Am Montag, 24. August 2026, widmet sich eine Veranstaltung im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr der propagandistischen Darstellung von Marinesoldaten im Zweiten Weltkrieg. Beginn ist um 18 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr.

U-Boot-Kommandanten in der NS-Propaganda
U-Boot-Kommandanten waren ein wichtiger Bestandteil der NS-Kriegspropaganda. Namen wie Prien oder Schepke waren während des Zweiten Weltkriegs weithin bekannt. Die Propaganda inszenierte die Kommandanten gezielt als Helden. Sie sollten zentralen Botschaften des Nationalsozialismus ein Gesicht geben.
Der Autor Gerrit Reichert und der Filmhistoriker Jan Kindler vom Militärhistorischen Museum zeigen am Beispiel von Engelbert Endraß, mit welchen medialen Mitteln die Propaganda arbeitete. Endraß gehörte zu den sogenannten „Assen“ der „glücklichen Zeit“ der U-Boote bis 1942. Für seine öffentliche Inszenierung wurden unter anderem Gemälde, Fotografien und Filme eingesetzt.

Originale und Filmausschnitte
Bei der Veranstaltung sind verschiedene Originalobjekte zu Engelbert Endraß zu sehen. Dazu gehören ein Gemälde und eine Büste sowie zeitgenössische Zeitungs- und Zeitschriftenartikel.
Außerdem werden Ausschnitte aus Kino-Wochenschauen sowie aus einem bislang unveröffentlichten NS-Film gezeigt. Reichert und Kindler ordnen die Materialien ein und diskutieren deren Bedeutung mit dem Publikum. Die Veranstaltung ergänzt die aktuelle Sonderausstellung „Wunderwaffen“ (Neustadt-Geflüster vom 15. März 2026).
Propaganda im Zweiten Weltkrieg – Die U-Boot-Kommandanten
- Militärhistorisches Museum, Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
- Der Eintritt ist frei. Die Platzkapazität ist begrenzt. Reservierungen sind nicht möglich.
- Weitere Informationen



















