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Move It! bringt 25 Filme über Menschenrechte ins Kino

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Das Thalia auf der Görlitzer Straße wird vom 9. bis 15. November zum Hauptspielort des 22. Move It! Filmfestivals für Menschenrechte. Auf dem Programm stehen 25 internationale Dokumentar- und Spielfilme. Unter dem Jahresthema „Becoming“ geht es um Menschen und Gesellschaften im Wandel.

Festival-Kino Thalia – Foto: MoveIt
Festival-Kino Thalia – Foto: MoveIt

Den Auftakt macht am Montag, 9. November, um 18 Uhr im Thalia der Dokumentarfilm „Collapse“ von Anat Even. Die israelische Regisseurin blickt auf die vom Krieg gezeichnete Grenzregion zwischen Israel und dem Gazastreifen. Ihr Film beschäftigt sich mit Verlust, Gewalt und Entmenschlichung. Er ist einer von fünf Beiträgen im internationalen Wettbewerb.

Zu zahlreichen Vorführungen kommen Filmschaffende und weitere Gäste, die anschließend mit dem Publikum sprechen. Veranstalter ist die Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte, kurz Akifra.

Mit dem Handy die eigene Flucht dokumentiert

„A Fox Under a Pink Moon“ begleitet die junge afghanische Künstlerin Soraya. Seit fünf Jahren versucht sie, aus dem Iran zu ihrer Mutter nach Österreich zu fliehen. Sie lebt mit einem gewalttätigen Ehemann und will selbst über ihre Zukunft bestimmen. Ihre Fluchtversuche und ihren Alltag hält sie mit dem Handy fest. Mehrdad Oskouei führte aus der Ferne Regie.

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Der Film verbindet die Aufnahmen mit Sorayas Zeichnungen, Skulpturen und surrealen Animationen. Zwei wiederkehrende Motive ihrer Kunst geben ihm seinen Titel: ein Fuchs als Reisebegleiter und ein rosa Mond, der über sie wacht.

A Fox Under a Pink Moon – Foto: Cat&Docs
„A Fox Under a Pink Moon“ läuft am Freitag, 13. November 2026, um 20.15 Uhr im Thalia Kino. Foto: Cat&Docs

Filmpreis und Jugendjury im Thalia

Am Sonnabend, 14. November, um 19 Uhr vergibt das Festival im Thalia zum zwölften Mal seinen Filmpreis für Menschenrechte. Die Auszeichnung ist mit 1.500 Euro dotiert. Über den Gewinner entscheiden der Dresdner Filmemacher und bildende Künstler David Campesino, Lea Di Guardo vom Menschenrechtsfilmfestival in Genf und der Dokumentarfilmer Ibrahim Nash’at. Im Anschluss läuft der ausgezeichnete Film.

Am Sonntag, 15. November, folgt um 15 Uhr ebenfalls im Thalia die Preisverleihung von Move It! Young. Unter dem Motto „Lost Focus“ stellt die Jugendjury ein Kurzfilmprogramm vor. Gemeinsam mit dem Publikum zeichnet sie die besten Beiträge des Nachwuchswettbewerbs aus.

Acht Jahre mit Karla

Für „Niñxs“ begleitet Regisseur Kani Lapuerta die junge trans Person Karla acht Jahre lang beim Aufwachsen im mexikanischen Tepoztlán. Karla erkundet ihre Identität und bestimmt zunehmend selbst über ihr Leben. Der Film zeigt Gespräche mit Freunden und Freundinnen, das Ausprobieren von Kleidung und Make-up, Sport und Familienleben. Die Familie unterstützt Karla, von außen kommen auch prüfende Blicke.

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Lapuerta verbindet dokumentarische Aufnahmen mit Karlas Social-Media-Videos und inszenierten Fantasieszenen. Neben den Schwierigkeiten beim Aufwachsen zeigt er auch die komischen und unbeschwerten Momente in Karlas Alltag.

Niñxs – Foto: Missing Films
„Niñxs“ läuft am Sonnabend, 14. November 2026, um 15 Uhr im Thalia Kino. Foto: Missing Films

Auch Schulklassen können ins Thalia kommen. Vom 10. bis 13. November bietet das Festival individuell buchbare Vormittagsvorstellungen für Schüler und Schülerinnen ab Klasse 3 an. Zur Auswahl stehen ein Spielfilm und vier Dokumentarfilme. Dazu gibt es medienpädagogische Gespräche. Der Eintritt kostet fünf Euro pro Schüler oder Schülerin, Begleitpersonen haben freien Eintritt.

Filmkritik, Lesung und Gespräche

In einem Workshop mit der Filmkritikerin Sophie Charlotte Rieger geht es darum, wie ein feministischer Blick die Wahrnehmung von Filmen verändert. Auf den digitalen Auftakt am 9. November folgen zwei gemeinsame Workshoptage am 12. und 13. November.

Außerhalb der Neustadt gestalten Künstler und Künstlerinnen von farbwerk mit der Schauspielerin Kriemhild Hamann am 11. November um 18.30 Uhr eine inklusive Lesung zu Menschenrechten im Zentralkino.

Das Format „OriginalStimmen“ widmet sich am 12. November ab 16 Uhr im Stadtteilhaus Johannstadt Frauenleben im Wandel. Nach dem Dokumentarfilm „Cutting Through Rocks“ sollen insbesondere Frauen mit DDR-Biografie und Frauen mit Migrationsgeschichte miteinander ins Gespräch kommen.

Zehn Jahre zwischen Syrien und Deutschland

Zu Beginn von „One in a Million“ ist Israa elf Jahre alt. Mit ihrer Familie bereitet sie sich darauf vor, die Ägäis zu überqueren. Ihre Flucht führt sie von Syrien nach Deutschland, später geht es wieder zurück.

Itab Azzam und Jack MacInnes begleiten Israa über zehn Jahre bis ins Erwachsenenalter. Sie wächst fern ihrer Heimat auf. Neue Freiheiten und syrische Traditionen stellen die Familie vor Konflikte.

One in a Million – Foto: Keo Films
„One in a Million“ läuft am Freitag, 13. November 2026, um 19.30 Uhr in der Filmgalerie Phase IV. Foto: Keo Films

22. Move It! Filmfestival für Menschenrechte

  • Datum: 9. bis 15. November 2026
  • Hauptspielort: Thalia, Görlitzer Straße, Dresden-Neustadt
  • Eröffnung mit „Collapse“: Montag, 9. November, 18 Uhr, Thalia
  • Filmpreis für Menschenrechte: Sonnabend, 14. November, 19 Uhr, Thalia; anschließend Vorführung des Gewinnerfilms
  • Move It! Young, Preisverleihung: Sonntag, 15. November, 15 Uhr, Thalia
  • Schulkino: 10. bis 13. November, ab Klasse 3; fünf Euro pro Schüler oder Schülerin, Begleitpersonen frei. Gruppenbuchungen unter uta.quietzsch@moveit-festival.de
  • Weitere Infos
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Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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