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Mehr als 100 Jahre alte Blutbuche am Albertplatz muss weichen

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Am Albertplatz muss die Stadt Dresden eine mehr als 100 Jahre alte Blutbuche fällen. Ein Pilz schädigt ihre Wurzeln. Nach Angaben der Stadt lässt sich die Standfestigkeit des Baumes nicht mehr dauerhaft gewährleisten. Die Arbeiten sollen so schnell wie möglich beginnen.

Blutbuche am Albertplatz. Foto: Anton Launer
Blutbuche am Albertplatz. Foto: Anton Launer

Seit mehr als einem Jahrhundert gehört die Blutbuche zum Albertplatz. Nun hat das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft entschieden, den Baum aus Sicherheitsgründen zu fällen. Zuvor hatte das Amt seinen Zustand geprüft.

Die Blutbuche mit dem botanischen Namen Fagus sylvatica ‚Atropunicea‘ leidet unter einem Befall mit dem sogenannten Riesenporling. Der Pilz verursacht Weißfäule: Er greift das Holz im Wurzelbereich an und schwächt damit den Halt des Baumes. Für die Entscheidung der Stadt gibt deshalb vor allem der Zustand unter der Erde den Ausschlag.

Pilz schädigt die Wurzeln

Nach Einschätzung des Amtes lässt sich die nötige Sicherheit nicht mehr dauerhaft gewährleisten. Deshalb soll die Blutbuche möglichst bald weichen. Einen konkreten Termin nennt die Stadt bislang nicht.

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Amtsleiter Sascha Döll verweist auf die Bedeutung des alten Baumes für den Platz: „Der Baum prägt seit vielen Jahren das Ortsbild. Er ist für viele Dresdnerinnen und Dresdner ein vertrauter Bestandteil des öffentlichen Raums.“ Umso schwerer falle die Entscheidung, ihn zu fällen. Den Ausschlag gebe jedoch die Sicherheit.

Während der Arbeiten kann es am Albertplatz vorübergehend zu Einschränkungen kommen. Welche Bereiche betroffen sein werden und wie lange die Arbeiten dauern sollen, geht aus den vorliegenden Angaben der Stadt noch nicht hervor.

Bereits 2019 verschwand eine alte Blutbuche

Es ist nicht die erste alte Blutbuche, die der Albertplatz verliert. Bereits im Oktober 2019 musste die Stadt dort einen anderen Baum fällen. Ihm hatten Hitze und Trockenheit so stark zugesetzt, dass er nicht mehr zu retten war. Darüber berichtete die Sächsische Zeitung im Januar 2020. Bei der nun betroffenen Blutbuche nennt die Stadt den Pilzbefall und die geschädigten Wurzeln als Grund.

Wie eindrucksvoll die Buche am Albertplatz vor Jahren noch wirkte, dokumentiert ein Beitrag im Baumkunde-Forum mit Fotos aus dem Jahr 2018.

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Ob an ihrer Stelle wieder ein Baum wachsen kann, prüft das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft derzeit. Eine Ersatzpflanzung steht damit noch nicht fest.

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9 Kommentare

  1. @pieschener der Wurzelbereich ist mit einem Pilz befallen weswegen der Baum gefällt werden muss. Dieser Pilz wird auch im Erdreich sein bzw…seine Sporen. du kannst also einen mega teuren gesunden Baum pflanzen und am Ende passiert genau das gleiche der Pilz befällt den Baum wieder… jetzt muss scheinbar nach der Fällung geprüft werden wie weit die Sporen sich ausgebreitet haben.

  2. Es ist ein Drama! Das ist einer der schönsten Bäume Dresdens … gewesen. Ist doch scheiße! :(

    @Pieschener Eine gute Frage!

  3. Vinni hat den Finger auf der Wunde!
    Genauso ist der Fakt.
    Mir tut sich die Frage auf:
    Koennen wir dem Amt für Stadtgrün vertrauen?
    Verfügen die Entscheidungsträger über das nötige Fachwissen und die erforderliche Erfahrung ? ich hoffe es.
    Gefällt ist gefällt.
    sind alle Faktoren gewissenhaft und wissenschaftlich geprüft, und es gibt keine andere Lösung, dann muss gefällt werden.
    Leider!!!

  4. @Marita Leuz: „Koennen wir dem Amt für Stadtgrün vertrauen? Verfügen die Entscheidungsträger über das nötige Fachwissen und die erforderliche Erfahrung ?“

    Ähm, …
    Ja! Darum haben sie die Jobs ja bekommen… Da werden schon Fachleute bei den Ausschreibungen gesucht und dann auch eingestellt, wie man beim neuen Amtsleiter ja sieht.

  5. @Kris: Zweifellos wird fachliche Expertise vorhanden sein, was aber nicht zwingend bedeutet, dass die im Einzelfall der Massstab für Entscheidungen ist. Spätestens seit 2019 war bekannt, dass die Situation der Blutbuchen auf dem Albertplatz nicht einfach ist. Was genau wurde denn da in den letzten sieben Jahren unternommen um das letzte Exemplar zu retten? Aber dafür haben wir ja dann in weiteren sieben Jahren eine Buga, die einen dreistelligen Millionenbetrag kostet. Der erwähnte Amtsleiter wurde ganz wesentlich aus dem Grund eingestellt, die Rettung einer Blutbuche auf dem Albertplatz dürfte da sekundär sein.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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