Schwerer Unfall auf der Königsbrücker

Heute Nachmittag ereignete sich ein folgenschwerer Unfall mit Beteiligung einer Straßenbahn, bei dem zwei Personen schwer und eine Person leicht verletzt wurden.

Ein 77-jährige Golffahrer befuhr die Königsbrücker Straße in Richtung Stadtzentrum. Zur gleichen Zeit fuhr parallel zum VW eine Straßenbahn der Linie 8 ebenfalls stadteinwärts. Der 77-Jährige versuchte, verbotswidrig nach rechts in die Fabricestraße abzubiegen. Der VW stieß mit der Straßenbahn zusammen.

Durch die Kollision wurden der Golffahrer und seine 70-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Die Beifahrerin musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Beide wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der 26-jährige Straßenbahnfahrer erlitt einen Schock und musste vor Ort medizinisch betreut werden. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro.

Die Königsbrücker Straße musste kurzzeitig gesperrt werden. Anschließend wurde der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Die Verkehrsbetriebe hatten vorübergehend einen Ersatzverkehr eingerichtet.


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30 Kommentare zu “Schwerer Unfall auf der Königsbrücker

  1. Gute Besserung!
    Auch wenn es hier unpassend erscheint(?) und nicht 100% klar ist, was passiert ist, die Forderung nach „Nachprüfungen“ für ältere KFZ-Piloten ist in meinen Augen nachvollziehbar und berechtigt.

  2. @Alauner: Im Moment darf man von der Königsbrücker (warum auch immer) nicht in die Fabricestrasse abbiegen.

  3. Was soll das Theater wieder um das Alter, Fehler im Straßenverkehr machen alle Altersjahrgänge. Da wird vom Bischofsweg( vom Alauenplatz) links in die Königsbrücker abgebogen. Da wird in der Kamenzer trotz Einbahnstraße, einfach von der Louisenstraße reingefahren. Das rücksichtlose fahren nimmt immer mehr zu und dies nicht bei den alten.

  4. Das werden auch noch mehr Unfälle werden, da immer mehr Leute nun mittlerweile in das Alter kommen…

    Da werden dann aber auch Neuwagen an 85 Jährige verkauft, um noch nen Geschäft zu machen. Die sind dann völlig überfordert mit der Leistung.

    Für die die jetzt alt werden ist ein Auto auch selbstverständlicher und unverzichtbarer als die 70+ vor 15 Jahren, die noch mit der Kutsche gefahren sind.

    Man sollte also schnellstens nach Lösungen suchen, auch im Interesse, der Fahrer selbst.

  5. Vielleicht sucht man auch mal die Schuld bei den Tramfahrer (26)! Wenn er da aus Richtung Hellerau mit 50km/h – 60km/h runterfährt muss er damit auch rechnen das mal ein Krankenwagen & Feuerwehrauto was sich im Einsatzbefindet falsch abbiegen muss um zum Einsatzort zukommen. Dies sollte er aber stehts Erbremsen können bzw. müssen. Es heißt ja auch gegenseitige Rücksichtnahme und nicht der stärkere gewinnt! In diesem Fall war es leider wieder so.

  6. Ja, klar, weil eine Straßenbahn mit 50 km/h auch auf 3 m zu stoppen ist, wenn jemand unter Missachtung von Ampeln und Fahrspuren einfach irgendwie wild abbiegt. Vielleicht sollten Straßenbahnen generell nicht schneller als 10 km/h fahren, damit sie immer rechtzeitig bremsen können. Und der Golf hatte sicher Warnsignale etc., sodass der Straßenbahnfahrer ihn ausreichend lange vorher hätte wahrnehmen können. Gute Güte …

  7. Liebe Altersdiskriminierende, ich erwarte von Ihnen, dass Sie zu Ihrem 65. Geburtstag Ihre Führerscheine freiwillig abgeben. Vielleicht sollten Sie Ihre Führerscheine auch früher abgeben, sobald Sie in jüngeren Jahren einen Unfall verursachen.

  8. @martin
    Da die Strecke aber extern der Straße liegt und für diese Geschwindigkeit vorgesehen, es obendrein zurzeit untersagt ist da abzubiegen, muss der Bahnfahrer nicht unbedingt mit solchen Kamikazepiloten rechnen. Ach sollte hier einmal erwähnt werden, dass gerade die Straßenbahnfahrer in Dresden aufgrund ihres umsichtigen Fahrverhaltens täglich mehreren Menschen das Leben retten, welche auf ihr Telefon starrend völlig kopflos durch die Gegend hetzen. Bei vielen Leuten ist dafür noch nicht einmal ein Telefon nötig und würden sich die Fahrer nicht permanent mithilfe von Signalen und einer gewissen Weitsicht durch den Verkehr bewegen, dann gäbe es hier täglich Tote.
    Wer das anzweifelt, stellt sich bitte im Berufsverkehr eine Stunde an die Kreuzung „Pirnaischer Platz“ oder auch einfach den Hauptbahnhof und kann dann dort den alltäglichen Wahnsinn einiger Leute bestaunen.

    AUGEN AUF IM STRASSENVERKEHR!

  9. @martin
    Dein Kommentar ist so dünn und über-flüssig, der tropft grad bei mir unten aus dem Bildschirm raus.
    Deswegen kriegt ja die Bahn eine separate Fahrstrecke, DAMIT sie auch schneller fahren kann und sich der Kauf der Fahrkarte für den Fahrgast lohnt.
    Und was soll die „(26)“? Meinst du etwa der Fahrer sei zu jung und würde rasen, weil er das ob seines geringen Alters auch privat so macht?
    Klar muss man mit z.B. nem Krankenwagen rechnen. Nur bezweifle ich, dass die von 77jährigen gesteuert werden ;)

  10. @ Jörg: Wenn ich mir die Bilder auf der SZ so anschaue, würde ich mal behaupten, dass die Bahn nicht ungebremst mit 50 in das Auto geknallt ist…

    Was Rettungswagen mit Sondersignal angeht: auch diese müssen in Situationen, in denen sie (ohne Sondersignal) keine Vorfahrt hätten, abbremsen und sich davon überzeugen, dass sie fahren können. Deine Forderung könnte man ja auch locker auf Autofahrer übertragen – und die brauchen auch immer sehr lang, um zu raffen, dass da grade ein Krankenwagen über die Kreuzung will. Stell Dich einfach mal auf den Albertplatz und warte, bis eine Blaulichtfahrzeug kommt…

    @ Ramsauer: Ist es tatsächlich altersdiskriminierend, wenn man feststellt, dass die Leistungsfähigkeit im Alter geringer wird – und dies ggf. mit ein Grund für einen solchen Unfall war?

  11. @Ramsauer: ich glaube 3/4 der Leute hier besitzen nicht einmal ein auto, die hälfte davon bestimmt auch keinen Führerschein, somit wird das abgeben schwer^^

    @HINZUNDKUNZ: also umsichtig sind die Straßenbahn und Busfahrer definitiv nicht. Vor einem Jahr ist ein Busfahrer am Polandplatz bei Rot gefahren und Frontal in einen PKW der Grün hatte rein. DVB und Busfahrer haben bis vor ein paar Monaten trotz 4 Zeugen die Schuld abgestritten (eine Frechheit!). Das war jetzt nur ein unfall den ich aus dem Bekanntenfeld hatte, es gibt genügend andere.

    Mir selbst war letzte Woche fast hinter dem Seidnitz Center in Richtung Rennbahn der Bus ins Auto gefahren, hätte ich nicht auf die gegenspur die zum Glück frei war gewechselt hätte es definitiv geklappt. Der Bus hat das Anstehen an der Ampel richtung gerade einfach umfahren indem er auf die Rechtsabbiegerspur gefahren ist und trotzdem gerade gefahren ist (klare Verkehrsverletzung, dafür gibt es einige Punkte!)

  12. @ Numanoid:
    „Im Moment darf man von der Königsbrücker (warum auch immer) nicht in die Fabricestrasse abbiegen.“

    Ich würde sagen, man darf das genau wegen der hier hervorragend illustrierten Gefahrenlage nicht. Rechtsabbieger sind es gewohnt, keinen gleichgerichteten Verkehr mit Vorrang neben sich zu haben und in aller Regel problemlos und ohne Blick nach hinten rechts abbiegen zu können. An besagter Stelle ist genau das aber aufgrund der Straßenbahn mit Vorrang und der fehlenden Ampelanlage saugefährlich. Deshalb sollte, wer zur Fabricestraße will, eine Kreuzung vorher abbiegen (Höhe Einmündung Charlotte-Bühler-Straße).

  13. Martin: Was ist das denn für Unfug? Anders als ein popeliger Golf wird ein Rettungswagen im Einsatz sich wohl kaum lautlos um die Ecke schleichen. Ein solches Fahrzeug ist auch für einen mit 50 Sachen angefahren kommenden Tramfahrer weithin sichtbar. Schon das sollte ihn dazu motivieren, etwas langsamer zu fahren. Außerdem: Auch Rettungswagen mit Blaulicht haben keinen Freifahrtsschein. Müssen sie verkehrswidrig irgendwo abbiegen, müssen auch sie Rücksicht walten lassen und auf den regelkonformen Verkehr achten. Einfach mal so schnell abbiegen ist da nicht, schon gar nicht an Straßenbahnstrecken. Es sei denn, der RTW-Fahrer möchte unbedingt Selbstmord begehen.

  14. @jane
    du schriebst: „Rechtsabbieger sind es gewohnt, keinen gleichgerichteten Verkehr mit Vorrang neben sich zu haben und in aller Regel problemlos und ohne Blick nach hinten rechts abbiegen zu können.“
    und was ist dann mit radfahrer auf einem radweg (befindet sich rechts neben der fahrspur)?

  15. @Jane
    „Rechtsabbieger sind es gewohnt, keinen gleichgerichteten Verkehr mit Vorrang neben sich zu haben und in aller Regel problemlos und ohne Blick nach hinten rechts abbiegen zu können.“

    Ist zwar ein anderes Thema, aber genau auf diese Weise kommt ein Großteil der im Straßebnverkehr getöteten Radfahrer ums Leben der sich ordnungsgemäß auf (schwachsinnig) rechts der Fahrbahn geführten Radverkehrsanlagen bewegt.

    Der gewissenhafte Schulterblick ist beim verantwortungsbewussten Autofahren unverzichtbar.

    Wenn einige Fahrer schon eine knallgelbe, 50m lange Tram übersehen kann man sich ja ausmalen zu welchen Situationen es bei einspurigen Fahrzeugen kommt.

  16. @Jane: „Rechtsabbieger sind es gewohnt, keinen gleichgerichteten Verkehr mit Vorrang neben sich zu haben“
    Rechtsabbieger haben IMMER Verkehrsteilnehmer mit Vorrang zu gewärtigen: Radfahrer und Fußgänger! Leider beachten das die Wenigsten, da hast Du Recht. Und leider wissen auch die wenigsten Füßgänger, dass sie die Straße vorrangig queren können und bleiben erstmal devot stehen und scannen 360°, ob auch ja kein Auto noch fix um die Ecke muß…
    §9, Abs. 3 STVO!

  17. @Seldon: Und daran halten sich nicht mal die Ordnungshüter selber, letzte Woche erst erlebt. Stehe mit Kleinkind auf dem Laufrad an Katys Garage und will rüber zum Espitas, da biegt ein Sixpack aus der Alaunstraße kommend ganz frech und ohne anzuhalten vor uns beiden in die Louisenstraße ab… Das ist so eine Verkehrsregel, von der ich das Gefühl habe, dass sie die allerwenigsten kennen und weil der Schwächere verliert, geben die Fußgänger natürlich lieber nach.

  18. @Jane: Leider falsch. An der Kreuzung sind in beiden Richtungen separate Ampeln für die Abbiegespuren vorhanden, wenn eine StraBa kommt sind die automatisch Rot.

  19. Seldon: Das weiß ich. In diesem Fall sprach ich vom rollenden Verkehr.

    Im Übrigen bitte ich alle mal, sich wieder abzuregen. Ich habe hier nicht für mich, sondern aus der Perspektive vieler Autofahrer gesprochen. Dass ein solches Verhalten kritikwürdig ist, steht, so dachte ich, außer Frage.
    Das ist ja gerade der springende Punkt! Die Behörden wissen um die Leichtfertigkeit vieler Autofahrer, weil eben das Rechtsabbiegen häufig als eine eher unkomplizierte Angelegenheit betrachtet und daher auch mal unachtsam abgebogen wird, wurde an dieser hochgefährlichen Stelle das Rechtsabbiegen komplett untersagt.

  20. @Seldon

    Das stimmt, auch wenn das völlig sinnfrei ist in manchen Fällen…Wenn auf der Gegenspur, zu der, in die ich einfahren will, ein Auto kommt und ich brav warte, heißt das ja noch lange nicht das das entgegenkommende Auto für den Fußgänger hällt! Muss es ja auch nicht. Dies würde so einige Situationen entstehen lassen, wo sich am Ende keiner mehr sicher ist. Es gilt auch nur beim rechtsabbiegen!!!

    @zur Info

    da haben die nix falsch gemacht, nur wenn die rechts abbiegen und Du rechts von denen bist. Wenn die halten, muss dann aber wie oben beschrieben, auf der Gegenspur nix ankommen…

  21. Mal ne Frage, wie lange darf man da schon nicht mehr rechts abbiegen? Ich kenn das nur so hier:

    http://goo.gl/maps/u7pTE

    Ich glaube auch dass es da ne Ampel geb, die das geregelt hat, also Bahn nur fahren wenn Autos rot.

    Ich könnt mir vorstellen, dass der Herr einfach schon seit vielen Jahren immer da rein gefahren ist, auch wenn man, wie Jane richtig bemerkt hat, eine eher reinfahren kann. Da er das aber erst unten gemerkt hat, die andere Möglichkeit ja schon vorbei war und der Umweg von da aus dann regelkonform wieder da hin zukommen, ein riesiger ist, ist der trotzdem gefahren, kann ich nachvollziehen.

  22. @Jonk:
    der Umweg ist jetzt aber um einiges größer…Regel sind schon manchmal auch ganz sinnvoll.

  23. seid Eröffnung des Kindergartens in der Fabricestraße ist das bereits so. Auch ist wohl die Straße über die Bahngleise Richtung Fabricestraße Einbahnstraße. Vermutlich auch, wegen der dort fahrenden Baufahrzeuge.

  24. @Jonk: Ich würde sagen, die Regelung gilt seit ca. 1 Monat und die Absperrung sieht auch so aus, als wenn sie nur vorübergehender Natur wäre.
    Macht auf mich den Eindruck einer Brandenburger Autobahnbaustelle, sprich ein paar Warnbaken und Verbotsschilder, aber keiner arbeitet. Nur der Blitzer fehlt noch ;)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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