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Neustadt-Kinotipps ab 25. Juni 2026

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Schauburg, Bundesstart: Obsession – Du sollst mich lieben

Obsession – Du sollst mich lieben – in der Schauburg

Bear (Michael Johnston) ist ein unscheinbarer Typ, zuverlässig und ein bisschen zu nett. Seit seiner Kindheit ist er in Nikki (Inde Navarrette) verliebt, doch für sie bleibt er der gute Freund. Bis Bear eines Tages auf einen mysteriösen Gegenstand stößt: einen sogenannten „One-Wish-Willow“. Einmal zerbrechen und jeder Wunsch wird wahr. Bear wünscht sich Nikkis Liebe. Und bekommt sie. Sie liebt ihn „mehr als alles andere auf der Welt“. Endlich scheint alles so zu laufen, wie Bear es sich immer vorgestellt hat. Doch was als Traum beginnt, kippt schnell. Nikkis Gefühle werden intensiver, fordernder und unkontrollierbar. Aus Nähe wird Abhängigkeit, aus Zuneigung Besessenheit. Sie weicht ihm nicht mehr von der Seite und langsam wird Bear und seinem Umfeld klar: Diese Liebe ist nicht echt. Im Gegenteil, sie könnte lebensbedrohlich sein …

Thalia: The Love That Remains

The Love That Remains – im Thalia

Eine Trennung steht im Raum. Anna (Saga Garðarsdóttir) und Magnús (Sverrir Gudnason) mögen sich noch, Restliebe scheint also vorhanden, Gemeinheiten gegeneinander finden nicht statt. Aber das reicht scheinbar nicht, um zusammen zu bleiben. Schade, denn sie leben gemeinsam mit ihren drei Kindern und der Familienhündin Panda an der oft unwirschen Küste Islands ein beschauliches Leben. Maggi, als Hochseefischer oft tagelang auf See, sorgt für eine ausgeglichene Familienkasse.

Anna ist beseelt von ihrem Wunsch, sich als Künstlerin einen Namen zu machen. Trotz ihrer Trennungsabsichten verbringen alle miteinander Zeit beim Wandern, Schlittschuhlaufen, Angeln oder der Wildpferd- oder Walbeobachtung. Tun Anna und Magnús das alles nur der Kinder wegen, oder fühlen sie sich einander doch noch verbunden? Der isländische Regisseur Hlynur Pálmason (»Godland«) setzt seine Heimat einmal mehr liebevoll in Szene und übt sich in teils schwarzem Humor und surrealistischen Traum-Sequenzen. Besonders eindrücklich ist sein Umgang mit der Zeit: Annas Kunst lebt von korrodierenden Metallabdrücken, Magnús kommt bei seiner Arbeit auf hoher See das Zeitgefühl abhanden.

Schauburg, Bundesstart: Power Ballad – Der Song ihres Lebens

Power Ballad – Der Song ihres Lebens – in der Schauburg

Bei einer Hochzeit treffen zwei Musiker aufeinander. Rick (Paul Rudd) sorgt mit seiner Band für Partystimmung, Danny (Nick Jonas) ist als Gast da und singt einen Song für das Brautpaar. Die beiden verstehen sich und beenden den Abend mit einer gemeinsamen Jam-Session-Nacht. Rick, der ältere, der mit seiner Band nie den Durchbruch schaffte, gibt dem deutlich jüngeren Danny ein paar Tipps und spielt ihm eigene Songs vor. Danny, der ehemalige Boyband-Star, hat den Druck, mit seiner Solo-Karriere voranzukommen und gibt einen von Ricks Songs als seinen eigenen aus. Er landet einen Welthit. Irgendwann checkt dann auch Rick, dass da jemand mit seinem Material durchgestartet ist. Aber wer wird ihm glauben, dass da jemand seinen Song geklaut hat? Wie weit wird er gehen, um sich die Anerkennung zu holen, die ihm zusteht?

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Thalia: Azza

Azza – im Thalia

„Azza“ gewährt einen intimen Einblick in das Leben einer saudischen Frau, die in einem Land ohne Meinungsfreiheit nach persönlicher Freiheit strebt. Schon früh musste sie ihr Leben nach anderen ausrichten: verheiratet mit 16, Mutter von vier Kindern, ohne Zugang zu Bildung. Durch einen cleveren Trick gelang ihr die Scheidung von einem gewalttätigen Ehemann, doch sie wurde von Familie und Kindern abgeschnitten und musste später erneut heiraten, um wieder akzeptiert zu werden. Sie arbeitet als Fahrlehrerin, kämpft sich durch den Alltag und sucht nach einem besseren Leben für sich und ihre Kinder. Ein Roadtrip durch die Wüste wird zur Reise der Selbstfindung und Freiheit, die die Herausforderungen vieler Frauen spiegelt. Über drei Jahre gedreht, porträtiert die Dokumentation Azza, ihr Land und eine Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Schauburg, Bundesstart: Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war – in der Schauburg

Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann und verleiht deren Worten eine magische Präsenz. Die Literaturwissenschaftlerin Regina Schilling verdichtet improvisierte Szenen, Archivmaterial, Interviews und Bachmanns Texte zu einem kunstvollen Gewirk. Ihr Film verbindet die zentralen Lebensphasen Bachmanns von deren Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Literatur-Star und Mitglied der Gruppe 47 bis zu ihren letzten Lebenstagen in Rom. „Unsere Geisterbeschwörung, unsere Seance“, nennt Regina Schilling das gemeinsame Vorgehen von ihr und Hüller an einer Stelle des Films, man sieht beide lachen, erleichtert, dass der beschrittene Weg gangbar scheint. Der Film betont in kleinen Momenten immer wieder, dass hier eine Versuchsanordnung stattfindet, Möglichkeiten abgeschritten werden, wie Ingeborg Bachmanns Leben gewesen sein könnte. Zu Wort kommen auch die Männer, zu denen sie in komplizierten Beziehungen stand. Hans Werner Henze und Max Frisch geben Auskunft, von Paul Celan wird berichtet. Zentrum bleibt aber immer Bachmanns kompromissloses Ringen um eine unverwechselbare und radikale Sprache und ihr Taumeln zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen. Souverän montiert, greifen die verschiedenen Archivmaterialien ineinander, überraschend und folgerichtig zugleich und sorgen in Verbindung mit Sandra Hüllers schillerndem Spiel für eine starke Sogwirkung. Bachmann, von Hüller wahrhaft kongenial dargestellt, entzog sich und ihr Werk konsequent jeglicher Vereinnahmung. Regine Schilling macht das glaubhaft. Ihr Film ist ein wunderbares Porträt zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann, ein Porträt, das die Zerbrechlichkeit der Künstlerin ebenso würdigt wie ihre Kraft.

Thalia: Verflucht Normal

Verflucht Normal - in der Schauburg
Verflucht Normal – im Thalia

Alles begann, als der 12-jährige John plötzlich kleine Ticks entwickelte, deren Herkunft ihm völlig schleierhaft erschien. In seiner Heimatstadt Galashiels kennt kaum jemand das Tourette-Syndrom. Mitschüler beleidigen und mobben ihn. Auch seine Familie zerbricht an der Situation. Nach einem Suizidversuch wird seine seelische Not deutlich. 1996 lebt John bei seiner Mutter und nimmt Medikamente. Manche Menschen akzeptieren ihn, andere reagieren mit Gewalt oder Anzeigen. Unterstützung findet er beim Hausmeister Tommy im Gemeindezentrum. Dort beginnt John zu arbeiten. Gemeinsam setzen sie sich für mehr Verständnis für Tourette ein. John organisiert Gespräche, Workshops und Vorträge an Schulen und Polizeistationen, um über die Krankheit aufzuklären. Im Thalia im Original mit Untertiteln.

Schauburg, Bundesstart: Hallo Betty

Hallo Betty – in der Schauburg

1956 erfindet die schüchterne Werbetexterin Emmi Creola (Sarah Spale) im Rahmen einer Kampagne für Speiseöl die Kunstfigur Betty Bossi und trifft damit den Nerv der Zeit. Aus einer Marketingidee wird die „Köchin und Hausfrau der Nation“, aus Emmi eine unfreiwillige öffentliche Figur. Denn die Schweiz liebt Betty und verlangt bald ein echtes Gesicht. Emmi schlüpft widerwillig in die Rolle ihrer eigenen Erfindung und wird selbst zur gefeierten Koch-Ikone. Doch der Erfolg fordert seinen Preis: In einer von Männern dominierten Branche muss sie sich behaupten, während sie zugleich versucht, den Erwartungen als Ehefrau und Mutter gerecht zu werden.

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Neustadt-Kinotipps ab 25. Juni: Freikarten

  • Das Neustadt-Geflüster verlost diese Woche jeweils zwei Freikarten für das Thalia und die Schauburg für die laufende Kinowoche, also bis Mittwoch. Bitte in dem Ergänzungsfeld den entsprechenden Film und das Filmtheater angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Verlosung findet Sonntagabend statt.
  • Alle Dresdner Kinos und Filme unter www.kinokalender.com

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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