Russensportplatz – Ideen jetzt sammeln

Der Russensportplatz von Westen gesehen.
Der Russensportplatz von Westen gesehen.
Im kommenden Jahr soll der Alaunplatz gen Westen erweitert werden. Der Russensportplatz soll den Park ergänzen. Wenn man den dürftig gestreuten Informationen der Stadt Dresden Glauben schenkt, soll es schon im April 2014 mit der Umgestaltung losgehen. Die Stadt Dresden hält sich ziemlich bedeckt und ich als Bürgerin fühle mich nicht wirklich mit ins Boot genommen.

Viel Geld wird in die Hand genommen, um ein weiteres Stück steriles Land zu erschließen. Schauen wir uns nur den Bowle-Platz an der im Westen gestaltet wurde, für Erwachsene. Unsere Idee: warum nun nicht mal ein Stück urbanes Land für Kinder erschließen und sich dafür in Bürgerversammlungen etc. stark machen.

Meine Idee stammt aus dem Buch „Das Quatsch-Matsch-Buch: Das Aktionsbuch: großstadttauglich und baumhausgeprüft“ von Andreas Weber. Vielleicht könnten wir zum Lobbyisten unserer Kinder werden, für sie um dieses Stück Land werben und nach entsprechender Befreiung von den Altlasten Ihnen übergeben. Ein Stück freies Land für Kinder in der Stadt.

Die Stadt Dresden stellt den Knirpsen Materialien, Werkzeug etc. zur Verfügung und Kinder die Lust haben, kommen und gestalten ein Stück Lebensraum für Kinder nach ihren Ideen und Vorstellungen. Ohne das Architekten und Landschaftsgärtner die Kinder führen, sondern lediglich unterstützen bzw. begleiten. Ein Ort an dem Neustädter Kinder oder auch andere Kinder aus der Umgebung kreativen Gestaltungsspielraum haben und dadurch auch in Interaktion miteinander treten und nicht nebeneinander im Sandkasten buddeln.

Vielleicht kann man ja sogar ein lebendiges Projekt daraus machen, so dass man nicht eine festgestaltete Fläche in „Beton“ meißelt, sondern eher etwas Organisches, das sich verändert, mit den Kindern, die kommen das Land zu erobern und wieder verlassen.


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Vieleicht gibt es ja Leute oder einen Verein denen diese Idee gefällt und die mitmachen würden oder Erfahrung haben wie man Projekte an Behörden heranträgt und umsetzt? Ideen unbedingt gewünscht.


Dieser Beitrag ist ein Gastartikel von Neustadt-Geflüster-Leserin Yvonne, die Erzieherin hat selbst zwei Kinder im Alter von 8 und 4 Jahren (Mädchen und Junge) und erlebt den Alaunplatz und die Spielmöglichkeiten dort regelmäßig. Der Beitrag soll dazu anstoßen, eigene Ideen zu äußern. Das kann man ab heute auf der Website der Stadt Dresden unter: www.dresden.de/alaunpark

26 Kommentare zu “Russensportplatz – Ideen jetzt sammeln

  1. Wie auch immer die Gestaltung letztlich aussehen mag, eine Erweiterung der beiden bisher noch getrennten Spielplätze sollte eine Berücksichtigung finden! Was zu überlegen wäre, ob dort nicht mehrere feste Grillplätze unterschiedlicher Art, also von einigen eingelassenen Betonplatten zum Grillaufstellen bis hin zu gemauerten „Feuerstellen“ angelegt werden sollten, die dann natürlich schon aus Gründen der Unfallvermeidung heraus auch besser ausgeleuchtet werden müssten, um so die Grillfreunde nicht in Konflikte mit anderen Parkbesuchern zu bringen. Feuerfeste Tonnen, die vor unbedachten Kinderhänden geschützt sind, verstehen sich dabei von selbst.

  2. Die Idee des urbanen, wandelbaren, Kindertraumes finde ich persönlich perfekt. Es muß kein weiterer Gartenbauweltmeisterplatz, kein weiterer Grillplatz, keine weitere Sportstätte entstehen. Wir Erwachsenen haben alle Möglichkeiten in dieser großen Stadt einen Platz zu finden für unsere Aktivitäten, da gibt es nichts was es nicht gibt. Natürlich nicht immer vor der Haustüre, aber in der Nähe auf jeden Fall.
    Daher gebt das Gelände in Kinderhand, das geplante Geld für die Umgestaltung könnte dann nur noch für die Sicherstellung und Betreuung ausgegeben werden.
    2-3 Sozialarbeiter die der guten Ordnung halber auf dem Gelände vor Ort sind, vielleicht eine Werkzeugausgabe, einen Imbiß (Tee, Schnittchen, Suppe etc.) und das Toilettenhäusel betreuen.
    Das wäre mal eine Ausgabe in die Zukunft und eine Treffpunkt vielleicht auch für gestrandete Kinder.
    Im Sommer könnte man Zelte bauen oder eben Tipis und die größeren könnten übernachten.
    Das wäre zu schön

  3. Ich bin für ein Altersheim und eine Kita mit gemeinsamen Speisesaal in der Mitte. Um den Speisesaal soll der Park hin zur großen Wiese erweitert werden.

  4. „Viel Geld wird in die Hand genommen, um ein weiteres Stück steriles Land zu erschließen. Schauen wir uns nur den Bowle-Platz an der im Westen gestaltet wurde,…..“

    Verstehe ich nicht. Der Platz wird viel genutz von den Bowle Spielern. Was ist daran schlecht?

    “ muß kein weiterer Gartenbauweltmeisterplatz, kein weiterer Grillplatz, keine weitere Sportstätte entstehen…“

    Wo können Kinder in der Neusradt Skaten oder Basketball spielen? Für größere Kinder sehe ich Nachholbedarf . Das hier vorgeschlagen Projekt ist ja teilweise im Panama zu finden oder auch im Albertpark. Dann lieber diese Projekte weiter ausbauen als das nächste zu gründen, wo langfristig eh keine Finanzierung gesichert ist.

  5. Zitat: „Wo können Kinder in der Neusradt Skaten oder Basketball spielen? Für größere Kinder sehe ich Nachholbedarf .“

    Größere Kinder sind durchaus in der Lage sich eine solche Umgebung zu bauen, das muss nicht alles fertig sein, Kinder (auch größere) lernen Dinge schätzen, die sie selber errichtet haben. In der heutigen Zeit sind es gerade die Erwachsenen die immer das beste für Ihre Kinder wollen und dabei vergessen, das nicht immer das beste das beste ist.
    Gegenfrage: Wo haben wir Skaten und Basketball spielen können ? Wo ich jung war gab es sowas gar nicht ? Wir sind über die grünen Essenkübel vor der Schule gehopst und statt Basketball gab es Fußball auf nem „Drecksplatz“ der den Namen Wiese nicht mal gerecht werden konnte.
    Ich möchte die Neuzeit nicht verteufeln, aber dazu anregen, es ab und an auch mal mit einer gewissen Bescheidenheit anzugehen.
    Ein Kinderlachen kommt nicht vom perfekten Basketballplatz oder dem Skaterpark !

  6. noch ein platz, der völlig verdreckt und vermüllt verlassen werden kann. die Neustadt ist so tollerant aber scheinbar beim müll nicht(alaunpark) alles wollen ÖKO sein und am liebsten von grün oder die.linke regiert werden. achso, BIO muss auch sein. da sollten sich diese leute mal lieber Gedanken machen, wie MÜLL entsorgt wird und nicht dieses Problem ihren kindern weiter geben. oder ist das walldorf??Macht euch darüber echt mal Gedanken!!!

  7. Ich finde den Bouleplatz gut (auch den Wasserspender). Es gibt viele Leute, die den nutzen, es könnte nur öfter etwas Bowle gereicht werden :)
    Vielleicht unterschätzen wir die Kinder in ihrer Kreativität und Phantasie…die Kleinen können auch auf gestalteten und angelegten Flächen spielen, Erwachsenen dagegen fällt es oft schwer an freien und unbearbeiteten Flächen Gefallen zu finden. Ein schön gestalteter Park, vielleicht ein neuer Spielplatz oder auch ein Basketballplatz, das alles muss nicht steril sein und lässt trotzdem noch Raum zur freien Entfaltung.

  8. hi.hi. … tollerant und dann auch noch walldorf. kreisch. trotzdem ich denke mal, bio öko tolerant und müll sind klar zwei paar schuhe.

    ich bin für einen feldversuch. montag tag der omas, diestag tag der kleingartenbesitzer, mittwoch tag der arbeiterklasse, donnerstag tag des bildungsbürgwertums, freitag tag der dynamofans, samstag wie immer, sonntag tag der befürworter der waldschlösschenbrücke – dann werden wir ja sehen, ob müll eher eine frage der gruppenzugehörigkeit oder der menge ist.

    allseits gut fahrt.

  9. Nein, das ist nicht Walldorf, das liegt in Baden-Würtemberg. Ansonsten solltest du dir eventuell auch mal Gedanken machen, am besten noch, bevor du los schreibst. Dann könntest Du deine Gedanken auch so formulieren, dass die Leser verstehen, was du eigentlich sagen willst.

  10. Sooo…
    In anbetracht der Tatsache, dass der Anlaunplatz extrem hochfrequentiert ist, vor allem von Grill-Jüngern und Hunden finde ich Alexanders Idee des betreuten urbanen, wandelbaren Kindertraumes gar nicht schlecht. Ich würde da noch vorschlagen, dass ganze nciht auf Kinder zu begrenzen sondern einen kreativen Platz für alle die Bock haben zu schaffen. Wo sich auch „große Leute“ austoben und dreckig machen können, so sie wollen. Was zum rumtoben, Boulder z.B.(da kan man zumindest an schönen Tagen auf die überteuerte Bouldercity verzichten)oder Eben Klettergerüste (etwas höher) die aussehen, als wären sie aus Bäumen, urban gardening, ne Wand für Sprayer, ne Feuerstelle (Grillplatz is langweilig…echtes richtiges Feuer fetzt, auch und gerade für Kids) usw usw
    Es gibt so viele Möglichkeiten, dort was aufzubauen. Schade ist halt, dass in der jetztigen Zeit, alles immer irgendwie beobachtet werden muss, weil es andere gibt, die sinnlos rumradalieren
    Es wäre schön, wenn da ein Platz für alle entsteht, nciht nur für ne bestimmte Altersgruppe.

  11. Erst..
    „2-3 Sozialarbeiter die der guten Ordnung halber auf dem Gelände vor Ort sind..“

    Dann..
    „Ich möchte die Neuzeit nicht verteufeln, aber dazu anregen, es ab und an auch mal mit einer gewissen Bescheidenheit anzugehen.“

    Irgendwie sehe ich hier einen Widerspruch.

  12. Nachdem es nun also massenweise Spielplätze, Grünanlagen und einen Bouleplatz gibt, wie wärs dann mal mit was für die Minderheiten? Eine Skateanlage mit einigen Wänden für Sprayer, vielleicht ein freier Sportplatz oder ein Platz für Hundebesitzer? Andere Städte machen es schon lange vor, warum träumt Dresden in diesem Spielplatzwahnsinn rum?

  13. @Iris
    Weil die Neustädter so oft „schnaxeln“, dabei nicht aufpassen, also die Vermehrungsrate „exorbitant hoch“ ist. Irgendwo müssen diese kleinen Hosenscheißer also spielen können. Dass die Zahl der Kinder in der Neustadt so schnell nicht abnehmen wird, kann jeder erkennen, der mit offenen Augen durchs Viertel läuft und einmal auf die vielen Babybäuche achtet. Dass die Spielplätze oft sehr gut gefüllt sind, lässt sich nachmittags ebenfalls leicht feststellen. Auch sagt ja niemand, es solle das gesamte Gelände zum Spielplatz umgebaut werden, aber diese eine kleine Ecke bietet sich eben als Erweiterung der schon vorhandenen Spielfläche mehr als an. Da bleibt immer noch reichlich Raum für andere Dinge.

  14. Klimmzugstangen, Barren und Ringe – Für die spotlichen endlich die Möglichkeit auch außerhalb von Sporthallen mal nen Traningsplan zu verfolgen. Für alle anderen was zum gucken ;)

    Basketball und Fussball erfordern hingegen das zubetonieren großer Flächen. Is jetzt nicht so geil.

    Kinderspielplätze gibt es bereits zwei + zwei Kitas am A-Park. I dont want to burst your bubble – aber es gibt noch ganzen Haufen über 6-jähriger in der Neustadt. Und auch die jetzt unter 6-jährigen sind es in spätesten 6 Jahren nicht mehr.

    Und bei all den Vorschlägen sollte man nicht vergessen, dass die Heide auch nur zwei Minuten vom park weg ist (Thema: Hundescheißplatz, Feuerstelle, Abenteuer-Kinderspielplatz – alles bereits in Form der Dresdner Heide vorhanden.)

  15. Ich bin ja absolut für ein Freibad aber mein Traum wird wohl nichts :(.
    Ansonsten ne sehr gute Idee und hoffentlich wird das auch umgesetzt. Ich als Neutstadt-Kind hab auf dem PLatz auch so schon gespielt wo es noch verboten war aber wenn das jetzt eine Freifläche für Kinder wird kann man das nur begrüßen.
    Ich hab als Kind och immer was zum Spielen gefunden oder wir haben mit Freunden dort Räuber und Gendarme gespielt oder Buden gebaut… also kreativ werden die Kinder schon sein :D.

  16. Diese Idee des Kinderrefugiums ist absolut perfekt und ich mag sie.
    Das würde H. Grönemeyer gefallen… ;)
    Dem anschließen möchte ich diese Idee, welche hier auch schon mal in einem Kommentar vorgeschlagen wurde: Essbare Gärten zum eigenen Bepflanzen und Beackern durch die Anwohner. Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=CSI3ckG5Y9g

    Vielleicht würde beides sich gut ergänzen und zu mehr Selbstverantwortung und Respekt vor dem Park führen.

    Beide Punkte habe ich in der Umfrage unter Punkt 16 / 17 vorgeschlagen.

    Abschließend sei gesagt, dass ich diese (mittlerweile ja schon zweite) Umfrage und den Umgang der Stadt mit diesem Thema absolut löblich finde. So sollte es öfter laufen.

  17. Mehr Wiese, mehr Bäume, mehr Pflanzen, ein paar Wege.

    Vielleicht braucht man für eine Parkerweiterung als erstes nicht an große Bauvorhaben denken und Beton. Unter Parkerweiterung verstehe ich mehr Grasfläche und mehr Bäume. Auch würde ich gern wissen was es da so gibt und ob man bererits existierende Elemente in eine Gestaltung mit einbeziehen könnte. Ich erinnere mich zum an einen riesigen Berg an Steinen. Ich fände es gut wenn man den einfach dort lässt wo er ist, ihn evtl. befestigt und dann bepflanzt ua. mit Nachtkerzen.

    Viele Grüße, E.

  18. Wo soll denn im Westen des Parks ein Boule-Platz (ich nehme mal an, sie meinte so was) sein? Sie meint bestimmt den auf der neuen Südost-Parkfläche.
    Ich finde die Idee mit dem Platz zum Selbstgestalten durch Kinder prinzipiell gut. Allerdings würde ich versuchen, das mit den Interessen der Älteren unter einen Hut zu bringen – auch die haben ihre Berechtigung. Einen separaten Grillbereich finde ich auch gut. Aber wenn, dann sollte der auf keinen Fall auf der Erweiterung entstehen – die Häuser in der Paul- und Förstereistraße wären dann viel zu dicht dran. Einen Grillplatz sollte man im Herzen des Parks, unweit der Hügel einrichten. Aber dann müsste im Rest des Parkes konsequent das Grillverbot durchgesetzt werden. Die Erweiterung sollte man auf jeden Fall ordentlich beleuchten.

  19. Pumba: Interessant. Wann war es denn mal verboten, auf dem Platz zu spielen? Ich war in den 80ern Kind dort – da waren wir fast ständig dort. Mein Vater war in den 50/60ern Kind – da hat man den Park extra für die Bewohner gestaltet.

  20. @Jane
    Stimmt! Es gab auf dem „Platz der Thälmannpioniere“ auch einen kleinen Verkehrsgarten für Kinder, zum spielerischen Erlernen der Verkehrsregeln. Was es auch gab, waren russische Jungs, die es überhaupt nicht mochten, wenn sie ein Fußballspiel verloren haben, immer sehr zur Belustigung all der Trinker auf ihren „Bänken“ (oder was davon noch übrig bzw. zu erkennen war), die ebenfalls stets den Anschein vermittelten den Mülleimer in ihrer unmittelbaren Umgebung in seinem Fassungsvermögen vernichtend geschlagen zu haben, was dann besonders im Sommer zu ganz außergewöhnlich aromatischen Cocktails führte. ;)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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