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Wo früher Glas geschnitten wurde, entsteht ein Ort für Abschied

An der Ecke Hansastraße riecht es noch nach Baustelle. Wo jahrzehntelang Glas geschnitten und geschliffen wurde, werden bald Menschen Abschied nehmen. Das „Haus der Trauer“ des Bestattungsinstituts Muschter öffnet am 29. Mai in der Fritz-Reuter-Straße 35.

Die Bestatter Adriana und Benjamin Wolf eröffnen an der Fritz-Reuter-, Ecke Hansastraße das Haus der Trauer. Foto: Anton Launer
Die Bestatter Adriana und Benjamin Wolf eröffnen an der Fritz-Reuter-, Ecke Hansastraße das Haus der Trauer. Foto: Anton Launer

Das Haus hat sich verändert, direkt neben dem Bestandsgebäude ist ein schwarzer Anbau in Modulbauweise entstanden. In einer guten Woche sollen die Arbeiten hier abgeschlossen sein. „Wir haben einen zentralen Ort in Dresden gesucht, der auch mit Bahn und Bus gut erreichbar ist“, sagt Betreiber Benjamin Wolf. Fündig wurde das Unternehmen schließlich in der Neustadt. Am Freitag, dem 29. Mai, soll eröffnet werden. Noch wird im Gebäude gearbeitet.

Einige Spuren der früheren Nutzung bleiben erhalten. Eine alte Schleifmaschine wird zum Tisch umgebaut, im Trauerraum hängt weiterhin ein Buntglasfenster aus der früheren Glaserei. Vor dem Eingang ist außerdem ein Trinkbrunnen geplant.

Aus der alten Glaserei wird ein Trauerhaus. Foto: Anton Launer
Aus der alten Glaserei wird ein Trauerhaus. Foto: Anton Launer

Abschied ohne feste Zeiten

Benjamin Wolf übernahm das Bestattungsinstitut Muschter in Ottendorf-Okrilla Anfang 2018. Die Idee für ein eigenes Trauerhaus entstand kurz darauf. In der Umgebung fanden sich keine passenden Räume, viele Friedhofskapellen boten zu wenig Möglichkeiten. Also verlagerte sich die Suche irgendwann nach Dresden.

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Wenig später stieg auch seine Frau Adriana Wolf mit ein. Sie arbeitete zuvor in der Tagespflege und als Mediengestalterin und ist inzwischen Mitinhaberin des Unternehmens.

Das neue Haus soll bewusst offen wirken. Der Abschiedsraum bleibt rund um die Uhr zugänglich und ist nicht an feste Besuchszeiten gebunden. Wenn jemand vom Institut im Haus ist, brennt am Eingang eine Kerze. Auf dem mehr als 1.000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht außerdem ein Garten der Erinnerung, in dem Pflanzen zum Gedenken gesetzt werden können.

Auch die Wiese neben dem Haus kann zum Trauern genutzt werden. Foto: Anton Launer
Auch die Wiese neben dem Haus kann zum Trauern genutzt werden. Foto: Anton Launer

Traueryoga, Filmabend und Dancefloor

Neben klassischen Trauerfeiern sollen die Räume auch für andere Formen des Erinnerns genutzt werden. Geplant sind unter anderem Traueryoga, Trauer-Tattoos und Veranstaltungen rund um das Thema Abschied. Der Veranstaltungsraum bietet Platz für bis zu 40 Menschen. Auch externe Fachleute oder andere Bestatter können die Räume nutzen.

In das Projekt flossen nach Angaben des Unternehmens zwischen 1,2 und 1,3 Millionen Euro. Die SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH, eine Tochter der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, beteiligt sich mit 250.000 Euro Eigenkapital. Der Firmensitz in Ottendorf-Okrilla bleibt bestehen.

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Eröffnet wird vom 29. bis 31. Mai. Los geht es am Freitagabend mit Hausführung und Sektempfang, später legt Roman Shamov elektronische Musik auf. Für Sonnabend sind unter anderem Hausmesse, Lesung und Filmvorführung geplant, am Abend wird getanzt. Sonntag läuft das Programm noch bis 16 Uhr. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

Haus der Trauer

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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