und Verbänden. Die Stadtverwaltung hat dafür ein Bündel von Maßnahmen vorbereitet, über das der Stadtrat im Dezember 2014 entscheiden soll. Diese Maßnahmen wurden bereits in den einzelnen Ortsämtern (in der Neustadt am 10. November) vorgestellt. Mit der zusätzlichen Veranstaltung geht die Verwaltung auf den Informationsbedarf der Bevölkerung ein. Moderiert wird die Veranstaltung von Frank Richter, Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Ausgeschlossen von der Veranstaltung sind Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und diesen Personen den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser zu verweisen.

  • „Asyl in Dresden“, Montag, 24. November 2014, 18 Uhr im Haus der Kirche (Dreikönigskirche), Festsaal 2. Obergeschoss, Hauptstraße 23. Einlass ist um 17.30 Uhr.


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25 Kommentare zu “Dialog: „Asyl in Dresden“

  1. Ich frage mich immer, wie wir diese Menschen alle jemals integrieren wollen? Erst am WE hat mir eine Freundin erzählt, wie toll sie doch diese „Multikulti-Stimmung“ in der Neustadt fände,- fast so wie in Hamburg (woher sie stammt). Als ich sie fragte, mit wie vielen Ausländern sie denn persönlich befreundet ist, kam: „Äh, naja mit keinem. Trotzdem kann ich doch für Multikulti sein, oder?“. Ehrlich gesagt bin ich da sehr skeptisch, ob Integration funktionieren kann, wenn WIR nicht gewillt sind, auf diese Menschen zuzugehen. Und sie nur als „bunte Staffage“ fürs Lebensgefühl einiger hipper Stadtviertel zu gebrauchen – das hat was von ZOO. :-(

  2. @Franzi:

    „Ich frage mich immer, wie wir diese Menschen alle jemals integrieren wollen“

    Das lässt sich einfach beantworten: Beispielsweise eine Bildungspatenschaft für ein Kind via Ausländerrat übernehmen. Oder sich bei „Deutschkurse Asyl Migration Flucht“ für Sprachkurse für Migranten engagieren. Die Kontaktgruppe Asyl freut sich auch über Helfer und Helferinnen. Du könntest Dich auch bei einer Kirchgemeinde für eine Integration in Stadtteile engagieren. Ansonsten: vielleicht kannst Du ja auch selbst eine Initiative starten, z.B. mal mit Migrantinnen oder Migranten den Zoo besuchen.

  3. Hmm…merkst es selbst oder?

    Alles was Du aufzählst – es macht doch faktisch nur ein Bruchteil der Menschen. Die Anderen nehmen sie einfach nur als „Fremde“ wahr, wie ich auch. Da ich, als typische Einzelgängerin, selbst Einheimische nicht unbedingt kennenlernen möchte (mir sind Leute schnell zu aufdringlich), weshalb dann Fremde??? Ich glaub, so wie ich ticken die Meisten.

  4. Pressefreiheit ?
    Ich lache mich gleich kaputt !
    Traut Euch einfach mal über die Elbe und geht wachen Auges die Prager Strasse rauf und runter …
    Ein Bild des Jammers !
    Europa war ja ein guter Gedanke (für die Banken !)
    Aber seht selbst …………

  5. Wenn ich Menschen an der Tafel anstehen sehe,.wo ich mir aus Erzählungen meiner Grosseltern HEUTZUTZAGE vorkomme wie nach dem Kriege im Jahr 2014!!!!!!!!!!!!!!,Dann tuht es mir leid und hab keinerlei Verständniss mehr für die Neopolitische Propaganda der nicht mehr vorhandenen“Demokratie“
    Das ist eine Frechheit unserer BRD-GMBH-Politiker!Meine Toleranz dahingehend ist mittlerweile erschöpft.
    @Thomas Laden Sie doch mal lieber Dresdner Familien zu einem Zoo besuch ein die wo sich sowas mal gar nicht leisten koennen,glauben Sie mir damit tuhn Sie mehr als ihre ueberhebliche Ansicht,unbedingt“Ausländern“helfen zu muessen.Hier in Dresden gibt es auch genug Rentner denen es schlecht geht!!
    Ps:Fahrn Sie nach Hamburg-Koeln-Wuerzburg-Karlsruhe-usw.,es gibt da mittlerweile Stadtviertel da sollte man ab 20Uhr nimmer allein unterwegs sein!

  6. @ realist… hier gibts gar keinen thomas… und was bitte ist neopolitik? welchen Krieg 2014 meinst du jetzt genau?

  7. @Franzi:

    „Alles was Du aufzählst – es macht doch faktisch nur ein Bruchteil der Menschen. „

    – Und? Was heißt das? Dass Etwas nur wirkungsvoll ist, wenn es Alle machen? Oder mehr als 50%? Wohl kaum. Viele soziale Errungenschaften sind nur von einem Bruchteil der Menschen „gemacht“ worden.

    „Da ich, als typische Einzelgängerin, selbst Einheimische nicht unbedingt kennenlernen möchte (mir sind Leute schnell zu aufdringlich), weshalb dann Fremde??? Ich glaub, so wie ich ticken die Meisten.“

    Es beeindruckt mich sehr, dass Sie als bekennende Einzelgängerin, die niemanden kennenlernen möchte, wissen, wie die meisten Menschen ticken.

  8. @ Realist:

    @Thomas Laden Sie doch mal lieber Dresdner Familien zu einem Zoo besuch ein die wo sich sowas mal gar nicht leisten koennen,glauben Sie mir damit tuhn Sie mehr als ihre ueberhebliche Ansicht,unbedingt”Ausländern”helfen zu muessen.Hier in Dresden gibt es auch genug Rentner denen es schlecht geht!!

    Überheblich ist es, andere Diskutanten mit falschem Namen anzusprechen.

    Überheblich ist es jedoch vor allem, anderen Menschen vorzuschreiben, wie und wem sie zu helfen haben. Das haut dem Fass wirklich den Boden aus.

  9. @ Holle:

    Traut Euch einfach mal über die Elbe und geht wachen Auges die Prager Strasse rauf und runter … Ein Bild des Jammers !

    Mir gefällt dieser Shoppingtrubel ja auch nicht. Und jetzt noch diese Adventsbuden überall, stimmt schon. Aber wer’s braucht.

  10. @Realist
    Nunmehr seit 10 Jahren in Hamburg lebend kann ich berichten, dass ich in jedem Stadtteil Hamburgs ohne Bedenken auch nachts spazieren gehen kann (Reichenghetto Hafencity mal ausgenommen, da ist es menschenleer und wirklich unheimlich). Ich lebe gut und gern in einer Nachbarschaft, die einen rund 30%-igen Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte hat. Irgendwie schon interessant, dass immer die am lautesten gegen „Ausländer“ wettern, die am wenigsten Berührungspunkte mit ihnen haben. Integrationskurse für Deutsche!

  11. Haben wir nicht selbst schon genug Arbeitslosigkeit und einhergehend soziales Elend durch die Agenda 2010?
    Mit verlaub,solche Zustände wie in manch anderen Städten(alte Bundesländer,oder zb.Berlin) nunmal Fakt sind,möchte ich hier beim bestem Willen nicht haben..darauf läuft es aber nunmal hinaus und wer das nicht erkennen will oder kann sollte evtl.mal seine Pseudoliberale Meinung ablegen.Solange Menschen(inkl.Ausländer)an der Tafel anstehen müssen um sich den Rest des Restes ergattern zu koennen,fehlt mir jegliches Verständniss dazu nochmehr“Flüchtlinge“aufzunehmen.
    Im übrigen möchte ich niemandem Vorschreiben wer wem zu helfen hatt oder nicht!
    Ps:Integrationskurse für Deutsche@Ex-Dresdnerin,den werden Sie selber brauchen wenn Sie in ihrem Viertel dann irgendwann 90%Migrationsdichte haben bzw.dann auch keiner mehr Deutsch redet…Falls Sie verstehen?

    Mfg

  12. Sollte eigentlich bei nopegida rein, geht aber irgendiwe nicht – vielleicht kann Anton es dahin verschieben:

    Ein paar statistische Fakten zur Stand der fortschreitenden Islamisierung Deutschlands:

    In Deutschland gibt es bereits über 3000 Moscheen und es kommen immer mehr monatlich hinzu!

    Siehe z.B. die geplante Riesenmoschee ZiM in München… übrigens haben über 80.000 Münchner dagegen unterschrieben..! (aber München wird von den bekannten Einwandererparteien regiert.. Der SPD Stadtrat hat die Unterschriften mit Antrag auf Volksentscheid einfach für “nicht zulässig” erklärt).

    In der Türkei jedoch gibt es keine Einzige Christliche Kirche! (zu beachten ist, das über 2000 Moscheen in Deutschland türkisch sind)!

    Und es darf auch keine Kirche gebaut werden, kein Priesterseminar zur Ausbildung abgehalten, od. gar gegründet werden und um eine Christliche Predigt für Aramäer zu halten, sollte man als Christlicher Pfarrer besser ein Diplomatenpass besitzen!

    Da fällt mir jetzt doch noch ein einziges, 2000 Jahre altes Kloster in der Türkei ein:
    Mor Gabriel, Aramäisch, der Stamm von Jesus Christus (600 Jahre vor Gründung des Islam durch Mohammed da) und UNESCO Weltkulturerbe… und auch dieses einzige Kloster wird von der Erdogan Regierung drangsalisiert..!
    (uralte sich seit 2000 Jahren in Kirchenbesitz befindliche Ländereien beschlagnahmt durch die Erdogan Regierung..).

    Dies sind Daten der Statistischen Landesämter und Mitteilungen des Auswärtigen Amtes und EU Behörden (betreffend Mor Gabriel Problematik).

  13. @ Realist:

    „Haben wir nicht selbst schon genug Arbeitslosigkeit und einhergehend soziales Elend durch die Agenda 2010?“

    So wie sie mit Blick auf Ihre bedrohte heile Welt gegen Solidarität mit Flüchtlingen argumentieren, sind Sie doch ein Verursacher des sozialen Elends.

  14. Max, das ist völlig falsch, in Istanbul stand ich höchstpersönlich vor einer christlichen Kirche, ich habe sie weder suchen müssen noch stand dort ein wütender Islam-Mob herum, ganz in der Nähe des Taksim-Platzes – wo Türken, für Dich wahrscheinlich unfassbar, u.a. für eine klarere Trennung von Staat und Religion gekämpft haben. Istanbul gehört übrigens zur Türkei, das sage ich in Deinem Fall lieber dazu.
    Drin war ich nicht, da mir alle Religionen ziemlich auf den Zeiger gehen, vor allem die hierzulande dominierende christliche mit ihren Radiosendungen. Außerdem war dort gerade Messe (mit einem farbigem Pfarrer…). Da kannste Dir mal ne Scheibe Toleranz und Gelassenheit abschneiden, Angsthase.

    Vielleicht solltest Du mal versuchen, aus Deiner kleinen Tellerrand-Welt herauszukommen (und nicht bloß bis Mallorca).

  15. @ Peter – da habe ich mich falsch ausgedrückt – es gibt keine neugebaute christliche Kirche in der Türkei im Gegensatz zu den neugebauten Moscheen in Deutschland…
    Mein Fehler.

    PS.: Wo ich überall schon war in der Welt reicht für 2 Leben.
    Also bitte nicht persönlich vorverurteilen bei Unkenntnis.

  16. @ Max:

    Sie haben völlig Recht: Es gibt zu viele Leute mit seltsamen Meinungen, bedrohlichen Vorstellungen und komischen Sakralbauten auf der Welt. Dagegen muss man etwas unternehmen. Das Problem ist: genau das denken die rechthaberischen ungebildeten Egoisten unter den Leuten mit den seltsamen Meinungen auch alle.

    Daher scheinen mir Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Religionen und Einstellungen wirklich die Schlüssel-Werkzeuge eines guten Lebens zu sein. Wenn ich das nicht komplett falsch verstanden habe, werden Werte wie Toleranz und Offenheit seit der Zeit der Aufklärung in Teilen des westlichen Denkens auch als the way to go betrachtet.

    Wer mit ängstlichem Blick auf Statistiken diese Werte nun beiseite legt, macht sich a) mit den Leuten gleich, die er verurteilt und b) begibt sich auf ein kulturelles Niveau, das seit mehreren Jahrhunderten out ist.

  17. Jajaja @t Torten ,Genau da kommt doch das“gehlerte“ Wissen her,.. Tss
    Ich wohne sieit 1985!!! HIER und du willst mir! was erzählen??!!

    Bei allem Respekt!! Irgendwo ist da mal ENDE!
    Neustäter Gruesse!

  18. uiii jetzt sehe ich das Problem auch… bei Realist gibts mittlerweile auch massive Schwierigkeiten die Muttersprache sicher anzuwenden … armes Abendland

  19. Mir scheint die Diskussion hat sich erschöpft. Die jeweils andere Seite wird sich ohnehin nicht überzeugen lassen. Schon gar nicht durch Kommentare hier im Neustadt-Geflüster.

    Und da ich keine Zeit dafür habe, hier alle zehn Minuten die Kommentare zu überprüfen, mache ich hier zu.

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