Am Donnerstagabend haben die Stadtverwaltung und je ein Vertreter von SachsenEnergie und den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) über die geplanten Baumaßnahmen an der Königsbrücker Straße berichtet. Die Besucher*innen und Teilnehmenden am Online-Stream stellen reichlich Fragen.

Bauamtsleiterin Simone Prüfer brachte es auf den Punkt: „Dreieinhalb Jahre Bauzeit, das ist wie eine kurze Ehe“, sagte sie und ergänzte, dass allen Beteiligten bewusst sei, dass dies eine große Herausforderung und auch eine erhebliche Zumutung für Anwohnende und Gewerbetreibende sei. Das angestrebte Ergebnis sei die Belastungen jedoch wert. Oder, wie es Baubürgermeister Stefan Kühn ausdrückte: „Alles wird besser.“
So soll nicht nur die Straße erneuert werden. Geplant sind auch Radverkehrsanlagen und neue Gleise, die für die breiteren Bahnen geeignet sind. Und ganz wichtig: neue Wasser- und Abwasserleitungen unter der Erde. „Die aktuellen stammen noch aus der Zeit, in der Bismarck Reichskanzler war“, so Kühn. Wie brüchig diese Leitungen sind, zeigte sich auf der Dr.-Friedrich-Wolf-Straße bereits zweimal (Neustadt-Geflüster vom 5. Mai 2024).

Auch die Fahrleitungen, die Beleuchtung, die Straßenentwässerung und die Ampeln werden erneuert. Die Straßenbahnen sollen besser durchkommen und dank barrierearmer Haltestellen besser erreichbar sein. Geplant sind außerdem neue Bäume, Bänke, Fahrradbügel, drei Trinkbrunnen und ein unterirdisches Gleichrichterwerk.
Zu Beginn schilderte Kühn in kurzen Worten den langen Weg zum Baubeginn. Die ersten Planungen zum Ausbau der Straße habe es bereits vor 33 Jahren gegeben, auch von Plänen zu DDR-Zeiten ist die Rede. 2016 beschloss der Stadtrat die aktuellen Pläne. Das anschließende Genehmigungsverfahren bei der Landesdirektion dauerte rund sechs Jahre. Acht Jahre nach dem Stadtratsbeschluss stand schließlich fest: Es darf gebaut werden (Neustadt-Geflüster vom 12. August 2024).
Baustart am Albertplatz am 7. September
Nun geht es also wirklich los. Auch auf Nachfrage eines Zuschauers sagte Kühn noch mal deutlich: „Das kann jetzt nicht mehr gestoppt werden.“ Baustart ist am 7. September mit dem Einbau der Gleisweiche auf der Antonstraße am Albertplatz. Zeitgleich beginnen die Arbeiten am sogenannten Eschenplatz. Das ist der kleine, wilde Parkplatz in Höhe der Königsbrücker Straße 37 bis 43. Dort baut die DVB ein Gleichrichterunterwerk, ein Umspannwerk, das für die Stromversorgung der Straßenbahnen gebraucht wird.
Auch an den Gehwegen beginnen erste Arbeiten. Bis Ende Oktober fährt die Straßenbahn wie gewohnt weiter, danach über die Großenhainer Straße und die Fritz-Reuter-Straße. Ab August 2027 gibt es dann Schienenersatzverkehr.
Die Bauarbeiten sollen halbseitig erfolgen. Das heißt: Der Autoverkehr schlängelt sich entlang der Baustellen. Nur in einzelnen Bauphasen wird es Umleitungsstrecken geben. Ziel ist das Bauende im April 2030.
Die Stadt informiert
- Informationen gibt es im Infopavillon am Albertplatz, immer dienstags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 12 bis 14 Uhr. Dort gibt es auch Pläne, Visualisierungen und einen Kummerkasten.
- Nachfragen können an koebrue@dresden.de gesendet werden.
- Aktuelle Informationen gibt es unter www.dresden.de/koebrue, dort lässt sich auch die Bürgerversammlung nachhören.
- Außerdem soll es einen Gewerbestammtisch geben. Ein Newsletter kann ebenfalls abonniert werden.
Neustadt-Geflüster
- Debatten und Berichte im historischen Verlauf unter dem Hashtag „köbrü“.























Und der Herr der SachsenEnergie empfiehlt einen 24/365 Stromvertrag den es nicht gibt. Diese Veranstaltung war wieder Kabarett vom feinsten.
Hallo Gunther, nachzuhören ist die Antwort im Livestream ab etwa 1 Stunde 06 auf Youtube. Er spricht von „einem speziellen Stromvertrag, der komplett unterbrechungsfrei ist“. Hab ich mich auch gewundert, vielleicht meint er über Drittanbieter. Hast Du sonst noch Kabarett-Ansätze gefunden, ich fand die Antworten eigentlich überwiegend sachlich und zielführend.