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Königsbrücker Straße: Jetzt wird für das Straßenbahn-Unterwerk gebohrt

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Auf der Baustelle an der Königsbrücker Straße wird es in den kommenden Wochen laut. Am Montag, 26. Oktober, beginnen zwischen Schwepnitzer Straße und Eschenstraße die Bohrungen für ein neues Gleichrichterunterwerk der Dresdner Verkehrsbetriebe. Insgesamt 98 Bohrpfähle sollen das unterirdische Bauwerk absichern. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember.

Die Arbeiten für das Gleichrichterunterwerk an der Königsbrücker Straße haben begonnen. Foto: Anton Launer
Die Arbeiten für das Gleichrichterunterwerk an der Königsbrücker Straße haben begonnen. Foto: Anton Launer

Wenn alles glatt läuft, schaffen es die Bauarbeiter, pro Tag drei der rund 82 Zentimeter starken und 13 Meter langen Bohrpfähle zu versenken. Zum Einsatz kommt ein 28 Meter hohes Drehbohrgerät. Damit die Maschine überhaupt Platz hat, musste die Freileitung der Straßenbeleuchtung weichen. Für Licht sorgt vorerst eine provisorische Beleuchtung. „Wir rechnen mit 33 Werktagen, um die Bohrpfähle in die Erde zu bekommen“, sagt der Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft Königsbrücker Straße, Alexander Richter.

Die Bohrmaschine arbeitet sich mit einer großen Schnecke in den Boden. Das ausgehobene Erdreich wird nach oben befördert und neben dem Bohrloch ausgeschüttet. Leise wird das nicht. Die Anwohner müssen sich in den kommenden Wochen auf erheblichen Baulärm einstellen. Die Pfähle sollen eine geschlossene Wand rund um das künftige Unterwerk bilden. Damit zwischen den Pfählen keine Lücken bleiben, werden sie entsprechend versetzt angeordnet. Einige Pfähle erhalten eine Stahlbewehrung, andere nicht.

Für die 98 Bohrpfähle werden jeweils rund 13 Meter tiefe Löcher gebohrt. Foto: Anton Launer
Für die 98 Bohrpfähle werden jeweils rund 13 Meter tiefe Löcher gebohrt. Foto: Anton Launer

Für jeden Pfahl werden rund 7,9 Kubikmeter Beton benötigt. Anschließend muss der obere Teil des Betons wieder abgestemmt werden. „Das geht nur händisch“, sagt Richter. Auch dabei wird es einen erheblichen Lärmpegel geben. Bei günstigen Bedingungen könnte die Bohrpfahlwand bis Mitte Dezember fertig sein. Eine Rolle spielt dabei auch das Wetter: Frischer Beton darf nicht gefrieren.

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Ein Stromversorger unter der Straße

Das neue Gleichrichterunterwerk, kurz GUW, verschwindet fast vollständig im Boden. Zwischen Schwepnitzer Straße und Eschenstraße entsteht ein unterirdischer Raum mit einer nutzbaren Grundfläche von rund 110 Quadratmetern. Er wird 26,65 Meter lang, 5,25 Meter breit und innen 4,60 Meter hoch.

Von oben wird später nur ein kleines Einstiegsbauwerk am Fußweg zu sehen sein. Es benötigt etwa zwölf Quadratmeter Fläche, ragt rund einen Meter aus dem Boden und ermöglicht über eine Treppe den Zugang zur Technik. Die Bohrpfahlwand soll auch das Grundwasser, das sich in etwa acht bis neun Meter Tiefe befindet, draußen halten. Den unteren Abschluss bildet eine 1,40 Meter dicke Unterwasserbetonplatte mit etwa 200 Quadratmetern Fläche.

Steffen Lohmann (DVB) und Projektleiter Alexander Richter präsentieren den Baufortschritt. Foto: Anton Launer
Steffen Lohmann (DVB) und Projektleiter Alexander Richter präsentieren den Baufortschritt. Foto: Anton Launer

Im Inneren werden zwei Transformatoren und die dazugehörigen Schaltanlagen installiert. „Damit wird der von der SachsenEnergie angelieferte Strom von 20 Kilovolt Wechselstrom auf 600 Volt Gleichstrom umgewandelt“, erläutert Steffen Lohmann von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB). Die Anlage soll künftig die Straßenbahnen mit Strom versorgen.

600 Volt für die Straßenbahn

Die Dresdner Verkehrsbetriebe betreiben derzeit 57 Gleichrichterunterwerke im Stadtgebiet. Das neue an der Königsbrücker Straße bekommt die Nummer 58. Künftig soll es vor allem die Linien 7 und 8 zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee versorgen. Bei Wartungsarbeiten oder Störungen kann es außerdem Aufgaben benachbarter Gleichrichterunterwerke übernehmen.

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Die Anlage lässt sich aus der Ferne steuern. Außerdem kann sie Energie aufnehmen, die Straßenbahnen beim Bremsen zurückspeisen. Diese steht dann anderen Bahnen beim Anfahren zur Verfügung. So geht weniger Energie verloren.

Was auf der Königsbrücker bisher passiert ist

Die Bauarbeiten auf der Königsbrücker Straße laufen seit dem 7. September. Am Albertplatz und an der Antonstraße wurden inzwischen neue Gleisabschnitte und eine Weiche eingebaut.

Parallel dazu laufen die Arbeiten an den Versorgungsleitungen. Dafür wurden Fußwege und Seitenflächen geöffnet. Betroffen sind unter anderem Leitungen für Strom, Telekommunikation, Trinkwasser, Gas und Abwasser.

Am Bischofsweg haben außerdem die Vorbereitungen begonnen, um eine große Trinkwasserleitung zu verlegen.

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