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Radfahrer protestieren gegen Brückenplanung

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Rund 60 Radfahrer haben am Dienstagmorgen am Carolaplatz gegen die Planung der neuen Carolabrücke protestiert. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Dresden hatte dazu aufgerufen. Auf einem großen Banner zeigte er, wie er sich die Aufteilung der Verkehrsflächen auf der Brücke vorstellt.

Morgendlicher Protest von Radfahrer*innen am Carolaplatz. Mit dem Banner will der ADFC symbolisieren, wie er sich die stadtwärtige Fahrbahn der Carolabrücke wünscht. Foto: Anton Launer
Morgendlicher Protest von Radfahrer*innen am Carolaplatz. Mit dem Banner will der ADFC symbolisieren, wie er sich die stadtwärtige Fahrbahn der Carolabrücke wünscht. Foto: Anton Launer

Es geht um den Radweg Richtung Altstadt. Nach der derzeitigen Planung sollen Radfahrer die Straßenbahngleise zweimal zusätzlich überqueren und sich am Brückenrand einen Weg mit Fußgängern teilen. Der ADFC hält das für problematisch: Die Gleisquerungen seien unnötig und erhöhten das Unfallrisiko, die gemeinsame Führung mit Fußgängern könne zu Konflikten führen, dazu kämen Wartezeiten und Umwege.

Stattdessen soll der Radweg zwischen Straßenbahn und Autofahrbahn liegen. In dieser Mittellage müssten Radfahrende die Gleise nicht zusätzlich queren, und Fußgänger und Radfahrer wären getrennt.

Die Alternative gab es schon

Neu ist die Variante nicht. Drei der vier Planungsgemeinschaften hatten sie nach Angaben des ADFC in ihren Entwürfen vorgesehen. Auch FHECOR/TSSB, die inzwischen mit der weiteren Planung beauftragte Gemeinschaft, hatte einen Radweg in Mittellage als Möglichkeit aufgezeigt (siehe Carolabrücke 3.0). Derzeit wird allerdings die Variante mit den zusätzlichen Gleisquerungen weiterverfolgt (dresden.de/carolabruecke).

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„Wir müssen die Chance nutzen, bei der neuen Carolabrücke die Konflikte und Risiken für den Fuß- und Radverkehr der alten Brücke zu beseitigen, statt sie zu übernehmen“, sagt ADFC-Vorstandsmitglied Nils Larsen. „Verkehrssicherheit darf bei der Planung nicht zur Verhandlungsmasse werden.“

Bauausschuss berät am 4. November

Der ADFC verweist auf einen Stadtratsbeschluss vom 19. Juni 2025. Darin hatten die Stadträte ausdrücklich gefordert, beim Neubau bestehende Konfliktpunkte zu beseitigen, darunter Gleisquerungen und gemeinsam genutzte Geh- und Radwege. Der Verein sieht darin einen Widerspruch zur aktuellen Planung. In einem offenen Brief (hier als PDF) fordert er die Stadtratsfraktionen auf, gemeinsam im Bauausschuss einen Antrag einzubringen, der den Radweg zwischen Straßenbahn und Autofahrbahn als bevorzugte Variante festschreibt.

Jonas Geyer, Referent Verkehrspolitik beim ADFC: "Wir müssen jetzt klar machen, wie wichtig das ist." Foto: Anton Launer
Jonas Geyer, Referent Verkehrspolitik beim ADFC: „Wir müssen jetzt klar machen, wie wichtig das ist.“ Foto: Anton Launer

„Am 4. November wird das Thema im Bauausschuss behandelt, wir wollten heute zeigen, wie wichtig das Thema ist“, sagt Jonas Geyer, Referent für Verkehrspolitik beim ADFC.

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