Arnold Vaatz gewinnt

Nach der Auszählung von 204 von 217 Wahlbezirken ist dem CDU-Kandidaten die Mehrheit nicht mehr zu nehmen. Arnold Vatz erhält die meisten Erststimmen und gewinnt das Direktmandat. Platz zwei belegt Tilo Kießling von Die Linke.

Auch bei den Zweitstimmen liegt die CDU vorn, die FDP schneidet noch schlechter ab als im Bundesschnitt und die AfD erreicht im Wahlkreis 6,9 Prozent. Hier gibt es derzeit noch keine Auswertung der einzelnen Wahlkreise, sondern nur für die Kreise 159 (Dresden I) und 160 (Dresden II und Bautzen II) zusammen.

Alles Stand 21:30 Uhr.

Die Erststimmen in der Äußeren Neustadt verteilen sich etwas anders.

Erststimmenverteilung in den Wahllokalen in der Äußeren Neustadt
Erststimmenverteilung in den Wahllokalen in der Äußeren Neustadt
Quelle: dresden.de/wahlen


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Palais-Sommer

66 Kommentare zu “Arnold Vaatz gewinnt

  1. großes danke denjenigen die nicht wählen waren oder ungültig gestimmt haben für die krönung der neuen königin von schland.
    mehr ist dazu nicht zu sagen!

  2. ich gebe dir recht s. schaut euch wirklich mal die aussagen von herrn vaatz an. auch jeder konservative mensch muss dabei ins grübeln kommen. mir wird einfach nur schlecht. bitte alle uhren rückwärts..

  3. vaatz? wie kann das denn passieren? waren denn in 159 und 160 nur drei leute wählen? das hätte ich wirklich nicht erwartet. schade. wirklich.

  4. Das selbständige Denken verlieren die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens. Und es gibt ja noch den Spruch : Weil es immer schon so war.

    Schade

  5. Wirklich erbärmlich, aber das ist die deutsche Schizophrenie,
    das unterwürfige Besitzstandswahrerstimmvieh bedankt sich auch noch beim Fleischer!
    Schauen wir einmal, ob diese Dankbarkeit für nichts auch noch das nächste Jahr überlebt!
    ;)

  6. also Leute, bei dem Zuschnitt des Wahlkreises ist das Ergebnis schon geradezu zwangsläufig!
    Ich weiß gar nicht, warum die anderen Kandidaten sich das überhaupt antun? Ohne Absprache werden die nie über den 30% Bodensatz von CDU-Wählern kommen….

  7. ganz verdient landet Böhme (FDP) sogar noch hinter Piraten, Freien Wählern und NPD… Ich bin gespannt auf die Werte aus den einzelnen Wahlbezirken. Der Zuschnitt des Wahlkreises Dresden II ist sehr interessant: die eher grüne/linke/Piraten-Neustadt vs. schwarz/braunes Oberland in Richtng Kamenz. Damit hat die CDU ihren Kandidaten schon sicher. Die anderen Parteien sollten sich überlegen, das nächste Mal vielleicht mit einem gemeinsamen Kandidaten anzutreten.
    Ansonsten vielen Dank an Anton für die sehr erhellenden Fragen vor der Wahl an die Kandidaten.

  8. @jani: das „das hätte ich wirklich nicht erwartet. schade. wirklich.“ zeugt nicht gerade von politikverständnis.
    wenn man sich die ergebnisse der letzten 20 jahre bundestags, wie landtagswahlen angeschaut hätte, hätte man gewusst was auch diesmal wieder „rauskommen“ wird. aber egal, deutschlandkette. wahlkreiszuschnitt wurde ja schon angesprochen.
    ist eben auch sehr schwierig wenn sich 3 kanditaten des linken spektrums die stimmen dieses lagers teilen. da gibts optimierungsbedarf. trotzdem seeeehr unwahrscheinlich dass man sich in 2 jahren (ja das wird nicht länger halten…) auf einen „unabhängigen“ oder wie auch immer gearteten linken einheitskandidaten einigen wird. das wird’s nicht geben.
    a propos, für mich ein grund auf die strasse zu gehen: wenn wir mal wieder eine mehrheitsbeschaffer-spd für mutti in der toten koalition bekommen, obwohl das linke lager eine eindeutige mehrheit erreicht. DAS IST WIRKLICH BITTER!
    lächerlich seitens grünen und spd sich derart zu sperren! zumindest für die spd hat das aber konsequenzen, die heißen selbstauflösung! man muss halt wissen wo man hin will.
    das wir in der neustadt auf einer politischen insel (vielleicht sogar einer gesellschaftlichen, nee, eigentlich nich) leben, sieht man am wahlergebnis.
    a propos: es gibt rechte unter uns!

  9. aus Wikipedia Zitat Vaatz:
    Im Februar 2012 hatte er in einem Beitrag für EIKE erklärt, die „energiepolitische Sackgasse“ Energiewende sei entstanden durch „erbarmungslose[n] Konformitätsdruck, der von einer postreligiösen Gesellschaft ausgeht, die ihren arbeitslos gewordenen religiösen Sensus ausleben will“. Dieser Konformitätsdruck habe „eine Gleichschaltung der Gesellschaft verursacht, die zwar mit den Formen von Gleichschaltung wie dies [sic!] aus der Geschichte der europäischen Diktaturen kennen, nicht identisch ist, jedoch ganz ähnliche Züge aufweist.“

    Alte Sch***, mache mir Die Welt wie Sie mir gefällt.
    Atheistische Grüße! Bürgerrechtler am A***!

  10. @aidon
    Was, darüber bist du erstaunt?
    Einige sind durchaus auch bekannt,leider nicht alle 87. Auch wo man die bisweilen antreffen könnte und einige wohnen ist kein echtes Geheimnis, doch im Gegensatz zu den 90igern, und selbst noch dem Jahr 2005, halten die nach meiner Beobachtung heute die Füße doch eher still, wenn man das überhaupt so sagen kann, weil es doch innerhalb des Viertels eher etwas von einer Pattsituation hat. Jedenfalls sind mir in den letzten paar Jahren keine größeren Zwischenfälle bekannt geworden, wo ich wüsste, dass einer dieser hier wohnenden Pseudoariern bzw. bekannten NPD-Wählern daran beteiligt gewesen wäre. Kurz vorm Hechtfest gab es jetzt einige hässliche Nazischmiererein an der St.Pauli-Kirche (die umgehend entfernt wurden) und gelegentlich wirft man sich gegenseitig auch böse Blicke zu und unterstreicht vielleicht mithilfe eines kurzen Spruches, auf welcher Seite man steht, aber direkte Auseinandersetzungen sind eigentlich seit einiger Zeit nicht mehr zu beobachten gewesen. Immer wenn es in den letzten 2-3 Jahren ärger gab, machten diesen irgendwelche Nasen von der anderen Elbseite, die hier gezielt nach Opfern suchten, aber auf dieser Elbseite glücklicher Weise auch heute noch gelegentlich auf Gegner treffen! ;)

  11. g.kickt
    Es soll hier in der Neustadt sogar sogenannte „Reichsdeutsche“ geben, die auch ein sehr „drolliges“ Grüppchen abgeben, über die ich aber teilweise wirklich lachen kann, bei all den grotesken Behauptungen und wirren Schlussfolgerungen, selbst ernannter Völker- und Staatsrechtsexperten, das Ende des 2.Weltkriegs betreffend! ;)

    Tränen habe ich gelacht, als ich in dem Zusammenhang die sehr gute Dokumentation „Die Mondverschwörung“ gesehen habe. Ein echter Brüller und sehr zu empfehlen: „Die Mondverschwörung“ von Thomas Frickel

    (Dennis Mascarenas, Chefreporter des deutschsprachigen amerikanischen Fernsehsenders DDC-TV, soll herausfinden, was die Deutschen mit dem Mond vorhaben. Ausgehend von der Frage, wem der Mond denn eigentlich gehört, gerät er bei seiner Recherche-Reise über anfänglich harmlose und teilweise auch rein kommerzielle Spielarten der Mond-Gläubigkeit mit jedem neuen Interview tiefer in eine Parallel-Welt der Esoterik und der Verschwörungstheorien, bis er zuletzt auf die extremen Weltbilder der rechten Esoterik stößt und sich – selbst schon leicht verwirrt – in Neuschwabenland auf die Suche nach angeblich dort vorhandenen „reichsdeutschen Basen“ macht. Quelle Wikipedia)
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=FzWOwwNX6Rkusg=AFQjCNHLj453IyTWgyI2SoW_OTlruTCkdg&bvm=bv.52434380,d.Yms

  12. Würde mal tippen, dass das eine weitere Folge der Gentrifizierung ist, wie sich die Wählerschaft im sogenannten „Szeneviertel“ zusammensetzt. Wohneigentum und Mietwucher haben zwar von diesem Image der Neustadt profitiert, aber nur, um selbigem den Garaus zu machen. Wenn man sich irgendwann vollständig der „Chaoten“ entledigt hat, ist man wieder unter sich, ohne jemals zu begreifen, dass man das, was ja so „kreativ“ und „hipp“ erschien, weswegen man unbedingt hier leben wollte, selber kaputtgemacht hat…Beispiele gibt es viele, nicht nur in DD…

  13. Die Grünen kann man leider nicht mehr wirklich zum linken Lager zählen. Ich denke der rechte Flügel wird da bald die Oberhand übernehmen, auch nach diesem Wahlergebnis. Und ich nehme auch mal das böse Wort Gentrifizierung in den Mund: Die Bewohner der Neustadt sind zu einem großen Teil keine „linken“ Stammwähler mehr.

  14. Meiner Meinung wird das Wort „Gentrifizierung“ immer nur in eine Richtung benutzt.
    Als die Neustadt noch bunt, links, alternativ und dreckig war, war der Stadtteil ja auch nicht nur für eine Bevölkerungsschicht gemacht. Oder will jetzt einer behaupten, es wäre nur für bestimmte Personen möglich dort zu leben und die anderen wollen wir nicht…Das wäre Gentrifizierung.
    Warum kann man nicht versuchen zusammenzuleben, sich dadurch kennen lernen und evntl. seine Meinung ändern. Den anderen verstehen. Das geht doch am besten wenn man zusammenlebt.
    Auch das gilt für beide Seiten.
    Nur bunt, dreckig, laut, Hundehaufen, keine Einkaufsmöglichkeiten ist genauso uncool, wie geschlossene Spätis, hohe Mieten, Terrassen um 24:00 schließen.
    Am liebsten sind mir deswegen auch Bars, wo der Punker, neben dem Banker mit seiner Sekretärin nebeneinander sitzen. Nur weil da quasi eine Oase des miteinanders geschaffen wird, die jeder zu jeder Zeit verlassen kann. Sobald die Leute Miete zahlen, meinen sie dann Besitzansprüche an Ihr Umfeld zu stellen.

    Richtig schwach von beiden Seiten!

  15. an oha:
    also Einkaufsmöglichkeiten gab es genug und vor allem auch viele kleine Verschiedene und weit verstreut. Jetzt ist eher die Tendenz, dass mehr Ketten da sind und die kleinen Eckläden zum Teil zumachen müssen – weg sind! Es gibt noch einen kleinen harten Kern- der aber ums Überleben kämmpft: gegen die Ketten in unmittelbarer Nachbarschaft!!

    Wenn man sich die -hohen- Mieten anschaut (die erschwinglichen werden nach Neubezug gleich schön hoch gesetzt -ist bald wenig bunt!
    Zusammenleben heißt nicht nur das genannte Bar-leben!

  16. @seldon

    unter anderem…

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gentrifizierung

    Da es bestimmt auch arme Bänker und reiche soziale Künstler gibt würde ich das nicht nur in reich und arm symbolisieren, das wäre zu krass.

    Und wenn ein armer Banker 1990, hierher gezogen ist weil die Mieten da günstig waren, hat er nun auch nen Zappen.

    Wenn ein Künstler mit seiner Musik oder künstlerischen Werken, Leute in einen Stadtteil zieht, die nach dem Kauf seiner Werke noch durch´s Viertel ziehen. Die dann vielleicht ne Ruine entdecken und den Stadtteil verschönern wollen. Immer mehr Häuser werden saniert und die Haie kommen…, wer ist dann der schuldige.

    Ein Stoppschild ist rot und weiß. Der eine sieht es rot der andere weiß. Beide haben recht und wenn einer auf den anderen zugeht können beide damit leben.

    Mit reich, arm, links, rechts, Sozialist, Kapitalist wird doch nur eine Meinung genährt und der andere abgeschreckt. Zu gehen aufeinander und mal auf die Seite der anderen stellen, ohne sie gleich abzulehnen, egal was man vertritt.

    Das ist auf alle Fälle für jeden ne Lebensaufgabe und mir fällt es oft schwer, ich arbeite aber an mir!!!

    Es geht nur mit einer gesunden Mischung.

    Vielleicht ein Wunschtraum…

  17. @Oha: aus Deinem wiki-Beitrag:

    beschreibt spezifische sozioökonomische Umstrukturierungsprozesse in städtischen Wohngebieten als ein Phänomen der sozialen Ungleichheit.

    Soziale Ungleichheit gibt es ja wohl, und die beschriebenen und bemängelten Ergebnisse derselben.

    Da es bestimmt auch arme Bänker und reiche soziale Künstler gibt würde ich das nicht nur in reich und arm symbolisieren, das wäre zu krass.

    Was fändest Du krass? Ein armer Bänker ist eben armn und wird ggf. verdrängt, ein reicher Künstler (vllt. noch Hausbitzer) eben nicht…ist doch ganz eindeutig eine Frage von arm und reich…
    Mit reich, arm, links, rechts, Sozialist, Kapitalist wird doch keine „Meinung genährt“…was am Begriff „arm“ ist denn bitte Meinung? Kapitalist ist auch eindeutig definiert: jmd. der von Kapitalbesitz und damit der Arbeit anderer lebt. Da die Interessen solcher Leute denen der Nichtbesitzer eben diametral entgegenstehen, wüßt ich nicht, was ein „sich reinversetzen“, „aufeinander zugehen“ bringen sollte. Die allzu menschlichen Probleme der „armen“ Reichen überlass ich dem Boulevard, das interessiert mich nicht. Auch nicht, ob der Hausbesitzer privat vllt. ein netter Kerl und der Prolet sich möglicherweise allzu offensiv als ein solcher verhält. Wenn es um gesellschaftliche Mißstände geht geht es eben um gesellschaftliche Akteure, nicht um Einzelpersonen! Gesellschaftliche Mißstände hebt man gesellschaftlich auf, nicht indem wir alle ganz nett zueinander sind, denn spätestens wenn Du eindeutige Forderungen formulierst, die den Kapitalbesitzer nicht in den Kram passen, sind die ganz und gar nicht mehr nett zu Dir!

  18. arme Bänker?

    „Wenn ein Künstler mit seiner Musik oder künstlerischen Werken, Leute in einen Stadtteil zieht, die nach dem Kauf seiner Werke noch durch´s Viertel ziehen. Die dann vielleicht ne Ruine entdecken und den Stadtteil verschönern wollen. Immer mehr Häuser werden saniert und die Haie kommen…, wer ist dann der schuldige.“
    —verschönern wollen??? Geld mit Immobilien verdienen trifft es wohl eher.
    ….dann sind die Künstler und Musiker schuld? sehr verdrehte Ansicht!!!

  19. @anni

    rot weiß….beide Seiten sehen. Mieten teurer ok, aber Netto definitiv günstiger wie nen Eckladen, also hat das günstige das teure verdrängt…ist der Preis gesunken…

    Sehe genug Leute aller Sorte, beim Netto einkaufen. Immer das günstigste geht halt nicht, dann hätten wir mehr in den Eckläden einkaufen müssen.

    Ich verstehe was Du meinst, doch wieder hat es 2 Seiten.

  20. @seldon

    Du sagtest doch selber um Deine Aussage zu untermauern.

    „reich verdrängt arm“, ob nun jemand reich oder arm ist, hängt von Deiner eigenen Meinung ab, was Deiner Meinung nach reich oder arm ist.

    links oder rechts zu sein vertritt eine Meinung von Dir zu etwas.

    Kalt und warm ist messbar, aber auch da ist es Deine Meinung, ob es Dir wärmer oder kälter vorkommt.

  21. Hallo Oha,
    Das Tante Emma nichts mehr verkauft liegt am Konkurrenzdruck durch meinetwegen Netto, richtig. Aber warum kann Netto kleinere Preise bieten? Weil eine größere Kapitalmacht dahinter steht. Insofern hat wieder „Reichtum“ „Armut“ verdrängt.
    reich vs. arm. Armut ist sicher relativ, da geb‘ ich Dir recht. Der Maßstab, an welchem man dies „mißt“, ist jedoch wiederum ein gesellschaftlicher. Auch die „offizielle“ Definition bedient sich ja dieser Relation (soundsoviel Prozent des Durchschnittseinkommens…)
    Aber richtiger sollte man wohl in der Tat schreiben: „der Reichere verdrängt den weniger Reichen“ oder „der weniger Arme den Armen“…
    Das bestimmte Größen nur in Relation zu anderen angegeben oder sinnvoll sind, hat doch nicht mit subjektiver Meinung zu tun…Ob mir etwas warm oder kalt vorkommt, ändert doch nichts an der gemessenen Temperatur. Jemandem mag bei 18°C kalt werden, jmd. anderem nicht, aber beide werden sich wohl darüber einig sein, dass das Aufdrehen der Heizung hier Abhilfe schafft….Ob ich als Frosch vom Storch verspeist werde, ist keine Frage der Perspektive!

  22. @seldon der Käufer und Nutzer macht die Regeln. Wenn keiner was im Netto gekauft hätte, wäre es unwirtschaftlich gewesen und der wäre wieder verschwunden.

    Ja Kohle schleppen hatte ich keinen Bock, auch Isolierung von Fenstern und Wänden der Umwelt zuliebe, find ich ok. Das sich das dann in der Miete wiederspiegelt, ist auch irgendwo klar. Die Umwelt wird aber geschont. Auch da wird es wieder 2 Meinungen geben und nie die Mitte gesehen.

    Der Mensch ist bequem, geizig, umweltbewusst, was auch immer aber vor allem hat er die Wahl. Die ist nicht nur schwarz oder weiß, die sollte ein guter Kompromiss sein.

    Bei der Heizung wird es spätestens dann Knatsch geben, wenn einer dafür bezahlt, oder der andere die Umwelt schonen will, oder was auch immer. Am besten die Mitte, die zu finden ist aufeinander zugehen.

    Der Moment indem der Storch den Frosch frisst ist ein Fakt und unstrittig. Sollte der Frosch aber auf ein Feld mit Fliegen ein wahres Paradies gehabt haben und unbewusst und ohne Gefahren abzuwägen vor lauter Gier nur in sich reingefressen haben, hat er den Storch angelockt. Sprich wenn der erste Netto nicht gelaufen wäre, wäre auch keiner nachgezogen. Wenn ich bei meinem Nachbarn nicht die Vorzüge eines enspannten Wohnens gesehen hätte und sein Vermieter nicht noch einen Mieter mehr bekommen hätte, wäre auch nix verbessert worden.

    Wer sich zum Frosch macht, ist selber Schuld.

    Jeder inkl. mir hat die Wahl abzuwägen welche Konsequenzen, es für irgendwas hat. Solange das nicht jeder für sich verinnerlicht wird es immer Leute geben, die zu Ihrem Vorteil eine Wahl treffen. Das ist die Natur des Menschen.

    Es ist ja auch nicht immer leicht, sich zu allem bewusst Gedanken zu machen, oder Meinungen anderer zu akzeptieren.
    Kompromisse kann man überall finden, wo man noch eine Wahl hat…

    Nichts ist alternativlos und der Preis, den wir bereit sind dafür zu geben ist ein zugehen aufeinander oder der Kauf im Eckladen.

    Alles was natürlich auf einem Gesetz beruht ist ohne eine Alternative. Ein Auto fährt man auf der Straße, aber ein Fußgänger kann diagonal gehen. Er nutzt also seine Wahl und die Bequemlichkeit und schwupps meckert der Autofahrer über den Vollhorst, der Ihm fast ins Auto gerannt wäre, weil er keine Wahl hat. Versetzt er sich in die Lage des Fußgängers würde er wahrscheinlich auch den kürzeren Weg gehen. Er könnte also einfach mal weiterfahren. Jetzt zu sagen wer Frosch oder Storch ist, ist doch wieder schwer. War der Fußgänger Frosch und hätte die Gefahr sehen können, oder ist er der Storch weil er schneller und umweltbewusster zu seinem Ziel gekommen ist.

  23. Nein, König Kunde ist nicht Herr des Wirtschaftslebens! Weder bestimmt er was, noch wie produziert oder verkauft wird. Aber er hat Bedürfnisse, ganz unterschiedliche, richtig. Da Prioritäten zu setzen ist jedem überlassen. Der eine kauft bei Netto und seine WaMa beim Selbstausbeuter des Vertrauens, der andere in der VG und fährt mit den klapprigen Polo hin, usw. usf. Aber alle diese Bedürfnisse muß er realisieren mit seinem im Normalfall begrenzten Budget! Ein Thema, welches hier ganz gut abgehandelt wird. Kann ich nur empfehlen.

    Nichts ist alternativlos

    Großes JA!
    Schon gar nicht dieses aktuell herrschende Wirtschaftssystem: der real existierende Kapitalismus! Und in dem ist es nunmal Gesetz, das Kapital mehr Kapital hecken muß bei Strafe des eigenen Untergangs, sollte dies nicht gelingen.

  24. @Seldon: Richtig, der Kunde ist mit Sicherheit nicht Herr des Wirtschaftslebens. Aber widersprechen muss ich Dir im Punkt Produktion und Verkaufsart. Natürlich bestimmt er es nicht direkt, aber hat doch deutlich Einfluss drauf. Ein Unternehmen, das produziert was keiner will, wird keinen Erfolg und ergo mit der Strategie keinen Bestand haben. Durch die Wahl der Produkte und Verkaufsart (Netto vs. Tante Emma) hat jeder einen minimalen Einfluss.

    Wäre das nicht so, würden die Unternehmen völlig am Bedarf vorbei produzieren. Dann wären wir wieder in der Planwirtschaft, wo Zeug gemacht wird was kein Mensch braucht, Ressourcen verschwendet, die Wirtschaft entsprechend den Bach runter geht und am Ende der Staat pleite ist, weil mehr verteilt wird als erwirtschaftet wird.

    Kapitalismus ist weder perfekt noch nachhaltig, aber Sozialismus hat bereits versagt. Die Probleme der Zukunft können nicht mit gescheiterten Ideen der Vergangenheit bewältigt werden. Ich würde gern mal neue Ideen sehen, statt dem ewigen dogmatischen Festhalten an Vergangenem.

    Persönlich würde ich sowas ja von dem linken Spektrum erwarten, aber aus der einst progressiven Strömung ist eh längst ein Schatten ihrer selbst geworden. Ohne neue Visionen, dafür voll mit Betonköpfen der alten Garde. Schade eigentlich.

  25. Wäre das nicht so, würden die Unternehmen völlig am Bedarf vorbei produzieren. Dann wären wir wieder in der Planwirtschaft, wo Zeug gemacht wird was kein Mensch braucht, Ressourcen verschwendet, die Wirtschaft entsprechend den Bach runter geht und am Ende der Staat pleite ist, weil mehr verteilt wird als erwirtschaftet wird.

    Komisch, irgendwie finde ich Deine Beschreibung sehr zutreffen auf die aktuelle Situation: Zeug das kein Mensch braucht, Resourcenverschwendung, Staatsschuldenkrisen bis hin zur Staatspleite…“die Wirtschaft“ auch nur am Leben erhalten durch ungedeckte Wechsel auf die Zukunft, panisch auf der Suche nach immer neuen Märkten, immer neuen Kram in immer kürzeren Abständen auf diese werfend oder sich gleich komplett in die Virtualität verabschiedend…

    „ewiges dogmatisches Festhalten“ an alten Ideen sehe ich auch eher bei den Verfechtern eines Weiter-so, „there is no alternative“ usw.

    Wo genau siehst Du denn Ideen der Vergangenheit in großen Stil gescheitert? Die alten Ideen einer anders organisierten Gesellschaft wurden doch nie tatsächlich umgesetzt! Jaja, der real existierende Sozialismus…ein grandios gescheitertes Experiment, welches unter widrigen Bedingungen, Krieg und Nachkriegzeit, kalter Krieg …, Embargo, Wettrüsten, usw. stattfand und in der Tat mit Parteiendiktatur und sich mit nur wage festgepapptem Etikett auf Marx berufend…Vom Marx’schen „Verein freier Menschen“ jedoch weit entfernt. Was die Alternativen angeht ist es nun leider so, das diese recht ungern geduldet und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten eingeräumt wurden und werden, stattdessen werden doch eher alle Mittel wirtschaftlicher, staatlicher und militärischer Macht eingesetzt, um sie im Keim zu ersticken, zusammenzuschießen und kaputt zu kartätschen: Jesuitenrepublik, Pariser Kommune, Deutschland 1918, Ukraine 1922 (Machno), Spanien 1936, Mexiko, Chile, El Salvador, Nikaragua, natürlich auch Ungarn56, DDR53, Prager Frühling, Kuba und aktuell Venezuela, Bolivien usw. die mit allen Mitteln politischer und wirtschaftlicher Sanktionen bis hin zu verdeckter oder offener Gewalt …Wie wahrscheinlich ist es, das Du mit gleichgesinnten einen Ort finden, um Alternativen zu leben, wenn der Investor winkt; wieviel Einfluß haben alternative Einwürfe auf Entscheidungsprozesse in Politik und Wirtschaft,…? Vorurteile, Ressentiments, Angst bestimmen die öffentliche Meinung Alternativen gegenüber. Einfache Wahrheiten verkaufen sich, noch dazu mit entsprechendem finanziellen Hintergrund, weit besser, damit lebt es sich weit bequemer, angepaßter, veränderungsloser, standardwahrender…
    Dazu kommt eine 150 Jahre andauernde Gehirnwäsche hinsichtlich der Alternativlosigkeit des Systems…
    Stimmt schon, viele der „Linken“ haben auch keine über Reformansätze hinausgehenden Ideen, zumindest die im Parlament und den Medien vertretenen. Ansonsten gibt es da durchaus Einiges, auch Praktiziertes von Genossenschaften unterschiedlichster Art bis zu Projekten und Ideen wie z.B. hier oder hier, nicht zu vergessen unterschiedlichste Bewegungen wie occupy, 99% usw usf, oder lokal freiraum usw…Augen auf!

  26. Was ist denn eigentlich mit der Blauen Fabrik—
    da dürfen nun keine Konzerte mehr gegeben werden? —- seit da im Freiraum ein paar Wohnungen gebaut wurden und seit dort nun die Mieter/Anwohner eingezogen sind -beschwerten sie sich über Lärm /Musik aus der Blauen Fabrik??? Dass dort abends Musik gespielt wird bzw. Konzerte gegeben werden war doch den Wohnungsbauern vor dem Neubau klar! Wieso regen Diese sich dann auf? und warum wird dem Stattgegeben???

  27. Außerdem wurden diese Häuser im Überschwemmungsgebiet der Priesnitz (bis rann an das Gewässer) gebaut!!!!!!! ? Wahrscheinlich erhalten sie dann noch Fluthilfegelder?
    -Am Besten wieder abreisen lassen.-

  28. @Seldon: Ich bin ja voll auf Deiner Seite, was die Nachteile des heutigen Systems angeht. Ich weiß auch gar nicht, was mich daran mehr stören soll: Ressourcenverschwendung, Konzentration von Macht und Finanzen bei einer minimalen Elite, Leben auf Kosten der Zukunft, kurzfristige Denkweisen…

    ABER: Um es ausgewogen zu betrachten, sollte man auch die Vorteile sehen: Freiheit, Deine Meinung äußern zu können. Freiheit, reisen zu können. Eine gewisse Grundsicherung – würde mich mal aus dem Fenster lehnen und sagen, dass bei uns keiner verhungern muss. Relative Stabilität der Gesellschaft. Deckung der grundlegenden und von mir aus auch erweiterten Bedürfnisse für die Mehrheit der Bevölkerung. Sicher – Du kannst zu jedem jetzt 100 Gegenargumente finden.

    Dennoch: Ich bin im „Sozialismus“ aufgewachsen und habe ihn scheitern sehen. Und für mich ist er nicht vorwiegend an den widrigen äußeren Umständen gescheitert, sondern vor allem an der Natur des Menschen. Und selbst bei aller guten Vorstellung halte ich es einfach für unrealistisch, dass die Menschen jemals die Moral- und Geisteshaltung aufbringen, damit das funktioniert. Nicht auf absehbare Zeit jedenfalls.
    Und mal ehrlich, die DDR als „Experiment“ zu betrachten, wird der Dimension an Unterdrückung, Repression und Verfolgung kaum gerecht.

    Du kannst es so zusammenfassen: Ich finde das heutige System das geringere Übel im Vergleich zu den Alternativen. Und wenn es um Alternativen geht, kann ich verstehen, dass Menschen vorsichtig sind und genug haben von „Experimenten“ – das 20. Jahrhundert war in jeder Dekade voll davon. Die Ergebnisse haben wir gesehen (zum Glück nicht alle miterlebt). Wer kann es den Menschen dann verdenken, dass sie nicht auf jeden neuen Zug aufspringen wollen?

    Aber um auch mal was Positives zu sagen: Blickt man mal 150 Jahre zurück, wurde auch was erreicht. Nicht zuletzt Dank der Linken übrigens. Ehrlich – warum ist die CDU denn heute so stark? Weil sie die Themen der Linken aufgegriffen hat. Sozialgesetzgebung – von der SPD. Heute mehr oder weniger gesellschaftlich akzeptierter Konsens, im Gegensatz zu 18xx als das noch revolutionär war. Atomausstieg und Naturschutz allgemein – hauptsächlich proklamiert von den Grünen. Ebenfalls mehr oder weniger akzeptierter Konsens. Leider ist es so erbärmlich, dass der Partei „Die Linken“ nichts anderes einfällt, als in einen Förderwettstreit mit der SPD zu treten (8,50 vs. 10,00 Mindestlohn). Usw. usf. Dennoch – ich denke es tut sich was, und die Menschen fangen an, umzudenken. Es geht nur nicht mit der Brechstange.

    Deine Links schau ich mir später mal an.

  29. Vorteile sehen: Freiheit, Deine Meinung äußern zu können. Freiheit, reisen zu können. Eine gewisse Grundsicherung…, Relative Stabilität der Gesellschaft. Deckung der … Bedürfnisse für die Mehrheit der Bevölkerung.

    Ja, man kann seine Meinung sagen, nicht immer ohne Knüppel auf’n Kopp, aber ja. Vor allem aber herrscht die Freiheit, mit entsprechender (Kapital)Macht, andere für sich arbeiten zu lassen. „Früher“ konnte man sich damit ’nen blutigen Kopf an der Betonwand holen, heute rennt man damit bestenfalls gegen eine aus Gummi. Reisefreiheit wird nicht per Gesetz, sondern per Brieftasche beschränkt usw. usf. ich denke, das große Mißverständnis ist „Sozialismus“ mit Sozialismus zu verwechseln. Bloß weil ich auf eine Flasche Verdünner ein Etikett „leckere Cola“ klebe, ist dass Geschmackserlebnis nicht unbedingt befriedigend. Was die „Natur des Menschen“ angeht: Ich weiß nicht in welchem Umfeld Du Dich bewegst, in meinem kenne ich genügend Leute, mit denen „es“ funktioniert. Nein, der Mensch ist nicht per se ein geldverdienendes, egoistisches A…loch. Er kann es sein, richtig, und wird es unter gewissen Voraussetzungen häufiger sein, z.B. unter solchen, die diese Eigenschaften fordern und fördern (Ellenbogengesellschaft, Konkurrenzkampf…), er kann auch anders sein, ist es in vieler Hinsicht, in vielen Zusammenhängen auch, letztlich bestimmen die Bedingungen das Verhalten, oder „das Sein bestimmt das Bewußtsein“

    Umdenken und Mitdenken klaro, vor allem merken hoffentlich immer mehr, dass die Überlegenheit des real existierenden Kapitalismus einzig darin besteht, ein bisschen länger durchgehalten zu haben als der RealSoz.
    Eine Alternative stellt er schon allein deswegen nicht dar, da er unweigerlich und mit exponentiell wachsender Geschwindigkeit auf den Abgrund zusteuert: ökonomisch, ökologisch, sozial, denn der ihm innewohnende Wachstumszwang kann nicht ewig bedient werden, schon rein physikalisch sind dem Grenzen gesetzt! Die Frage ist nicht ob, sondern wann „es knallt“, und ob wir dann eine Alternative parat haben oder in den barbarischen Kampf jeder gegen jeden zurückfallen wollen. Die aktuellen Zustände in z.B. Griechenland, wo vor unserer Haustür der Notfallplan schonmal sachte durchexerziert wird, sind da nur die allerersten harmlosen Vorboten des Kommenden. Kapitalismus braucht keine Demokratie, das hat er zur Genüge bewiesen. Aber er braucht ab und an ein reset, um ein neues „Wirtschaftswunder“ zu generieren.

    Die Enttäuschung von bestimmten Parteien teile ich im übrigen durchaus.

    Lasalle:

    Im Mittelalter herrschte die Solidarität der Interessen in den Formen der Unfreiheit, in der Gegenwart herrscht die Freiheit ohne alle Solidarität, die Zukunft wird die Solidarität in den Formen der Freiheit bringen.

  30. @seldon

    so habs gelesen!!!

    Meiner Meinung nach richtige Dinge die dort geschrieben werden. Das wir, der Kunde es nicht in der Hand haben sehe ich immer noch anders, aber wie schon gesagt es ist auch eine Frage des budget´s. Allerdings haben wir schulisch gesehen alle die Chance und Wahl, was aus uns wird. Da es auch Berufe gibt die sozial sind und trotzdem was einbringen ist auch ein Fakt. Deswegen rege ich jetzt auch nicht über meine finanziellen Möglichkeiten auf, weil ich ehrlich gesagt früher wohl zu faul war zu lernen.
    Aber trotzdem hatte ich zu Beginn die Wahl. Das Kapital natürlich verdrängen kann ist auch klar. Aber wie ist dieses Kapital gewachsen. Entweder durch die Käufer oder Leute die Ihr Geld zur Verfügung gestellt haben um wiederrum, das eigene Kapital zu erhöhen.

    Ich denke es ist einfach falsch aus Geld Geld machen zu können. Das verträgt sich einfach nicht, da es ja am Anfang nur als Tauschschein gesehen wurde und den Wert einer Ware dargestellt hat.

    Desweiteren verträgt sich es nicht Dinge oder Unternehmen zu subventionieren. Das ist Marktschädlich.

    Auch denke ich wäre ein Grundgehalt nötig, um frei zu sein in dem was man eigendlich machen will und nicht nur arbeitet, um um die Runden zu kommen. Erstens würden Jobs die jetzt keiner machen will höher vergütet, damit sie jemand macht und zweitens, jeder der mir beruflich bei irgendwas gegenübersteht gut drauf sein, da er sich ja für seine Arbeit begeistert.

    Desweiteren könnte die Finnanzierung über eine höhere MwST. erfolgen, was zur Folge hätte, dass sich jeder überlegt ob er sich noch was neues kauft, oder lieber das alte noch länger nutzt.

    Ganz ehrlich wenn ich die Wahl hätte 3 Monate ne Müllkippe zu sortieren und gut dafür entlohnt werden würde, weil der Stundenlohn steigen würde, damit es über haupt einer macht. Danach 2 Monate frei mache und gut gelaunten Kellnerinen Trinkgeld zu geben, dann würde ich das machen. Die Drecksarbeit würde auch erledigt werden und jeder könnte sich eine Aufgabe suchen, die seinen Fähigkeiten enspricht und auch noch Spass macht. Das Grundgehalt würde für Sicherheit sorgen und die Natur des Menschen sorgt schon alleine dafür das wir uns eine Aufgabe suchen. Wen einer keinen Bock hat zu arbeiten, so what lebt er normal vom Grundgehalt, aber ein Auto was jetzt 10.000 kostet, würde dann 50.000 kosten und wäre nie für Ihn erreichbar. Deswegen Grundgehalt sorglos Essen Wohnen Strom und paar Taler für sonstiges.
    Viele Unternehmen würden verdienen, aber ob die Leute den Job annehmen, hängt von der Vergütung ab. Die würde also steigen. Somit hat der Arbeitnehmer wieder mehr Geld und kauft sich was, die hohen Steuern würden einen Überschuss erwirtschaften und man könnte in den Staat investieren.

    Aber egal, das mal durchzuspielen traut sich keiner und wer die Wahl hat, hat die Qual und neues ist immer mit Angst verbunden.

    Hätten wir die Wahl würden wir uns wahrscheinlich dagegen entscheiden…weil es absurd scheint.

    So richtig Top wird es beim beigefügten link erklärt, ich tu mich da immer schwer mit meiner blumigen Schreibweise…

    Hier die Deine Wahl sich das anzuschauen, oder nicht…:-)
    https://www.youtube.com/watch?v=XqJjWe1QeUY

  31. der Schäuble hat heute verlauten lassen (im Nachichtenkanal), ,,dass die Deutschen sich nun auf Steuererhöhungen gefasst machen müssen“
    — stand das so im Wahlprogramm?

    Diese Nachicht kommt sehr schnell nach dem Wahlsieg!

    Supi. dann hätten alle auch gleich guten Gewissens die Grünen wählen können—die waren ehrlich und hatten es im Wahlprogramm. Wird nun eine Koalition von CDU und GRÜNEN für Deutschland stattfinden? Soweit stehen die nun nicht mehr auseinander.

  32. Hallo oha,
    was Dein statement zur Wahlfreiheit angeht ist das doch nur eine abgespeckte Version des „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Märchens.
    Es gilt aber nach wie vor Mandevilles These:

    Wo das Eigentum hinreichend geschützt ist, wäre es leichter, ohne Geld zu leben als ohne Arme, denn wer würde die Arbeit tun?… Wenn hier und da einer aus der untersten Klasse durch ungewöhnlichen Fleiß und Bauchkneipen sich über die Lage erhebt, worin er aufgewachsen war, so muß ihn keiner daran hindern: ja es ist unleugbar der weiseste Plan für jede Privatperson, für jede Privatfamilie in der Gesellschaft, frugal zu sein; aber es ist das Interesse aller reichen Nationen, daß der größte Teil der Armen nie untätig sei und sie dennoch stets verausgaben, was sie einnehmen …

    Komplett hier, damit Anton nicht ’ne Krise kriegt…
    (und ja: dem Arbeitnehmer geht’s heute bessr als vor hundert Jahren, der Lebensstandard ist gestiegen, was nichts an der Tatsache ändert, das die Mehrheit dafür arbeiten geht, die Minderheit davon profitiert…)
    Du fragst

    Aber wie ist dieses Kapital gewachsen. Entweder durch die Käufer oder Leute die Ihr Geld zur Verfügung gestellt haben um wiederrum, das eigene Kapital zu erhöhen.

    Nein, es ist gewachsen durch (und nur durch) die Arbeit (zumeisst) anderer: Was verkauft wurde, wurde produziert, was verliehen wurde wurde vorher realisiert durch Verkauf von Produziertem, was geliehen wurde muß zurückgezahlt werden durch Geld verdient beim Verkauf von…Produziertem!

    Kannst im verlinktetn Kapitel von Anfang an recht schlüssig erklärt bekommen. Oder auf youtube

  33. @seldon

    wenn ich aber nix gekauft hätte, was produziert worden ist, wäre auch kein Kapital gewachsen um mehr zu produzieren und mehr zu wachsen.

    Grundsätzlich muss also ein Grundgehalt her, welches hoch genug ist Arbeit auszuschlagen, desweiteren darf nix subventioniert werden.

    Die Folge wäre der Produzierdende müsste die Gehälter erhöhen um sein Kapital zu schützen, er subventioniert sich selber. Die Leute haben genug um woanders zu kaufen. Der Arbeiter geht vielleicht zu einem der weniger bezahlt die Arbeit aber Spass macht und so weiter und so fort…

    Wie stehst Du zum Thema BGE , nur mal kurz just for info!

  34. Irgendwas mußt Du aber kaufen, ob bei A oder B ist egal. Entweder wächst Kapital A oder Kapital B: der Motor des Kapitalismus–>Konkurrenz.
    Es wird immer zuviel produziert: a) weil A und B mit dem gleichen Produkt Kapitalvermehrung betreiben wollen, b) weil die produzierten Waren immer mehr wert sind als die Produzenten dafür bezahlt bekamen, sonst fiele der Zweck der ganzen Aktion (Kapitalvermehrung, Profit) ja weg! d.h. kurz: wenn alle ihren Lohn in neue Autos stecken, bleibt nicht genug f. neue Fernseher. Kapitalistische Produktion=Überproduktion=Überproduktionskrise

    Azusführlicher hier

    Die wahre Schranke der kapitalistischen Produktion ist das Kapital selbst, ist dies: dass das Kapital und seine Selbstverwertung als Ausgangspunkt und Endpunkt, als Motiv und Zweck der Produktion erscheint; dass die Produktion nur Produktion für das Kapital ist, und nicht umgekehrt die Produktionsmittel bloße Mittel für eine stets sich erweiternde Gestaltung des Lebensprozesses für die Gesellschaft der Produzenten sind.

    Das Mittel – unbedingte Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte – gerät in fortwährenden Konflikt mit dem beschränkten Zweck, der Verwertung des vorhandenen Kapitals.

    (Marx)

    zum BGE: seh ich ähnlich wie hier (nur besser als ich’s könnte (und auführlicher als ich jetzt wöllte) dargelegt.

  35. @seldon: Das hat nichts mit meinem Umfeld zu tun, und bitte nicht anfangen persönlich zu werden.

    Ich glaube einfach nicht daran, dass es der Natur des Menschen entspricht. Bewiesen oft genug in der Geschichte. Aber eine kleine Geschichte kann es auch leicht beweisen: Zwei gehen arbeiten, der eine bequem, der andere strengt sich mehr an. Der sich mehr anstrengende bringt abends mehr Feldfrüchte nach Hause, als der Bequeme. Und denkst Du jetzt, derjenige, der sich mehr angestrengt hat, sollte dem anderen was abgeben?

    Falls ja – ist das gerecht? Falls nein – ist das gerecht? Das übliche Problem zur Frage „Gerechtigkeit“. Nicht jeder, der weniger verdient, ist zu bequem, sicher. Aber auch nicht jeder, der mehr verdient, tut das ungerechtfertigter Weise.

    Eins ist klar: Auf absehbare Zeit muss die Menschheit selbst arbeiten, um für den Lebensunterhalt zu sorgen – sei es Nahrung, Kleidung, Energie usw. Frage: wer soll arbeiten?
    Meine Antwort: Jeder, wie er es kann.
    Und sollte dann einer, der kann, aber nicht will, den gleichen Anteil der erarbeiteten Menge erhalten? Und einer, der besonders ehrgeizig ist und mehr schuftet, genauso viel/wenig wie ein anderer, der normal arbeitet?

    Das Problem am Sozialismus war neben irrealer Planwirtschaft auch die aufgedrückte Gleichmacherei. Dies hat nichts mit teilen zu tun. Es hat etwas mit Motivation zu tun. Wenn Du die Gießkanne öffnest und jedem den gleichen Betrag gibst, ob er arbeitet oder nicht, und unabhängig davon, wie jemand arbeitet – wirst Du über kurz oder lang eine stark sinkende Arbeitsmoral haben, mit dem Endergebnis, nicht mehr genügend Menge zu produzieren, um alle zu versorgen. Das kannst Du in dutzenden Experimenten nachlesen. Das gehört wohl zur Natur des Menschen. Das hat auch nichts mit amoralischem Verhalten zu tun. Gleiches passiert, wenn die Anreize zu gering werden, sich zu bemühen. Eine Ungerechtigkeit des heutigen Systems ist auch, dass diejenigen bestraft werden, die sich anstrengen.

    Und Reisefreiheit ist mit Sicherheit nicht nur eine Freiheit des vielen Geldes – Du kannst auch mit ganz kleinem Geld weit kommen. In der DDR gab es nicht mal die gedankliche Möglichkeit dazu.

  36. @anni…komm doch einfach mal rum am freitag abend oder samstag oder sonntag zum Neustadt Art Festival und komm mal ins gespräch mit den menschen die jetzt bei der blauen Fabrik leben :-) es war und ist allen dort lebenden menschen klar wo man wohnt und das mit der blauen Fabrik hat wesentlich heiklere gründe als lärm…aber das wird leider gegenteilig und immer sehr einseitig durch gewisse Personen verbreitet – vielleicht da mal nachhaken herr launer ;-)…

  37. Hallo nurmalso:
    Das mit demUmfeld war nicht als persönlicher Angriff gemeint. Kann ja sein, dass man aus bestimmten WG-Erfahrungen o.ä. zu dem Schluß kommt, soziales Miteinander wäre generell nicht möglich.
    Die Geschichte zeigt mehr als deutlich, dass es möglich war und ist, gemeinschaftlich zu wirtschaften und zu leben.

    Deine Frage zur Arbeit und Gerechtigkeit ist zunächst mal nicht die Frage, die ich stelle: Es ist ja nicht so, dass der eine mehr hat als der andere, weil er irgendwie fleißiger war, sondern weil er qua (Kapital)Besitz andere für sich arbeiten läßt. Wenn jetzt mehrer Leute gemeinsam arbeiten, müssen die sich halt einigen, wie sie ihr gemeinsames Produkt aufteilen. Der der weniger nach Hause bringt, hat dem anderen vielleicht nette Geschichten erzählt, so dass der ganz locker sein Mehr an Feldfrüchten nach Hause schaffen konnte…
    Wenn einer zehn Äpfel plückt gehören ihm zehn Äpfel,
    Wenn zehn Leute hundert Äpfel pflücken einigen sie sich vielleicht darauf, daß jeder soviel bekommt wie er pflückt, vielleicht auf andere Schlüssel (der Kurze strengt sich mehr an als der Lange, pflückt aber trotzdem nur 8, kriegt aber auch zehn), Ergebnis 10(+/-) Äpfel/Person. Wenn einer das Pflücken organisiert und nur 9 pflücken die hundert, geben die ihm entsprechen jeder einen Apfel ab oder so. Wenn sich jetzt aber einer von zehn hinstellt und sagt, neenee, der Baum ist mir, ihr pflückt hier nur für mich oder gar nicht, und dafür geb’ ich jedem von Euch zwei Äpfel und Ihr könnt froh darob sein, ist das die Kurzbeschreibung von Kapitalismus und weiß Gott kein gottgewollter Zustand. Auch hat es in diesem Falle nichts mit Faulheit zu tun, wenn die Mehrzahl keine oder wenig Äpfel hat, genauso wenig mit Fleiß, wenn der Apfelbaumbesitzer andre pflücken läßt. Er hat (möglicherweise) den Baum sogar gepflanzt, (weil er gern Äpfel hätte?). Nun, niemand hindert ihn daran, soviel er will zu pflücken…

    Oder: Ein Kirschbaum am Ende eines Hindernis-Parcours: Kapitalismus läßt hundert Leute drauflos rennen, jeder für sich und gegen alle, einige bleiben ganz auf der Strecke, einige kommen zu spät, wer zuerst ankommt plückt ihn leer oder vielmehr, läßt die nachfolgenden pflücken, erklärt die Kirschen zu seinem Eigentum und verkauft sie an den Rest, oder hackt ihn noch besser ganz ab und verscherbelt noch das Brennholz…Die Alternative: alle rennen los, jeder hilft dem anderen, alle kommen an, später als der Erste im ersten Szenario, aber früher als der letzte, man macht Räuberleiter und jeder pflückt sich die Kirschen die er grade braucht und im nächsten Jahr gibt’s auch noch was…

    Momentan stellt sich jemand hin und sagt: “Ich bin der Herr, der Unternehmertyp, ohne mich kommt ihr nicht auf die Idee, also sagt ich’s Euch: Bärenjagd bringt Fleisch und Fell, macht satt und warm, jagt Bären!” Da ihm ob seiner vorausschauenden und zupackenden Art (wahlweise auch Gott oder den Mächten des Marktes sei Dank) sämtliche Speere gehören und, damit niemand auf dumme weil eigene Gedanken kommt auch noch der ganze Wald drumrum, (Speere schnitzen verboten!) verteilt er die nun gnädig unter den Nichtbesitzern von Speeren und schickt sie los (vielleicht macht er auch selber mit, aber egal…) Der Bär erlegt, das Fell zerteilt und nun? Jeder der Jäger bekommt seinen Anteil? Naja, schon, allerdings ist der des “Speerlosen” ziemlich genau so groß, daß es mit dem Fleisch über den Tag reicht, das Stück Fell, nun ja, reicht für einen neuen Fußlappen? Der Speerbesitzer, man ahnt es, bekommt den fetten Schinken, nicht zu knapp bemessen, schließlich trägt er auch das Risiko, die Verantwortung, …
    Und vielleicht bekommt derjenige, der sich auf der Jagd verletzt hat, auch was ab, aber bitte schön von Euer’m Anteil (der Speerlosen) abgemessen! Aber, unternehmungslustig wie er ist, lädt unser Speerbesitzer alle morgen wieder zur Jagd ein…
    Und was passiert wohl, wenn man mit Pfeil und Bogen doppelt so schnell Bären erlegt?

    Grundsätzlich ist diese „Gerechtigkeitsfrage“ auch ein wenig obsolet, da es ja nicht darum geht, einen Mangel zu verwalten und zu verteilen. Die Produktivität ist inzwischen so hoch, dass wir in einem Bruchteil der Zeit weit mehr produzieren können als wir realistischer Weise verbrauchen können. Ob da jetzt einer ’ne halbe Stunde länger braucht, weil er sich nicht so doll anstrengt, oder weil er’s nicht besser kann, ist da doch egal. Meine Vorstellungen gehen ja in Richtung genossenschaftlich organisierte Betriebe. Genossenschaften sind ja nun kein kommunistisches Teufelszeug: Genossenschaftsbanken, Wohnungsbaugenossenschaften, …(größte europ. Genossenschaft: Mondragon) sind etablierte „Marktteilnehmer“. Die Isthmus Coop ist eine große amerikanische (und erfolgreiche: Umsatz 15Mio) Genossenschaft (Industrieroboter), genauso wie die Alvaro Street Bakery

    Unternehmen „owned by the people who use it … based on the values of self-help, self-responsibility, democracy, equality, equity and solidarity.“ (Alvarado)

    Und ggf. müssen sich die Genossenschaftler eben überlegen, wie sie mit „Faulpelzen“ umgehen wollen. Die einen reden ihm vielleicht in’s Gewissen, die anderen geben ihm nur den Grundbedarf, wieder andere schmeissen ihn gleich raus…

    Meiner Ansicht nach ist es durchaus so, daß die vorherrschende Produktionsweise Denken und Handeln des Menschen bestimmt, mithin den Menschen formt, einen bestimmten Typ Mensch benötigt und schafft. (Empfehlung: Hannah Ahrendt: Vita Activa)
    Der Kapitalismus propagiert eine Produktions- und Lebensweise, die als Totalisierung der Warenform in Wirklichkeit nur einen winzigen Zeitabschnitt der menschlichen Geschichte ausmacht. Das moderne Geldverdiener-Bewusstsein wird zur ewigen menschlichen Bewusstseinsform schlechthin stilisiert. Aber das ist sie nicht!
    Erich Fromm:

    Der heutige Mensch hat einen grenzenlosen Hunger nach immer mehr Konsum. Das hat folgende Konsequenzen: Da die Gier nach Konsum keine Grenzen mehr kennt, und da in absehbarer Zukunft keine Wirtschaft genug produzieren
    kann, um einem jeden einen unbegrenzten Konsum zu ermöglichen, kann es (psychologisch gesehen) niemals einen echten Überfluss geben, solange die Charakterstruktur des homo consumens vorherrschend ist. Der Gierige wird
    immer Mangel leiden, da er nie genug bekommt, ganz gleich, wieviel er hat. Außerdem möchte er alles, was die andern haben, auch besitzen und sieht in ihnen seine Konkurrenten. Daher ist er im Grunde isoliert und voller Angst. Er kann
    Kunst und andere kulturelle Anregungen nie wirklich genießen, weil er immer mehr haben möchte.

    Aber die „Charakterstruktur“ ist eben keine „natürliche“, genetisch fixierte oder gottgegebene, sondern entsteht und wird gefördert durch eben diese (menschengemachte, von Menschen getragene, durch Menschen änderbare) Wirtschaftsweise.

    Wirtschaft ist ein zwischenmenschliches, gesellschaftliches System, sollte den Menschen dienen, dient aktuell dem Kapital…als gesellschaftlicher Zustand ist Wirtschaft natürlich moralischen Fragen unterworfen. Das dieses System darauf keine Antworten hat, ist klar…

  38. Was ich hier im Forum sehe, ist ein Haufen inkontinent-frustrierter schlechter Verlierer. Und NEIN, ich habe nicht für Arnold Vaatz gestimmt, sondern für Herrn Blümel, und mich auch entsprechend über das Ergebnis geärgert. Merkt euch mal eins: Wer links sein will, aber nicht extrem (und dazu zählt alles von SPD bis Linke), der sollte wissen, was Toleranz und Respekt sind. So gilt es einfach auch mal, Respekt vor der persönlichen Entscheidung von Menschen zu haben – z.B. nicht wählen zu gehen. Oder eben für Herrn Vaatz zu stimmen. Völlig daneben finde ich übrigens die Schuldzuweisungen an all jene, die nicht wie ihr selbst abgestimmt haben, sie seien angeblich nicht wählen gegangen. Was soll denn dieser Blödsinn? In Dresden haben diesmal 6,5 Prozent mehr Menschen ihre Stimme abgegeben als noch 2009. Immerhin. Auch dem könnte man mal ein wenig Respekt zollen. Dazu müsste man das natürlich erst mal wissen. Aber wissen ist ja anscheinend nicht mehr „in“. Schwadronieren kommt besser.

    Und lieber „nurmalso“:
    Deine kleine Geschichte funktioniert so pauschal leider nicht. Denn nicht immer strengt sich der, der abends die meisten Feldfrüchte heimbringt, auch mehr an. Es gibt sogar Leute in diesem Land, für die besteht besagte Anstrengung darin, das ganze Jahr die Jet-Set-Hot-Spots dieses Planeten abzugrasen und sich zu präsentieren. Wie das geht? Ganz einfach, wenn man mit dem Goldenen Löffel im Mund geboren wurde und schon auf einem Vermögen sitzt, bevor man überhaupt die Schule abgeschlossen hat.
    Und jetzt halte dem mal den Alltag einer Frisörin gegenüber, die sich 10 Stunden am Tag die Füße im Salon plattsteht und abends mit 50 Euro nach Hause kommt (inklusive Trinkgeld). Diese Verschiebung von Leistung und Entlohnung ist in diesem Land leider an der Tagesordnung. Es gibt Leute, die rackern sich den ganzen Tag ab – und bringen trotzdem nur einen Hungerlohn heim. Und das wird bewusst einkalkuliert, damit andere sich eine goldene Nase verdienen können. Die sogenannte niedrigste Arbeitslosenquote seit den 50er-Jahren bezahlen wir mit dem Niedriglohnsektor. Ich würde das die größte Lüge seit den 50er-Jahren nennen.

  39. an C:
    ich kenne persönlich Leute, die direkt an der Blauen FABRIK schon lange leben und arbeiten. Habe da die gesamt-Situation schon im Blick. Wie es so im Ganzen -besonders mit den Neubauten- abgelaufen ist— ist auch kein Geheimnis.
    Den Zustand der Blauen Fabrik hat zuerst der Vermieter zuverantworten—- der wohl absichtlich nicht die nötigsten und die notwendigen für eine öffentliche Spielstätte erforderlichen Sanierungen durchgeführt hat —- wahrscheinlich um die preiswerten Mieter bzw. Künstler mal rauszubekommen und dann später nach Sanierung teuer weiter zuvermieten.
    Auf der anderen Seite muss man sagen, es muss auch nicht alles super/Luxus/ steril -saniert werden. Künstler brauchen auch einen gewissen Freiraum. Dass was ihr mit euerm Freiraumaktionen zB. am WE auch erreichen wollt.

  40. @seldon

    muss Dir mal nen Kompliment geben. Die eigene Meinung bildlich darzustellen und dadurch einfacher erklärbar zu machen, beherscht Du sehr gut.

    Genau das ist in der Politik abhanden gekommen, dass jeder normale Mensch versteht, warum irgendetwas so ist, wie es ist.

  41. @seldon: ja, nett geschrieben, hab nur gerade keine Zeit, deine Argumente auseinander zu nehmen und zu entgegnen. Aber Du ahnst es schon: überzeugt hast Du mich nicht :)

    @Jane: Stürz Dich nicht an die extremen Auslegungen meiner Argumente, wo sie nicht funktionieren. Natürlich sind mir die von Dir genannten Ausprägungen klar und ebenso zuwider. Ich habe versucht, mich kurz zu fassen, um nicht eine Dissertation zu schreiben die sämtlichen eventuellen Aspekte mit einbezieht. Ich bin mal davon ausgegangen, dass mit ein wenig Menschenverstand und Verständniswillen klar ist, was ich meine. Natürlich, wenn mans darauf anlegt, kann man alles falsch verstehen. Aber was Du sagst wird doch tagtäglich überall durchgekaut, und ist gemeinhin akzeptiert, also kein Grund, das ganze noch ein 1001. Mal zu beschreiben. Danke.

  42. Nurmalso:

    Du hältst also 2 Millionen Aufstocker (wie besagte Frisörin) in diesem Land also für ein „Extrem“? Interessant…

    Schlimm genug, dass die Leute anscheinend schon eine gewisse Abgestumpftheit und Resistenz diesbezüglich erlangt haben, dass sie derart genervt auf das erneute Thematisieren dieser Missstände reagieren. Ehrlich gesagt halte ich das für einen Teil des Problems, dass anscheinend eine Mehrheit diese Fehlentwicklung für „gemeinhin akzeptiert“ hält. Denn nur dann sind die Voraussetzungen dafür erfüllt, dass sich nichts ändert. Danke.

  43. Hallo nurmalso,
    nimm Dir Zeit, erstmal die Argumente nachzuvollziehen, dann kannst Du auch gern anfangen sie „auseinanderzunehmen“. Möglichst mit entsprechenden Gegenargumenten…Bin gespannt und führe die Diskussion gern noch fort. Bis dahin!

  44. @Seldon: Werde ich tun, und mich zu gegebener Zeit wieder melden.

    @Jane: Extrem ist offensichtlich Deine Obsession, Inhalte missverstehen zu wollen. Aber ich werde keine weitere Zeit darauf verschwenden, diese weiter zu befeuern.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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