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Rosengarten feiert Jubiläum

Der Rosengarten wird 90 Jahre alt. Die Stadt feiert das Jubiläum mit Führungen und Einblicken hinter die Kulissen. Auf rund 29.500 Quadratmetern wachsen zahlreiche Gehölze sowie etwa 120 Rosenarten und -sorten.

Rosenbusch - Foto: Anton Launer
Stark duftende Strauchrose ‚Hansa‘ – Foto: Anton Launer

Einer, der den wunderbaren Garten an der Elbe kennt wie kein Zweiter, ist Jens Zappe. Der Gärtnermeister leitet ein achtköpfiges Team, das sich hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, um den Rosengarten kümmert. Für Zappe ist der Garten ein zweites Zuhause. Wer mit ihm über die historischen Schieferplattenwege geht, merkt schnell: Er kennt jeden einzelnen Rosenbusch persönlich. Er weiß genau, wann welcher Strauch blüht, und kann ausführlich über die Geschichte des Gartens berichten.

Jens Zappe sorgt mit seinem Team von acht Mitarbeitenden dafür, dass die Rosen blühen und der Garten erhalten bleibt. Foto: Anton Launer
Jens Zappe sorgt mit seinem Team von acht Mitarbeitenden dafür, dass die Rosen blühen und der Garten erhalten bleibt. Foto: Anton Launer

Vor 90 Jahren eingeweiht

Erste Planungen zur Bebauung des Königsufers gab es bereits 1912 unter Stadtbaurat Hans Erlwein. Im Ersten Weltkrieg fehlte der Stadt jedoch das Geld. Erst 1935 wurde begonnen, diese Pläne umzusetzen. Auf der Neustädter Seite sollte ein Gegenstück zum Balkon der „Brühlschen Terrasse“ entstehen. Ein erster Abschnitt wurde noch im selben Jahr eröffnet. Das gesamte Areal, einschließlich des Staudengartens jenseits des Rosa-Luxemburg-Platzes, erlangte als Co-Standort der Reichsgartenschau 1936 seine heutige Bedeutung. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage stark beschädigt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage stark beschädigt. Zum 750. Stadtjubiläum Dresdens war das Königsufer erstmals wieder komplett begehbar und in den 1970er Jahren wurde der Rosengarten in Teilen dem Zeitgeschmack angepasst. Seit Mitte der 1980er Jahre steht der Rosengarten unter Denkmalschutz.

Der Garten gliedert sich im Wesentlichen in drei Bereiche. Zum Rosa-Luxemburg-Platz hin dominieren Rosenbüsche. Die weite Wiese wird von historischen Bänken und besonders im Herbst farbenprächtigen Bäumen eingerahmt. Auf der östlichen Seite wacht die Statue „Genesung“ über die vielen Rosensorten. „Wenn man zur Blütezeit kommt, kann man den Farbverlauf sehen“, sagt Zappe. „Die vordersten Blüten sind weiß, dann wird es rosa bis orange, in der Mitte dunkelrot und hinten schließlich gelb.“ Allein in diesem Bereich wachsen rund 70 verschiedene Sorten, alle stammen noch aus DDR-Zeiten. „Über die Originalbepflanzung zur Entstehungszeit haben wir leider nur wenige Kenntnisse“, bedauert Zappe.

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Dem Garten sieht man kaum an, wie viel Arbeit in ihm steckt. „Wir müssen Rosen schneiden, Unkraut jäten, den Boden lockern, bei Bedarf gießen, vertikutieren, die Wege sauber halten, Laub sammeln, vor dem Winter empfindliche Rosen verhüllen und im Frühjahr wieder auspacken – es gibt immer etwas zu tun“, sagt Zappe. Weniger erfreut ist er, wenn Besucher über die Beete laufen, um Nahaufnahmen der Blüten zu machen. Eine Magnolie, die besonders häufig für Selfies beklettert wurde, versah er kurzerhand mit einem Schild: „Achtung Wespennest“. „Das hat geholfen. Die Magnolie hat überlebt“, sagt er schmunzelnd.

Das Team des Regiebetriebes Technische Dienste kümmert sich um den Erhalt des Rosengartens - Foto: Anton Launer
Das Team des Regiebetriebes Technische Dienste kümmert sich um den Erhalt des Rosengartens – Foto: Anton Launer

Jubiläumsbegehung am 18. Juni

Anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Rosengartens findet am Donnerstag, 18. Juni 2026, von 9 bis 17 Uhr eine öffentliche Jubiläumsbegehung statt.

Herzstück der Veranstaltung sind geführte Rundgänge von jeweils rund 30 Minuten. Um Anmeldung wird gebeten. Besucherinnen und Besucher erfahren Wissenswertes über Geschichte, Entwicklung und Besonderheiten des Rosengartens. Welche Rolle spielt eine Genbank im Rosengarten? Warum sind bestimmte historische Rosensorten bei Rosenliebhabern besonders begehrt? Welche botanischen Verwandtschaften bestehen zwischen Rose und Erdbeere? Und welche tierischen Begegnungen sind im Rosengarten möglich?

Die Jubiläumsbegehung bietet Einblicke in einen Garten, der weit mehr ist als eine öffentliche Grünanlage. Die Mitarbeitenden geben außerdem persönliche Einblicke in ihren Arbeitsalltag und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

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Eindrücke

Rose im Rosengarten - Foto: Anton Launer
Eine Rosensorte aus DDR-Züchtung im Rosengarten – Foto: Anton Launer
Wildrose - Foto: Anton Launer
Wildrose – Foto: Anton Launer
Rosen - Foto: Anton Launer
Rosen – Foto: Anton Launer
Manchmal leuchten die Stacheln der Rosen schöner als die Rose selbst - Foto: Anton Launer
Manchmal leuchten die Stacheln der Rosen schöner als die Rose selbst – Foto: Anton Launer

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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