Die Dresdner Whisky Manufaktur eröffnet eine Verkaufsstelle an der Bautzner Straße 79. Das Geschäft liegt direkt neben dem schönsten Milchladen der Welt, Pfunds Molkerei. Die offizielle Eröffnung ist für den 31. August geplant.

Gründer und Gesellschafter Frank Leichsenring sieht in dem neuen Standort vor allem eine Chance, mehr Laufkundschaft zu erreichen. Seit fünf Jahren hat die Whisky Manufaktur ihren Sitz im Alberthafen. Spontane Besucher verirren sich dorthin nach seinen Angaben bislang eher selten.
Auf seinem Heimweg kommt Leichsenring regelmäßig an Pfunds Molkerei vorbei. Dabei fiel ihm das leer stehende Lädchen auf, in dem zuletzt Seife verkauft wurde. Er nahm Kontakt zu Frank Zabel, dem Chef von Pfunds Molkerei, auf. Der war sofort Feuer und Flamme. Nur 24 Stunden später war der Mietvertrag unterschrieben. Künftig können Besucher von Pfunds Molkerei neben Milchprodukten und Souvenirs also auch sächsischen Whisky erwerben.
Whisky aus Dresdner Produktion
Mit dem neuen Geschäft ändert die Dresdner Whisky Manufaktur zugleich ihre Preisstruktur. In den ersten Jahren ließ das Unternehmen Whisky von der schottischen The GlenAllachie Distillers Company Limited nach eigenen Geschmacksvorgaben produzieren. Diese Bestände sind inzwischen aufgebraucht.
Für die Standardsorten füllt die Manufaktur nun ausschließlich Whisky aus eigener Dresdner Produktion ab. Dadurch sinken nach Angaben des Unternehmens die Produktionskosten. Der Standard-Whisky kostet künftig 29,90 Euro statt bisher 42 Euro. Für Händler, die ihre Ware zuvor zu höheren Preisen eingekauft haben, kündigt die Manufaktur individuelle Lösungen an.
Laut Leichsenring wurde der Dresdner Whisky geschmacklich an das bisherige Produkt angelehnt. Zum Sortiment gehören unter anderem Varianten mit Sherry-, Port- und Rauchnoten. Die Produktion läuft kontinuierlich, wobei rund 30 verschiedene Fassarten zum Einsatz kommen. Nach Angaben Leichsenrings reift der Whisky in Dresden schneller als in Schottland. Als Grund nennt er die größeren Temperaturschwankungen. Aktuell lagern rund 3.200 mit Hellinger 42 gefüllte Fässer an einem nicht öffentlich genannten Standort in Radebeul. Jedes Fass fasst 195 Liter. Der Bestand reicht nach Angaben des Unternehmens für mehr als eine Million Flaschen Whisky.

Bislang wurden Leichsenring zufolge allerdings weniger Flaschen verkauft als angestrebt. Wie viele es genau sind, will er nicht sagen. Immerhin sei der Absatz in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent gestiegen. Während die Bier- und Weinbranche schwächele, sei der Whisky-Konsum in Deutschland stabil, so Leichsenring.
Kaffee und Whisky in einem Geschäft
Am neuen Standort arbeitet die Whisky Manufaktur mit Karsten Lehmann zusammen. Er ist Geschäftsführer der Dresdner Kaffee- und Kakao-Rösterei im Industriegelände. Im Geschäft sollen deshalb neben Whisky auch Dresdner Kaffeespezialitäten sowie Produkte weiterer sächsischer Manufakturen erhältlich sein.
Kaffee aus der Siebträgermaschine kann vor Ort ebenfalls probiert werden. Die beiden Unternehmen haben zudem gemeinsam einen Whisky-Kaffee entwickelt (Neustadt-Geflüster vom 31. Juli 2025). Auch Tastings sind geplant. Das Konzept soll verschiedene Genussprodukte aus Sachsen an einem Standort zusammenbringen.
Dresdner Whisky Manufaktur
- www.hellinger42.de
- Verkaufs- und Probierladen: Bautzner Straße 79, 01099 Dresden
- Montag bis Sonnabend: 10 bis 18 Uhr






















